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Björn Jopen darüber, wie wichtig es ist, langfristig ein Netzwerk mit anderen Angels aufzubauen

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darüber, wie wichtig es ist, langfristig ein Netzwerk mit anderen Angels aufzubauen

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Björn Jopen: „Ich glaube, es ist entscheidend, dass wir Business Angels uns vernetzen müssen. Da habe ich schon sehr gute Erfahrungen gemacht und wenn zum Beispiel Business Angels auf mich zukommen und sagen: “Hey Björn, ich habe hier ein Investment, wo ich gerne einsteigen möchte, aber ich suche noch 1-2 Co-Partner, ist das spannend für dich? Hast du Interesse daran, lass uns doch da zusammen reingehen.” Das finde ich super und das würde ich mir in der Zukunft noch mehr wünschen.

Dass sich die Business Angels da besser vernetzen und nicht sagen, dass es nur ihr Investment ist, sondern auch Erfahrungen austauschen. Dass man da zusammen in Investments reingeht und die anderen Business Angels auch schnell sind. Es gibt Angels die extrem lange überlegen und da warne ich auch die Gründerinnen und Gründer davor. Wenn ein Angel total kompliziert ist, wie soll es denn in Zukunft gehen? Das ist schwierig und deshalb sage ich auch den Gründern, dass sie sich Referenzen von den Investoren einholen sollen.

Wie tickt der Angel? Macht er das zum ersten Mal? Wie kann der helfen? Das sind ganz entscheidende Punkte für die Startups. Die Gründerinnen und Gründer müssen ja auch ein gutes Gefühl mit den Investoren haben.“

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Business Angel Björn Jopen
über seine Tipps für neue Angels
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Björn Jopen: „Das Wichtigste, das ich gelernt habe, ist das Thema Follow-on-Investments. Du musst als Business Angel dein Portfolio richtig streuen und musst auch Firepower haben, um bei den richtig gut laufenden Investments nachlegen zu können. Weil diese guten Investments werden später mal den Return bringen.

Da reden wir nicht von 10x oder 20x, sondern deutlich darüber. Wenn du dann in deinem Portfolio von 10 Startups ein oder zwei dabei hast, die so einen Return bringen, dann zieht das deinen gesamten Return on Investment stark nach oben. Aber da musst du bei den Follow-on-Investments eben dabei bleiben, um am Ende auch noch einen vernünftigen Anteil am Startup zu haben.

Wenn du durch 4, 5 oder 6 Runden so stark verwässert bist und am Ende nur einen minimalen Anteil hast, dann bringt es dir auch nichts, wenn die Firma für einen extrem hohen Preis verkauft wird, weil dann einfach dein Anteil so gering ist.

Meine profitabelsten Investments, bei denen ich am Ende auch einen Exit gemacht habe, waren solche, wo ich einen guten Stake, einen guten Anteil hatte. So hat sich das für mich gelohnt.

Ich habe so ein Learning für mich selbst, wie ich Businesskonzepte bzw. Pitch Decks anschaue.

Als erstes frage ich mich natürlich, ob mich das Thema an sich anspricht. Wenn das so ist, dann schreibe ich dem Gründerteam so 8-10 ganz unterschiedliche Fragen – dafür brauche ich vielleicht so eine halbe Stunde.

Dann ist für mich das erste Feedback krass wichtig: wie lange brauchen die Gründer zum Antworten, wie antworten sie und wie setzen sie sich mit mir in Verbindung. Und wenn ich dann noch ein gutes Gefühl habe, ist das für mich als Business Angel ein ganz gutes Zeichen, dass ich da tiefer einsteigen kann.

Und ehrlich gesagt bin ich dann sehr schnell, weil ich gelernt habe, dass die gut laufenden und interessanten Investments sehr schnell voll sind. Wenn du dann noch groß ein eine tiefe Due Diligence einsteigst usw., dann ist das Investment zu.

Wenn ich da also ein gutes Gefühl habe, dann mache ich meistens eigentlich nur noch einen Call mit 1-2 Gründern, schaue mir noch mal die Unterlagen und sage dann innerhalb von 3-4 Tagen zu.

Die Schnelligkeit, bei guten Investments zügig zuzusagen und dabei keine Angst zu haben, auch mal einen Fehler zu machen, ist extrem wichtig.

Ich glaube außerdem wichtig für Business Angels ist das Thema ‚Hilfe anbieten‘. Ich nutze zum Beispiel oft meine Autofahrten, um meine Gründer anzurufen. Da frage ich einfach, wo möglicherweise der Schuh drückt und wie ich helfen kann. Letztendlich können wir Business Angels Geschäft voranbringen, sei es mit Marketing, Vertrieb oder Personal – und das hilft dann ja unserem eigenen Investment!

