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Beate Fastrich über die besten Quellen für Investments

Business Angel aus München

über die besten Quellen für Investments in Startups

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Beate Fastrich: „Ich würde sagen, die besten Investments kommen vor allem aus dem Netzwerk. Ich habe auch viel Dealflow von LinkedIn und von Veranstaltungen. Dabei gibt es aber eine höhere Ausschussquote zwischen dem, was hereinkommt und dem, was man sich wirklich anschaut.

Wenn ich aber von anderen Business Angels oder Bekannten eine Empfehlung bekomme, mit denen ich möglicherweise sogar schon einmal eine Investition getätigt habe und die ich schon besser kenne, dann schaue ich mir diese gern genauer an. Das ist auch meistens eine qualitativ bessere Empfehlung.

Sehr gut sind da natürlich auch private Investoren-Netzwerke. Wenn man da einen oder zwei angehört, ist das sehr hilfreich. Oft gibt es da auch andere Business Angels, die Know-How abdecken, das man selbst nicht mitbringt.“

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Business Angel Wilfried Gillrath

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Business Angel aus Hamburg

Business Angel Joakim Nägele

Joakim Nägele

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Business Angel Ingo Weber

Ingo Weber

Impact Business Angel

Business Angel Claudia Baumgart

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Business Angel aus Zürich

Business Angel Ingo Weber
über seine Erwartungen an Gründer nach der Finanzierungsrunde
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Ingo Weber: „Aus meinem Hintergrund kann ich es ein bisschen damit vergleichen, wenn ein Unternehmen den IPO geschafft hat. Danach geht es erst so richtig los. So ist es bei Startups und nach der Finanzierungsrunde auch.

Gründer denken vielleicht, dass es nach der Finanzierungsrunde endlich entspannter wird, aber es ist eher das Gegenteil der Fall. Nämlich bis dahin stand man quasi noch an der Tankstelle und hat das Auto vollgetankt. Jetzt muss man einfach Gas geben und da erwarte ich einfach, dass Gründer für das Thema brennen.

Wenn man den Hund zum Jagen tragen muss und das Gefühl hat, da tut sich vertrieblich oder in der Technologie nichts, dann wird es schwierig. Dann kann ich auch ein bisschen ungemütlich werden, weil man gibt ja das Geld, damit das Fahrzeug fahren kann und da muss der Fahrer auch entsprechend Gas geben.

Außerdem, da schlägt der Buchhalter in mir durch, sollte das Startup ein strukturiertes Reporting liefern. Das ist vielleicht für die Gründer im ersten Schritt lästig, hilft dem Startup aber dabei, sich zu reflektieren. Was hat sich im Produkt getan, was hat sich in den Bereichen Vertrieb und Finance getan.

Es hilft den Investoren, eine Transparenz zu bekommen und das ist eine Basis für das Vertrauen und mit dem Vertrauen kann man am Ende Geschäfte machen. Gerade in schwierigen Zeiten ist das sehr wichtig, wenn zum Beispiel ein Bridge Loan gegeben werden muss. Auch für Folgeinvestitionen ist das Vertrauen entscheidend. Ein erstes Signal dafür, dass es bei einem Startup nicht mehr so gut läuft, sind verspätete oder schlechte Reportings.“

Torsten Meyer - Business Angel
über die Vorteile von Startup-Teams, die in ihrer Branche bereits Erfahrung haben
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Torsten Meyer: „Weil das Marktverständnis da ist. Im besten Fall ist auch der Schmerzpunkt, den sie eruiert haben, ganz deutlich. Man gründet ja ein Startup nicht aus Spaß, sondern weil man weiß oder gemerkt hat: am Markt ist da ein Schmerz bzw. ein möglicher Einstiegspunkt zu finden. Wenn man in dieser Branche auch schon im Vorfeld unterwegs war, dann ist das deutlich einfacher.

Zum Zweiten ist wichtig nicht nur die Fachkompetenz im jeweiligen Gebiet, sondern auch der Zugang zum Markt. Im besten Fall zu potentiellen Kundengruppen und potentiellen Partnern. Ganz klar.“

Business Angel Wilfried Gillrath
über wichtige Investitionskriterien
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Wilfried Gillrath: „Der beste Rat, den ich bekommen habe, war, dass man eben nicht in Exceltabellen und Zahlen reingehen sollte, weil das Team und Timing viel wichtiger sind. Passt die Dienstleistung, der Service oder das Produkt des Startups überhaupt in die Zeit?

Diese zwei Punkte sind so viel wichtiger als die ganzen Detailfragen.

