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Ingo Weber über Spin-offs

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über Spin-offs

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Ingo Weber: „Ich sage mal bei Corporate Spin-offs ist es so, dass der Corporate, der den Spin-off macht, einfach einen viel zu hohen Equity stake im Vergleich zu dem Founder hat. Das heißt, der Founder muss ja in einer frühen Phase deutlich über 50 % haben, damit er bis zur Series A bei über 50 % bleiben. Das ist so eine Daumenregel. Das heißt, dass in einer frühen Phase bei einem Corporate Spin-off 10-30 % bei dem Corporate und der Rest bei den Foundern liegen sollte.

Bei einem Corporate Spin-off ist dann immer die Diskussion und Frage, warum machen die ein Corporate Spin-off und warum finanzieren sie es nicht selber? Wenn das Thema so genial ist, warum sucht man dann noch externe Investoren? Also warum finanziert man es nicht einfach selbst? Insbesondere, wenn es um relativ kleine Beträge geht.

Das klingt jetzt wieder despektierlich, aber so eine Viertelmillion oder halbe Million bekommt jetzt so ein Corporate auch hin. Warum holt man sich dann zusätzlich noch Angel Investoren rein? Das hat natürlich was mit dem Risiko zu tun, das verstehe ich total. Aber wenn man selbst nicht mehr ins Risiko gehen will, warum sollten es dann Business Angels machen?“

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Business Angel des Jahres 2021

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Proptech Business Angel

Kasia Zalewska Angel Impact Investor bei Ragnarson

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Angel Impact Investor

Business Angel Tina Dreimann
darüber, wie man eine zu große Einmischung von Angels vermeidet
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Tina Dreimann: „Bei unserem better ventures Business Angel Club haben wir ein Startup Onboarding. Da steht sogar Folgendes drin: “How to manage your Angels, so that they don´t manage you!”
Ich empfehle allen Teams eine Mischung aus einem klaren und regelmäßigen Reporting, idealerweise jeden Monat, um Transparenz zu schaffen. Und darüber hinaus wirklich noch einen direkten Draht zu den Investoren mit einer Sympathiebasis aufbauen.

Da empfehle ich auch Whatsapp, um wirklich sofort die Hilfe zu haben. Ich muss nicht einen Monat warten, um mir Unterstützung zu holen. Wenn ich zum Beispiel jetzt spontan eine Frage zu dem Recruiting habe, dann kann ich die Frage in den Angelkreis werfen und ihr werdet überrascht sein, was da noch an Potenzial und Netzwerk hinter den Angles schlummert. Da haben die Angels wirklich alle ihre Erfahrungen und Kontakte und teilen die gerne.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über das Schlimmste am Angel Investing
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Stephan Jacquemot: „Ich glaube, zwei Dinge sind als Business Angel schlimm bzw. belastend. Das eine sind Gründerteams, die sehr beratungsresistent sind. Also, wenn Gründer:innen eine Frage stellen, du gibst eine ehrliche Antwort, wo du dir auch wirklich Gedanken machst, weil du natürlich willst, dass die Firma erfolgreich ist. Und dann bügelt das Startup-Team es einfach so vom Tisch. Also nach dem Motto: “Ja, haben wir gehört, ist nichts!”.

Das kann sein, man muss ja auch nicht immer recht haben. Es ist auch ok, wenn Gründer:innen dann sagen, dass es nicht passt und ihre Antwort auch begründen. Wenn so was aber immer wieder vorkommt und man merkt, dass man mit seinem Rat eigentlich recht gehabt hat und die Gründer:innen einem dann immer noch nicht richtig zuhören. So was kann dann sehr frustrierend sein. So fahren die Gründer:innen mit Ansage gegen die Wand, weil sie glauben es besser zu wissen. Man meint es ja nicht böse, man meint es nicht von oben herab, sondern man spricht auf Augenhöhe mit den Gründer:innen. Beratungsresistente Gründer:innen sind schon sehr frustrierend.

Das zweite ist die administrative Arbeit. Also man muss die ganzen Verträge durchlesen, Shareholder Agreements, Notartermine beachten, ein gewissen juristisches Wissen haben, um die ganzen Dokumente zu verstehen. Dann Dinge auch nachzuverhandeln, auch ein bisschen zu schauen, ob irgendwo etwas ein bisschen eingeschmuggelt worden ist. Die ganzen Jahresabschlüsse verstehen, die ganze administrative Arbeit sollte man nicht vergessen. Dies mache ich jetzt nicht mit großer Leidenschaft.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
über die Relevanz der "richtigen" Business Angels für die Startups
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Olaf Stichtenoth: „Es ist ganz entscheidend, mit welchen Angels man zusammen an Bord ist. Ich habe einen Fall gehabt, wo ich als erster Business Angel an Bord war, und später ist ein anderer Angel aus einem Corporate Hintergrund dazugekommen. Der hat sehr viele Reportings verlangt und die allgemeine Herangehensweise war eine andere als meine und der Gründer.

Der hat versucht, Einfluss auf die Kapitalstruktur im Unternehmen zu nehmen und in dem Fall war es relativ leicht, an unverbürgtes Fremdkapital zu kommen und da war der Angel aus dem Corporate Bereich relativ lange dagegen. In einem Startup ist die Fremdkapitalquote eigentlich nicht so wichtig. Natürlich muss der Kredit von der Unternehmensbewertung abgezogen werden, weil es ein negativer Wert ist, aber er wird eben nur einmal abgezogen.

Wenn ich aber durch einen Kredit einen Faktor von 2 oder 3 erzielen kann, dann hat der Kredit im Endeffekt kaum einen Effekt. Die Wertsteigerung durch so einen Kredit ist dann sehr wertvoll. Das ist auch noch so ein Punkt, Eigenkapital ist relativ teuer und Fremdkapital ist auch bei einem Zinssatz von 12 % noch relativ günstig. Solche Möglichkeiten sollte man halt mitnehmen.

