Business Angel Academy

Lerne aus 6 verschiedenen Themenbereichen alles rund ums Angel Investing

mit über 400 Videos von erfahrenen Angels

Mit einem Klick zu vielen weiteren Videos

Björn Jopen über das Signaling von Follow-on Investments

Business Angel & Serial Entrepreneur

über das Signaling von Follow-on Investments

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Björn Jopen: „Ich glaube, pro rate mitinvestieren ist nicht immer möglich. In vielen Finanzierungsrunden wollen das die VCs, die dazu kommen, nicht mehr. Das muss man sagen und das ist häufig auch ein großes Problem. Generell ist es aber so, dass die Business Angels die Follow-on Investments mitgehen können.

Wenn sie weiter Investieren, ist es natürlich ein positives Zeichen und dass die Business Angels an das Startup glauben und unterstützen. Auch wenn es teilweise nur ein ganz kleiner Teil ist. Also wenn zum Beispiel ein Business Angel bei einer 3-Million-Finanzierung “nur” 20 % ausmacht, ist es für die anderen Investoren doch ein gutes Zeichen. Deswegen ist das gut, aber es kann auch passieren, dass die Runden irgendwann so groß werden, dass es einfach nicht mehr geht. Das ist auch ok, denn Business Angels sind eher für die Pre-Seed, Seed und vielleicht Serie A da.“

Direkt mehr Business Angel-Know-How

von diesen und vielen weiteren Business Angels

Business Angel Verena Pausder

Verena Pausder

Unternehmerin & Investorin

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor

Julius Göllner

Serial Entrepreneur & Investor

Business Angel Andreas Assum

Andreas Assum

Early Stage Business Angel

Business Angel Dr. Gesa Miczaika

Dr. Gesa Miczaika

Female Founder Business Angel

Business Angel Nikolaus D. Bayer
über seinen Auswahlprozess bei Startup-Investments
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Nikolaus D. Bayer: „Am Anfang steht natürlich in irgendeiner Art die Kontaktaufnahme. Man bekommt als Business Angel zum Beispiel eine E-Mail mit einem Pitch Deck und einem Unternehmensprofil zugesandt. Das schaue ich mir an und bilde mir eine erste Meinung.

Dann möchte ich eigentlich direkt mit den Gründern sprechen im nächsten Schritt, zum einen um meine initialen Fragen loszuwerden, zum anderen aber auch, um ein Gefühl für das Gründerteam zu bekommen. Wie ticken die? Wie gut passen die zu mir vom Typ? Denn man wird ja mehrere Jahre zusammenarbeiten. Das ist zwar noch keine Ehe, aber doch eine sehr intensive Beziehung – da muss es eben auch auf der menschlichen Ebene passen.

Wenn ich nach diesem initialen Austausch alles gut finde, schaue ich normalerweise auf die Finanzzahlen und stelle mir die Frage, ob es Co-Investoren gibt und was die denken bzw. ob es für solche Bedarf gibt. Ich investiere grundsätzlich nicht alleine. Ich mag zwar ein schlaues Köpfchen sein, aber ich weiß auch, dass jeder Mensch beschränkt ist und ich auch meine stärken nur in gewissen Bereichen habe. Das kombiniere ich gern mit anderen Menschen, die ihre Stärken woanders haben.

Also lasse ich auch die Co-Investoren das Startup noch einmal challengen. Nach so ca. 2-3 Gesprächen möchte ich dann eigentlich so weit sein, dass ich eine positive Investitionsentscheidung habe. Dann kann es aber noch einmal detaillierter weitergehen mit den Verträgen, der Due Diligence, dem Beteiligungsvertrag usw., um ans Ziel zu kommen.

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die direkt nach dem Erstgespräch eine Überweisung tätigen können. Sondern ich schaue mir ein Startup immer intensiver an. Dabei denke ich mir aber immer auch, dass Startup bedeutet auch schnell zu sein. Daher soll sich das nicht über Monate und zig Diskussionsrunden hinziehen.“

Business Angel Xavier Sarras
über das Wandeldarlehen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Xavier Sarras: „Zunächst einmal muss man sich überlegen, was die Zielsetzung eines Angels ist. Möchte ich ein Track Record aufbauen, möchte ich den später mal zeigen. Ist es vielleicht mein Start, um später ein Fondsvehikel zu bilden und Ähnliches. Dann sollte man aufpassen, dass man nicht zu viele Wandeldarlehen zeichnet, weil sie erst nach der Wandlung einen Bewertungspunkt haben. Erst dann ist der Wert wirklich festgestellt, bis dahin sind sie nun mal ein Darlehen. Wenn man einfach nur für sein eigenes Vermögen Angel ist, dann keine Angst vor dem Wandeldarlehen.

Ein Wandeldarlehen ist ein wunderbares Instrument. Ich rate auch vielen Startups dazu, Convertible Rounds zu machen. So können sie schneller Liquidität aufbauen. Früher haben die Startups geraised, geraised, geraised, bis dann irgendwann die Runde voll war. Dann hast du die Kapitalerhöhung gemacht und dann hattest du das Kapital. Da ist viel Momentum für die Startups verloren gegangen. Deshalb finde ich es gut, wenn ein Startup in der Pre-Seed Runde mit Wandeldarlehen anfängt. Da und dort was einnimmt und dann können die einfach schon loslegen und arbeiten. Also wenn sie das Vertrauen der ersten Investoren auch haben. Mit Momentum lässt sich auch mehr Investments holen, also rate ich eher dazu, Wandeldarlehen zu machen.

