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Dr. Rahel Stichtenoth über Portfolio Management

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über Portfolio Management

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Dr. Rahel Stichtenoth: „Ja, was ist Portfolio Management?

Worum geht es dabei? Mein Portfolio besteht aus den Startups, in die ich investiere. Worauf achte ich da? Ich will natürlich mein Risiko minimieren, das ist klar. Viele Startups schaffen es nicht, was man am Anfang gar nicht denken möchte. Wenn man die ganze Sache intellektuell angeht, weiß man das. Das heißt, ich versuche mein Risiko irgendwie zu minimieren. Ich investiere nicht in lauter ähnliche Startups, die sich alle in der gleichen Phase befinden. Dann hätte ich ein starkes Klumpenrisiko.

Es ist gerade am Anfang aber sehr schwierig bis unmöglich ein gutes Risikomanagement zu betreiben. Um statistisch ein valides Risikomanagement zu betreiben, da brauche ich eine große Anzahl an Investments. Da kenne ich niemanden, der da überhaupt in der Lage dazu ist. Und dann muss ich unglaublich viel Geld am Anfang in die Hand nehmen. Selbst dann hätte ich ein Problem, weil ich dann nur zu einem Zeitpunkt investiert hätte und alle Startups in einer ähnlichen Phase wären. Am Anfang ist das Risiko sehr hoch und dann nimmt es mit der Zeit ab. Wenn schon drei Finanzierungsrunden stattgefunden haben, dann wird das Risiko geringer. Da muss ich mich aber langsam herantasten und das ist einfach schwierig und man muss es langsam aufbauen.

Gut ist natürlich, wenn man nach einer Zeit eine gewisse Anzahl an Startups im Portfolio hat, die sich in unterschiedlichen Phasen befinden. Das merkt man auch daran, wenn man einen Business Angel in der Runde hat, der sein erstes Investment macht, das ist oft für alle Beteiligten ein bisschen anstrengend, weil das verständlicherweise für ihn klappen muss, weil sonst ist das Geld, was er dafür zur Verfügung gestellt hat erstmal weg. Wenn ich 10 Startups im Portfolio habe und eins fällt weg, dann kann ich es verkraften. Die sind oft bei kleineren Problemen sehr nervös und das ist schwierig und nicht zielführend.“

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Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
über seine Rolle im Startup
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Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Die Gründer:innen müssen schon die Unternehmer sein. Am liebsten sollten sie alle Rollen abdecken können. Die Business Angels sucht man sich ja danach auch aus, was man möglicherweise noch an Coaching braucht und was man noch ein bisschen auffüllen muss. Bei mir sind es häufig so ein paar rechtliche Grundlagen. Das heißt, ich helfe den Gründer:innen von Anfang an, eine vernünftige rechtliche Struktur zu finden und dann auch im Sinne der Gründer:innen mit anderen Investoren zu verhandeln. Denen auch so ein bisschen die Guidelines zu geben, was üblich und was nicht üblich ist. Die Angels sind dafür da, so ein bisschen Guidelines zu geben, ein bisschen einen roten Faden legen oder eben auch eine Bande darstellen, um eine Richtung zu geben.

Wirklich als Coach und als Mentor, so ein bisschen wie ein Papa vielleicht, den man nicht immer hört, es kommt natürlich auch immer auf das Alter an. Man kann ihn natürlich auch ignorieren und er streicht dann das Taschengeld, aber er hat einfach viel Erfahrung. Das nimmt man vielleicht nur im Unterbewusstsein wahr. Vielleicht auch eher der Opa, der hat oft ein besseres Standing als der Papa.“

Business Angel Sylvia Tantzen
über Zielgruppe, Zielmarkt und Buyer Persona
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Sylvia Tantzen: „Wie finde ich die beste Buyer Persona?
Erst mal rausfinden, welches der Zielmarkt ist und wer meine Zielkunden sind. Diese Zielkunden, nehmen wir jetzt mal B2B als Beispiel, arbeiten in einem Unternehmen und haben einen bestimmten Job-Titel. Dann durch fragen und überlegen, wo die Person aktiv ist und in welchen Medien die Person aktiv ist. Auch überlegen, in welchen Netzwerken die Person verkehrt und auch auf Veranstaltungen zu gehen.

Letztendlich auf dem Markt Fragen stellen, ohne gleich verkaufen zu wollen. Sondern in der Tat neugierige Fragen stellen. Wer könnte das Produkt gebrauchen und manchmal ist es in der Tat so, dass man auf ganz neue Erkenntnisse kommt, auf die man nie alleine gekommen wäre. Das ist auf jeden Fall mein Rezept, wenn ich irgendwas nicht weiß.