Ich kann als Business Angel nicht strukturiert weitere Angels aussuchen, kann aber den Gründern dabei helfen, bei späteren Angels einen Due Diligence Check zu machen. Zum Beispiel die weiteren Startups in dem Portfolio anschauen und dann können die Gründer mit den anderen Gründern des Angels sprechen.

Außerdem kann man als Gründer auch gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen und zum Beispiel kleinere Investoren zusammen poolen. Sodass ein Pool-Führer bestimmt wird und das verhindert, dass die Gründer Diskussionen mit kleinen Angels führen müssen. Diese Zeit, die dabei verloren geht, ist relevant.

Auf der anderen Seite sollten die Gründer auch die Angels nutzen. Die machen Türen auf und die haben unternehmerische Erfahrung. Diese Vorteile sollte man nutzen und es kann auch mal gut sein, einen kritischen Sparringspartner zu haben.

ABER: Angels die zu viel diskutieren wollen, weil sie vielleicht auch mehr Zeit haben, sind nicht sehr hilfreich. Da müssen sich die Gründer auch irgendwo schützen und auch als Angel macht es Sinn, die Gründer in der Richtung zu beraten. Da ist Pooling eine sehr gute Methode, um kleinere Investoren mit reinzuholen. Außerdem wie gesagt eine Due Diligence aufseiten der Business Angels zu machen. Noch wichtiger wird es, wenn man Venture Capital Fonds mit reinholt.“

Business Angel Dr. Gesa Miczaika
darüber, worauf sie bei Beteiligungsverträgen achtet
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Dr. Gesa Miczaika: „Für mich ist einer der wichtigsten Punkte der Cap-Table. Man muss schauen, dass die Gründer:innen noch ausreichend Anteile am Unternehmen haben. Das auch kein Dead-Equity vorhanden ist, also zum Beispiel ehemalige Gründer:innen noch große Anteile am Unternehmen halten. Die Gründer:innen, die die ganze Arbeit machen müssen einfach incentiviert sein. Das ist so eines meiner Hauptthemen, wenn man in Richtung Vertragsschluss geht. Dann natürlich auch die Verträge selber.

Für uns als VC-Fond würde es zum Beispiel nicht ausreichen, wenn der Exit bei 2x passieren würde. Sprich, da würde ich auch in die Verträge schauen, dass ein Exit erst nach einem bestimmten Wert möglich ist. Da gibt es sehr viele Komponente in den Verträgen, die man sich anschauen sollte. Auch Gründer Vesting ist zum Beispiel ein relevanter Punkt. Man sollte da auf jeden Fall ein Gefühl für Verträge bekommen. Ein Tipp an alle: Es gibt die Datenbank an Standardverträge von GESSI. Das ist eigentlich ein ganz guter Ort, um ein Gefühl für Standardverträge zu bekommen. Wie weit weicht ein Vertrag von Gründer:innen von einem Standardvertrag ab.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über über die zwei Dinge, die für ihn am Angel Investing nicht so schön sind
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Matthias Helfrich: „Da habe ich sofort die perfekte Antwort drauf: Für mich ist das Schlimmste am Angel Investing, dass ich nicht mehr investieren kann, weil ich eigenen Restriktionen unterliege. Das sind zum Beispiel Restriktionen im Sinne von Zeit. Ich habe 17 Beteiligungen, die ich ganz allein manage. Da kann mein eigener Anspruch an den Austausch mit den Gründerinnen und Gründern kaum mehr aufrechterhalten werden.

Das zweite sind die finanziellen Restriktionen. Wenn man dann auf die Idee kommt, noch ein Darlehen auf sein Haus aufzunehmen, um mehr Startup-Investments machen zu können, dann muss man doch unbedingt innehalten.

Das sind die zwei Dinge, die mich am Angel-Dasein nicht so glücklich machen.“

Business Angel Gwendolyn Schröter
darüber, welche Risiken Gründer bergen, die immer noch fest in einem anderen Unternehmen angestellt sind
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Gwendolyn Schröter: „Da gibt es eine ganz klare Antwort. Das ist echt schwierig und ich kann es natürlich verstehen, dass es so ist. Die Gründer und Gründerinnen, mit denen man es als Business Angel zu tun hat, sind noch relativ jung dabei. Sie kommen aus den verschiedensten Hintergründen und müssen sich in irgendeiner Form finanzieren.

Es ist ein großer Vorteil, wenn Gründer:innen diesen Druck nicht haben, aber gerade wenn man im Pre-Seed unterwegs ist, dann ist das häufig der Fall. Nichtsdestotrotz, in dem Moment, wo ich in Finanzierungsrunden nach Investoren suche, tue ich es ja auch, um das Unternehmen auf solidere Beine zu stellen. Da sucht man ja auch nach Geld, um sich selbst zu finanzieren.

Deshalb sollte spätestens, wenn das Investment eingegangen ist, der Zeitpunkt sein, wo sich die Gründer:innen 100 % dem Startup widmen. Das hat unterschiedliche Gründe. Zum einen baut man da eine ganz andere Geschwindigkeit auf und in dem Moment, wo ich die alte Tür verlasse und die neue Tür erfolgreich betrete, da bin ich nochmal ganz anders motiviert, als wenn ich noch nebenher andere berufliche Verpflichtungen habe. Das klingt zwar auch hart, aber wenn ich ein Unternehmen gründe, dann brenne ich dafür und ich tue alles dafür, dass ich mich zu 100 % auf dieses Thema stürzen kann.“

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