Business Angel Academy

Lerne aus 6 verschiedenen Themenbereichen alles rund ums Angel Investing

mit über 400 Videos von erfahrenen Angels

Mit einem Klick zu vielen weiteren Videos

Matthias Helfrich über Branchen bzw. Geschäftsmodelle, die eher gemieden werden sollten

Business Angel des Jahres 2021

(MGH Beratungs- und Beteiligungs-GmbH)

über Branchen bzw. Geschäftsmodelle, die eher gemieden werden sollten

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Matthias Helfrich: „Das ist schwer zu sagen. Grundsätzlich gilt, dass man natürlich in Geschäftsmodelle mit einem gewissen Skalierungseffekt investieren sollte.

Ich selbst investiere in gewisse Branchen nicht, weil ich da einfach zu wenig verstehe. Aber ein generelles Ausschlusskriterium für Branchen würde ich nicht sehen. Selbst Hardware ist kein Ausschlusskriterium, weil auch die immer Software braucht und eine Welt ganz ohne Hardware nicht funktioniert.

Selbst da, wo manche es schwierig finden, bin ich durchaus dabei. Nur bei technischen Entwicklungen, die extrem große Summen für die Entwicklung benötigen, da bin ich als Business Angel einfach zu klein und entsprechend nicht dabei.“

Direkt mehr Business Angel-Know-How

von diesen und vielen weiteren Business Angels

Business Angel Alf Arnold

Alf Arnold

Business Angel aus Berlin

Business Angel Gwendolyn Schröter

Gwendolyn Schröter

Sustainability Business Angel

Business Angel Göran Göhring

Göran Göhring

Serial Entrepreneur & Business Angel

Kasia Zalewska Angel Impact Investor bei Ragnarson

Kasia Zalewska

Angel Impact Investor

Business Angel Gwendolyn Schröter
über den Umgang mit Strategischen Investoren
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Gwendolyn Schröter: „In einem Fall ist der Stratege erst zur Series A dazugekommen. Das ist ein guter Zeitpunkt gewesen, weil sich der Stratege so in ein Geschäftsmodell “eingekauft” hat. Das Geschäftsmodell war schon solider und wir haben als Business Angels darauf geachtet, dass die Strategen keine besonderen Rechte bekommen haben. Der strategische Investor hat sich aber auch ganz klar als Finanzinvestor gesehen. Aber es gibt natürlich Lieferanten- und Kundenüberschneidungen, was zu einem komischen Bauchgefühl kommen kann. Vertraglich sind wir da aber sicher und auch zufrieden mit der Zusammenarbeit.

Ein anderer Fall war ein indirekter Stratege, der auch als Erstes an Board war. Das war wirklich ein Tochter-, Tochter-, Tochterunternehmen, der ein Netzwerk zu einem Strategen hatte, das wertvoll war. Die haben wirklich das Startup massiv unterstützt und haben indirekt ihren guten Namen im Gepäck gehabt. Das hat vielen Leuten ein gutes Gefühl gegeben. Also wir haben das im Portfolio, aber eher positive Erfahrungen damit gemacht.

Gerade in dem ersten Fall ist es aber schon so, dass man dieses ungute Bauchgefühl hat. Das ist aber auch normal, weil man es auch bei Finanzinvestoren nicht so ganz weiß, wie bei denen die Agenda liegt. Das will ich auch den Gründern und Gründerinnen mit auf den Weg geben. Natürlich musst du schauen, mit wem du später an einem Tisch sitzt und zusammenarbeitest. Das sind deine Gesellschafter. Und das Gleiche gilt für uns als Business Angels, wir wollen auch nicht mit jedem zusammenarbeiten. Es ist auch wichtig die Ambitionen der anderen Investoren zu kennen.“

Business Angel Stefan Müller
über seine Erfahrungen mit Exits
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Stefan Müller: „Das liegt ein bisschen an der Situation und das ist auch noch ein ganz wichtiger Punkt. Das Thema Exit sollte auch früh angesprochen werden. Auch wenn man es gar nicht weiß, sollte man einmal im Jahr so ein kleines Review machen, um zu wissen, was so die gedankliche Agenda ist. Das kann sich auch einfach ändern.