Ich stelle Fragen in jeglicher Hinsicht bei jedem und mit jedem, um herauszufinden, auf welche neuen Ideen man kommen kann. Jedes Gespräch bringt einen weiter, also einfach rausgehen, Menschen fragen und die Erkenntnisse einsammeln. Genau diesen Zielmarkt dann eben angehen und sich da die richtige Buyer Persona zum richtigen Zeitpunkt schnappen. Es kann ja auch sein, dass das Problem nicht immer auftritt, sondern zum Beispiel nur am Jahresende oder Jahresanfang.

Also der richtige Zeitpunkt ist auch wichtig, um das Unternehmen zur richtigen Zeit vorzustellen und hoffentlich einen neuen Kunden zu gewinnen.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
über die Gender Diversität
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Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Ich finde, dass Mädels vieles besser machen als Jungs. Sie gehen viel früher und strukturierter an Sachen ran. Jungs arbeiten viel mehr aus dem Bauch heraus. Ich glaube aber, dass es am Ende der Mix macht. Mädels tun sich manchmal ein bisschen schwerer, Entscheidungen zu treffen, Jungs haben vielleicht nicht so das große Problem damit, weil sie eher aus dem Bauch heraus arbeiten. Es ist natürlich subjektiv, es kann natürlich auch mal andersrum sein.

Ich finde es super, wenn sich so Teams zusammentun. Jungs und Mädels sind, glaub ich, ein kompletteres Team als nur Jungs oder nur Mädels. Häufig sieht man aber genau das Gegenteil, also nur Jungs in bestimmten Bereichen und nur Mädels in bestimmten Bereichen. Wir haben viel mit Food zu tun, da sieht man häufig Mädels. Jungs eher nicht so. Wenn es dann eher um Tech oder Finanzen geht, dann sieht man wieder mehr Jungs. Wobei ich gerade auch ein spannendes Startup habe, wo nur Frauen im Team sind. Das ist auch gut so, weil ich manchmal wirklich ganz anders an die Sache herangehen.

Am Anfang würde ich sagen, dass es sich bei allen um Menschen handelt. Gründer:innen sind Menschen. Und dann ist es so, dass die einen das eine und die anderen das andere besser können. Dann spielt manchmal das Geschlecht doch eine Rolle, weil Frauen vielleicht tendenziell das eine besser können und Männer das andere. Wenn man es zusammentut, dann ergibt sich eben das gesamte Team. Das kann aber natürlich auch anders sein. Es gibt Männerteams und Frauenteams, die gut funktionieren. Ich kann auch Frauenteams verstehen, die sagen, dass sie keine Männer im Team haben wollen, weil die alles durcheinanderbringen. Das verstehe ich noch eher, als wenn Männer sagen, dass sie keine Frauen im Team haben wollen.“

Business Angel Björn Jopen
über seine Tipps für neue Angels
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Björn Jopen: „Das Wichtigste, das ich gelernt habe, ist das Thema Follow-on-Investments. Du musst als Business Angel dein Portfolio richtig streuen und musst auch Firepower haben, um bei den richtig gut laufenden Investments nachlegen zu können. Weil diese guten Investments werden später mal den Return bringen.

Da reden wir nicht von 10x oder 20x, sondern deutlich darüber. Wenn du dann in deinem Portfolio von 10 Startups ein oder zwei dabei hast, die so einen Return bringen, dann zieht das deinen gesamten Return on Investment stark nach oben. Aber da musst du bei den Follow-on-Investments eben dabei bleiben, um am Ende auch noch einen vernünftigen Anteil am Startup zu haben.

Wenn du durch 4, 5 oder 6 Runden so stark verwässert bist und am Ende nur einen minimalen Anteil hast, dann bringt es dir auch nichts, wenn die Firma für einen extrem hohen Preis verkauft wird, weil dann einfach dein Anteil so gering ist.

Meine profitabelsten Investments, bei denen ich am Ende auch einen Exit gemacht habe, waren solche, wo ich einen guten Stake, einen guten Anteil hatte. So hat sich das für mich gelohnt.

Ich habe so ein Learning für mich selbst, wie ich Businesskonzepte bzw. Pitch Decks anschaue.

