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Katja Ruhnke über die Vorteile der Erfahrung zu scheitern

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über die Vorteile der Erfahrung zu scheitern

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Katja Ruhnke: „Ich persönlich finde es sehr gut, wenn Gründer:innen schon mal gescheitert sind. Dann haben sie nämlich alles schon mal durchgemacht. Sie wissen was passieren kann. Es ist wirklich sehr schade in Deutschland, dass wir keine gute Scheiterkultur haben. Bei uns muss alles immer erfolgreich und glatt laufen. Ich persönlich finde es schade, da gute Gründer:innen in Amerika eigentlich immer erst mal scheitern, bevor sie erfolgreich werden. Da ist die Herangehensweise und Erwartung ganz anders. Ich fände es schöner, wenn wir in Deutschland da mehr Offenheit hätten. Gut, wenn jemand sagt, dass er fünfmal gescheitert ist, dann kann er es vielleicht nicht. Aber grundsätzlich mal zu scheitern ist ganz normal.

Auch unsere Gründerin aus unserem ersten Investment hat einen unglaublichen Pivot hingelegt. Ihr erstes Geschäftsmodell ist gescheitert und sie konnte es durch eine Kehrtwende zum Erfolg bringen. Das war ja auch eine Form des Scheiterns. Da mussten wir noch mal eine Runde mehr drehen, aber so was muss man auch als Investor:in aushalten können. Es kann nicht alles sofort funktionieren. Daraus kann trotzdem was Großes entstehen, unter der Voraussetzung, dass man nicht sofort aufgibt. Sowohl die Gründer:innen, als auch die Investor:innen dürfen nicht direkt aufgeben.“

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Business Angel aus Zürich

über die Rolle des Business Angels im Startup
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Dörte Kaschdailis: „Zum Glück sind die Beteiligungen, in denen wir aktiv sind, schon ziemlich professionell aufgestellt. Da kann man auch proaktiv die Reportings oder Statusmeldungen gestalten. Zum Beispiel habe ich gerade vorhin von eine Beteiligung den Dezember Überblick bekommen.

Ich versuche auch immer zu den Gründer:innen eine offene Tür zu zeigen, also wenn sie irgendwas haben, können sie jederzeit auf mich zukommen und fragen. Sei es beruflich, aber auch privater Natur. Wir sind am Ende des Tages alle Menschen. Wir hatten zum Beispiel mal einen Gründer, der zwei gute Bewerber auf eine Position hatte und uns da um Rat gefragt hat.
Die Rolle als Angel ist als erstes Ansprechpartner zu sein. Unter dem Motto: Meine Tür ist offen und du kannst immer kommen. Das muss man natürlich auch herstellen. Sowas passiert nicht ganz von alleine. Ich rufe bei Gründer:innen eigentlich nicht proaktiv an und frage, was bei ihm so läuft. Ich arbeite selber noch operativ und habe ein Unternehmen. Bei manchen Beteiligungen bin ich aktiver als bei anderen, je nachdem, wie da auch die Gründer:innenpersönlichkeit ist. Meine Rolle ist: Meine Tür ist offen und die Gründer:innen können jederzeit kommen.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über seine Erfahrungen mit Exits
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Stephan Jacquemot: „Der Exit ist natürlich das, auf was es bei uns Investoren hinausläuft. Warum zögere ich ein bisschen bei meiner Antwort? Weil es als Angel nicht immer darauf hinauslaufen muss. Das ist der Vorteil, den ein Angel gegenüber einem institutionellen Fond hat. Ein Angel hat in der Regel kein Fund Economics. Das heißt, dass ich nicht diese klassische zehnjährige Laufzeit eines Fonds habe. Dann muss der Fond auch irgendwie aufgelöst werden.

Die Fonds haben in den Verträgen alle die Klausel drin, dass sie das Startup auch in den nächsten Fond mit übertragen können, wenn der eine Fond ausgezahlt werden soll. Das haben die auch ein bisschen gelöst, dass die nicht immer ihre Anteile loswerden müssen. Nichtsdestotrotz wollen institutionelle Investoren immer ein Fond auch abschließen und deshalb schauen, wie sie die Anteile versilbert bekommen.

