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Katja Ruhnke über ihr erfolgreichstes Investment

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über ihr erfolgreichstes Investment

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Katja Ruhnke: „Wir sind ja erst seit zwei Jahren bzw. zweieinhalb Jahre dabei und seit zwei Jahren investiert. Deshalb ist es natürlich schwer zu sagen, was unser erfolgreichstes Investment ist, weil sich gerade alle noch in diesen Wachstumsphasen befinden. Tatsächlich sehe ich die größte Erfolgsstory in unserem ersten Investment. Dabei handelt es sich um das Startup XO Life. Die sind durch eine sehr schwierige Phase gegangen, wo es tatsächlich mal kurz vor dem Aus stand. Die Gründerin hat da einen unglaublichen Pivot hingelegt und das Geschäftsmodell in etwas sehr Erfolgreiches drehen konnte. Somit sehe ich dies gerade als unser erfolgreichstes Investment an.

Es stellt sich auch die Frage, was ein Erfolg ist. Wenn wir von einem Exit sprechen, kann ich dazu nichts sagen, da es den bei uns noch nicht gab. Deshalb ist ein Erfolg für mich eher, wie sich ein Unternehmen entwickelt und welche Wachstumschancen sich ergeben. Aber auch, wie das Unternehmen bei sich bleibt. Also kann es seine Versprechen halten, also nicht nur Umsatz-, sondern auch Werteversprechen, die für uns sehr wichtig sind.“

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Business Angel Olaf Stichtenoth
über die Probleme bei einem Wandeldarlehen
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Olaf Stichtenoth: „Eins der Probleme bei dem Wandeldarlehen ist, dass man normalerweise eine Schwelle definiert und diese Schwelle ist dann eine Investitionsrunde, wo zum Beispiel 1 Millionen Euro Eigenkapital zufließt. Erst wenn diese Schwelle erreicht wird, dann wird auch gewandelt. Wenn das Unternehmen aber zwischendurch Kapital braucht und eine Bridge-Runde macht, dann nimmt das Startup neues Kapital auf.

Das bedeutet, dass die bisherigen Träger der Wandeldarlehen nicht gewandelt und auch nicht verwässert werden. Das ist ein Punkt, welchen Gründer häufig nicht beachten.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich als Träger eines Wandeldarlehens kein Gesellschafter bin. Die Rückzahlung des Wandeldarlehens steht aber auch nicht vor anderen Darlehen. Trotzdem bin ich im Insolvenzfall erstmal ein Schuldner und kein Gesellschafter. Das wird anders behandelt und hat eventuell auch andere Mithaftungsrisiken für die Gründer. Das sind wichtige Themen. Ich bin da kein Experte und da sollte man sich von Experten beraten lassen.

Es ist auch ein Vorteil, wenn man Leute auch direkt als Gesellschafter im Startup hat. Die stehen dann einfach auf einer anderen Stufe und dann gibt man Eigenkapital aus. Wenn man mit Eigenkapital ohne Verschuldung pleite geht, dann haben die Gesellschafter ganz andere Rechte, als wenn sie Fremdkapitalgeber sind.
Ein weiteres Problem für die Gründer ist, wenn die Runde überhaupt nicht zustande kommt. Es gibt immer so ein Ablaufdatum für ein Wandeldarlehen und dann gibt es eine Zwangswandlung. In den meisten Fällen ist die Zwangswandlungsbewertung niedriger als die Zielwandlungsbewertung, also niedriger als das Cap. Manchmal auch nicht, es kommt immer darauf an, was verhandelt wurde. Was ich aber im Markt so sehe, ist, dass die Zwangswandlung um ca. einen Faktor 1,5 niedriger ist.

Dann kann es natürlich sein, dass plötzlich sehr viel Equity reinkommt, was sich die Gründer nicht ganz so vorgestellt haben. Das ist wieder so eine Sache, Equity bringt für alle beteiligten Sicherheiten und es bringt klare Rechte für Business Angels mit. Tatsächlich steht in den meisten Verträgen von Wandeldarlehen, dass die Business Angels Gesellschafter ähnliche Rechte haben. Aber als echter Gesellschafter steht halt ganz viel zum Beispiel im GmbH-Gesetz und man hat standardisierte Rechtsstrukturen. Gerade was Informationspflichten angeht, vereinfacht es viele Stellen.

Außerdem ist klar, wie die Beteiligung ist, man verwässert danach gemeinsam und Business Angel und Gründer ziehen viel mehr an einem Strang. Ich bin da gar nicht so entschieden, was ich für mich besser finde. Auch das Argument, dass Wandeldarlehen so viel günstiger sind, sehe ich nicht so, da die Notarkosten bei kleinen Runden überschaubar sind, also wenn man einen vernünftigen Notar hat.

