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Dr. Rahel Stichtenoth darüber, wie sie Startups unterstützt

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darüber, wie sie Startups unterstützt

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Dr. Rahel Stichtenoth: „Es ist ganz vielfältig, wo ich helfe. Also ich sehe meine Rolle als Business Angel so, dass ich wirklich als Unterstützung für die Gründer zur Verfügung stehe. Auch als wohlwollende Unterstützung, die Gründer können immer auf mich zählen. Wenn die Gründer eine Frage oder ein Problem haben, dann finde ich es immer gut, wenn die Business Angels gefragt werden, die oft mehr unternehmerische Erfahrung und auch Lebenserfahrung haben.

Einfach, dass die Business Angels auch eingebunden werden. Um jetzt mal eine Gegenposition aufzumalen: Wenn die Gründer immer gleich Juristen fragen, wenn es irgendwo eine Fragestellung gibt, das halte ich für eine große Geldverschwendung. Vieles kann man von den Business Angels erfahren.

Wo ich oft mithelfe, sind Fragen zur Softwarekonzeption. Auch wenn es darum geht, dass das Startup vielleicht ein MVP entwickelt hat und weiß, dass es jetzt einen nächsten Schritt gehen muss und eine richtige Softwareentwicklung da hinstellen muss.

Da stehen sie vor der Herausforderung, welche Leute sie jetzt dafür einstellen. Worauf kommt es da an und was ist in der Softwareentwicklung eigentlich wichtig? Wie läuft ein guter Entwicklungsprozess und wie können auch mehrere Entwickler in einem Team zusammenarbeiten. Da habe ich einfach viel Erfahrung durch meine Tätigkeit als Geschäftsführerin in einer Softwareentwicklungsagentur. Das bringe ich gerne ein.

Eine andere Sache, wo ich mit der Zeit immer mehr reingerutscht bin ist, dass ich mir auch Verträge anschaue. Gerade für die Investmentverträge kann man auch einen Juristen fragen, aber das halte ich für komplette Geldverschwendung. Die schreiben dann individuelle Verträge, an denen sie Geld verdienen, aber auch alle anderen Business Angels müssen die dann prüfen und das ist alles ganz kompliziert und aufwendig. An der Stelle mache ich immer gerne Werbung für die Standardverträge von German Standards Setting Institute (GESSI). Die sind einfach super und die setzen sich in der Praxis auch immer mehr durch. Da können sich einfach beide Seiten sicher sein, dass sie gut vertreten sind und man hat nicht so viel Aufwand damit.

Worauf man aber immer achten sollte, da hatte ich in letzter Zeit zwei Startups, dass man schaut, wie man mit Notaren zusammenarbeitet. Da gibt es auch die Notare und die Notare. Die haben zwar eine Gebührenverordnung, aber ich kann ausgelegt werden. Da habe ich in letzter Zeit zwei Startups dabei geholfen, 5-stellige Notarkosten einzusparen. Sowas mache ich immer gerne, da geht es um mein Investment, aber da geht es auch vor allem um das Startup, um die Leute voranzubringen.“

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Business Angel Robert Sünderhauf
darüber, warum sich Startup Teams oft über die Zeit verändern
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Robert Sünderhauf: „Ich muss sagen, ich habe es tatsächlich erst einmal erlebt, daher ist es vielleicht nicht repräsentativ. Wenn man sich andere Teams anschaut, dann sind das zum einen unterschiedliche Erwartungen, die man an das ganze Projekt Startup gestellt hat. Zum Anderen ist es vielleicht auch eine unterschiedliche Bereitschaft, Einsatz zu zeigen, besonders am Anfang.

Später, also nach so 3-5 Jahren kann es auch einfach sein, dass ein Gründer sagt ‚Das war eine tolle Zeit, aber ich möchte gern etwas anderes machen.‘ Dessen Leben tritt dann vielleicht auch in eine andere Phase ein, weil er eine Familie gründen möchte. Das ist meiner Meinung nach unproblematischer, weil man dann einen geordneten Übergabeprozess machen kann.

Das Hauptproblem sind vermutlich unterschiedliche Erwartungshaltungen ganz am Anfang. Und das ist umso problematischer, je größer das Team ist. Ich glaube, ein Gründer allein ist nicht ideal – vier oder fünf sind es aber auch nicht, weil man die fast nicht mehr unter einen Hut bekommt. Das Optimum sind wahrscheinlich zwei oder drei.“

Business Angel Jana Moser
über GESSI-Vorlagen
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Jana Moser: „Wenn man keine juristische Beratung hat, die gerade für Startups sehr teuer ist, lohnt es sich, auf die Standardverträge und GESSI-Verträge zurückzugreifen. Da sind die Verträge einfach Standard und die Regelungen sind ausgewogen.

Es kann aber auch sein, dass man bei Frühphasen-Investments auf andere Co-Investoren trifft, die ihre eigenen Vorlagen anbieten. Und dann wird es schwer, wenn die vor allem sehr finanzstark sind, dass es schwierig ist, sich auf ausgewogene Vorlagen zu einigen. Das führt häufig dazu, dass es einseitige Vorlagen sind und die allgemeinen GESSI-Vorlagen nicht mehr funktionieren.

