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Beate Fastrich über einen guten Auswahlprozess und Due Diligence

Business Angel aus München

über einen guten Auswahlprozess und Due Diligence

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Beate Fastrich: „Ich bin relativ strukturiert, wie ich an dieses Auswahlverfahren herangehe. Ich habe meine Punkte, die ich prüfe. Das ist natürlich das Team, und das auch an erster Stelle. Aber sehr wichtig ist für mich natürlich auch das Produkt bzw. der Service sowie der Markt, den es dafür gibt – und der Wettbewerb. Wenn ich einmal beispielsweise von der Technik nicht so viel verstehe, dann schauen ich auch mal, ob vielleicht ein anderer Angel dabei ist, der sich besser auskennt und das bereits geprüft hat.

Bei den ganz jungen Startups ist natürlich eine Legal Due Diligence nicht so wichtig, aber auch da muss man einmal draufschauen.

Das wichtigste ist aber wie gesagt das Team – und da kommt dann auch das Bauchgefühl mit in die Entscheidung. Dabei sollte man sich nicht nur die einzelnen Player im Team anschauen, sondern auch, wie das Team zusammenspielt. Das ist mir aufgefallen, wie wichtig es ist, auch mal mit allen zusammen zu sprechen, um die Interaktion zwischen den Teammitgliedern beobachten zu können.

Am Anfang ist mein Prozess also sehr strukturiert, aber am Ende auch mit einer guten Portion Bauchgefühl, vor allem über die Zusammenarbeit mit dem Team. Ein Business Angel Investment ist ja auch eine längerfristige Bindung und die muss auch persönlich passen.“

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Business Angel Olaf Stichtenoth
über den Begriff "Multiple"
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Olaf Stichtenoth: „Was bedeutet Multiple?
Das ist eine ganz gute Frage, weil der Begriff “Multiple” in verschiedenen Bereichen angewendet wird. Üblicherweise wird im Venture Capital Bereich bei Bewertungen davon gesprochen. Wenn ich zum Beispiel bei einer Bewertung von 2 Millionen Euro irgendwo einsteige und ich zu einer Bewertung von 10 Millionen aussteige, dann habe ich einen groben Multiple von 5. Das stimmt nicht ganz, weil ich wahrscheinlich auf dem Weg dahin ein bisschen verwässert bin. Das ist aber erst mal so die Grundidee vom Multiple.

Es gibt aber auch andere Bereiche, wo im Venture Capital von Multiples gesprochen wird. Das ist, wenn Bewertungen anhand von Kennzahlen produziert werden. Da habe ich ganz oft zum Beispiel die Kennzahl Monthly Recurring Revenue (MRR) und dann nehme ich diese Kennzahl mit einem Multiple von zum Beispiel 100. Damit berechne ich dann eine Bewertung, die für eine Series A eine solide Basis bildet. Es ist wahrscheinlich nicht genau der Wert, auf dem die Finanzierungsrunde stattfindet, aber es wird sich an solchen Multiples orientieren.“

über das Schlimmste am Angel Investment
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Dörte Kaschdailis: „Also was jetzt passiert ist, dass die großen Geldgeber in den Stages der Unternehmen immer weiter nach vorne rücken. Als kleiner Business Angel konkurrierst du vielleicht irgendwann mit großen VCs um coole und innovative Startups. Das ist so ein bisschen schade und ich möchte da ein bisschen die Lanze für Business Angels brechen. An alle Gründer:innen die sich das hier anschauen, schaut nicht nur auf den großen Scheck, der da kommt, sondern auch auf die Menschen, die dahinterstehen und wie die euch unterstützen können. Geld ist bei einer richtig coolen Idee am Ende nicht alles. Also wir sehen schon, dass da immer mehr Konkurrenz ist, um die innovativen Unternehmen. Aber es ist noch so, dass wir tolle Beteiligungen bekommen.“

Business Angel Claudia Baumgart
darüber, wie man bei Follow-on-Runden unterstützen kann
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Claudia Baumgart: „Follow-on-Runden sind natürlich unheimlich wichtig, denn nach der Finanzierungsrunde ist vor der Finanzierungsrunde. Außerdem wollen wir natürlich auf einen erfolgreichen Exit hinarbeiten.

