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Ingo Weber darüber, warum Business Angels mit einer eigenen Beteiligungsgesellschaft investieren?

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darüber, warum Business Angels mit einer eigenen Beteiligungsgesellschaft investieren?

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Ingo Weber: „Ich glaube, es gibt zwei Gründe einer eigenen Beteiligungsgesellschaft. Wahrscheinlich gibt es noch zehn andere, aber zwei, die mir spontan einfallen. Das eine ist eher ein psychologisches Thema. Es sieht professioneller aus und es klingt einfach besser.

Das zweite ist ein relativ banales Thema, nämlich die Verlustverrechnung ist in einer Beteiligungsgesellschaft einfacher. Und lets face it, die meisten Angels werden auch Verluste machen und da tut man sich in einer Beteiligungsgesellschaft leichter. Ich glaube, das sind so die beiden Hauptgründe für eine Beteiligungsgesellschaft.“

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Dr. Patrick Müller
über Anti-Dilution-Protection (Verwässerungsschutz)
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Dr. Patrick Müller: „Ganz allgemein kann man sagen, dass es im Kapitalgesellschaftsrecht das Prinzip des Verwässerungsschutzes gibt. Was ist damit gemeint?

Founder gründen ein Unternehmen und benötigen für den weiteren Aufbau des Startups Investitionen. Mit zunehmender Anzahl an Investoren werden auch eine zunehmende Anzahl an Shares abgegeben. Das heißt, dass die Beteiligung immer mehr verwässert.

Zum Beispiel startet ein Founder mit 100 % und mit zunehmender Anzahl an Finanzierungsrunden, verwässert die Struktur immer mehr. Der Cap Table wird immer größer und komplexer. Da stellt sich die Frage, was man dagegen eigentlich tun kann?

Da gibt es zwei Varianten: das Bezugsrecht und die Downround Protection.

Bezugsrecht:
Wenn zwei Founder jeweils 50 % an einer GmbH halten und 2-3 Investoren aufnehmen und danach noch mal eine Finanzierungsrunde durchgeführt wird, haben die Bestandsinvestoren erst mal ein Bezugsrecht. Sie haben gesetzlich das Recht, zumindest in der Höhe nachfinanzieren, dass die bisherige Beteiligungsquote nach Cap Table aufrechterhalten bleibt.

Das Problem hier ist, dass nach dem Pay to Play Prinzip auch die Leistungen mit einhergehen müssen. Sprich, man muss dann auch die Zahlung für die Kapitalrücklagen und das Aufgeld einer Kapitalerhöhung tätigen.
Aus dem Grund sehen eigentlich alle Beteiligungsverträge vor, dass das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, weil sonst einzelne Gesellschafter das Wachstum und die Aufnahme weiterer Finanzierungen verhindern. Deswegen ist das Bezugsrecht auch nur ein bedingter Schutz, der eigentlich immer ausgehebelt wird.

Downround Protection:
Da wird durch verschiedene Klauseln sichergestellt, dass die Bestandsinvestoren bei einer Downround nicht das Nachsehen haben und zu dem Nominalwert Anteile zugewiesen bekommen, um einen Verwässerungsschutz zu bieten.“

Business Angel Xavier Sarras
über die Gründe des Scheiterns
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Xavier Sarras: „Klassiker: Team und Timing. Also wenn sich das Team nicht richtig findet und nicht richtig zusammenarbeiten. Wenn die Gründer:innen auch nicht an sich arbeiten, wenn sie nicht bereit sind, sich persönlich zu entwickeln. Persönliches Wachstum ist auch ein wichtiges Thema bei dem Team. Es gehört einfach dazu. Es ist auch nicht immer ratsam mit seinen besten Freunden ein Startup zu gründen. Es kann ganz schön in die Hose gehen und es kann auch eine falsche Konstellation für die Aufgabe sein.

Es gibt ja dieses neumodische Wort: Pivot. Oftmals verändert sich das Geschäftsmodell, um den perfekten Product-Market-Fit zu erhalten. Also wirklich das richtige Produkt auf den Markt zu bringen, welches auch vom Markt akzeptiert wird. In diesen Wandlungen kann es natürlich auch zu strukturellen Änderungen kommen, die es auch braucht. Wenn das Team diese Situationen nicht hinbekommt und man das Team auch nicht so umbauen kann, dass es zu meistern ist, dann scheitert es. Das Team ist der kritischste Punkt.

Das Timing ist natürlich auch wichtig. Man kann zu früh sein, also vor dem Markt. Man kann zu spät sein, also dem Markt hinterherrennen und es sind schon mehrere Player da. Der dritte Punkt ist leider auch das Funding. Also wie viel Geld ein Startup aufnehmen kann. Manche Märkte sind verrückt geworden, schaut man sich so die Delivery-Märkte an. Gorillas ist ja zum Beispiel innerhalb von einem Jahr auf eine Milliarde Bewertung gekommen. Wenn da schon mehrere Hundert Millionen investiert sind, dann hast du da als Startup keine Chance, diesem Markt hinterherzurennen.

