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Dr. Gesa Miczaika darüber, was sie gerne vor ihrem ersten Investment gewusst hätte

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darüber, was sie gerne vor ihrem ersten Investment gewusst hätte

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Dr. Gesa Miczaika: „Ich glaube, fast alle machen den Fehler, die Portfolio Denkweise zu vergessen. Was meine ich damit? Also, wir haben einfach viel zu früh, viel zu viel investiert. Wir hatten einen Topf und aus diesem Topf haben wir einen ziemlich großen Batzen in unser erstes Investment getan. Man sollte immer berücksichtigen, dass man aus meiner Sicht immer mindestens zehn Investments tätigen sollte.

Außerdem will man bei einem gut laufenden Investment auch sein pro rata Recht nutzen. Für diesen Aspekt sollte man noch Kapital in der Tasche haben. Das kann ich nur empfehlen und es ist einfach schade, dass ich es nicht vorher berücksichtigt habe. Da gibt es auch Daumenregeln: 50 % des Kapitals sollte man für die Follow-on Investments zurückhalten. Andere machen auch 70 %, irgendwo dazwischen ist gut. Also, man sollte zehn Investments haben und dann kann man sich ausrechnen, wie viel man pro Investment ausgeben darf.“

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Business Angel Joakim Nägele
darüber, warum Startups trotz guter Lösung scheitern
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Joakim Nägele: „Das passiert aus externen wie auch aus internen Gründen. Externe Gründe können zum Beispiel sein, dass für die Idee neue Wettbewerber auf den Plan treten oder sich Märkte nicht so entwickeln, wie vorhergesagt wird.

Aber es gibt auch immer eine ganze Reihe von möglichen internen Gründen. Das kann sein, dass die Gründer nicht fähig sind, gute Operations umzusetzen. Das können auch Streitigkeiten und Konflikte zwischen den Gesellschaftern sein. Und es sind auch ein paar Blender im Markt, da muss man als Business Angel vorsichtig sein.“

Business Angel Dr. Gesa Miczaika
über die attraktivsten Geschäftsmodelle
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Dr. Gesa Miczaika: „Früher haben wir dies anhand unserer eigenen Passion bestimmt. Als wir noch als Angels investiert haben, haben wir vor Kurzem gesagt, dass uns Impact getriebene Gründer:innen ansprechen. Außerdem Geschäftsmodelle, die ein nachhaltiges Wachstum aufweisen. Das sind die Bereiche, die uns ansprechen und zu der Zeit waren noch weniger Investor:innen in dem Bereich aktiv. Da haben wir im Jahr 2018 schon Potenzial gesehen.

Jetzt ist es so, dass wir nur in Teams investieren, die mindestens eine Gründerin im Team haben. Dadurch haben wir uns den Gesamtmarkt an möglichen Startups schon relativ klein gemacht, weil es nur 18 % Gründerinnen in Deutschland gibt. In Europa liegt die Zahl auch nur irgendwo bei 16 %. Das heißt, wir können da auch nicht weiter einen Zuschnitt machen, also was die Branche angeht. Sonst hätten wir einfach zu wenig Auswahl. Also in den Top of the Funnel muss eine gewisse Anzahl reingehen, damit wir die besten Investments raussuchen können. Aus dem Grund investieren wir jetzt sektoragnostisch, aber natürlich haben wir Vorlieben. Meine Vorlieben sind alles Dinge, die gut für die Welt sind und gut für die Gesellschaft. Zum Beispiel alles, was Carbon Offsetting ist oder Gesundheitsthemen oder einfach irgendwie einen positiven Spin für die Gesellschaft haben.“

Business Angel Beate Fastrich
über Startups, die sich vor allem durch besseres Design absetzen
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Beate Fastrich: „Wenn es für ein Produkt in einem schöneren Design einen Markt gibt, dann ist das mit Sicherheit eine gute Idee, das auch besser zu machen. Für mich persönlich wäre es aber nicht so interessant, denn eine meiner Motivationen als Business Angel ist es, in Themen zu investieren, die es so noch nicht gibt und welche die Zukunft etwas besser machen.

Man kann ja auch fast sagen, dass die Welt mit schönerem Design auch etwas besser wird. Das ist also durchaus nicht verwerflich, würde mich aber persönlich nicht so begeistern.“

Torsten Meyer - Business Angel
über die die Scheiterrate in seinem Startup-Portfolio
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Torsten Meyer: „Man hört ja, dass das wohl 80% der Startups sein sollen, die scheitern. Ich kann jetzt von meinen in Summe sieben Investments reden. Davon sind alle noch aktiv und mehr als die Hälfte gibt es schon weit über drei Jahre. Insofern kommt das offenbar immer darauf an und es gibt keine Pauschalisierung.

Aber tendenziell ist eine hohe Abbruch- bzw. Scheiter-Rate in den ersten drei Jahren nachgewiesen und auch wohl richtig.“

Business Angel Wolrad Claudy
über den Unterschied zwischen dem deutschen und amerikanischen Business Angel Markt
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Wolrad Claudy: „Grundsätzlich ist in den USA viel mehr Geld unterwegs. So entsteht dort eine ganz andere Dynamik. Es gibt sehr viel mehr Chancen, dass sich Firmen über die zweite und dritte Runde weiterentwickeln und selbst wenn die Milestones nicht erreicht werden, ist genug Kapital da, um diese Firmen weiter zu hebeln.