Bei mir ist es so, dass ich nicht primär auf den Exit schaue. Ich schaue mir lieber Gründer:innen an, mit denen ich langfristig zusammenarbeiten möchte. Ich sehe, dass diese Kurzweiligkeit und Schnelligkeit unglaublich anstrengend ist. Mir geht es nicht darum einen Börsengang zu machen oder aus 10.000 Euro, 100.000 Euro zu machen. Ich bin gerne bereit auch Geld nachzuschießen, wenn es sinnvoll ist. Deshalb ist es für jeden Business Angel wichtig, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, was man will. Das hat natürlich auch mit dem Investment zu tun. Bei mir ist es so, dass ich gerne sehr lange dabei bleibe.“

Business Angel Jana Moser
über GESSI-Vorlagen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jana Moser: „Wenn man keine juristische Beratung hat, die gerade für Startups sehr teuer ist, lohnt es sich, auf die Standardverträge und GESSI-Verträge zurückzugreifen. Da sind die Verträge einfach Standard und die Regelungen sind ausgewogen.

Es kann aber auch sein, dass man bei Frühphasen-Investments auf andere Co-Investoren trifft, die ihre eigenen Vorlagen anbieten. Und dann wird es schwer, wenn die vor allem sehr finanzstark sind, dass es schwierig ist, sich auf ausgewogene Vorlagen zu einigen. Das führt häufig dazu, dass es einseitige Vorlagen sind und die allgemeinen GESSI-Vorlagen nicht mehr funktionieren.

Jeder Business Angel kann aber auch die GESSI-Vorlagen zurückgreifen. Jeder hat natürlich seine eigenen Präferenzen und Erfahrungen. Die kann man aber auch entsprechend anpassen und das ist kein Problem. Es ist auf jeden Fall eine gute Quelle, weil die auch immer aktualisiert werden.“

Business Angel Wolrad Claudy
über den Umgang mit Krisen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wolrad Claudy: „Investoren sollten Firmen eine zweite Chance bieten. Das ist eine Spezialität von uns, also einem Unternehmen eine zweite Chance zu geben. Bei solchen Sondersituationen mit reinzugehen und den Pivot zu triggern, sodass man den Marktzugang nochmal neu beleuchtet und nochmal anders rangeht.

Wir haben verschiedene Erfahrungen mit Krisen gemacht. Es gibt so die Floskel: “Man kann einem Patienten nur helfen, wenn er erkennt, dass er krank ist.” Das heißt, es bedarf immer der Bereitschaft der Gründer-Teams, sich auch helfen zu lassen. Sind die Gründer immer noch 100 % vom eigenen Geschäftsmodell überzeugt, werden sie sich kaum vom Pivot überzeugen lassen. Es gibt ein schmales Fenster zwischen der Erkenntnis der benötigten Hilfe aufseiten der Startup-Gründer und dem Zeitpunkt, wo es dann zu spät ist, das Ruder noch herumzureißen.

In diesem Fenster, das je nach Startup-Team größer oder kleiner ausfällt, gilt es Angebote zu machen, um dann mit frischem Geld und zusammen mit den Gründern neue Ideen und Herangehensweisen anzugehen. Wir haben diesbezüglich bessere Erfahrungen mit erfahrenen Gründern gemacht, da sie eher wissen, wie hilfreich externe Unterstützung ist.

Da ist es uns zum Beispiel gelungen, ein Unternehmen aus der Logistikbranche aus einer sehr schwierigen Situation herauszubringen und die jetzt auf einem sehr schönen Weg sind.
Übrigens hat uns da der erste Investor des Unternehmens herangezogen. Gründer sehen in solchen schwierigen Situationen häufig den Wald vor lauter Bäumen nicht und natürlich haben auch Investoren das Interesse daran, dass sie ihre Investition nicht abschreiben müssen. Unser Beitrag war frisches Geld, unser Know-how, unser Netzwerk und damit einen Pivot mit auf den Weg zu bringen.

Bei jüngeren Gründern ist es sehr oft schief gegangen, weil die Erfahrung des Scheiterns noch fehlt. Es ist auch wichtig zu wissen, wie weit man vom Scheitern entwerft ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt und dann wird das Zeitfenster, wo man eingreifen kann, auch zu eng.

