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Jana Moser über die Zusammenarbeit mit anderen Business Angels

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Jana Moser: „Ich habe selber nie bewusst mit anderen Business Angels investiert. In der Pre-Seed und Seed-Phase, in der ich investiere, sind auch schon andere Angels mit an Board gewesen oder haben sich parallel dazu entschieden, auch zu investieren. Das bedeutet, dass man schon enger mit den Angels zusammenarbeitet und sind in entsprechenden Calls trifft. Da kann man sich mit den Startups unterhalten, aber auch mal nur im Investorenkreis reden.

Der Vorteil ist, dass man mit unterschiedlichen Personen und verschiedenen Erfahrungen zusammen an einem Startup arbeitet und sich ergänzen kann. Außerdem ist es wichtig, sich die entsprechenden Investoren anzuschauen. Also nicht blind darauf trauen, wenn schon andere Investoren zugesagt haben. Sondern wirklich vor dem Investment auch mal bei den anderen Investoren anrufen und fragen, was die Ziele und Erfahrungen sind. Was ist im Fokus des anderen Investors? Sind sie intrinsisch motiviert und wollen dem Startup wirklich helfen oder geht es eher darum, möglichst viel aus dem Startup herauszuholen?

Es gibt noch weitere Varianten, die ich noch nicht gemacht habe. Zum Beispiel das Pooling, wo man sich dann auch aktiv mit anderen zusammenschließt und dann auch wie so eine Art Sprecher hat, um dann ein Investment zusammen zu haben und das Geld zusammen wirft. Das hat den Vorteil, dass der Cap Table, die Beteiligungsliste bei dem Startup nachher nicht so lang ist. Allerdings muss man sich in dem Fall auch aktiv selber darum bemühen, wenn man sich bei einem Startup inhaltlich beteiligen möchte. Es ist nicht automatisch so, dass man regelmäßigen Kontakt zum Startup hat.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Zusammenarbeit mit anderen Business Angels ist zu schauen, wie risikoaffin die jeweiligen Personen sind. Das heißt, welche entsprechenden Herangehensweisen haben sie auch in der Zusammenarbeit mit Startups.“

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Business Angel Rahel Stichtenoth
darüber, was ihr im Erstgespräch mit Gründern wichtig ist
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Dr. Rahel Stichtenoth: „Für mich als Business Angel ist mir im Erstgespräch wichtig, dass ich einen Eindruck von euch als Gründer bekomme. Da sind mir folgende Dinge wichtig:

1. Wie seid ihr auf eure Ideen gekommen?
2. Warum habt ihr gegründet?
3. Was wollt ihr mit eurem Startup erreichen?

Dabei ist wichtig, dass ich authentisch rüberkommt und ehrlich seid. Überall gibt es Probleme und die kann man auch mal adressieren. Ich mag es persönlich nicht, wenn alles wunderbar ist und mir sonstige Pläne an den Himmel gemalt werden, die ich den Gründern aber nicht abnehme.

Noch eine Ergänzung für das zweite Gespräch. Also wenn irgendetwas im zweiten Gespräch aufkommt, was nicht mit dem ersten Gespräch übereinstimmt.

Ich finde, wenn ihr für eure Idee brennt, dann könnt ihr es so rüberbringen und euch relativ entspannt darüber unterhalten und möglichst authentisch sein.“

Business Angel Robert Sünderhauf
darüber, warum sich Startup Teams oft über die Zeit verändern
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Robert Sünderhauf: „Ich muss sagen, ich habe es tatsächlich erst einmal erlebt, daher ist es vielleicht nicht repräsentativ. Wenn man sich andere Teams anschaut, dann sind das zum einen unterschiedliche Erwartungen, die man an das ganze Projekt Startup gestellt hat. Zum Anderen ist es vielleicht auch eine unterschiedliche Bereitschaft, Einsatz zu zeigen, besonders am Anfang.

