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Katja Ruhnke über ihr Konfliktmanagement

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über ihr Konfliktmanagement

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Katja Ruhnke: „Also ich hatte noch keinen direkten Konflikt mit den Gründer:innen. Ich versuche auch sehr frühzeitig Konfliktpotenziale zu beseitigen. Wenn ich ein Problem sehe, versuche ich direkt in Gespräche zu gehen. Es gibt schon immer mal Situationen, wo es im Team der Gründer:innen ein Problem gibt. Da muss man schauen, ob das Team der Gründer:innen noch so stimmt. Es kommt durchaus vor, dass eine Gründer:in dann aussteigt. Es ist aber noch nicht vorgekommen, dass wir in einen Konflikt mit Gründer:innen gekommen sind. So was versuchen wir zu vermeiden und ich glaube, es lässt sich auch vermeiden, wenn man sehr frühzeitig und transparent mit Problemen umgeht. So kommt es eigentlich nicht zu großen Konflikten, weil man frühzeitig sagt, wenn einem etwas nicht passt.

Wir versuchen von Anfang an ein sehr großes Vertrauensverhältnis zu den Gründer:innen aufzubauen. Das ist mir extrem wichtig, da ich auch nur helfen kann, wenn ich ganz frühzeitig von einem Problem weiß. Oft haben Gründer:innen das Gefühl, dass sie den Investor:innen nicht die Wahrheit sagen dürften, damit die nicht verschreckt werden. Ich will nicht nur die guten, sondern auch die schlechten News erfahren. Gründer:innen sollen sich bei Problemen sofort melden, damit man da sofort eine Lösung findet. Das geht natürlich nur, wenn man ein Vertrauensverhältnis zu den Gründer:innen hat.

Ein Vertrauensverhältnis entsteht dadurch, dass man einlöst, was man verspricht. Also, dass ich ans Telefon gehe, wenn sie anrufen. Ich unkompliziert handle, wenn ich von mir behaupte, dass ich unkompliziert bin usw.. Bei mir funktioniert es sehr gut, ich habe zu meinen Gründer:innen ein sehr gutes Verhältnis. Außerdem werde ich auch immer sofort informiert, wenn was ist. Mit vielen Gründer:innen baut sich da auch eine Freundschaft auf, denn man arbeitet ja viel zusammen und man sitzt in einem Boot.“

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Business Angel Insa Horsch
über die für sie attraktivste Branche für Business Angels
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Insa Horsch: „Aus unserem persönlichen Hintergrund ist die Food-Branche am attraktivsten. Wir investieren ausschließlich in Lebensmittel- und Getränke-Startups, weil wir aus dem Bereich kommen, das können und am besten verstehen.

Ich lerne natürlich auch immer wieder Gründer*innen aus angrenzenden Branchen kennen, wie zum Beispiel der Kosmetik oder dem Wasch-/Putzmittelbereich, wo durchaus tolle Startups gerade entstehen.

Wenn man als Business Angel Konsumgüter kann, dann ist man ja für viele Varianten befähigt, weil man einfach Marktmechanismen versteht. Aber wir können nun einfach mal Lebensmittel und Getränke am besten.

Wenn ich noch einmal als Business Angel von vorn anfangen müsste, würde ich klar schauen, wo ich den meisten Mehrwert beisteuern kann. Zum einen ist Angel Investing ja eine attraktive Form der Geldanlage, zum anderen geht es ja auch darum, Menschen zu begegnen und ihnen weiterzuhelfen. Wirklich helfen kann man ja nur, wenn man den Markt und die Branche versteht.

Für mich ist Food sozusagen das neue Tech. Auch wenn es stimmt, das Tech besser skaliert, so müssen wir doch alle essen. Die Ernährungsindustrie hat so einen bedeutenden Einfluss auf die Veränderung der Welt in den nächsten Jahren. Da können wir jetzt entweder alle einen kleinen Beitrag leisten, oder wir bekommen bald ein echtes Problem. Diesen Einfluss der Ernährungsindustrie auf jeden einzelnen finde ich einfach extrem spannend. Daher empfehle ich das jedem Business Angel, sich damit genauer zu beschäftigen.

Da sind auch wirklich viele spannende Gründer unterwegs. Es macht außerdem Spaß, denn man kann das Produkt probieren oder trinken. Das ist alles viel greifbarer als bei den meisten Software-Themen – und begeistert mich einfach wirklich.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
über die Probleme bei einem Wandeldarlehen
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Olaf Stichtenoth: „Eins der Probleme bei dem Wandeldarlehen ist, dass man normalerweise eine Schwelle definiert und diese Schwelle ist dann eine Investitionsrunde, wo zum Beispiel 1 Millionen Euro Eigenkapital zufließt. Erst wenn diese Schwelle erreicht wird, dann wird auch gewandelt. Wenn das Unternehmen aber zwischendurch Kapital braucht und eine Bridge-Runde macht, dann nimmt das Startup neues Kapital auf.

