Business Angel Academy

Lerne aus 6 verschiedenen Themenbereichen alles rund ums Angel Investing

mit über 400 Videos von erfahrenen Angels

Mit einem Klick zu vielen weiteren Videos

Gwendolyn Schröter über die Vor- und Nachteile von B2B- und B2C-Geschäftsmodelle

Sustainability Business Angel

über die Vor- und Nachteile von B2B- und B2C-Geschäftsmodelle

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Gwendolyn Schröter: „Wir investieren nur in B2B Geschäftsmodelle und nicht in B2C. Aus der Erfahrung heraus sind B2C-Cases öfters eine Marketing-Schlacht. Das kann man auch ganz bewusst nutzen, aber da muss man auch das Kapital für solches Marketing aufbringen können. Wenn man selbst nur mit kleinen Tickets unterwegs ist, dann muss entweder das Gründerteam ein sehr gutes Netzwerk in die Richtung mitbringen oder man sollte selbst wohlhabende Investoren kennen, die in einer zweiten Finanzierungsrunde mitmachen.

Natürlich ist es auch wichtig, dass man als Business Angel in dem Bereich schon Erfahrungen gesammelt habe und man weiß, auf welche Metriken es ankommt. Auch um so ein B2C-Case skalieren zu können. Wir machen wie gesagt nur B2B.“

Direkt mehr Business Angel-Know-How

von diesen und vielen weiteren Business Angels

Business Angel Göran Göhring

Göran Göhring

Serial Entrepreneur & Business Angel

Business Angel Stefan Müller

Stefan Müller

Erneuerbare Energie Business Angel

Business Angel Ingo Weber

Ingo Weber

Impact Business Angel

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor

Julius Göllner

Serial Entrepreneur & Investor

Business Angel Jana Moser
über Zuschüsse für Business Angels
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jana Moser: „Also der BAFA-Zuschuss ist eine schöne und einfache Sache. Da füllt man online alle Formalitäten aus. Dabei ist die Reihenfolge wichtig. Als Erstes muss das Startup selber den Antrag zur Förderfähigkeit eingestellt haben. Wenn der Antrag entsprechet durchgegangen ist, dann gibt es eine Nummer von der BAFA, die dann bei einem eigenen Business Angel Antrag eingetragen werden muss.

Dann gibt man alles vorher ein. Es ist auch wichtig, dass alles vor Geldfluss gemacht wird, weil es danach nicht mehr geht. Vorher alles online machen und die Anträge müssen auch noch mal ausgedruckt und hingeschickt werden. Also ein bisschen Papierkram ist dann doch zu erledigen.

Es gilt immer der Eingang bei der Behörde (das ist mein aktueller Stand), wenn es um die entsprechenden Fristen geht. Des Weiteren sind die Wandlungsfristen wichtig, die muss man sich immer wieder vor Augen führen und rechtzeitig handeln. Man wird außerdem immer wieder von der BAFA angeschrieben, ob die Beteiligung noch bestand hat.

Es gibt eine Haltefrist von 3 Jahren, also muss man das Startup 3 Jahre im Rahmen einer Beteiligung begleiten. Erst dann kann man das Geld nachher tatsächlich behalten. Die Fördersumme bekommt man unmittelbar nach der Beteiligung. Also im Falle des Wandeldarlehens nicht sofort, sondern erst, wenn die Beteiligung stattgefunden hat. Die muss man nochmal nachweisen und dann bekommt man erst die Fördersumme.

Einige Angels sagen, dass der BAFA-Zuschuss keine große Rolle spielt, weil sie schon andere Beratungsleistungen oder andere geschäftliche Beziehungen zu dem Startup haben. Das führt zu Geldflüssen zwischen dem Startup und dem Investor. Das ist gar nicht so selten, weil viele Angels ihre eigenen Beratungs-, IT-Dienstleistungen oder andere Leistungen gerne über das Startup hebeln wollen. In diesen Fällen kann man den BAFA-Zuschuss nicht bekommen.“

Business Angel Jana Moser
darüber, warum eine Bewertung von Startups problematisch ist
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jana Moser: „Ich glaube, das Thema Startup-Bewertung ist eines der schwierigsten Themen in der Startup-Branche und bei den Investoren. Ich bin selbst erst seit 3-4 Jahren Business Angel und ich habe mich am Anfang versucht, mit dem Thema zu beschäftigen, bin aber auch eher gescheitert.