Als Angel habe ich den Vorteil, dass es sich ja meistens um das eigene private Geld handelt. So muss ich das Startup nicht unbedingt an einen Corporate oder an die Börse bringen. Ich kann zum Beispiel auch in Dividenden-Cases investieren, dann bekomme ich jedes Jahr eine Dividende ausgezahlt. Das kann etwas sehr Ertragreiches und sehr profitabel sein. Gerade auch im SaaS-Business ist das möglich, wenn ich jedes Jahr eine Dividende habe, dann kann ich mein Investment auch um ein vielfaches zurückbekommen.

Im Prinzip passiert ein Exit meist an Corporates, dies war bei mir immer der Fall. Oder es wird an ein größeres Startup verkauft und man bekommt Anteile am größeren Startup. Man macht dann sein Geld nicht durch den Verkauf an ein Corporate, sondern häufig auch, wenn ein großer Investor die anderen Angels rauskaufen will. Das kommt als Angel sogar ziemlich häufig vor. Dann macht man darüber halt seinen Exit, wenn man so will. Wenn das gelingt und es ertragreich war, dann weiß man, dass man alles richtig gemacht hat. Das ist natürlich ein schöner Moment und in der Regel nutzen auch Gründer:innen solche Situationen, um ein kleinen Teil ihrer Anteile zu verkaufen.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über Einzelgründer:innen
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Matthias Helfrich: „Ich habe leider negative Erfahrungen mit Einzelgründerinnen und -gründern gemacht. Auch wenn ich das nicht als grundsätzlichen Nachteil ansehe, gibt es für einen Investor erhöhte Risiken dabei.

Der Kern des Risikos liegt in der Gesundheit und dem sozialen Umfeld der Gründerin bzw. des Gründers. Wenn es dort Verwerfungen gibt, gibt es kein Team, das dies ausgleichen kann. Das ist ein inhärentes Risiko, das man bei einer Einzelgründung nicht auflösen kann. Deswegen bin ich da aus eigener Erfahrung mittlerweile vorsichtig, obwohl ich dieses Ergebnis auch bedaure. Diese Lebensrisiken übertragen sich dann unmittelbar auf den Investor, was im Gegensatz dazu bei einem Team viel weniger der Fall wäre.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über die Nachteile, wenn schon ein großer institutioneller Investor in das Startup investiert hat
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Stephan Jacquemot: „Also die Situation, dass ich in ein Startup einsteige, in welches schon ein institutioneller Investor eingestiegen ist, ist eher selten der Fall. Das ist so ein bisschen widersprüchlich zum normalen Entwicklungsverlauf eines Startups. Die erste Finanzierungsrunde kommt bei einem Startup selten von institutionellen Investoren. In der heutigen Zeit kommt es immer mal wieder vor, weil die Runden immer größer werden. Auch können institutioneller Investoren mittlerweile C-Tickets ganz schnell aus der Hüfte schießen.

Es kommt eher vor, dass man zusammen mit einem institutionellen Investor direkt in der frühen Phase investiert. Das ist ok, man muss ein paar Details beachten, dass der große Investor auch selbst aktiv ist und sich einbringt. Das wäre schon wichtig und dass der große Investor auch eine Domainexpertise mitbringt. Damit ich weiß, dass der Partner, der den Deal betreut, wirklich große Ahnung hat oder das Portfolio des Investors wirklich genau dieses Thema abdeckt. Dann ist es wirklich ein riesiges Plus und man sollte es auch machen.

Ich glaube, ich hab kein einziges Startup im Portfolio, wo ich investiert habe, nachdem schon ein institutioneller Investor investiert hat. Das kommt eigentlich nicht vor. Ich sehe entweder die Deals vor oder mit dem institutionellen Investor. Das ich danach investiere, kommt eigentlich nicht vor. Ich meine, so was kann man machen und manche Investoren machen es auch, aber dann muss man ein sehr gutes Netzwerk zu institutionellen Investoren haben und es muss eine sehr gute Begründung geben, warum die einen in einer Runde noch mit reinnehmen sollten.