Bei uns in Deutschland wird verhältnismäßig wenig Venture Capital unseres Bruttosozialproduktes investiert. So bleiben viele Firmen auf der Strecke, weil man vielleicht ein ticken zu früh am Markt war und die Geduld der Investoren fehlt. Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland sehr viele staatliche Hilfe. Der Staat greift sehr stark in den Startup-Markt mit ein, was dazu führt, dass selbst das Sterben eines Startups einem schwer gemacht wird.

Ein Startup, was nichts verkauft, kann durch Fördergelder und Förderprojekte durchaus 7-8 Jahre überleben. Das sind natürlich 7-8 Jahre verlorene Zeit, wenn das Geschäftsmodell nicht zum fliegen kommt. Die fehlen dann, um hinten raus mit anderen Geschäftsmodellen erfolgreich zu sein.

Man bekommt auch nicht unbedingt die zweite oder dritte Chance, es gibt den Makel des Gescheiterten in Deutschland. In den USA gehört die Erfahrung des Scheiterns mit dazu, um überhaupt ernst genommen zu werden. Außerdem ist der rechtliche Schutz und Verwässerungsschutz aus Business Angel Sicht in den USA größer.
Es gibt in den USA sicher andere Investorentypen, die die Macht des exponentiellen Wachstums besser verstehen und ihr Geld sehr diversifiziert anlegen. In Deutschland ist eher so die Einstellung, dass man möglichst alle Investments zum Ziel bringt und mit einem Faktor 2 oder 3 zufrieden ist. Während der typische amerikanische Investor auf der Jagd nach dem Einhorn ist und ein ROI von 100 anstrebt.

Alles, was ich gesagt habe, schränke ich jetzt wieder ein, indem ich sage, dass wir sehr gut darin sind, die Dinge aus den USA zu kopieren. In der Regel haben wir in 5 Jahren eine ähnliche Situation wie in den USA. Was wir dann aber vergessen ist, dass die USA dann wieder 2 Schritte weiter ist. Wir haben in der letzten Zeit stark bei der Einhornjagd aufgeholt und im Silicon Valley ist das Zebra Investing der neue Trend. Also das man in mehrere Startups zum gleichen Thema investiert, die sich untereinander gegenseitig befruchten und somit einen Hebeleffekt erzielen. Das ist bei uns noch relativ neu. Auch das investieren in sogenannte SPACs.

Special Purpose Acquisition Company (SPAC) heißt, dass man eine leere Hülle an die Börse bringt, die man erst später mit Inhalt füllt. Das sind neue Trends, die jetzt erst langsam kommen.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
wie das Investieren in Startups funktioniert
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Dr. Rahel Stichtenoth: „Ich Grunde gibt es zwei Wege in Startups zu investieren. Einmal über ein Convertible und eine Equity Round. Die will ich auch beide nochmal genauer erläutern.

Die Equity Round finde ich ein bisschen einfacher, da geht es darum, dass ich mich mit dem Startup auf eine bestimmte Bewertung einige, dann wird eine Kapitalerhöhung gemacht, dass man dann den Nennwert der zahlt und zusätzlich gibt es Agio (Aufgeld), das ist aus meiner Sicht die eigentliche Kapitalerhöhung. Das ist das Geld, was dem Unternehmen dann zu guten fließt. Und dann bekomme ich echte Anteile und das ist eine super Sache und alles ist geklärt.

Das Schwierige ist, dass die Startups manchmal an dem Punkt stehen, wo es gar nicht so leicht ist eine Bewertung festzulegen. Je früher man dabei ist, desto schwieriger ist es. Auf der anderen Seite ist es sehr aufwendig, weil ich auch zum Notar gehen muss. Einen anderen Nachteil sehe ich darin, dass alle Business Angels in einer Runde gemeinsam investieren und ich jetzt nicht als Startup 1-2 vorher mit reinnehmen kann und dann kommen die nächsten in ein paar Monaten später dazu.

Um diese Nachteile aufzuwiegen, gibt es dann das Wandeldarlehen. Da ist es so, dass der Business Angel dem Startup zunächst ein Darlehen gibt. Erst später, wenn eine Equity Runde stattfindet, wird es dann in Anteile umgewandelt. Da wird im Endeffekt ein Versprechen gegeben, zu welchen Konditionen ich später wandeln kann. Da gibt es zwei Parameter, die wichtig sind. Das ist der Cap und der Discount.

Ich würde einfach mal ein Beispiel geben: Wenn ich ein Cap von 4 Millionen Euro habe und ein Discount von 20 %, dann bekomme ich meine Anteile auf die zukünftige Bewertung mit einem Discount von 20 %. Bei einer Bewertung von 4 Millionen Euro kann ich dann meine Anteile zu einer Bewertung von 3,2 Millionen Euro wandeln. Auf der anderen Seite ist das ganze gedeckelt, durch das Cap. Das heißt, meine Bewertung, die ich bekomme, ist maximal 4 Millionen Euro, auch wenn in der Equity Runde dann eine 6 Millionen Euro beschlossen wird. Eine gewisse Sicherheit, was mein Maximum ist, habe ich dann auch.“

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