Ich beschäftige mich damit wie folgt: Ich schaue mir das Geschäftsmodell erst mal an und schaue, was denn generell im Umsatz pro Jahr in einem Unternehmen möglich ist, mit dem Set-up, was sich das Startup vorgestellt hat. Um dann weiter zu überlegen, mit welchen Aufwänden und wie kompliziert ist es da, eine Skalierung hinzubekommen. Wie viel Manpower muss ich da reinstecken, damit ich auch zu höheren Beträgen komme.

Da setze ich dann mit der Bewertung an und überlege, wie viel das Unternehmen im Jahr an Umsatz erbringen kann. Was ist in den nächsten Jahren auch an Skalierung möglich, usw.. Die Millionen- und Milliarden-Bewertung, die man klassisch aus dem Fernsehen kennt, damit hat ein Business Angel in der Pre-Seed- oder Seed-Runde nichts zu tun.

Dementsprechend sollte man sich auch hier nicht von Startups blenden lassen, die sagen, dass sie 2-3 Millionen in der Pre-Seed- oder Seed-Runde Wert sind.“

Business Angel Robert Sünderhauf
über Startups, die vor allem mit einem besseren Design punkten wollen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Robert Sünderhauf: „So pauschal ist das schwer zu sagen. Wenn man als Gründer etwas komplett Neues macht, was es noch gar nicht gibt – dieser sogenannte ‚Blue Ocean‘. Dann gehst du in einen Markt, den du neu entwickelst. Da muss man realistischerweise sagen, dass von diesen Sachen total viele scheitern, weil es oft einen Grund gibt, warum es diese Lösung noch nicht gibt. Vielleicht braucht das auch einfach niemand.

Damit kann man auch immer mal Glück haben und so etwas wird sehr groß, aber das ist ein dickes Brett.

Gleichzeitig tragen nur so kleine inkrementelle Verbesserungen nicht weit genug, zum Beispiel wenn man das gleiche Produkt hat und nur das Marketing ein bisschen raffinierter macht. Man muss ja überlegen, wie der Markt in zwei Jahren aussieht – nicht heute – wenn ich das Produkt wirklich habe und ein Team aufgebaut ist. Wenn man dann mit etwas kommt, das sich relativ schnell kopieren lässt, dann wird das vermutlich nicht reichen, um sich gegen die Incumbents, also die bestehenden Player im Markt, durchsetzen zu können.

Als Angel Investor fühlt man sich wahrscheinlich am wohlsten irgendwo dazwischen – also mit einer relevanten Innovation, aber auch einem sichtbaren Markt mit echter Nachfrage.“

Business Angel Jana Moser
über die Zusammenarbeit mit anderen Business Angels
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jana Moser: „Ich habe selber nie bewusst mit anderen Business Angels investiert. In der Pre-Seed und Seed-Phase, in der ich investiere, sind auch schon andere Angels mit an Board gewesen oder haben sich parallel dazu entschieden, auch zu investieren. Das bedeutet, dass man schon enger mit den Angels zusammenarbeitet und sind in entsprechenden Calls trifft. Da kann man sich mit den Startups unterhalten, aber auch mal nur im Investorenkreis reden.

Der Vorteil ist, dass man mit unterschiedlichen Personen und verschiedenen Erfahrungen zusammen an einem Startup arbeitet und sich ergänzen kann. Außerdem ist es wichtig, sich die entsprechenden Investoren anzuschauen. Also nicht blind darauf trauen, wenn schon andere Investoren zugesagt haben. Sondern wirklich vor dem Investment auch mal bei den anderen Investoren anrufen und fragen, was die Ziele und Erfahrungen sind. Was ist im Fokus des anderen Investors? Sind sie intrinsisch motiviert und wollen dem Startup wirklich helfen oder geht es eher darum, möglichst viel aus dem Startup herauszuholen?

Es gibt noch weitere Varianten, die ich noch nicht gemacht habe. Zum Beispiel das Pooling, wo man sich dann auch aktiv mit anderen zusammenschließt und dann auch wie so eine Art Sprecher hat, um dann ein Investment zusammen zu haben und das Geld zusammen wirft. Das hat den Vorteil, dass der Cap Table, die Beteiligungsliste bei dem Startup nachher nicht so lang ist. Allerdings muss man sich in dem Fall auch aktiv selber darum bemühen, wenn man sich bei einem Startup inhaltlich beteiligen möchte. Es ist nicht automatisch so, dass man regelmäßigen Kontakt zum Startup hat.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Zusammenarbeit mit anderen Business Angels ist zu schauen, wie risikoaffin die jeweiligen Personen sind. Das heißt, welche entsprechenden Herangehensweisen haben sie auch in der Zusammenarbeit mit Startups.“

Business Angel Katja Ruhnke
über den Gender Bias
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Katja Ruhnke: „Wir haben einfach diesen Unconscious Bias oft in uns Menschen drin. Deshalb investieren Männer gerne in Männer, weil sie sich da selber gut sehen. Wenn ich selber ein erfolgreicher Mann bin und der Gründer dann auch noch so ähnlich aussieht wie ich vielleicht vor 20 Jahren, dann traue ich es dem eher zu. Deshalb ist es dann von Mann zu Frau immer ein bisschen unterschiedlich. Ein Mann sieht sich da vielleicht nicht so schnell als Investor.