Sehr viele Business Angels sind mit ihrem eigenen Geld dabei und bestenfalls Beraterfunktion und/oder Beiratsfunktion. Damit sind sie Tipp-Geber, sind den Gründern aber klar im Nachteil, weil sie sich nur einmal in der Woche oder einmal im Monat in die Thematik eindenken. Die Gründer hingegen leben und sterben mit der Thematik und haben da eine ganz andere Tiefe drin.

Wenn sich das Gründer-Team verrennt, ist es durchaus wichtig, operativ erfahrenes Personal zu haben und zur Seite zu stellen. Also Personen, die sich in der Thematik auskennen und bereit sind, wirklich tief in das Startup einzusteigen. Wir älteren und erfahrenen Investoren haben immer den Anspruch, alles besser zu wissen und damit werden Gründer auch verschreckt, aber der Teufel steckt im Detail und der eröffnet sich einem nicht, wenn man nur von der Seitenlinie mit draufschaut. Da muss man mit aufs Spielfeld und mitspielen, sonst wird es nicht gelingen.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
über die Schwierigkeiten beim Angel Investing
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Dr. Rahel Stichtenoth: „Ich finde es immer schwierig, die richtige Balance zu finden. Ganz vereinfacht ist es so, dass die Gründer Entscheidungen treffen und das Startup schmeißen. Die Business Angels stehen beratend zur Seite, haben häufig schon mehr unternehmerische Erfahrung als die Gründer und sehen vielleicht manchmal etwas, was nicht so gut läuft. Ich denke, dass man als Business Angel den Gründern sehr viel Freiheit lassen sollte.

Die jungen Gründer sind manchmal etwas risikofreudiger, aber können dadurch auch mehr erreichen. Wenn man da immer reinredet, da ist niemandem geholfen. Andererseits ist es auch wichtig, begründete Bedenken zu äußern. Wenn irgendwas in die falsche Richtung geht, dass man es eben auch äußert und es nicht einfach laufen lässt.

Ein anderer ganz schwieriger Punkt ist die Entscheidung zu treffen, ein Startup aufzugeben. Es ist ja bekannt, dass es nicht alle Startups schaffen, aber wann muss man realisieren, dass es ein Startup nicht schaffen wird und dass ich mein Investment abschreiben muss.

Das sollte man nicht zu früh machen, da man immer an der Seite der Gründer stehen und unterstützen sollte. Wenn man das Startup aufgibt, dann tut man es eben nicht mehr so richtig. Es bringt ja auch nichts zu versuchen ewig weiterzumachen und schlimmstenfalls nochmal Geld nachschieße, obwohl ich nicht mehr dran glaube.

Das ist eine ganz schwierige Entscheidung, weil es eben auch ein eigenes Scheitern beinhaltet. Ich habe mich für das falsche Startup entschieden und ich habe es nicht geschafft, dass es doch funktioniert.“

Business Angel Sylvia Tantzen
darüber, warum manche Lösungen scheitern, obwohl sie ein Problem perfekt lösen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Sylvia Tantzen: „Ein Problem ideal zu lösen ist das Eine. In vielen Fällen ist es aber doch so, dass dafür schon ein Markt existiert und dafür auch schon Anbieter auf dem Markt sind. Die bieten ein ähnliches Produkt oder eine ähnliche Dienstleistung an. Das bedeutet, dass wenn man sich nicht von Anfang an über den Vertrieb und Marketing Gedanken macht, dann kann es sein, dass man ein perfektes Produkt hat, aber keiner kennt es.

Wenn es keiner kennt, dann wird es auch nur sehr schlecht verkauft. In den USA gibt es ein bisschen den anderen Fall. Da gibt es häufig den Vorwärtsverkauf und da fangen die Unternehmen mit dem Vertrieb an und noch gar kein Produkt haben. Da bin ich auch nicht unbedingt der Freund davon. Ich bin schon der Meinung, dass man das, was man verkauft, auch wirklich einhalten kann.

Aber vielleicht tut uns dieser Gedankengang ganz gut, um den perfekten Mittelweg zu finden. Das wirklich von Anfang an beides berücksichtigt wird, um das Scheitern trotz optimalem Produkt zu verhindern.“

Personalisierter Startup Dealflow FÜR DICH

Sei jetzt dabei!