Als erstes frage ich mich natürlich, ob mich das Thema an sich anspricht. Wenn das so ist, dann schreibe ich dem Gründerteam so 8-10 ganz unterschiedliche Fragen – dafür brauche ich vielleicht so eine halbe Stunde.

Dann ist für mich das erste Feedback krass wichtig: wie lange brauchen die Gründer zum Antworten, wie antworten sie und wie setzen sie sich mit mir in Verbindung. Und wenn ich dann noch ein gutes Gefühl habe, ist das für mich als Business Angel ein ganz gutes Zeichen, dass ich da tiefer einsteigen kann.

Und ehrlich gesagt bin ich dann sehr schnell, weil ich gelernt habe, dass die gut laufenden und interessanten Investments sehr schnell voll sind. Wenn du dann noch groß ein eine tiefe Due Diligence einsteigst usw., dann ist das Investment zu.

Wenn ich da also ein gutes Gefühl habe, dann mache ich meistens eigentlich nur noch einen Call mit 1-2 Gründern, schaue mir noch mal die Unterlagen und sage dann innerhalb von 3-4 Tagen zu.

Die Schnelligkeit, bei guten Investments zügig zuzusagen und dabei keine Angst zu haben, auch mal einen Fehler zu machen, ist extrem wichtig.

Ich glaube außerdem wichtig für Business Angels ist das Thema ‚Hilfe anbieten‘. Ich nutze zum Beispiel oft meine Autofahrten, um meine Gründer anzurufen. Da frage ich einfach, wo möglicherweise der Schuh drückt und wie ich helfen kann. Letztendlich können wir Business Angels Geschäft voranbringen, sei es mit Marketing, Vertrieb oder Personal – und das hilft dann ja unserem eigenen Investment!

Ich halte es schon für extrem wichtig, dass man nur Geld gibt und dann nur ein paar Jahre abwartet wie bei einer Aktie. Ich bin überzeugt, dass es sich lohnt öfters aktiv bei einzelnen Investments mitzuhelfen, weil man selbst als Business Angel und Shareholder davon profitiert, wenn die Firma besser läuft und der Anteil somit mehr wert ist.“

Dr. Patrick Müller
über Anti-Dilution-Protection (Verwässerungsschutz)
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Dr. Patrick Müller: „Ganz allgemein kann man sagen, dass es im Kapitalgesellschaftsrecht das Prinzip des Verwässerungsschutzes gibt. Was ist damit gemeint?

Founder gründen ein Unternehmen und benötigen für den weiteren Aufbau des Startups Investitionen. Mit zunehmender Anzahl an Investoren werden auch eine zunehmende Anzahl an Shares abgegeben. Das heißt, dass die Beteiligung immer mehr verwässert.

Zum Beispiel startet ein Founder mit 100 % und mit zunehmender Anzahl an Finanzierungsrunden, verwässert die Struktur immer mehr. Der Cap Table wird immer größer und komplexer. Da stellt sich die Frage, was man dagegen eigentlich tun kann?

Da gibt es zwei Varianten: das Bezugsrecht und die Downround Protection.

Bezugsrecht:
Wenn zwei Founder jeweils 50 % an einer GmbH halten und 2-3 Investoren aufnehmen und danach noch mal eine Finanzierungsrunde durchgeführt wird, haben die Bestandsinvestoren erst mal ein Bezugsrecht. Sie haben gesetzlich das Recht, zumindest in der Höhe nachfinanzieren, dass die bisherige Beteiligungsquote nach Cap Table aufrechterhalten bleibt.

Das Problem hier ist, dass nach dem Pay to Play Prinzip auch die Leistungen mit einhergehen müssen. Sprich, man muss dann auch die Zahlung für die Kapitalrücklagen und das Aufgeld einer Kapitalerhöhung tätigen.
Aus dem Grund sehen eigentlich alle Beteiligungsverträge vor, dass das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, weil sonst einzelne Gesellschafter das Wachstum und die Aufnahme weiterer Finanzierungen verhindern. Deswegen ist das Bezugsrecht auch nur ein bedingter Schutz, der eigentlich immer ausgehebelt wird.

Downround Protection:
Da wird durch verschiedene Klauseln sichergestellt, dass die Bestandsinvestoren bei einer Downround nicht das Nachsehen haben und zu dem Nominalwert Anteile zugewiesen bekommen, um einen Verwässerungsschutz zu bieten.“

Business Angel Benjamin Minack
über die Relevanz von Auszeichnungen bei Startups
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Benjamin Minack: „Ich würde das nicht als entscheidungsrelevante Kategorie einordnen.“

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