Das ist vielleicht auch so eine Sache, Notare rechnen zwar nach der Gebührenordnung ab, aber die kann auch sehr unterschiedlich ausgelegt werden. Es lohnt sich für Gründer und Business Angels zu fragen, was es bei dem Notar kostet. Oder eben einen Notar zu haben, dem man vertrauen kann.“

Kasia Zalewska Angel Impact Investor bei Ragnarson
darüber, wie man am Anfang seine Kosten minimiert
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Kasia Zalewska: „When we started investing, I took a lot of time to build a strategy, basic operations, to educate ourselves and to build a network. That is the first thing you need to accept and that you need to spent some time and money before you even invest in a company.

Depending on the time you have, you need to decide if it is worth investing in such activities. There is a temptation to shorten that process. In the long term it is better to have these hands on approach and build your network and not to rely on external and paid deal flow.

It is important for you to learn how to build your network and deal flow. Investing through crowdfunding platforms and deal flow organizations might be tempting, but make the balance between the costs and saved time.

To learn all these things on the hard way was one of the toughest decisions for us. Also to choose the very first startup. It is not possible to be 100 % convinced, and sure about every single element. Making this fist investment decision is hard and there is no way to overcome that. This is going to be expensive, because it is an investment.

There are not tricks in how to make it cheaper. When you are starting from the scratch than you need to accept, that it takes a lot of time in the beginning.

One of the roles what a network can make is provides you with an expert. It is completely natural that you know every detail of the field you are investing. I am 100 % sure that there is someone who has the answers to the questions you have. That is why it is so important to build your network. You need people that help you to make your decisions.

Building your network and to help each other is kind of a way to make it for free, paying with your time only. Don’t be shy in looking for external help within your network. That is one way to minimize costs.“

Business Angel Beate Fastrich
darüber, welche Rollen in einem Startup unbedingt besetzt sein sollten
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Beate Fastrich: „Das ist natürlich etwas abhängig davon, was für ein Startup das ist. Aber ich würde sagen, ganz grundsätzlich gibt es drei Rollen.

Die erste ist der Visionär, der für eine Idee brennt und die vorantreibt. Das tun ja im Zweifelsfall alle Gründer, aber eine oder einer sollte sie sehr stark leben, Menschen mitreißen können, ein Team aufbauen, usw. Das würde ich den Visionär nennen.

Die zweite Rolle ist genauso wichtig, das ist der Experte für das Thema des Startups. Das kann zum Beispiel ein Techie sein, aber auch ein Wissenschaftler, wenn ich zum Beispiel an Biotechnologie denke. Der Experte für das Thema des Startups sollte sich nicht nur im Produkt, sondern auch dem Markt auskennen.

Die dritte Rolle, die ich noch für wichtig erachte, die aber durchaus bei den anderen beiden mit verhaftet sein kann, das ist ein Sales-Talent. Letztendlich muss das Produkt oder der Service an Kunden, Investoren und auch an Mitarbeiter verkauft werden. Letztere müssen ja beim Aufbau eines Startups auch gewonnen werden. Diese drei Rollen sind für mich die wichtigsten.“

Business Angel Wolrad Claudy
über den Unterschied zwischen dem deutschen und amerikanischen Business Angel Markt
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Wolrad Claudy: „Grundsätzlich ist in den USA viel mehr Geld unterwegs. So entsteht dort eine ganz andere Dynamik. Es gibt sehr viel mehr Chancen, dass sich Firmen über die zweite und dritte Runde weiterentwickeln und selbst wenn die Milestones nicht erreicht werden, ist genug Kapital da, um diese Firmen weiter zu hebeln.

Bei uns in Deutschland wird verhältnismäßig wenig Venture Capital unseres Bruttosozialproduktes investiert. So bleiben viele Firmen auf der Strecke, weil man vielleicht ein ticken zu früh am Markt war und die Geduld der Investoren fehlt. Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland sehr viele staatliche Hilfe. Der Staat greift sehr stark in den Startup-Markt mit ein, was dazu führt, dass selbst das Sterben eines Startups einem schwer gemacht wird.

Ein Startup, was nichts verkauft, kann durch Fördergelder und Förderprojekte durchaus 7-8 Jahre überleben. Das sind natürlich 7-8 Jahre verlorene Zeit, wenn das Geschäftsmodell nicht zum fliegen kommt. Die fehlen dann, um hinten raus mit anderen Geschäftsmodellen erfolgreich zu sein.

Man bekommt auch nicht unbedingt die zweite oder dritte Chance, es gibt den Makel des Gescheiterten in Deutschland. In den USA gehört die Erfahrung des Scheiterns mit dazu, um überhaupt ernst genommen zu werden. Außerdem ist der rechtliche Schutz und Verwässerungsschutz aus Business Angel Sicht in den USA größer.
Es gibt in den USA sicher andere Investorentypen, die die Macht des exponentiellen Wachstums besser verstehen und ihr Geld sehr diversifiziert anlegen. In Deutschland ist eher so die Einstellung, dass man möglichst alle Investments zum Ziel bringt und mit einem Faktor 2 oder 3 zufrieden ist. Während der typische amerikanische Investor auf der Jagd nach dem Einhorn ist und ein ROI von 100 anstrebt.

