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Dörte Kaschdailis über Gender Diversität bei Investor:innen

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über Gender Diversität bei Investor:innen

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Dörte Kaschdailis: „Jetzt haben wir natürlich zwei Seiten. Die Diversität in der Gründer:innenlandschaft und die Diversität in der Angel- und Investor:innenlandschaft.
Ich nehme jetzt mal nur die Seite, auf der ich tätig bin, also der Investor:innenseite. Da wird auf das Thema Gender Diversität ja im Moment hoch und runter geritten. Es gibt so wenig Investorinnen und das Kapital ist ja männlich. Da stimme ich auch allem zu, Haken, Haken, Haken dran. Da muss man sich aber auch mal die ehrliche Frage stellen: Tolle Erleuchtung, die wir jetzt haben. Das mögliche Kapital, womit man Investments tätigen kann, muss man ja auch erst mal haben. Entweder hast du geerbt, oder du warst schon mal Gründer:in und hast ein Exit gemacht und bist jetzt schwer reich oder wie auch immer. Du kannst es dir jedenfalls jetzt leisten in Startups zu investieren.

Wir sprechen immer noch über Risikokapital, da können die 50.000 Euro, die du da Early Stage mal reingesteckt hast auch weg sein. Da muss man gut mit schlafen können. So was kann man machen, wenn man einen gewissen Sockel an Kohle hat. Das ist eben in Deutschland noch stark männlich geprägt. Deshalb haben wir aus meiner Sicht so wenig Investorinnen.

Vermögende Frauen kommen jetzt immer mehr und man sieht ja, dass da eine Entwicklung da ist. Es ist deswegen so wichtig, weil sie natürlich eine andere Sicht auf die Dinge mitbringen. Das ist ganz klar und da müssen wir, wenn wir über die Klippe der Gender Diversität drüber sind, auch die Klippe der Diversität in Sachen Alter und in Sachen soziale Herkunft weiter angehen.

Es gibt so Aufsteigergeschichten, Menschen, die zu Geld gekommen sind und Investor:innen werden. Die bringen natürlich auch wieder eine ganz andere Sicht auf die Dinge mit. Auch das Thema regionale Herkunft ist wichtig, ich selber bin Ostdeutsche und auch noch Frau. Gott bewahre, exotischer geht es ja nicht. Wie wird Ostdeutschland in Deutschland wahrgenommen?

Deshalb hebe ich auch gerne mal die Hand und sagen, dass ich auch Ostdeutsche bin und schaut mal hier, ich habe ein Unternehmen und investiere in Startups. Man kann auch mal diese anderen Geschichten erzählen, weil es die eben auch gibt. Ich glaube, dass wenn man eine gute Mischung am Cap-Table hat, auch sehr unterschiedliche Sichtweisen hat und so kann vielleicht auch eine ganz andere Dynamik entstehen und ganz innovative Ansätze erdacht werden, als wenn nur ein gleichgeschaltetes Mindset auf eine Problematik trifft.“

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Business Angel Dr. Gesa Miczaika
über den Gender Bias
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Dr. Gesa Miczaika: „Jeder von uns hat ja einen Gender Bias oder überhaupt ein Similarity Bias. Jeder von uns investiert in Gründer:innen, die vielleicht einem etwas ähnlich sind oder der Inhalt der Gründung spricht einen an. Der Similarity Bias ist einfach da und ich nutze meinen Similarity Bias ganz explizit, weil ich damit eine Lücke fülle. Es gibt nicht so viele Investorinnen und daher gibt es ganz viele tolle unentdeckte Gründerinnen und das ist die Opportunität, die ich für mich sehe. Wirklich etwas ganz Spezielles, wo keine hinschaut und da kann ich vielleicht ganz wohlhabend mit werden.

