Business Angel Academy

Lerne aus 6 verschiedenen Themenbereichen alles rund ums Angel Investing

mit über 400 Videos von erfahrenen Angels

Mit einem Klick zu vielen weiteren Videos

Gwendolyn Schröter darüber, ob Investoren aus der Branche kommen sollten, in die sie investieren

Sustainability Business Angel

darüber, ob Investoren aus der Branche kommen sollten, in die sie investieren

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Gwendolyn Schröter: „Ist es denn gut, wenn man sich in einer Branche als Investor besonders gut auskennt? Ich hab es in zwei Fällen erlebt. Ich komme Beispielsweise aus der Papierindustrie und ich habe mir am Anfang Cases aus dem Bereich angeschaut.

Da habe ich einfach gemerkt, dass ich bei anderen Branchen viel mehr an ABERs und gedanklichen Hindernisse hinnehme, als in der Branche, wo ich mich auskenne. Da war ich einfach insgesamt sehr kritisch und habe alles hinterfragt. Kritisch zu sein ist natürlich wichtig, aber je kritischer man ist, desto schwieriger wird auch eine Zusammenarbeit mit den Startups.

Man kann es natürlich machen und auch die Startups mit seinem Branchen Know-how unterstützen, aber man muss sich schon zusammenreißen. Wirklich immer tief durchatmen und nicht immer gleich: “Ja, aber…” sagen. Erst einmal kurz drüber nachdenken und überlegen, warum der Ansatz der Startups vielleicht doch eine gute Idee sein könnte.

Die Gefahr liegt darin, dass wenn man eine Branche sehr gut kennt, man denkt, dass man schon alles weiß. Es gibt Business Angels, die durch eine sehr lange Karriere, sehr viel über eine Branche wissen. Die können denken, dass sie in dem Bereich vielleicht schon alles gesehen haben. Wenn man sich in einer Branche nicht so gut auskennt tendiert man eher dazu, nochmal jemand anderes zu fragen. Man setzt sich dann mit Experten aus der Branche zusammen und das macht ja auch einen guten Venture Capitalist aus, die institutionellen Investoren haben oft einen groben Fokus, aber den genauen Fokus können sie gar nicht haben und sprechen deswegen mit Experten, führen Calls durch und sprechen eben nicht nur mit einem, sondern möglichst vielen erfahrenen Menschen.

Ich glaube, dieser Ansatz fällt einem einfacher, wenn man sich noch nicht so gut auskennt. Man sollte nicht arrogant sein und sagen, dass man schon alles weiß, sondern immer trotzdem andere Experten fragen. Für Branchenfremde muss aber auch klar sein, dass man viel Arbeit reinstecken muss, um die Branche kennenzulernen.

An vielen Punkten hat man verschiedene Erfahrungen gemacht. Ich glaube der Austausch im Netzwerk und mit Leuten, mit denen man schon investiert hat, aber auch mit ganz frischen Business Angels ist sehr hilfreich für alle Seiten. Ab dem Moment, wo man aufhört zu fragen und sich denkt, dass man alles weiß, da sollte man sich nochmal hinterfragen. Ich glaube das ist der Punkt, an dem man immer wieder ansetzen muss. Ja, man muss immer weiterlernen und Gespräche führen.

Ich haben uns persönlich für einen engeren Fokus der Investments entschieden. Das kann jeder Business Angel machen wie er will, aber ich habe mich für diesen Fokus entschieden, obwohl ich da nicht herkomme. Ich habe einfach Lust auf dieses Wissen und ich will da einfach besser werden. In dem Bereich möchte ich einfach Deal-Flow bekommen.