Als Business Angel hat man häufig nicht das Kapital, teurere Follow-on-Runden selbst zu finanzieren. Was ich aber viel mache: entsprechend netzwerken mit VCs und potenten Family Offices. Da stelle ich meine Investments zeitnah vor, vielleicht auch deutlich vor der nächsten Finanzierungsrunde, um das Interesse an einer künftigen Runde abzuklopfen.

Was ich auch mittlerweile öfters mache, weil das ganz spannend ist: dass man eine Art ‚finder’s fee‘ bekommt. Das bedeutet, dass man sogar als Business Angel daran verdienen kann, wenn man neue Investoren an Bord bringt. Ein Beispiel: wenn ich einen Investor für eine Million Euro anbringe und 1% finder’s fee bekomme, sind das EUR 10.000. Dieser Betrag wird aber nicht bar ausgezahlt, sondern konvertiert dann in Anteile.

Das ist tatsächlich das erste Mal, dass ich mich mit so einem Modell auseinandersetze. Ich finde das aber sehr spannend, weil ich dann natürlich einen noch größeren Anreiz habe, die nächsten Investoren mit an Bord zu bringen.“

Business Angel Insa Horsch
über die Bedeutung von guter Menschenkenntnis beim Angel Investing
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Insa Horsch: „Menschenkenntnis finde ich ist das A und O eines Business Angels. Abgesehen davon, dass wir Gründern unser Geld geben und dabei das Beste hoffen, das ist für mich ein Beweis für Vertrauen. Ich gebe jemandem mein hart verdientes Geld und er kann damit sozusagen machen, was er will.

Um das das dafür notwendige Vertrauen aufzubauen, brauche ich eine gute Menschenkenntnis. Glaube ich daran, dass diese Person das Richtige tut?

Abgesehen von diesem Vertrauen geht es ja auch ganz praktisch um die Zusammenarbeit. Auch wenn man ja als Business Angel nicht im Fahrersitz sitz, sondern eher als Beifahrer mit dabei ist, hat man ja viel miteinander zu tun. Kaum jemand gibt das Geld und spricht sich erst in 6 Monaten wieder. Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass man öfter mit den Gründern redet.

Da braucht man natürlich Menschenkenntnis und Bauchgefühl, um festzustellen, ob man zusammenpasst.

Wenn wir investieren, ist das eine meiner liebsten Fragen an die Gründer: ‚Kannst du dir überhaupt vorstellen, mit uns bzw. mir zusammen zu arbeiten?‘ Das ist eine Frage, die viele vergessen. Menschenkenntnis und Bauchgefühl geht ja auch beide Seiten an.

Viele Gründer*innen haben so großen Respekt vor dem Fundraising, dass sie ihren Bauch einfach ausschalten. Sie sehen nur das Geld, das sie dringend brauchen, zum Beispiel für die Finanzierung einer Erstproduktion, für die Skalierung etc.

Da ist quasi die Pflicht des zumeist ja auch erfahreneren Investors, einen Schritt zurück zu machen und die Gründer und sich selbst zu fragen, ob das wirklich beide Seiten wollen. Dieser Punkt sollte nicht vergessen werden.“

Business Angel Nikolaus D. Bayer
über die Wichtigkeit eines Netzwerks mit anderen Angels
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Nikolaus D. Bayer: „Ich glaube, dass es sehr wichtig ist, eine langfristige Beziehung auch zu seinen Co-Investoren zu haben. Denn man kann sich immer wieder gegenseitig unterstützen und natürlich ist es auch ein guter Baustein des eigenen Dealflows.“

Dr. Patrick Müller
über Gründerverpflichtungen, um die Founder im Startup zu halten
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Dr. Patrick Müller: „Bei den Gründerverpflichtungen geht es im Grunde darum, vor allem in der Anfangsphase (Pre-Seed-, Seed-Phase aber auch Series A) wird vor allem in Human Capital investiert, in die Fähigkeiten der Founder. Man will natürlich sicherstellen, dass die Founder auch an Bord bleiben.