Wenn man ein Mann ist, dann könnte man spezifisch auch dagegen arbeiten, wenn man es wollen würde. Da gibt es viele Methoden, mit denen man dies machen kann. Man kann sich beispielsweise fragen, ob man die Frage genauso gestellt hätte, wenn es ein männliches Gründerteam gewesen wäre. Darauf achten, dass man keine Risikofragen stellt, wenn da Frauen pitchen, weil man das typischerweise macht und zwar nicht nur die Männer, sondern Frauen machen das auch. Also das Risikofragen eher an Frauen gestellt werden und Männern eher Potenzialfragen bekommen. Man könnte bei Pitch Decks auch jemanden darum bitten, die Profile der Gründer:innen rauszunehmen. Damit man sich im ersten Schritt nur das Unternehmen anschaut und seine erste Entscheidung wirklich anhand des Inhalts trifft. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten. Wenn ich jetzt ein Mann wäre, dann würde ich einfach versuchen, in diverse Teams zu investieren, weil die Statistik zeigt, dass diverse Teams erfolgreicher sind. Das wäre mein Treiber, wenn ich am Investment-Hebel säße.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über seine Erfahrungen mit Exits
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Stephan Jacquemot: „Der Exit ist natürlich das, auf was es bei uns Investoren hinausläuft. Warum zögere ich ein bisschen bei meiner Antwort? Weil es als Angel nicht immer darauf hinauslaufen muss. Das ist der Vorteil, den ein Angel gegenüber einem institutionellen Fond hat. Ein Angel hat in der Regel kein Fund Economics. Das heißt, dass ich nicht diese klassische zehnjährige Laufzeit eines Fonds habe. Dann muss der Fond auch irgendwie aufgelöst werden.

Die Fonds haben in den Verträgen alle die Klausel drin, dass sie das Startup auch in den nächsten Fond mit übertragen können, wenn der eine Fond ausgezahlt werden soll. Das haben die auch ein bisschen gelöst, dass die nicht immer ihre Anteile loswerden müssen. Nichtsdestotrotz wollen institutionelle Investoren immer ein Fond auch abschließen und deshalb schauen, wie sie die Anteile versilbert bekommen.

Als Angel habe ich den Vorteil, dass es sich ja meistens um das eigene private Geld handelt. So muss ich das Startup nicht unbedingt an einen Corporate oder an die Börse bringen. Ich kann zum Beispiel auch in Dividenden-Cases investieren, dann bekomme ich jedes Jahr eine Dividende ausgezahlt. Das kann etwas sehr Ertragreiches und sehr profitabel sein. Gerade auch im SaaS-Business ist das möglich, wenn ich jedes Jahr eine Dividende habe, dann kann ich mein Investment auch um ein vielfaches zurückbekommen.

Im Prinzip passiert ein Exit meist an Corporates, dies war bei mir immer der Fall. Oder es wird an ein größeres Startup verkauft und man bekommt Anteile am größeren Startup. Man macht dann sein Geld nicht durch den Verkauf an ein Corporate, sondern häufig auch, wenn ein großer Investor die anderen Angels rauskaufen will. Das kommt als Angel sogar ziemlich häufig vor. Dann macht man darüber halt seinen Exit, wenn man so will. Wenn das gelingt und es ertragreich war, dann weiß man, dass man alles richtig gemacht hat. Das ist natürlich ein schöner Moment und in der Regel nutzen auch Gründer:innen solche Situationen, um ein kleinen Teil ihrer Anteile zu verkaufen.“

Business Angel Claudia Baumgart
darüber, wie man gute Startups findet
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Claudia Baumgart: „Bei mir war es eine Sondersituation, weil ich bereits im Venture Capital-Bereich tätig war und somit sehr guten Zugang zu Dealflow hatte, zu Investorennetzwerken, zu Venture Capital Fonds, zu Family Offices und natürlich zu Startups.

Was man aber auch machen kann und was ich auch mache: sich proaktiv mit einem Sektor auseinandersetzen, der mich besonders interessiert. Das ist bei mir zum Beispiel Retail-Tech oder Food-Tech. Dann fange ich selbst aktiv an diesen Markt zu scannen, welche Unternehmen es in diesem Bereich gibt, und was ich davon als Business Angel machen könnte.

