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Claudia Nagel über den Standort Deutschland

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über den Standort Deutschland

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Claudia Nagel: „Das ganze Thema Finanzierung wurde ja viel besprochen. In den letzten 10 Jahren hat sich für Gründungsteams in Deutschland schon viel getan. Wir sind längst nicht da, wo andere Märkte sind, aber trotzdem haben wir da viel aufgeholt. Es gibt immer mehr Unicorns und Gründer:innen, die erfolgreich waren und ihre Erfahrungen und finanziellen Mittel dem Markt zur Verfügung stellen.

In Deutschland fehlt uns noch der Mut stärker zu experimentieren und offen für neue Lösungen zu sein. Man sollte den Gründer:innen eine Chance auf den Märkten geben. Ich erlebe im B2B Markt häufig noch die Angst, dass Kunden zögern, weil sie denken, dass es das Startup vielleicht in drei Jahren nicht mehr gibt. Wenn niemand mit dem Produkt arbeitet, dann wird es das Startup ganz sicher nicht mehr in drei Jahren geben. In Deutschland haben wir wirklich sehr viele Ideen, aber leider schaffen es die Ideen häufig nicht auf die Straße.

Jeder Einzelne von uns kann in seinem professionellen Umfeld diese Themen ändern. Dort, wo wir neue Dienstleistungen in Anspruch nehmen, wo wir Prozesse ändern. Das geht sowohl im B2B als auch im B2C Bereich. Einfach neuen Ideen und Start-ups eine Chance geben. Da ist jeder von uns gefragt, einfach ein bisschen offener und mutiger zu sein.“

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Business Angel Stephan Jacquemot
darüber, welche Geschäftsmodelle man meiden sollte
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Stephan Jacquemot: „Bei mir ist es so, dass ich keine ausgewiesene Expertise im Hardwarebereich habe. Das geht vielen Investoren so und ich glaube, da geht uns ein Marktpotenzial verloren. Ich glaube, dass auch gute Geschäftsmodelle im Hardwarebereich zu finden sind. Ich glaube aber, dass sich zu wenige Leute ein Skillset in dem Bereich erworben haben, um diese Geschäftsmodelle zu verstehen. Wenn man jetzt als Angel einsteigen und sich ein Wissen aneignen möchte, dann sehe ich in Hardware Geschäftsmodellen ein wirklich großes Potenzial. Da liegt gerade Deutschland als Land der Ingenieure extrem viel Potenzial.

Darüber hinaus Geschäftsmodelle, die vielleicht nicht so attraktiv sind: Alles, was in die Richtung Consulting geht, wo ich so Einmalumsätze habe. Selbst wenn ich mit digitalen Tools das Consulting verbessere, sind die Geschäftsmodelle nicht sonderlich ertragreich und skalierbar. Vielleicht schon noch ertragreich, aber nicht skalierbar und dann ist es eine Begrenzung im Wachstum. Und man muss bei eCommerce schauen, welche Geschäftsmodelle da noch funktionieren. Es gibt Modelle, die wahnsinnig gut funktionieren. Das ist, soweit ich das wahrnehme, aber eher noch die Ausnahme, weil schon recht viel eCommerce gelöst ist und es große Plattformen gibt, die eCommerce abgedeckt haben. Das wäre bei mir so ein Geschäftsmodell, welches ich nicht so attraktiv finde.“

Business Angel Nikolaus D. Bayer
über den Startup Standort Deutschland
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Nikolaus D. Bayer: „Der Startup Standort Deutschland hat meines Erachtens nach immer noch so ein Problem des richtigen Mindesets. Wir sind sehr stark vom Mittelstand und von Konzernen geprägt und da funktionieren die Dinge einfach anders. Jedes Mal, wenn man mit Banken redet, fragen die nach drei Jahresabschlüssen. So was hat ein Startup nicht.

Antragsprozesse sind furchtbar kompliziert. Da braucht es meiner Meinung nach ein Wechsel im Mindset. Damit man das Geschäftsmodell Startup versteht und wie es funktioniert. Auch das Scheitern Bestandteil dessen ist. Ich lasse mich da persönlich nicht einschüchtern und das ist Teil meiner Mission. Irgendwie zu meckern und zu sagen, dass alles nicht funktioniert, ist nicht mein Ding. Es gibt viele tolle Ideen und ich trage gerne dazu bei, auch den Standort Deutschland voranzubringen.

Auch der Welt zu zeigen, dass wir tolle neue Dinge entwickeln und auf den Markt bringen können, die Werte schaffen und uns als Land voranbringen.“

Business Angel Sylvia Tantzen
darüber, wie ein Startup mit wenig Budget dennoch gutes Marketing betreiben kann
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Sylvia Tantzen: „Dabei ist die Frage, was ein gutes Marketing überhaupt ist. Letztendlich ist ein Marketing dann gut, wenn Kunden gewonnen werden können, durch diverse Maßnahmen. Natürlich gibt es die Aufteilung von Performance-Marketing, Paid Marketing und Brand Marketing, Sichtbarkeit.

Wenn man jetzt aber mal ganz pragmatisch an die Sache herangeht, geht es darum, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Auch da muss es nicht immer die breite Streuung sein, also das riesige Fischernetz, das man auswirft. Wenn man weiß, in welchem Bereich man das Netz auswerfen muss, weil die meisten potenziellen Kunden da eben sind, dann lohnt sich vielleicht auch ein kleines Fischernetz.

Das heißt, eine gute Analyse zu machen, wo ist mein Zielmarkt aktiv und wo sind die Personen, die gerade das Problem haben. Was ist genau das Problem? Wann tritt es auf? Diese Analyse zu machen ist aus meiner Sicht total hilfreich, um mit kleinem Budget auch relativ schnell im Marketing zu skalieren.