Ich halte es schon für extrem wichtig, dass man nur Geld gibt und dann nur ein paar Jahre abwartet wie bei einer Aktie. Ich bin überzeugt, dass es sich lohnt öfters aktiv bei einzelnen Investments mitzuhelfen, weil man selbst als Business Angel und Shareholder davon profitiert, wenn die Firma besser läuft und der Anteil somit mehr wert ist.“

Business Angel Jana Moser
über die Nachteile eines Wandeldarlehens
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Jana Moser: „Ein Wandeldarlehen hat allerdings auch einige Nachteile. Insbesondere ist ein Problem, dass man eben nur ein Darlehen gegeben hat. Das heißt, ein Business Angel ist in dem Moment nur Vertragspartner des Startups. Das bedeutet, man hat andere Positionen und Rechte, als wenn man richtige Anteile an dem Unternehmen hält. Es gibt zum Beispiel kein gesetzlich festgelegtes Mitspracherecht. Deshalb sollte man darauf achten, ähnliche Mitspracherechte im Wandeldarlehensvertrag zu verankern.

Außerdem sollte man als Business Angel auch darauf achten, dass man sich zu der Wandlung nicht zwingen lässt. Einige Startups bringen dies in den Vertrag mit ein. Das kann große Nachteile für den Angel haben, gerade wenn sich zwischen Darlehensgewährung und Wandlung das Geschäftsmodell ändert und man es als Investor gar nicht mehr unterstützen will.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass man nicht am Gewinn beteiligt wird, anders als bei einer direkten Beteiligung. Wenn sich zwischen der Gewährung des Darlehens und der Wandlung einige Gewinne entwickelt haben, so hat es Auswirkungen auf die Bewertung und man so gegebenenfalls schlechter dasteht.

Ein weiterer Nachteil beim Wandeldarlehen ist, wenn man eine BAFA-Förderung in Anspruch genommen hat, dass man einen gewissen Zeitdruck hat. Dabei muss man auch die Zeit einplanen, die eine Wandlung in Anspruch nimmt.

Eine Sache kann ich noch ergänzen. Als Business Angel muss man darauf achten, dass die Startups selber wissen, wo ihre Geldflüsse herkommen und was sie mit ihrem Geld machen. Auch das sie wissen, dass sie selber irgendwann wandeln müssen. Viele Startups ruhen sich auf dem Geld aus, was sie bekommen und strecken die Zeit bis zur Beteiligung lange hin.

Dann entsteht zu wenig Druck bei den Startups, weil sie die entsprechende Finanzierungen und das Geld schon haben, aber natürlich niemanden haben, der ihnen ins Geschäft reinredet. Das führt eher dazu, dass man am langen Arm verhungert, wenn man die Zwangswandlung in den Vertrag mit aufnimmt, dann kann es funktionieren, hat aber auch wieder Nachteile.“

Business Angel Tina Dreimann
über den Gender Bias
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Tina Dreimann: „Wir sind alle Menschen und wir haben alle teilweise sehr gefährliche, vorgefertigte Denkmuster in den Köpfen. Aus meiner Erfahrung kann man dies nur durch zwei Punkte ändern und dem vorbeugen:

1. Gute Investment Prozesse und das Bewusstsein, dass man diesen Bias hat.
2. Durch eine Gruppenintelligenz.

Ich muss zugeben, dass ich besonders stolz bin, dass wir bei better ventures einen hohen Anteil an weiblichen Investorinnen haben, also deutlich über dem Marktdurchschnitt. Das ermöglicht uns auch in Frauenthemen zu investieren und wir diskutieren da auch Produkte, wo Männer nicht mitreden können.

Es ist sehr traurig, denn es gibt Studien dazu, wie wir als Hälfte der Gesellschaft benachteiligt wurden, weil das Kapital und die Machtposition überwiegend in männlichen Händen ist.“

Business Angel Nikolaus D. Bayer
über seinen Auswahlprozess bei Startup-Investments
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Nikolaus D. Bayer: „Am Anfang steht natürlich in irgendeiner Art die Kontaktaufnahme. Man bekommt als Business Angel zum Beispiel eine E-Mail mit einem Pitch Deck und einem Unternehmensprofil zugesandt. Das schaue ich mir an und bilde mir eine erste Meinung.

Dann möchte ich eigentlich direkt mit den Gründern sprechen im nächsten Schritt, zum einen um meine initialen Fragen loszuwerden, zum anderen aber auch, um ein Gefühl für das Gründerteam zu bekommen. Wie ticken die? Wie gut passen die zu mir vom Typ? Denn man wird ja mehrere Jahre zusammenarbeiten. Das ist zwar noch keine Ehe, aber doch eine sehr intensive Beziehung – da muss es eben auch auf der menschlichen Ebene passen.