Da gibt es verschiedene Regeln, die die Founder verpflichten, weiterhin an Bord und motiviert zu bleiben. Folgende Themen sind da wichtig:

Vesting:
Die Founder haben ihre Shares, da sie wahrscheinlich selbst gegründet haben. Founder können durch das Vesting nachträglich ihre Verfügungsbefugnis über ihre Shares über einen genau festgelegten Zeitraum verlieren. Im Vesting Schema wird alles festgelegt und ab der Finanzierungsrunde kann es beispielsweise über 3 Jahre gehen. Der Founder bekommt dann jeden Monat wieder einen prozentual festgelegten Anteil der Verfügungsbefugnis zurück.

Wenn der Founder dann nach einem Jahr ausscheidet, kann er beispielsweise über 1/3 seiner Anteile verfügen.

Cliff Vesting:
Manche Investoren bestehen darauf, dass die Founder sehr lange an Bord bleiben und bauen dann ein Cliff ein. Die Founder müssen dann über eine Klippe kommen, beispielsweise 1 Jahr, bevor die Vesting Zeit überhaupt erst anfängt zu laufen. Erst nach dem zeitlichen Cliff können sich die Founder ihre Anteile zurückverdienen. Aus Sicht der Gründer ist das ein Nachteil, da es sich so noch länger zieht.

Leaver Scheme:
Das sind Regelungen zum Einzugsrecht. § 34 GmbHG sieht vor, dass man einvernehmlich Geschäftsanteile einziehen kann. Wenn es klar ist, dass ein Gesellschafter raus will und alle sind sich einig, ist es unproblematisch und da muss man nichts zu regeln.

Was ist aber, wenn es die betreffende Person nicht will? Das ist ja der Regelfall.
Da gibt es Bad und Good Leaver Klauseln: Zum Beispiel ist ein Founder oft gleichzeitig Geschäftsführer. Was passiert, wenn er gegen seine Verpflichtungen als Geschäftsführer vorsätzlich verstößt? Er arbeitet plötzlich nach der Finanzierungsrunde nicht mehr.

Dann kann man die Bad Leaver Klausel dazu einsetzen, um seine Anteile einzuziehen, gegen seinen Willen, zu einer niedrigeren Bewertung. Dann nimmt man eine angemessene Unternehmensbewertung zugrunde und dann bekommt er nicht 100 % auf seinen Proporz, sondern beispielsweise nur 50 %.

Umgekehrt gibt es aber auch Good Leaver Klauseln, wenn eine Aufhebungsvereinbarung beschlossen wird oder eine Kündigung nicht aus Pflichtverletzung erfolgt.

Founder Lock-up:
Die Shares eines Startups sind eigentlich immer vinkuliert. Das heißt, entgegen der gesetzlichen Grundlage, gibt es immer eine Klausel: Wenn jemand seine Geschäftsanteile veräußern will, braucht er die Zustimmung der Mitgesellschafter, damit man weiß, mit welchen Mitgesellschaftern man in dem Unternehmen investiert ist.

Das wird aber häufig auf Beiräte oder besondere Gremien ausgelagert, ansonsten eben auf die Gesellschafterversammlung. Beim Founder Lock-up gibt es zusätzlich noch einzelne Investoren, die auch benannt werden, die dem zusätzlich ausdrücklich zustimmen müssen. So wird sichergestellt, dass die Founder ihre Anteile nicht ohne die Zustimmung der Investoren veräußern können.

Das sind alles Themen, mit denen die Founder an das Startup gebunden werden.“

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