Davon mache ich dann erst Long Lists, diese dann anhand gewisser Kriterien zu Short Lists und dann schreibe ich die Firmen auch proaktiv an. Da stelle ich mich dann so vor: ‚Hallo, ich bin Investorin bzw. Business Angel. Ich habe folgende Kenntnisse und Fähigkeiten, mit denen ich euch weiterhelfen könnte. Wann raised ihr die nächste Runde und hättet ihr Interesse, dass ich da mit dabei bin?‘

Da wirklich auch selbst proaktiv auf Startups zuzugehen, das machen sehr wenige. Viele sind da eher reaktiv und warten darauf, dass Deals über die eigene Pipeline hereinkommen. Ich habe dagegen schon diverse Deals selbst proaktiv angestoßen und dann gemacht. So lange man ein LinkedIn-Profil hat, ist das gut machbar.“

Business Angel Tina Dreimann
darüber, wie man sich ein Netzwerk mit anderen Angels aufbauen kann
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Tina Dreimann: „Also da erzähle ich gerne aus unserem eigenen Nähkästchen. Wie fängt man mit Angel Investments an? Damit wir es gut machen, haben wir auch erst mal mit ganz vielen gesprochen. Also man brauch nicht von Tag 1 investieren, sondern kann auch erst mal ganz viel von denen lernen, die schon Fehler gemacht haben. Damit man nicht die gleichen Fehler noch mal macht, sondern eigene neue Fehler.

Also sprecht mit Leuten, sucht den Kontakt. Alle geben gerne ihr Wissen in der Angel-Szene weiter. Darüber hinaus kann ich natürlich Events empfehlen, auch AddedVal.io, da haben wir Angels kennengelernt. Zusätzlich und genau deshalb haben wir unseren Angel Club aufgebaut. Also wenn da draußen jemand mit unternehmerischer Erfahrung, Frühphasenerfahrung ist, dann kann er sich gerne bei better ventures melden. Da können wir dann darüber sprechen.“

Business Angel Stefan Müller
über das Nervige am Business Angel Dasein
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Stefan Müller: „Ich glaube, das Schwierige als Business Angel ist, Menschen um sich rumzuhaben, die auch zuhören können. Es gibt auch unter Angels extrovertierte Typen, die gerne reden und sagen, was sie alles gemacht haben. Das kann manchmal anstrengend sein und trifft auch auf der Seite der Gründer:innen zu.

Es gibt Gründer:innen, die nicht die erste, sondern vielleicht die zweite, dritte, vierte Firma gegründet haben. Das kann dann schwierig sein, wenn man in einem Umfeld ist, wo keiner dem anderen mehr richtig zuhört. Also wenn Menschen zu sehr von sich überzeugt sind, da gibt es wirklich eine Menge Egos in der Welt der Gründer:innen und Investor:innen.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über die Ambitionen und intrinsische Motivation von Startup-Gründer:innen
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Matthias Helfrich: „Die Frage ist die Königsklasse, denn da geht es um die intrinsische Motivation der Gründer. Ich habe da auch kein Patentrezept, denn wenn ich das wüsste, würde ich darüber vielleicht auch ein Buch schreiben.

Es gibt aber schon gewisse Indikatoren. Social Impact getriebene Gründer haben meistens eine sehr hohe intrinsische Motivation. Da muss man dann nur schauen, ob sie auch den Willen haben, groß zu denken.

Bei Gründern, die schon etwas älter – so beispielsweise in meinem Alter – sind, da bin ich eher etwas zurückhaltend, weil ich glaube, dass jüngere Menschen einen größeren Erfolgshunger haben.

Ich habe also kein Patentrezept, versuche aber in Gesprächen herauszufinden, ob das Geschäftsmodell aus dem Inneren heraus entstanden ist, oder ob das eher aus einer Analyse entstand mit dem Ziel Startup-Gründer zu werden. Das wäre mir dann zu wenig.“

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