Wenn ich nach diesem initialen Austausch alles gut finde, schaue ich normalerweise auf die Finanzzahlen und stelle mir die Frage, ob es Co-Investoren gibt und was die denken bzw. ob es für solche Bedarf gibt. Ich investiere grundsätzlich nicht alleine. Ich mag zwar ein schlaues Köpfchen sein, aber ich weiß auch, dass jeder Mensch beschränkt ist und ich auch meine stärken nur in gewissen Bereichen habe. Das kombiniere ich gern mit anderen Menschen, die ihre Stärken woanders haben.

Also lasse ich auch die Co-Investoren das Startup noch einmal challengen. Nach so ca. 2-3 Gesprächen möchte ich dann eigentlich so weit sein, dass ich eine positive Investitionsentscheidung habe. Dann kann es aber noch einmal detaillierter weitergehen mit den Verträgen, der Due Diligence, dem Beteiligungsvertrag usw., um ans Ziel zu kommen.

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die direkt nach dem Erstgespräch eine Überweisung tätigen können. Sondern ich schaue mir ein Startup immer intensiver an. Dabei denke ich mir aber immer auch, dass Startup bedeutet auch schnell zu sein. Daher soll sich das nicht über Monate und zig Diskussionsrunden hinziehen.“

Business Angel Ingo Weber
darüber, worauf er bei einem Pitch Deck achtet
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Ingo Weber: „Auch wenn es blöd klingt, aber das Auge isst mit. Wenn das Pitch Deck nicht schön aussieht, dann hat man gleich einen schlechten ersten Eindruck. Das heißt, es soll einfach vernünftig aussehen.

Da sind die BWL-Studenten vielleicht besser als die Technik-Studenten. Die Substanz sollte natürlich auch gut sein. Ich schaue mir beim Pitch Deck das Problem und den Markt genau an und überlege mir dann, ob die Lösung auch wirklich sinnvoll ist. Also ob es da einen nachhaltigen Bedarf gibt.

Natürlich schaue ich mir auch das Team an, ob es relevante Erfahrungen mitbringt und gegebenenfalls auch vorherige unternehmerische Erfahrungen sammeln konnte.

Der letzte Punkt ist Traction, Traction, Traction. Wie bei Immobilien: Lage, Lage, Lage.
Wenn keine Traction da ist oder kein gefühlter Sales-Funnel, dann wird es schwierig.“

Business Angel Katja Ruhnke
über gute Teams
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Katja Ruhnke: „Ein gutes Team ist für mich geprägt durch Fairness, Offenheit und Transparenz. Ich muss grundsätzlich eine Sympathie für die Gründer:innen hegen, weil wir sehr viel in Kontakt sind. Ich will gerne ans Telefon gehen, wenn mich Gründer:innen anrufen. Das tue ich eben nur gerne bei Menschen, die ich wirklich mag. Also muss da eine Sympathie vorhanden sein. Aufgrund meiner früheren Ausbildung bin ich natürlich darauf trainiert, die Reaktionen von Menschen zu lesen und diese zu bewerten. Das kommt aus meiner Schauspielausbildung. Deshalb tue ich mich da leicht und kann Menschen gut einschätzen.

Für uns ist es sehr wichtig, ein großes Wertegerüst im Team zu haben. Wir brauchen außerdem kaufmännische Fähigkeiten im Team. Also unbedingt einen Kaufmann, oder wie es eine befreundete Investorin gesagt hat, einen Menschenfänger im Team. Wir brauchen wirklich einen, der leidenschaftlich und begeistert ist, von dem ich weiß, dass er Kunden, Investoren und Mitarbeiter überzeugen kann. Das ist unglaublich wichtig, um überhaupt erfolgreich zu sein. Diese Person muss ich erkennbar im Team haben. Es müssen natürlich nicht alle sein. Aber man braucht einfach diesen Menschenfänger, der das Kaufmännische hat und dieses Unternehmer-Gen hat. Ich muss wirklich diesen Unternehmer im Team identifizieren können.

Ich habe keine Liste mit Kriterien, um Teams einzuordnen. Wir führen einfach viele Gespräche mit dem Team und den Gründer:innen. Gerne auch mal mit Kunden oder Mitarbeitern, die schon vorhanden sind oder auch anderen Kontaktpersonen mit dem Team. Wie wirkt das Team auf andere? Deckt sich unsere Einschätzung mit den Erfahrungen anderer Personen?

Wir versuchen da einfach sehr genau in die Tiefe zu gehen, also was ist das für eine Persönlichkeit, was sind das für Menschen, die hinter dem Startup stehen.
Neben den vielen Gesprächen ist es natürlich auch viel Intuition und Bauchgefühl. Es ist übrigens ein Punkt, den ganz viele Investoren nennen. Letztlich ist es immer ein Risikofaktor, ob man sich nicht verschätzt. Wir sind ja auch nur Menschen und können nicht in die Köpfe reinschauen. Deshalb verlassen wir uns auch viel auf unsere Intuition.“

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