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Insa Horsch über das Einbringen in Startups

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über das Einbringen in Startups

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Insa Horsch: „Wir investieren in einer sehr frühen Phase, weil das Thema Marke meistens noch gar nicht richtig perfekt ist. Dann setze ich schon mindestens zwei Tage in der Woche an. Dieses Thema ist meistens in den ersten 1-2 Monaten erledigt.

Danach kommen andere Themen wie zum Beispiel Operations, Produktion und Logistik dran. In den Bereichen kann ich mit Kontakten und meinem Netzwerk helfen, aber mich nicht konkret einbringen.

In dieser Phase bin ich als Person an der Seite der Gründer:innen für Coachings und Feedback da. Ich schreibe aber nicht das Positioning für das Startup, dafür sind die Gründer:innen zuständig.

Business Angels sollen für Startups da sein, aber nicht nerven und sich zu viel einbringen. Das Motto lautet: Lieber beraten als selber machen.
Der Zeitaufwand ist auch entscheidend, weil man natürlich auch für andere Startups im Portfolio Zeit finden muss.“

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Business Angel Beate Fastrich
über die besten Quellen für Investments in Startups
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Beate Fastrich: „Ich würde sagen, die besten Investments kommen vor allem aus dem Netzwerk. Ich habe auch viel Dealflow von LinkedIn und von Veranstaltungen. Dabei gibt es aber eine höhere Ausschussquote zwischen dem, was hereinkommt und dem, was man sich wirklich anschaut.

Wenn ich aber von anderen Business Angels oder Bekannten eine Empfehlung bekomme, mit denen ich möglicherweise sogar schon einmal eine Investition getätigt habe und die ich schon besser kenne, dann schaue ich mir diese gern genauer an. Das ist auch meistens eine qualitativ bessere Empfehlung.

Sehr gut sind da natürlich auch private Investoren-Netzwerke. Wenn man da einen oder zwei angehört, ist das sehr hilfreich. Oft gibt es da auch andere Business Angels, die Know-How abdecken, das man selbst nicht mitbringt.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
darüber, wie er mit Milestones arbeitet
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Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Also persönlich arbeite ich fast immer mit Milestones, weil die für eine Bewertung des Unternehmens eine große Rolle spielen. Wann komme ich an den Markt? Wie viel Umsatz kann ich generieren? Kann ich überhaupt Umsatz generieren? Wo kann ich den Umsatz generieren? Mit wem kann ich den Umsatz generieren? Was sind meine Marketingkosten? Bestimmte Ziele, die erreicht werden müssen, um voranzukommen. Das ist alles sehr wichtig und dies spielt für die Bewertung eines Unternehmens vielmehr eine Rolle als das, was sich Gründer:innen am Anfang vorstellen.

Die Investitionsentscheidung hängt schon ein bisschen von den Milestones ab. Natürlich hängt es auch ein bisschen davon ab, was das Unternehmen braucht und was die Businesspläne vorsehen. Ich finde aber, dass so eine Beziehung zwischen Gründer:innen und Angels auch atmen können muss. Das heißt, es muss sich irgendwie in alle Richtungen bewegen und es ist wie in einer Partnerschaft, da kann man nicht einfach sagen: “Hier sind 100.000 Euro und ich bekomme 20 %”. Nach 6 Monaten kann nichts passieren, oder es kann irre viel passieren ohne dass ein Business Angel was dafür getan hat.

Das ist ja auch immer wichtig, wer bringt eigentlich was? Der Business Angel ist ja häufig auch so eine Art Coach. Häufig hat er auch ein Netzwerk und kann hier und da ein bisschen helfen. Wenn es aber dazu führt, dass die Gründer:innen nur so ein bisschen arbeiten und der Business Angel nicht nur das Geld gibt, sondern alle wichtigen Türen auf macht, dann müssen die Gründer:innen auch akzeptieren, dass der Angel ein bisschen mehr getan hat, als vielleicht die Gründer:innen selbst. Andersrum kann es aber auch sein, dass der Angel nur ein bisschen Geld gibt und sonst gar nichts macht und die Unternehmer unfassbar gut performen. Dann kann man auch sagen, dass die ein bisschen mehr Anteile haben müssen.“

Business Angel Joakim Nägele
darüber, warum Startups trotz guter Lösung scheitern
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Joakim Nägele: „Das passiert aus externen wie auch aus internen Gründen. Externe Gründe können zum Beispiel sein, dass für die Idee neue Wettbewerber auf den Plan treten oder sich Märkte nicht so entwickeln, wie vorhergesagt wird.