Bei Investoren-Events gibt es ja eine Startup-Bandbreite von A-Z. Für mich ist da ein Fokus einfach spannender und es ist mir auch möglich mit einem Fokus schon früher anzusetzen. Zum Beispiel bei einer speziellen Forschungsfrage kann man auch in die Universitäten gehen und schauen, was es da schon gibt und an was geforscht wird. So kann ich den Deal-Flow erkennen, bevor er entstanden ist.“

Direkt mehr Business Angel-Know-How

von diesen und vielen weiteren Business Angels

Business Angel Verena Pausder

Verena Pausder

Unternehmerin & Investorin

Business Angel Jana Moser

Dr. Jana Moser

Legal Tech Business Angel

Business Angel Tina Dreimann

Tina Dreimann

Impact Business Angel

Tim Schumacher

Impact Business Angel

Business Angel Andreas Assum
über das Potential, das Startups haben sollten
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Andreas Assum: „Ich würde es nicht an einer absoluten Umsatzgröße festmachen, sondern daran, ob eine Nische in einem Markt klar besetzt werden kann. Da sollte die Chance sein, der Marktführer zu werden.“

Business Angel Stephan Jacquemot
darüber, welche Vorkenntnisse man als Angel haben sollte
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Stephan Jacquemot: „Gute Vorkenntnisse für einen Angel sind: Eine hohe Branchenkenntnis, dass man sich in einer Branche sehr gut auskennt und man selber in dem Bereich beruflich tätig war. Jemand, der sich damit in letzter Zeit sehr viel beschäftigt hat, also als Hobby oder einfach aus dem Beruf heraus. Zum anderen sollte man ein gutes Verständnis zu Gründer:innen und Menschen haben, dass man Menschen und Lebensläufe einschätzen kann. Auch ob das Skillset der Gründer:innen zum Geschäftsmodell passt.

Der dritte Punkt ist, dass man ein Grundverständnis davon haben sollte, wie man ein Startup aufbaut. Also wie baue ich Produkte lean? Wie rekrutiere ich am Anfang eine gute Mannschaft? Weil man immer mit knappen Ressourcen umgehen muss. Startups haben immer zu wenig Geld, Angels haben immer wenig Zeit, deshalb sollte man wissen, wie man Gründer:innen am Anfang helfen kann, mit diesen knappen Ressourcen zurechtzukommen.“

Business Angel Andreas Assum
über internationale Investments
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Andreas Assum: „Welche Erfahrungen habe ich persönlich mit internationalen Investments?
Erst mal war es schon eine Überlegung, ob ich es überhaupt machen will, weil es ja schon eine juristische Herausforderung ist. Ich habe mittlerweile in drei Fällen in den USA investiert und ich muss sagen, dass es stark darauf ankommt, in welcher Branche man investiert. Wenn es eine sehr Tech-fokussierten Branche in einer sehr frühen Phase ist, da kann es schon sehr viel Sinn ergeben.

Insbesondere dann, wenn es ein deutsches Unternehmen ist, welches dorthin investiert. Der andere Fall ist ein reines Investment in der USA. Dazu bin ich durch einen befreundeten Investor gekommen, der in den USA ist, aber auch hier in Berlin wohnt. Mit dem mache ich das zusammen und da wäre meine Empfehlung, bevor man das tut, wenn man nur deutsche Erfahrung hat, sich mit jemandem zusammenzutun, der sich in dem Markt auskennt.“

Janosch Kühn
über seinen Exit bei Kolibri Games
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Janosch Kühn: „Im Gaming Bereich gibt es Analyseseiten und da kann man relativ transparent nachschauen, wie viel ein Spiel oder auch ein Unternehmen verdient. Dann waren wir 2019 schon relativ weit oben und haben ständig irgendwelche Angebote von Investoren bekommen.

Auch andere Unternehmen in diesem Bereich wollten gerne mit uns zusammenarbeiten. Da war schon klar, dass sie entweder kaufen oder investieren wollten. Da werden auch große Zahlen in den Raum geworfen, aber es heißt ja auch noch nichts, weil es lange vor dem Term Sheet war.

Wir sind auch auf ein komplexes Level gekommen und da war auch einfach die Frage, ob es nicht Sinn macht, mit einem starken Partner zusammenzuarbeiten.