Alles, was ich gesagt habe, schränke ich jetzt wieder ein, indem ich sage, dass wir sehr gut darin sind, die Dinge aus den USA zu kopieren. In der Regel haben wir in 5 Jahren eine ähnliche Situation wie in den USA. Was wir dann aber vergessen ist, dass die USA dann wieder 2 Schritte weiter ist. Wir haben in der letzten Zeit stark bei der Einhornjagd aufgeholt und im Silicon Valley ist das Zebra Investing der neue Trend. Also das man in mehrere Startups zum gleichen Thema investiert, die sich untereinander gegenseitig befruchten und somit einen Hebeleffekt erzielen. Das ist bei uns noch relativ neu. Auch das investieren in sogenannte SPACs.

Special Purpose Acquisition Company (SPAC) heißt, dass man eine leere Hülle an die Börse bringt, die man erst später mit Inhalt füllt. Das sind neue Trends, die jetzt erst langsam kommen.“

Business Angel Björn Jopen
über seine Tipps für neue Angels
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Björn Jopen: „Das Wichtigste, das ich gelernt habe, ist das Thema Follow-on-Investments. Du musst als Business Angel dein Portfolio richtig streuen und musst auch Firepower haben, um bei den richtig gut laufenden Investments nachlegen zu können. Weil diese guten Investments werden später mal den Return bringen.

Da reden wir nicht von 10x oder 20x, sondern deutlich darüber. Wenn du dann in deinem Portfolio von 10 Startups ein oder zwei dabei hast, die so einen Return bringen, dann zieht das deinen gesamten Return on Investment stark nach oben. Aber da musst du bei den Follow-on-Investments eben dabei bleiben, um am Ende auch noch einen vernünftigen Anteil am Startup zu haben.

Wenn du durch 4, 5 oder 6 Runden so stark verwässert bist und am Ende nur einen minimalen Anteil hast, dann bringt es dir auch nichts, wenn die Firma für einen extrem hohen Preis verkauft wird, weil dann einfach dein Anteil so gering ist.

Meine profitabelsten Investments, bei denen ich am Ende auch einen Exit gemacht habe, waren solche, wo ich einen guten Stake, einen guten Anteil hatte. So hat sich das für mich gelohnt.

Ich habe so ein Learning für mich selbst, wie ich Businesskonzepte bzw. Pitch Decks anschaue.

Als erstes frage ich mich natürlich, ob mich das Thema an sich anspricht. Wenn das so ist, dann schreibe ich dem Gründerteam so 8-10 ganz unterschiedliche Fragen – dafür brauche ich vielleicht so eine halbe Stunde.

Dann ist für mich das erste Feedback krass wichtig: wie lange brauchen die Gründer zum Antworten, wie antworten sie und wie setzen sie sich mit mir in Verbindung. Und wenn ich dann noch ein gutes Gefühl habe, ist das für mich als Business Angel ein ganz gutes Zeichen, dass ich da tiefer einsteigen kann.

Und ehrlich gesagt bin ich dann sehr schnell, weil ich gelernt habe, dass die gut laufenden und interessanten Investments sehr schnell voll sind. Wenn du dann noch groß ein eine tiefe Due Diligence einsteigst usw., dann ist das Investment zu.

Wenn ich da also ein gutes Gefühl habe, dann mache ich meistens eigentlich nur noch einen Call mit 1-2 Gründern, schaue mir noch mal die Unterlagen und sage dann innerhalb von 3-4 Tagen zu.

Die Schnelligkeit, bei guten Investments zügig zuzusagen und dabei keine Angst zu haben, auch mal einen Fehler zu machen, ist extrem wichtig.

Ich glaube außerdem wichtig für Business Angels ist das Thema ‚Hilfe anbieten‘. Ich nutze zum Beispiel oft meine Autofahrten, um meine Gründer anzurufen. Da frage ich einfach, wo möglicherweise der Schuh drückt und wie ich helfen kann. Letztendlich können wir Business Angels Geschäft voranbringen, sei es mit Marketing, Vertrieb oder Personal – und das hilft dann ja unserem eigenen Investment!

Ich halte es schon für extrem wichtig, dass man nur Geld gibt und dann nur ein paar Jahre abwartet wie bei einer Aktie. Ich bin überzeugt, dass es sich lohnt öfters aktiv bei einzelnen Investments mitzuhelfen, weil man selbst als Business Angel und Shareholder davon profitiert, wenn die Firma besser läuft und der Anteil somit mehr wert ist.“

Business Angel Tina Dreimann
über nervige Dinge nach der Investitionsentscheidung
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Tina Dreimann: „Unangenehm und nervig – und da kann ich vermutlich für 99% aller Business Angels aus dem Nähkästchen plaudern – ist nach der Entscheidung die legale Abwicklung. Denn je nachdem, ob man ein Wandeldarlehen macht oder eine Equity-Runde, muss man sich seitenlange Verträge durchlesen. Und weil der Teufel schließlich im Detail steckt, empfehle ich das auch klar jedem.

Da muss man als Business Angel durch, damit danach wieder der Spaß folgen kann.“

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