Das bedeutet, dass die bisherigen Träger der Wandeldarlehen nicht gewandelt und auch nicht verwässert werden. Das ist ein Punkt, welchen Gründer häufig nicht beachten.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich als Träger eines Wandeldarlehens kein Gesellschafter bin. Die Rückzahlung des Wandeldarlehens steht aber auch nicht vor anderen Darlehen. Trotzdem bin ich im Insolvenzfall erstmal ein Schuldner und kein Gesellschafter. Das wird anders behandelt und hat eventuell auch andere Mithaftungsrisiken für die Gründer. Das sind wichtige Themen. Ich bin da kein Experte und da sollte man sich von Experten beraten lassen.

Es ist auch ein Vorteil, wenn man Leute auch direkt als Gesellschafter im Startup hat. Die stehen dann einfach auf einer anderen Stufe und dann gibt man Eigenkapital aus. Wenn man mit Eigenkapital ohne Verschuldung pleite geht, dann haben die Gesellschafter ganz andere Rechte, als wenn sie Fremdkapitalgeber sind.
Ein weiteres Problem für die Gründer ist, wenn die Runde überhaupt nicht zustande kommt. Es gibt immer so ein Ablaufdatum für ein Wandeldarlehen und dann gibt es eine Zwangswandlung. In den meisten Fällen ist die Zwangswandlungsbewertung niedriger als die Zielwandlungsbewertung, also niedriger als das Cap. Manchmal auch nicht, es kommt immer darauf an, was verhandelt wurde. Was ich aber im Markt so sehe, ist, dass die Zwangswandlung um ca. einen Faktor 1,5 niedriger ist.

Dann kann es natürlich sein, dass plötzlich sehr viel Equity reinkommt, was sich die Gründer nicht ganz so vorgestellt haben. Das ist wieder so eine Sache, Equity bringt für alle beteiligten Sicherheiten und es bringt klare Rechte für Business Angels mit. Tatsächlich steht in den meisten Verträgen von Wandeldarlehen, dass die Business Angels Gesellschafter ähnliche Rechte haben. Aber als echter Gesellschafter steht halt ganz viel zum Beispiel im GmbH-Gesetz und man hat standardisierte Rechtsstrukturen. Gerade was Informationspflichten angeht, vereinfacht es viele Stellen.

Außerdem ist klar, wie die Beteiligung ist, man verwässert danach gemeinsam und Business Angel und Gründer ziehen viel mehr an einem Strang. Ich bin da gar nicht so entschieden, was ich für mich besser finde. Auch das Argument, dass Wandeldarlehen so viel günstiger sind, sehe ich nicht so, da die Notarkosten bei kleinen Runden überschaubar sind, also wenn man einen vernünftigen Notar hat.

Das ist vielleicht auch so eine Sache, Notare rechnen zwar nach der Gebührenordnung ab, aber die kann auch sehr unterschiedlich ausgelegt werden. Es lohnt sich für Gründer und Business Angels zu fragen, was es bei dem Notar kostet. Oder eben einen Notar zu haben, dem man vertrauen kann.“

Business Angel Claudia Nagel
über notwendige Vorkenntnisse als Angel
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Claudia Nagel: „Angels werden ganz oft rechtliche Sachen gefragt, weil die meisten Gründer:innen keine Vorkenntnisse in Rechtsfragen haben. Diese rechtlichen Themen wollen Gründer:innen auch sehr schnell vom Tisch haben, weil sie komplex und kostspielig sind.

Am Anfang wollen Gründer:innen auch nicht direkt teure Anwälte beauftragen und deshalb sind Erfahrungen in den Bereichen GmbH Strukturierung, Gesellschaftsverträge oder andere rechtliche Themen sehr gut. Aus dem Grund sind Investoren, die selbst gegründet haben, klassische Unternehmer oder Juristen im Gesellschafterkreis von Vorteil.

Es muss nicht jeder Angel alles wissen, aber es ist schön, wenn ein Angel den Gründer:innen auf einem Gebiet weiterhelfen kann. Idealerweise haben Gründer:innen dann einen kleinen Angel-Pool, die sich gegenseitig ergänzen.“

Business Angel Ingo Weber
darüber, wie viele Startups erfolgreich werden und wie man als Angel daher investieren sollte
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Ingo Weber: „Die 10 % kommen wahrscheinlich aus irgendwelchen empirischen Untersuchungen. Was man mal untersuchen muss, ist, wie die Grundgesamtheit dieser 10 % ist, ich befürchte, die Grundgesamtheit ist irgendwie 4 bis 5-stellig. Das heißt, die Illusion, dass, wenn ein Angel zehn Investments hat und das zehnte dann auch ein Unicorn wird und die Performance rettet, da würde ich kein Geld drauf setzen. Ich glaube, es gibt viele Angels, die mehr wie 10 Investments haben und kein Unicorn dabei haben.

Generell kann ich vielleicht mitgeben, viele Angel Investoren fangen an und machen ein, zwei, drei Investments und die laufen dann so semi-gut. Als Anfänger im Angel Investing macht man eben Fehler. Viele Angels, kann man auch mit der Hype Curve vergleichen, die erst so hochgeht und dann stark abfällt. Also Angels fangen an und nach kurzer Zeit sagen sie, dass es nicht funktioniert und es dann lieber sein lassen. Dann legen sie ihr Geld wieder lieber in Staatsanleihen oder Aktienfonds an.