Dann haben wir den ganz klassischen Weg über eine Investment-Bank genommen, die uns da auch begleitet hat. Wir haben da mit verschiedenen Strategen und nur mit Strategen gesprochen, weil wir den Eindruck hatten, dass nur die das Thema richtig verstehen.

Wir haben da mit vielen gesprochen und es war so, dass uns Ubisoft am besten gefallen hat. Die waren nicht so weit weg von Berlin, auf dem gleichen Kontinent und in der gleichen Zeitzone. Bei dem Unternehmen haben wir die größten Vorteile für unser Startup gesehen.

Es hat einfach sehr gut zusammengepasst und dann ging es in die Verhandlungen. Als Erstes gab es ein Term Sheet und danach ging es damit weiter, wie der Verkauf auf rechtlicher Seite aussieht. Das war ein sehr langes Dokument, mit sehr vielen Anwälten.

Am Schluss ging es dann zum Notar, der sehr lange vorgelesen hat. Wir haben aus einer sehr guten Stärke heraus verkauft und hätten nicht verkaufen müssen. Das hat uns die Zeit gegeben, einen guten Partner zu finden. Wir waren sehr glücklich mit Ubisoft und fanden es super gut. Dann war es einfach eine gute Story, wo nichts schiefgelaufen ist und alle glücklich waren.
Wir haben die Mehrheit abgegeben und der Stratege wollte nach und nach auch 100 % bekommen. Da waren wir dann noch 1,5 Jahre dabei, haben da ein Management Team mit aufgebaut, den nächsten CEO eingestellt und uns danach aber zurückgezogen.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über die Ticketgröße
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Stephan Jacquemot: „Es gibt da eigentlich genau zwei Strategien, wie man als Angel in Startups investieren sollte. Entweder mit kleineren Beträgen in viele Startups, das nennt man auch immer Spray and Pray, also einfach weit verteilen und beten, dass etwas draus wird. Die Wissenschaft hat gezeigt, dass dies gar keine schlechte Taktik ist. Dann kann man auch sehen, welche der Startups performen und nur in diese Startups noch mal nachzulegen und weiter zu finanzieren.

Die andere Taktik ist, mit mehr Geld in weniger Startups und dafür ein höheres Sharholding zu haben. Dort kann man dann fokussiert arbeiten, weil jedes Startup macht Arbeit. Da investiert man dann eher in wenige Startups, aber man engagiert sich dort besonders stark.

Beide Taktiken können funktionieren. Ich sehe es in meinem Angel-Kollegenkreis eher, dass sie im Jahr ca. 4 bis 5 Deals machen und eine Summe zwischen 50.000 Euro bis 400.000 Euro investieren. Dann fokussieren sie sich wirklich auf diese 4 bis 5 Startups. Ganz selten sehe ich es, dass jemand 20 bis 30 Deals mit kleineren Beträgen im Jahr macht, kommt aber auch vor. Ich fokussiere mich mit meinem Investmentpartner auf wenige Startups mit hohen Beträgen, damit wir uns in den Startups auch wirklich engagieren können.“

Janosch Kühn
darüber, wann der richtige Zeitpunkt für einen Exit ist
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Janosch Kühn: „Ich denke, die Entscheidung für einen Exit ist auch eher ein persönliches Gefühl. Unser Geschäft lief damals sehr gut und deshalb gab es auch sehr viele Anfragen. Wir wollten einfach schauen, ob es realistisch ist, so viel Geld zu bekommen. Ist ja auch klar, 99,9 % unseres Vermögens war eben Kolibri Games, aber davon konnten wir uns ja nichts kaufen.

Die andere Sicht ist, dass es ab einer gewissen Stage schon sehr komplex mit der Firma wird. Dann hast du viele Mitarbeiter und dann ist die Frage, ob es nicht eine Win-win-Situation mit einem Partner gibt, der dir ein paar Themen abnehmen kann. Wo du einfach noch schneller wachsen kannst. Das waren unsere zwei Überlegungen und es war der perfekte Zeitpunkt für uns da zu verkaufen.“

Personalisierter Startup Dealflow FÜR DICH

Sei jetzt dabei!