Bei mir ist es immer eine Ambivalenz zwischen dem, dass ich diese Intuition versuche zu nutzen, aber auf der anderen Seite bin ich schon jemand, der eine Affinität zu Zahlen hat. Also habe ich immer eine latente Versuchung, doch noch in die Zahlen zu schauen.

Da hat mir mal jemand gesagt, dass ich es einfach bleiben lassen soll. Das weiß sowieso keiner so richtig, warum die Zahlen so sind, wie sie sind. Man muss am Ende schauen, was rauskommt und das Team ist der entscheidende Part und die werden es schon irgendwie hinbekommen. Das ist genau das, was ich immer tun will, aber wo ich auch leicht vom Pfad abkomme.

Insofern war das noch eine gute Sensibilisierung, die mir auch in den Folgeinvestments geholfen hat, da auf der kognitiven und intellektuellen Ebene, was diese Zahlen und das Geschäftsmodell angehen. Wirklich den Fokus auf die Gesamtsicht und die intuitive Betrachtung.“

Business Angel Wolrad Claudy
über den Begriff "Verwässerung"
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Wolrad Claudy: „Verwässerung bedeutet, wenn durch eine weitere Finanzierungsrunde ein geringerer Anteil am Startup bewirkt wird. Wenn ein Investor bei einer weiteren Finanzierungsrund selbst nicht weiter investiert, wird das gesamte Eigenkapital hochgesetzt und der prozentuale Anteil des Anlegers verringert sich. So schlägt bei einem Exit der geringere Anteil zu buche.

Es wird unterstellt, dass die weitere Finanzierungsrunde dafür sorgt, dass die Post-Money-Bewertung des Startups natürlich höher ist, aber damit ist nicht sichergestellt, dass der Exit-Value höher ist. Das heißt, mein Prozentsatz auf den Exit-Value ist entscheidend, weil das ist das Geld, was ich zurückbekomme. Die Pre-Money- und Post-Money-Bewertungen sind alles fiktive Bewertungen, die sehr gerne eingesetzt werden, aber in letzter Konsequenz keine relevant haben.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
darüber, wie sie mit Krisen im Startup umgeht
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Dr. Rahel Stichtenoth: „Als Erstes sollte man als Business Angel in Krisen zu den Gründern stehen. Damit meine ich nicht, dass man allem zustimmen soll. Es ist auch ganz wichtig sagen zu können, dass ich es ganz anders sehe, da liegt ihr falsch und ich würde eher den oder den Weg gehen. Aber das ganze soll immer eine Unterstützung sein und ja, dass man einfach mit nach Lösungen sucht, Vorschläge macht und auch mal konkret an etwas mitarbeitet.

Ganz wichtig ist es, nicht noch mehr Stress zu erzeugen. In einer Krise stehen die Gründer am stärksten unter Druck und wenn man dann noch ein verschärftes Reporting einfordert, dann geht es nach hinten los. Also wirklich ruhig und sachlich bleiben, das ist nicht immer einfach, weil es um das eigene Investment geht und das eigene Geld, was in Gefahr schwebt, aber man muss sich einfach klarmachen, dass es nicht hilft, noch einen draufzusetzen und nochmal draufzuhauen.“

Business Angel Göran Göhring
darüber, welche Vorteile Business Angels einem Startup bieten können
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Göran Göhring: „Ich habe da für mich ein 3E Modell definiert:
1. Equity
2. Experts
3. Entrepreneur

Equity ist die Thematik des Investment in ein Startup. Also über ein Wandeldarlehen oder über ein Anteilskauf zu investieren.

Der zweite Punkt ist Experts. Da geht es darum, dass Gründer in manchen Bereichen auf die Hilfe von Angels angewiesen sind, um ein holistisches Geschäftsmodell hinzubekommen. Beispiele dafür sind: Marketing and Sales, Growth, Kontakte, Finance, Rechtsthemen und die Haltung als Unternehmer. Dort ist es wichtig, dass der Business Angel mit seiner Expertise im Standbymodus ist und auch bei ihm fremden Themen jemanden kennt, der unterstützen kann. Das hilft massiv, dass die Gründer von einer ersten Startphase schnell wachsen können.

Das dritte Thema ist Entrepreneur. Ich bin selbst seit mehr als 20 Jahren erfolgreicher Unternehmer und ich kenne viele junge Gründer, die froh sind, dass sie sich bei Fragen des Tagesgeschäfts an einen anderen Unternehmer wenden können, der schon selbst viele Probleme durchlebt hat. Damit der junge Unternehmer mit der Unterstützung der Angels Wege findet, sein Geschäftsmodell durchzuziehen.“

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