Ich denke, es ist einfach wichtig, dass man da dran bleibt. Am Anfang zahlt man Lehrgeld und das kann auch sehr viel Geld sein. Aber man lernt dadurch, was man richtig und was man falsch machen kann. Man kommt auch mit anderen Angels zusammen, die einen weiterempfehlen und dadurch kommt man auch an die besseren Transaktionen. Das ist so mein primäres Learning aus einem Startup Portfolio.

Ich habe letztens auch gelesen, dass man als Angel mindestens 12-15 Investments machen sollte. Damit man so was wie ein Portfolio aufbaut. So was ist ganz wichtig. Eine Erfahrung, die ich noch teilen will. Eines meiner schlechteren Investments, wo die Firma auch pleite gegangen ist, hatte mich an ein anderes Startup empfohlen, welches sich fast verzehnfacht hat. Da sieht man, wie so das eine mit dem anderen auch zusammenhängt.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
über den richtigen Exit-Zeitpunkt
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Olaf Stichtenoth: „Auch was die weiteres Folgefinanzierungen angeht, muss man sich als Business Angel überlegen, an welcher Stelle man in dem großen Spiel steht. Wenn die Runden zu groß werden und man als Angel kein Gewicht mehr hat, verwässert wird und die Liquidationspräferenz beeinflusst wird, dann kann es sein, dass man von der vielen Arbeit, die man reingesteckt hat, nicht mehr so richtig profitiert. Einfach aus dem Grund, weil andere Leute vertraglich überlegen sind.

Man muss sich auf klar machen, dass man für einen großen VC als Business Angel keine Relevanz hat. Man liefert keinen zukünftigen Mehrwert für die VCs. Ab einer bestimmten Stelle muss man sich als Business Angel auch mit dem Thema Secondary auseinandersetzen. Ist vielleicht ein Punkt erreicht, wo ich bereit bin auszusteigen und die großen Jungs und Mädels ranlasse.

Das will man als Business Angel manchmal nicht sehen. Ego ist ja auch ein Thema, mit dem man sich kritisch auseinandersetzen sollte, weil das Ego einem ganz oft im Weg steht. An dem Punkt wirklich überlegen, wo man steht und bis zu welcher Stelle es Sinn macht, dabei zu bleiben.

Man merkt es auch, wenn man mit größeren Fremdkapitalfonds oder Fremdkapitalgebern spricht. Das sind einfach regelmäßig größere Haifische als das was ich jetzt so unter den Business Angels kenne. Es ist einfach wichtig zu wissen, wann ich mitspielen kann und wann ich mir vielleicht besser ein anderes Spielfeld suche.“

Business Angel Stephan Jacquemot
darüber, was er als Angel gerne früher gewusst hätte
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Stephan Jacquemot: „Was man als Business Angel unterschätzt ist, wie lange es dauert, bis ein Startup erfolgreich ist. Das ist wirklich ein Marathon, diese 5 bis 7 Jahre, bis ein Startup ansatzweise erfolgreich wird. Dieser Zeitraum ist bei dieser Anlageklasse ganz normal und nicht vergleichbar mit: “Ich leg mal was an der Börse an und schaue nach 1 bis 2 Jahren, ob ich es versilbern kann.” Man muss da schon einen sehr langen Investmenthorizont vor Augen haben. Ich hatte das zwar gehört, ich dachte am Anfang aber schon, dass man nach 1 bis 2 Jahren irgendwas verkaufen kann. Das ist nicht so, 5 bis 7 Jahre ist absolutes Minimum. Gute Deals sind auch teilweise 5 bis 10 Jahre im Portfolio, bis man sie wieder verkaufen kann. Das ist absolut keine Seltenheit.

Den zweiten Punkt wusste man zwar auch vorher, aber es bewahrheitet sich doch extrem über die Jahre, wie wichtig die Menschen sind, die ein Startup gründen und aufbauen. Nach dem Motto: “Wir starten mal und schauen, wie es sich entwickelt.” Das ist nicht gut, man sollte wirklich das Team genau unter die Lupe nehmen. Das heißt nicht, dass ein Team komplett sein muss oder dass das Team alle Skillsets abdecken muss, um dieses Startup über die Jahre erfolgreich zu führen. Man muss in dem Team aber Talente erkennen, die Menschen müssen über die Zeit bereit sein, etwas zu lernen und sich weiterzuentwickeln.
Man muss das Potenzial im Team sehen und in die Teamanalyse Zeit investieren. Wirklich eine Potenzialanalyse zu machen. Ich glaube, dies ist sehr entscheidend, auch in einer frühen Phase. Das weiß man alles und es ist überall bekannt, aber ich kann da noch mal ein Ausrufezeichen hinter machen! Wirklich Methoden zu entwickeln, wie ich ein Team analysiere.“

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