Aber es gibt auch immer eine ganze Reihe von möglichen internen Gründen. Das kann sein, dass die Gründer nicht fähig sind, gute Operations umzusetzen. Das können auch Streitigkeiten und Konflikte zwischen den Gesellschaftern sein. Und es sind auch ein paar Blender im Markt, da muss man als Business Angel vorsichtig sein.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
über Portfolio Management
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Dr. Rahel Stichtenoth: „Ja, was ist Portfolio Management?

Worum geht es dabei? Mein Portfolio besteht aus den Startups, in die ich investiere. Worauf achte ich da? Ich will natürlich mein Risiko minimieren, das ist klar. Viele Startups schaffen es nicht, was man am Anfang gar nicht denken möchte. Wenn man die ganze Sache intellektuell angeht, weiß man das. Das heißt, ich versuche mein Risiko irgendwie zu minimieren. Ich investiere nicht in lauter ähnliche Startups, die sich alle in der gleichen Phase befinden. Dann hätte ich ein starkes Klumpenrisiko.

Es ist gerade am Anfang aber sehr schwierig bis unmöglich ein gutes Risikomanagement zu betreiben. Um statistisch ein valides Risikomanagement zu betreiben, da brauche ich eine große Anzahl an Investments. Da kenne ich niemanden, der da überhaupt in der Lage dazu ist. Und dann muss ich unglaublich viel Geld am Anfang in die Hand nehmen. Selbst dann hätte ich ein Problem, weil ich dann nur zu einem Zeitpunkt investiert hätte und alle Startups in einer ähnlichen Phase wären. Am Anfang ist das Risiko sehr hoch und dann nimmt es mit der Zeit ab. Wenn schon drei Finanzierungsrunden stattgefunden haben, dann wird das Risiko geringer. Da muss ich mich aber langsam herantasten und das ist einfach schwierig und man muss es langsam aufbauen.

Gut ist natürlich, wenn man nach einer Zeit eine gewisse Anzahl an Startups im Portfolio hat, die sich in unterschiedlichen Phasen befinden. Das merkt man auch daran, wenn man einen Business Angel in der Runde hat, der sein erstes Investment macht, das ist oft für alle Beteiligten ein bisschen anstrengend, weil das verständlicherweise für ihn klappen muss, weil sonst ist das Geld, was er dafür zur Verfügung gestellt hat erstmal weg. Wenn ich 10 Startups im Portfolio habe und eins fällt weg, dann kann ich es verkraften. Die sind oft bei kleineren Problemen sehr nervös und das ist schwierig und nicht zielführend.“

Business Angel Tina Dreimann
über die Relevanz des Angel-Netzwerks
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Tina Dreimann: „Das Netzwerk bestimmt, worein ich investieren kann und weil das Netzwerk so wichtig ist, um Investments zu tätigen, haben wir mit better ventures einen eigenen Impact Angel Club aufgebaut. Dort sind wertegetriebenen und ähnlich denkenden Menschen vertreten. Da haben wir uns zusammengeschlossen. Das haben wir wegen der Geschwindigkeit gemacht, gerade wenn man sich das Thema Klima und Biodiversität anschaut.

Da müssen wir einfach schnell sein und wenn wir einzeln arbeiten würden, dann würden wir die Gründerteams eher ausbremsen. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir bessere Entscheidungen treffen, schnellere Entscheidungen treffen und sind dadurch auch gründerfreundlicher. Das kommt natürlich sehr gut bei den Teams an.“

Business Angel Alf Arnold
über die Vorteile einer guten Beziehung zu anderen Business Angels
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Alf Arnold: „Entweder kenne ich die anderen Business Angels schon, oder man hat gleiche Interessen an einem Gründer:innenteam. Es ist immer eine dankbare Möglichkeit Sparringspartner zu haben, die mit dem gleichen Interesse auf ein Problem schauen. Idealerweise kommt somit ein sehr viel höherer Erkenntnisgewinn als alleine zustande. Das ist eine sehr wertvolle Ergänzung in der Entscheidungsfindung.“

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