Viele Angels haben am Anfang ein bisschen Vorsicht, weil sie sagen, dass es kein richtiges Investment ist und was ist, wenn das nicht wandelt? Davor sollte man einfach nicht zurückschrecken, es ist ein ganz normales Instrument geworden, was in der Regel auch immer wandelt. Wenn es nicht wandelt, dann ist entweder sowieso alles vorbei oder es wandelt eben nicht, weil die Frist noch nicht abgelaufen ist oder so. Das ist aber eigentlich superselten der Fall.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über Branchen bzw. Geschäftsmodelle, die eher gemieden werden sollten
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Matthias Helfrich: „Das ist schwer zu sagen. Grundsätzlich gilt, dass man natürlich in Geschäftsmodelle mit einem gewissen Skalierungseffekt investieren sollte.

Ich selbst investiere in gewisse Branchen nicht, weil ich da einfach zu wenig verstehe. Aber ein generelles Ausschlusskriterium für Branchen würde ich nicht sehen. Selbst Hardware ist kein Ausschlusskriterium, weil auch die immer Software braucht und eine Welt ganz ohne Hardware nicht funktioniert.

Selbst da, wo manche es schwierig finden, bin ich durchaus dabei. Nur bei technischen Entwicklungen, die extrem große Summen für die Entwicklung benötigen, da bin ich als Business Angel einfach zu klein und entsprechend nicht dabei.“

Business Angel Alf Arnold
über das Timing beim Angel Investing
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Alf Arnold: „Ich habe die Überzeugung, dass das Timing ein sehr großer Erfolgsfaktor ist. Passt die Lösung in die Zeit, ist es der richtige Moment für die Gründer:innen, gibt es schon die richtigen Kunden am Markt, haben alle das Produkt verstanden. Es gibt einfach so viele Beispiele, wo Produkte entweder zu früh, oder zu spät am Markt waren. Diesen Aspekt kann man aber insgesamt auch nur sehr schwer bewerten.“

Business Angel Beate Fastrich
über einen guten Auswahlprozess und Due Diligence
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Beate Fastrich: „Ich bin relativ strukturiert, wie ich an dieses Auswahlverfahren herangehe. Ich habe meine Punkte, die ich prüfe. Das ist natürlich das Team, und das auch an erster Stelle. Aber sehr wichtig ist für mich natürlich auch das Produkt bzw. der Service sowie der Markt, den es dafür gibt – und der Wettbewerb. Wenn ich einmal beispielsweise von der Technik nicht so viel verstehe, dann schauen ich auch mal, ob vielleicht ein anderer Angel dabei ist, der sich besser auskennt und das bereits geprüft hat.

Bei den ganz jungen Startups ist natürlich eine Legal Due Diligence nicht so wichtig, aber auch da muss man einmal draufschauen.

Das wichtigste ist aber wie gesagt das Team – und da kommt dann auch das Bauchgefühl mit in die Entscheidung. Dabei sollte man sich nicht nur die einzelnen Player im Team anschauen, sondern auch, wie das Team zusammenspielt. Das ist mir aufgefallen, wie wichtig es ist, auch mal mit allen zusammen zu sprechen, um die Interaktion zwischen den Teammitgliedern beobachten zu können.

Am Anfang ist mein Prozess also sehr strukturiert, aber am Ende auch mit einer guten Portion Bauchgefühl, vor allem über die Zusammenarbeit mit dem Team. Ein Business Angel Investment ist ja auch eine längerfristige Bindung und die muss auch persönlich passen.“

Business Angel Xavier Sarras
über nervige Dinge, die auf einen Business Angel zukommen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Xavier Sarras: „Unangenehm ist, wenn du in Gesellschafterrunden keine Profi-Investoren vor dir hast. Wo man innerhalb des Cap Tables sehr viel Angel Erziehungsarbeit machen muss. Vor allem sind dann auch die Entscheidungen schwerer zu fällen. Manche Menschen haben einen sehr hohen Anspruch an Aufklärung. Da muss man dann ein bisschen korrigieren. Sich zum einen auf die Seite der Gründer:innen stellen und zum anderen ein bisschen Geduld haben.

Die habe ich dann meistens doch zu wenig, den Menschen dann zu erklären, wie die Dinge in Startups funktionieren. Was jetzt eine Bridge Round ist und warum man jetzt nachinvestieren muss. First Time Angels gehen oft so rein: “Ich hab jetzt investiert und ich will jetzt Resultate sehen.” Die haben den Anspruch, jeden Monat ein Reporting zu sehen und immer informiert zu sein. Sie wollen jederzeit die Gründer:innen anrufen können, um Ideen vorzuschlagen. Das sind alles Dinge, die Störfeuer sind. Da kommen die Gründer:innen oft zu den erfahrenen Angels und bitten da um Hilfe. Das empfinde ich als nervig, also nicht, dass die Gründer:innen um Hilfe bitten, sondern das mit den anderen Angels zu klären.

Oder manchmal hat es auch einfach Störfeuer in der Gesellschafterrunde. Das ist auch anstrengend. Sonst sehe ich da keine anstrengenden Themen. Natürlich ist es ein bisschen Administration, du musst deine Verträge verwalten, du musst mit deinem Steuerberater sprechen. Das musst du ja so oder so. Also wenn du es per se im Geschäftsleben nicht magst, dann wirst du es auch da nicht mögen. Ansonsten sehe ich da nichts.

Unangenehm sind kritische Gespräche mit Gründerteams. Die sind nicht schön, aber manchmal notwendig. Die helfen dir selbst deine eigene Meinung zu bilden, deinen Glauben und deine Geduld aufzubauen. Die helfen im Zweifel auch den Gründerteams. Von daher sind die nicht schön, aber das Resultat davon ist toll. Deshalb ist es vielleicht anstrengend, aber nicht unangenehm, weil ich das Endresultat kenne und weiß, warum ich es mache.“

Personalisierter Startup Dealflow FÜR DICH

Sei jetzt dabei!