Später, also nach so 3-5 Jahren kann es auch einfach sein, dass ein Gründer sagt ‚Das war eine tolle Zeit, aber ich möchte gern etwas anderes machen.‘ Dessen Leben tritt dann vielleicht auch in eine andere Phase ein, weil er eine Familie gründen möchte. Das ist meiner Meinung nach unproblematischer, weil man dann einen geordneten Übergabeprozess machen kann.

Das Hauptproblem sind vermutlich unterschiedliche Erwartungshaltungen ganz am Anfang. Und das ist umso problematischer, je größer das Team ist. Ich glaube, ein Gründer allein ist nicht ideal – vier oder fünf sind es aber auch nicht, weil man die fast nicht mehr unter einen Hut bekommt. Das Optimum sind wahrscheinlich zwei oder drei.“

Business Angel Benjamin Minack
darüber, warum eCommerce Unternehmen häufig eine große Investitionssumme benötigen
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Benjamin Minack: „eCommerce Startups können ja ganz verschiedene Finanzierungsmodelle wählen in ihrer Struktur (wie jedes Handelsunternehmen). Die spannende Frage bei der Betrachtung eines solchen Geschäftsmodells ist ja, ob wir uns vorstellen können, dass es für das Thema des Startups, in Europa oder vielleicht auch weltweit einen hinreichend großen Markt dafür gibt.

Wenn der Markt hinreichend groß ist und das Team über die Kompetenzen verfügt, dann wird es auch möglich sein, auf absehbare Zeit den Eigenkapitalbestandteil der Finanzierung über Angels auch Fremdkapitalanteile über andere Finazierungsformate zu wählen.

Dann ist es durchaus ok, in so ein Startup zu investieren. Also wenn der Finanzierungsmix stimmen kann. Das ist eine stark betriebswirtschaftlich geprägte Betrachtungsweise, wenn die Idee als solche erst mal überzeugen kann. Mit der Idee meine ich Markt und Produkt und der Fit der beiden Dinge.
Es gibt eCommerce Beteiligungen, die wir auch halten, die haben einen immens hohen Kapitalbedarf, weil der Aufbau von entsprechenden Lagerkapazitäten einfach sehr viel Geld bindet. Der Kapitalbedarf wächst, je schneller das Unternehmen wächst. Es ist ja nicht verwunderlich, so geht es ja allen Händlern so, egal, ob sie in der digitalen oder nur einen stationären Handel betreiben.

Es gibt Startups, die können wegen ihres Geschäftsmodells weniger kapitalintensiv arbeiten, jedenfalls was die Investition in Warenbestand angeht. Da kann man sich dann eher darauf fokussieren, was die Organisation an Kapital benötigt und wie da die Verhältnisse aussehen. So was kann man wirklich nicht pauschalisieren. Aber natürlich, Warenhaltung kostet Geld, was in einem dienstleistungsorientierten oder softwareorientierten Startup vielleicht nicht notwendig sind. Dafür haben diese Startups andere Ausgabenschwerpunkte.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über die Ticketgröße
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Stephan Jacquemot: „Es gibt da eigentlich genau zwei Strategien, wie man als Angel in Startups investieren sollte. Entweder mit kleineren Beträgen in viele Startups, das nennt man auch immer Spray and Pray, also einfach weit verteilen und beten, dass etwas draus wird. Die Wissenschaft hat gezeigt, dass dies gar keine schlechte Taktik ist. Dann kann man auch sehen, welche der Startups performen und nur in diese Startups noch mal nachzulegen und weiter zu finanzieren.

Die andere Taktik ist, mit mehr Geld in weniger Startups und dafür ein höheres Sharholding zu haben. Dort kann man dann fokussiert arbeiten, weil jedes Startup macht Arbeit. Da investiert man dann eher in wenige Startups, aber man engagiert sich dort besonders stark.