Also der Gender Bias ist leider da, ich finde, dass er bei den Angels abnimmt. Also da ändert sich zum Glück auch was bei den Männern. Nichtsdestotrotz brauchen wir für viele Gründerinnen noch mehr Frauen als Investorinnen, damit auch mehr Frauen Kapital bekommen. Das Leck zwischen dem Kapital, was Männer bekommen und dem, was Frauen bekommen, ist immer noch gigantisch groß. Das Verhältnis ist immer noch von 99 % auf 1 %, das sind ja eigentlich unfassbare Zahlen. Deshalb ist es wichtig, dass wir mehr Investorinnen haben, damit Gründerinnen mehr Kapital bekommen und die Gründerinnen größere Chancen mit ihren Produkten haben. Es gibt halt auch Produkte, wo ein Mann vielleicht nicht sofort andockt. Gerade im FemTech Bereich, der einem Mann vielleicht sehr fremd ist.

Wir investieren tatsächlich auch nicht in Frauenprodukte oder Mode, obwohl es als Investorin vielleicht naheliegend wäre. Einfach aus dem Grund, weil es mich nicht interessiert. Wir haben oft auch sehr männlich geprägte Themen im Portfolio. Mir macht es großen Spaß, mich in den Themen als Frau zu bewegen, weil ich da natürlich auch was lerne. Ich bin neugierig und es handelt sich vielleicht um eine Welt, die mir noch nicht so erschlossen ist. Das ist ja von Person zu Person unterschiedlich. Jeder muss seinen Investmentfokus finden und ich würde mir gerne wünschen, dass mehr Frauen Kapital bekommen. Damit an sich auch die Startup-Vielfalt noch größer wird. Es gibt wahnsinnig viel Potenzial in diesen klassischen Frauenprodukten, die noch nicht so angeschaut wurden. Es wäre einfach toll, wenn es da noch eine größere Vielfalt gibt.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über die Geschlechterrolle bei Investitionen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Stephan Jacquemot: „Für mich ist es nicht wichtig, auf das Geschlecht zu achten. Ich komme aus der Blickrichtung: Produkt und Markt: Also ist das ein attraktiver Markt und bietet das Produkt eine attraktive Lösung für das Problem, welches am Markt ist. Die andere Sichtweise, aus der ich komme, ist auch geschlechtsunabhängig. Ist das Skillset vorhanden, ein Startup zu gründen und dieses Produkt am Markt zu platzieren. Deshalb, wenn eine Person, ob männlich oder weiblich, in dem Bereich Experte oder Expertin ist und zum Beispiel sagt: “Ich habe 150 Jahre Berufserfahrung in der Solarenergie”. Dann ist mir das Geschlecht der Person egal, weil die Erfahrung im Solarmarkt zählt und zu dem Geschäftsmodell der Gründer:in passen muss.

Wenn ich das Gefühl habe, dass die Person in der Lage ist, Talente für ihr Geschäftsmodell zu attrahieren und eine gute Managerperson ist, dann ist mir das Geschlecht auch egal. Ich muss erkennen können, dass diese Person Menschen führen und für das Startup Personen attrahieren kann. Sicherlich muss man bei der Auswahl ein bisschen drauf achten, aber wenn ich mich jetzt selbst überprüfen würde, ob ich mir ein Geschäftsmodell anders anschaue, ob sie mir von einem Mann oder einer Frau geschickt wurde, dann würde ich dies verneinen. Mir ist es einfach egal, ich schaue da wirklich nicht drauf. Aber genau das ist halt der Bias.

Die Kollegin, die das bei uns im letzten Jahr mit gemacht hat, war mit uns und unserer Arbeit sehr zufrieden. Sie hat die ein oder andere Bemerkung gemacht, weil wir an manchen Stellen rumgewitzelt haben, aber nichts war von uns oder von ihr ernst gemeint.“

Personalisierter Startup Dealflow FÜR DICH

Sei jetzt dabei!