Außerdem ist das ganze Thema des Empfehlungsmarketings sehr wichtig. Sprich, dass vorhandene Kunden einen eben auch weiterempfehlen. Das kann man den Kunden natürlich nicht vorschreiben. Die Kunden machen es von sich aus, wenn sie zufrieden sind. Es ist natürlich meistens eher langfristiger, es gehört aber auch zum Marketing dazu.

Zudem auch im Netzwerk aktiv zu sein und auch mal ein Event zu organisieren. Wo man sich trifft, ohne eine große Präsentation zu machen und ohne Verkaufsdruck. Einfach die Leute zusammenbringen, ihnen eine schöne Zeit zu machen und darauf vertrauen, dass einem das irgendwie zurückgegeben wird. Das gehört zum Marketing und da gibt es diverse Methoden.

Ich habe mal ein schönes Kunden-Dinner mit 50 Teilnehmern durchgeführt, damals nach einer Messe. Da sind die Kunden einfach nur zusammengekommen und haben sich ausgetauscht. Da waren ein paar potenzielle Kunden dabei und wir waren uns sicher, dass unsere Kunden zufrieden waren.

Nach jedem Gang musste eben der Platz gewechselt werden, sodass so viele Menschen wie möglich in Kontakt gekommen sind. Das war besser als die ganze Messe. Es war günstiger und besser. Von daher sind solche Maßnahmen auch mit wenig Budget sehr gut, um letztendlich ein gutes Marketing und einen guten Vertrieb zu machen.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über die Möglichkeit einer Frauenquote bei Investmententscheidungen
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Stephan Jacquemot: „Wir werden keine Frauenquote in unseren Startup-Investments einführen, weil wir sehr ad hoc entscheiden. Ich glaube, dies ist ein typisches Angel-Thema, du investierst in das, was dir präsentiert wird. Du optimierst aus dem besten Set-up aus Product-Market-Fit und Team. Und wie gesagt, du machst drei, vier oder fünf Investments im Jahr. Dann nimmst du das Startup, welches dir in der Kombination am besten erscheint.

Wenn du dann sagst, dass du in dieses Startup investieren würdest, aber du hast dieses Jahr schon in drei Startups investiert, welches von Männern gegründet wurde und du dann wegen der Frauenquote nicht in dieses Startup investieren kannst, dann wäre diese Entscheidung für mich nicht rational. Dementsprechend glaube ich nicht, dass es da eine Frauenquote geben wird. Wo wir es allerdings sehr hart umsetzten, ist bei Sustainability Themen. Wir haben in unseren Beteiligungsverträgen die Bedingung, dass die Teams möglichst in den nächsten 12-18 Monat klimaneutral werden müssen. Da nehmen wir so was auf, aber was Gender angeht, nehmen wir es, glaub ich eher nicht auf.“

Business Angel Stefan Müller
über das Angel-Netzwerk
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Stefan Müller: „Die Zusammenarbeit mit anderen Angels hat den Vorteil, dass man, wenn man vielleicht wirklich eine gute Opportunität hat, man merkt aber vielleicht nicht, dass einem die Zeit fehlt, oder das notwendige Kapital, dann wäre es natürlich schade, wenn so eine Opportunität einfach verloren geht. Da versucht man sich dann in dem Netzwerk auszutauschen, es geht natürlich auch primär darum, etwas wie bei AddedVal.io zu bekommen. Aber es geht natürlich auch ganz viel untereinander. Es ist auch gut, wenn man vielleicht mal eine andere Meinung haben will, um die Frage zu klären, ob ich in ein Startup investieren soll oder nicht.

Was wir in kleineren Netzwerken untereinander machen, ist, dass ich vielleicht in einem bestimmten Bereich gut bin und halte dann auch innerhalb der kleinen Runde einen Vortrag, um mal einen ganz neuen Markt zu beleuchten. Das ist einfach unglaublich spannend und einfach tolle Menschen, mit denen man dann auch zu tun hat.“

Business Angel Jana Moser
über die Begriffe "Pre-Seed" und "Seed"-Phase
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Jana Moser: „Pre-Seed bedeutet, dass das Unternehmen sich gerade erst gegründet hat oder sogar noch in Gründung ist. Der Begriff ’seed‘, also sozusagen der Samen, der in den Boden gepflanzt wurde, die Gründung des Unternehmens steht unmittelbar bevor.

Hier sind es oft Einzelpersonen oder auch Gründer, die sich schon zusammengetan haben. Das kann also auch sein, dass 1-2 Gründer noch in der Team-Findungsphase sind, in der sie noch weitere Mitgründer suchen.

In der Seed-Phase ist das Unternehmen schon gegründet, es gibt schon eine Geschäftsidee, man entwickelt sich voran. Es kann aber dabei auch sein, dass das Geschäftsmodell noch einmal komplett geändert wird. Das nennt man dann einen sogenannten ‚Pivot‘. Das ist ganz normal, dass insbesondere ganz am Anfang noch einmal alles umgeworfen wird.

Gerade die Anfangsphase ist also eher eine wildere Phase, in die man sich auch als Business Angel sehr schön einbringen kann. Man muss auch entsprechend Zeit aufwenden, weil der Beratungsbedarf in der Pre-Seed- und Seed-Phase wesentlich höher ist. Deshalb ist es auch angemessen, dass man als Business Angel dafür mehr Anteile am Unternehmen bekommt – gerade, wenn man in der Anfangsphase viel unterstützt hat.

Später, wenn es dann zu den ersten größeren Runden wie Series A oder Series B kommt, die auch mit größeren Investoren oder Unternehmen abgeschlossen werden, dann ist der Beratungsbedarf an den Business Angel meist nicht mehr so groß.“

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