Jeder Business Angel kann aber auch die GESSI-Vorlagen zurückgreifen. Jeder hat natürlich seine eigenen Präferenzen und Erfahrungen. Die kann man aber auch entsprechend anpassen und das ist kein Problem. Es ist auf jeden Fall eine gute Quelle, weil die auch immer aktualisiert werden.“

Business Angel Andreas Assum
darüber, wann eine eigene Beteiligungsgesellschaft sinnvoll ist
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Andreas Assum: „Also sollte man als Business Angel eine eigene Beteiligungsgesellschaft nutzen oder nicht?
Der Vorteil einer eigenen Beteiligungsgesellschaft kommt erst dann, wenn man eine gewisse Größe erreicht hat. Wenn man als Angel mit einem niedrigen 5-stelligen Betrag einsteigen will, da ist eine eigene Beteiligungsgesellschaft zu groß. Wenn wir in die 6-stelligen Beträge reinkommen, dann macht es schon Sinn, weil eine Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Investments möglich ist, falls ein Fall wie ein Erbe eintritt.

Außerdem gibt es steuerliche Gründe, die man berücksichtigen sollte. Verluste bei einem Wandeldarlehen als private Investition sind zum Beispiel nicht mit Gewinnen verrechenbar. Auf der GmbH Seite ist das natürlich machbar. Das muss man sich im Einzelfall anschauen. Für einen Angel, der gerade erst anfängt und nur mal jemandem unter die Arme greifen will, ist das sicherlich nicht notwendig, aber wenn man es regelmäßig macht, ist es schon sinnvoll.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über nervige Dinge nach dem Investment
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Matthias Helfrich: „Bei einem Teil der Gründer sehe ich so eine gewisse Beratungsresistenz oder eine fehlende Bereitschaft, in gute Beratung zu investieren. Das führt dann manchmal dazu, dass Themen wie Steuern usw. zu relaxed angegangen werden, die eigentlich frühzeitig viel stärker definiert werden sollten.

Daher ein klarer Aufruf an Gründerinnen und Gründer: ich weiß, dass man ungern für Beratung zahlt. Aber Liquidität ist ja nach einem Investment vorhanden, und da würde ich vor allem auf der juristischen Seite und im Bereich Betriebswirtschaft und Steuern darauf achten, die Themen durch hochwertige Beratung abzudecken, die ich selbst nicht abdecken kann.

Insbesondere bei diesem Punkt muss man immer wieder die Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit mit den Startup-Gründern diskutieren. Und das würde ich mir gern ein bisschen einfacher wünschen.

Einige Dinge, die man letztlich als nervig empfindet, entstehen auch aus der Zusammenarbeit der Angels untereinander sowie der Kommunikation der Angels mit den Gründern. Diese Dinge resultieren häufig aus sehr kurzfristigen Themen, wie zum Beispiel, dass der Finanzplan für das Folgejahr erst einen Tag vor einer Gesellschafterversammlung unterbreitet wird.

Das sind dann eben Organisationsthemen, die mir nur eine schlechte Vorbereitung auf Meetings ermöglichen. Ich bereite mich aber eigentlich sehr gern auf Meetings vor, damit diese dann auch produktiv stattfinden können. Auch darüber habe ich mit Gründern immer wieder Diskussionen.

Wenn alle Business Angels ihr Know-How einbringen und die Kommunikation untereinander gut ist, gibt es zum Glück wenige Dinge, die mich nerven.“

Business Angel Björn Jopen
über die größten Kostentreiber in Startups
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Björn Jopen: „Der größte Kostentreiber ist immer das Thema Personal. Deshalb ist es gerade in der Anfangsphase wichtig, dass sich die Gründerinnen und Gründer eher niedrige Gehälter geben. Damit alles in das Produkt und in das Wachstum gesteckt werden kann. In den ersten Monaten ist es auch sehr wichtig, einen Proof of Concept zu machen und mit diesem Proof of Concept kann man in die ersten Finanzierungsrunden gehen. Mit den Finanzierungsrunden haben die Startups mehr Geld zur Verfügung und dieses Geld fließt häufig zum Großteil in das Personal. Ich sehe häufig das Problem, dass in den Bereich Vertrieb zu wenig Geld gesteckt wird und das Thema dann vernachlässigt wird.“

Business Angel Stefan Müller
über die Auswirkungen von wenigen Gesellschafter:innen im Startup
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Stefan Müller: „Ich habe meine ersten Investments alleine gemacht. Da bin ich auf die Nase gefallen, das war nicht gut. Ich habe einfach gemerkt, dass so ein Counterpart gefehlt hat. Der mich auch ein bisschen runterholt und sagt, wenn ich die Gründer:innen vielleicht überfordere. Wenn mir zum Beispiel alles nicht schnell genug geht. Und deshalb ist es meiner Meinung nach gut, wenn man eine Gruppe von Angels hat und das kann auch ein großer Vorteil für die Gründer:innen sein. Jetzt ist natürlich die Frage, was die richtige Größe ist.

Da kann man viel hin und her philosophieren, es hat auch viel mit dem Markt, dem Produkt, der Idee und dem Segment zu tun. Ich bin im Moment in 6-7 Firmen investiert, die alle zwischen 4-6 Investor:innen haben. Ich denke, das ist eine richtig gute Größe. Man kennt sich bei der Größe noch, man kann sich austauschen und man muss nicht monatelang einen Termin suchen, sondern man kann die Leute auch mal schnell anrufen. 4-6 Investoren ist die richtige Größe, es kann auch mal eine kleinere Runde sein, alles was drüber ist, wird kompliziert.“

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