Funding ist ein riesiges Thema geworden, deshalb auch Momentum. Ich rate Gründer:innen dazu, liebe mehr Geld im Moment aufzunehmen, weil das eben Abstand schaffen kann. Also auch eine Eintrittshürde für andere Startups, die in den Markt wollen. Oder es kann auch für das Startup der Scheitergrund sein, weil du dann doch plötzlich mehr ausgeben muss, die Burning Rate hochgeht und deine Runway kleiner wird und du dann einfach insolvent gehst, weil du kein Cash mehr hast.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über über die zwei Dinge, die für ihn am Angel Investing nicht so schön sind
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Matthias Helfrich: „Da habe ich sofort die perfekte Antwort drauf: Für mich ist das Schlimmste am Angel Investing, dass ich nicht mehr investieren kann, weil ich eigenen Restriktionen unterliege. Das sind zum Beispiel Restriktionen im Sinne von Zeit. Ich habe 17 Beteiligungen, die ich ganz allein manage. Da kann mein eigener Anspruch an den Austausch mit den Gründerinnen und Gründern kaum mehr aufrechterhalten werden.

Das zweite sind die finanziellen Restriktionen. Wenn man dann auf die Idee kommt, noch ein Darlehen auf sein Haus aufzunehmen, um mehr Startup-Investments machen zu können, dann muss man doch unbedingt innehalten.

Das sind die zwei Dinge, die mich am Angel-Dasein nicht so glücklich machen.“

Business Angel Sylvia Tantzen
darüber, welche Maßnahmen ein Startup treffen kann, um ein gutes Costumer Success Management voranzutreiben
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Sylvia Tantzen: „Da gibt es diverse Maßnahmen, die vielleicht auch nicht immer zur richtigen Zeit funktionieren. Beispiele sind, mit den wichtigen Kunden, die einen nach vorne bringen, natürlich alle paar Monate ein Steuerungsmeeting zu machen. Also wirklich auch im besten Fall vor Ort, bei dem Kunden gemeinsam mit dem Kunden zu überlegen, was gut war und was verbessert werden kann.

Dann das Thema regelmäßige Webinare anzubieten. Was gibt es noch Neues in einem Produkt und was könnte für die Kunden relevant sein. Das sind wichtige Themen. Außerdem bin ich ein ganz großer Freund davon, letztendlich mit den Kunden essen zu gehen. Sei es mittags oder am Abend. Am besten holt man vor Ort auch andere Kunden dazu, um sich auszutauschen und auch die Kunden können sich untereinander austauschen.

Das sind Möglichkeiten. Ich habe damals auch eine Art Kundenbrief erstellt. Also wirklich auch so eine Art Zeitschrift verschickt und überlegt, was es Neues gibt. Da habe ich das Team vorgestellt und alles, was das Unternehmen auch menschlich macht. Damit man die Kunden letztendlich noch näher an seine Dienstleister bindet.

Was es zudem auch gibt, sind Roadshows, die man halten kann. So kann man mehrere Kunden gemeinsam zusammen holen und über ein gewissen Thema sprechen, um ein Thema nach vorne zu bringen. Vielleicht kann man dann auch Pilotkunden finden, die bei einem neuen Produkt dabei sind.

Oder jetzt auch eher im B2B-Bereich, wurde die Software bei der Firma, wo ich gearbeitet habe, im Kundencenter eingesetzt und die Agenten im Callcenter haben mit dieser Software gearbeitet. Was wirklich gut auf beiden Seiten ankam, war, dass die Entwickler vor Ort neben einem Agenten saßen und ein Tag über die Schulter geschaut haben. Da gab es so viele Erkenntnisse sowohl für die Agenten, als auch für die Entwickler. Das ist so ein sehr positives Beispiel.“

Business Angel Tina Dreimann
darüber, wie man sich in einer Krise als Investor verhalten sollte
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Tina Dreimann: „Was kann man in einer Krise als Investor machen? Aus meiner Sicht gibt es eine wichtige Verhaltensweise: Ruhig bleiben, mitdenken und immer dran denken, warum ich in dieses Thema und in das Team investiert habe. Deshalb in dem Moment nicht die heiße Kartoffel fallen lassen, sondern mit am Seil zu ziehen, um zu versuchen, das Team zu enablen.

Da habe ich auch einen Rat: Es gibt enablen, unterstützen und managen. Wir sollten als Angels nie in die Rolle kommen, dass wir das Team ersetzen müssen. Das heißt eher Hilfe zur Selbsthilfe als Top-down Management.“

Business Angel Wolrad Claudy
über Follow-on Runden
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Wolrad Claudy: „Es wird einem vom Gründerteam sehr oft signalisiert, dass dies die letzte Runde zum Break-even-Punkt ist und keine weiteren Finanzierungsrunden benötigt werden. Das ist sehr oft eine naive Denkweise, da nur sehr wenige ihre Finanzierungsrunden im Vorhinein durchgeplant haben. Das heißt, in welcher Größenordnung der nächste und übernächste Schritt erfolgt. Dann kann man es von Anfang an in seiner Investitionsentscheidung mit ins Kalkül ziehen. Wenn das nicht geplant ist, sollte man auf jeden Fall eine weitere Finanzierungsrunde als Investor mit einplanen, sodass man selbst Geld nachschießen kann, ohne zu stark verwässert zu werden.

In anderen Rechtsräumen wie in den USA gibt es einen stärkeren Verwässerungsschutz. Die einzige Möglichkeit in Deutschland sind die Term Sheets. Aber es besteht immer die Gefahr, dass die Term Sheets sich nach dem Einstieg neuer Investoren ändern und das zum Nachteil wird. Einen garantierten Schutz für Business Angels gibt es also nicht und deshalb sollte man sich den Finanzierungsplan der Gründer einfordern, sodass es hinterher keine Überraschungen gibt.“

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