Die einzige Begründung, die man haben kann, ist, dass man so ein extremes Domänenwissen auf diesem Gebiet hat. Da muss der institutionelle Investor wirklich sagen, dass er diesen speziellen Angel dabei haben will. Dann ist es ok da auch mit reinzugehen. Wenn man sein Domänenwissen da eingebracht hat, ist die weitere Betreuung minimal und fast wie eine passive Kapitalanlage fast schon.“

Torsten Meyer - Business Angel
darüber, worauf er bei der Zusammenarbeit mit anderen Angels achtet
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Torsten Meyer: „Wenn ich ein einer sehr frühen Phase plane in ein Startup gemeinsam mit anderen Business Angels zu investieren, dann mache ich das normalerweise nur mit Leuten, die ich kenne.

Das kann dann sein, dass ich den Zugang zu einem Startup habe, und in meinem Netzwerk gibt es zwei, drei Leute, die da mitmachen könnten, weil sie gut dazu passen. Oder umgekehrt genau das Gleiche: Leute aus meinem Netzwerk haben ein Unternehmen kennen gelernt und die finden, dass ich da beispielsweise im B2B-Vertrieb gut helfen kann.

Auf der anderen Seite: gestern zum Beispiel war ich in einem Call mit einem neuen Startup von mir. Das war das erste Gespräch, in dem sich die Investoren kennengelernt haben. Das ist natürlich hochgradig spannend zu erfahren: wer sind die anderen Investoren, was können die? Damit kann man ja sein eigenes Netzwerk gut erweitern.

Dann ist es sehr häufig so, dass man schnell merkt, ob die anderen Investoren aktiv oder inaktiv sind. Es gibt recht viele Investoren, die es zeitlich oder aus anderen Gründen nicht schaffen, sich aktiv oder proaktiv beim Startup zu engagieren. Auf der anderen Seite gibt es dann auch wieder Investoren, die sagen, dass sie dem Startup bestimmte Kontakte herstellen können, bei bestimmten Themen unterstützen könne, öfters in den strategischen Austausch gehen können usw.

Und da muss man für sich selbst entscheiden, wie man sich positioniert: aktiv oder passiv. Ich selbst bin eher aktiv und verstehe mich mit solchen Investoren entsprechend besser als mit den eher ruhigen Typen. Das geht dann manchmal so weit, dass man sich auch mit den anderen Investoren auf anderen Plattformen verbindet und so ganz neue Gruppen entstehen, die dann auch bei anderen Gelegenheiten gemeinsam zusammenarbeiten können.“

Business Angel Insa Horsch
über die Auswahl geeigneter Startups und Teams
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Insa Horsch: „Wir nutzen eine Scoringtabelle, wenn wir Targets sichten. Dadurch bewerten wir die Startups nach einem bestimmten Schema. Die Scoringtabelle hat verschiedene Parameter aus vielen unterschiedlichen Bereichen. Von Marktparametern, also zum Beispiel wie der Markt wächst hin zu den Gründer:innen. Was ist es für ein Team? Was haben die für eine Ausbildung? Ist schon Fremdkapital drin?

Einfach eine von uns erstellte Liste, die aus den Erfahrungen der letzten Jahre entstanden ist. Ein wichtiger Parameter ist auf jeden Fall die Diversität im Team. Wir werten aber auch Female only Founder sehr hoch ein. Wir versuchen mit diesem Scoring einfach den Gender Bias ein bisschen ausgleichen.

In dem Punkt bin ich ein bisschen zwiegespalten, weil eigentlich jeder die gleiche Chance verdient hat. Aber meine Erfahrung als Angel hat mir gezeigt, dass viele Investoren wegen überholten Klischees nicht in Female only Teams investieren. Generell werden Frauen immer noch weniger ernst genommen als Männer. Das ist einfach ein Fakt und nicht irgendwie verklärt. Deshalb gehen wir aktiv dagegen vor und werten Female only Teams entsprechend auf.“

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