Beide Taktiken können funktionieren. Ich sehe es in meinem Angel-Kollegenkreis eher, dass sie im Jahr ca. 4 bis 5 Deals machen und eine Summe zwischen 50.000 Euro bis 400.000 Euro investieren. Dann fokussieren sie sich wirklich auf diese 4 bis 5 Startups. Ganz selten sehe ich es, dass jemand 20 bis 30 Deals mit kleineren Beträgen im Jahr macht, kommt aber auch vor. Ich fokussiere mich mit meinem Investmentpartner auf wenige Startups mit hohen Beträgen, damit wir uns in den Startups auch wirklich engagieren können.“

Business Angel Gwendolyn Schröter
darüber, welche Vorteile es hat, wenn sich die Gründer in der Branche auskennen
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Gwendolyn Schröter: „In der Regel ist es ja so, dass es schön ist, wenn man auf ein neues Thema stößt. Das erlaubt einem anders zu denken und andere Lösungen zu finden. Man nennt es auch die Branchenblindheit, das kann natürlich bei Gründern auch so sein.

Tatsächlich ist es aber so, dass wenn man über die erste Ideenphase hinwegkommt und das Thema Traction kommt auf und es kommt darauf an PS auf die Straße zu bringen. Dann zeigt sich sehr schnell, wenn jemand überhaupt keine Erfahrung in dieser Branche hat. Da gibt es einfach bestimmte Gepflogenheiten und Probleme, die es für Branchenfremde schwierig macht. Da muss man wirklich durch Fehler lernen oder sich eben externe Unterstützung holen.
Ich würde sagen, dass es in den ersten 6 Monaten noch nicht so schwierig ist, aber dann würde ich das Team schon soweit stärken, dass man eben Branchen Know-How hat.

Der zweite Teil der Antwort bezieht sich auf die Branchenblindheit. Um die Frage jetzt mal auf die Investoren zu beziehen: Ist es gut, wenn man sich als Business Angel besonders gut in der Branche des Startups auskennt? Ich komme Beispielsweise aus der Papierindustrie und ich habe mir am Anfang Cases aus dem Bereich angeschaut.

Da habe ich einfach gemerkt, dass ich bei anderen Branchen viel mehr an ABERs und gedanklichen Hindernisse hinnehme, als in der Branche, wo ich mich auskenne. Da war ich einfach insgesamt sehr kritisch und habe alles hinterfragt. Kritisch zu sein ist natürlich wichtig, aber je kritischer man ist, desto schwieriger wird auch eine Zusammenarbeit mit den Startups.

Man kann es natürlich machen und auch die Startups mit seinem Branchen Know-how unterstützen, aber man muss sich schon zusammenreißen. Wirklich immer tief durchatmen und nicht immer gleich: “Ja, aber…” sagen. Erst einmal kurz drüber nachdenken und überlegen, warum der Ansatz der Startups vielleicht doch eine gute Idee sein könnte.“

über Ideen, die bereits von anderen Unternehmen probiert wurden
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Tim Schumacher: „Also grundsätzlich ist es nicht schlimm, wenn eine Idee schon existiert. Es ist vielmehr eigentlich so, wenn eine Idee absolut noch nirgends existiert, gibt es meistens einen guten Grund dafür. Nämlich, dass die Idee eigentlich scheiße ist oder einfach so abwegig und so abgefahren, dass man es nicht wirklich probieren sollte.

Die Idee ist tatsächlich nicht so relevant wie die Umsetzung einer Idee. Es gibt natürlich immer mal wieder Ideen, wo ich schon Dutzende Teams gesehen habe, die daran gescheitert sind. Bei solchen Dingen gebe ich auch meine Erfahrungen als Feedback.

Viele junge Gründer:innen tappen in die Startup-Falle und versuchen sich an einem Markt, der sehr schwierig ist. Ich mach mal ein konkretes Beispiel. Für mich ist es zum Beispiel der online Ticket und Event Markt. Junge Gründer:innen gehen noch gerne weg und denken, dass zum Beispiel vergünstigte online Tickets für Discos cool wären. Diesen Markt haben schon sehr viele Leute versucht und der Markt ist praktisch nicht systematisierbar. Da habe ich wirklich schon Dutzende Pitch Decks gesehen und denke jedes Mal: “Hey Leute, probiert was anderes!”“

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