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Matthias Helfrich über Quellen für guten Deal Flow

Business Angel des Jahres 2021

(MGH Beratungs- und Beteiligungs-GmbH)

über Quellen für guten Deal Flow

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Matthias Helfrich: „Da gibt es die klassischen Wege über Partner, über Angel-Netzwerke, über den BAND, über startupdetector und viele andere. Dann gibt es den Weg über (potentielle) Mitgesellschafter, also andere Angels, mit denen man schon zusammengearbeitet hat oder die einen kontaktierten.

Der dritte Weg ist für mich sozusagen der Zufall, bei dem auch über verschlungene Wege ein Startup zu dir findet. Das kann zum Beispiel der eigene Steuerberater sein, das kann auch ein Einzelhändler in Wiesbaden sein, über den ich ein Investment gefunden habe. Das ist dann der persönliche und schwer zu planende Weg.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob der Weg über Social Media funktioniert. Ich bekomme mittlerweile sehr viele Anfragen auch über LinkedIn in unterschiedlicher Ausprägung. Als Vertriebler würde man das vermutlich Cold Outreach nennen. Ich habe auf diese Weise noch kein Investment kennengelernt, schau mir aber immer wieder etwas an. Meine Schwierigkeit dabei ist, dass ich den Menschen dahinter nicht gleich im ersten, sondern dann erst im zweiten Schritt kennenlernen kann.“

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Janosch Kühn

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Business Angel aus Hamburg

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über besonders attraktive Branchen und Geschäftsmodelle
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Matthias Helfrich: „Was gut funktioniert, ist in der Tat Software. Interessanterweise komme ich selbst gar nicht aus dem Bereich, so wie andere Business Angels.

Software funktioniert besonders gut in den Bereichen, wo sie einen logischen Nutzen bringt. Ich will nur ein Beispiel bringen, das auch mein erstes Angel-Investment war. Bei Vimcar aus Berlin geht es um das digitale Fahrtenbuch. Jeder, der mal ein händisches Fahrtenbuch geführt hat, weiß wie hoch dabei der Leidensdruck ist. Da ist ein unmittelbarer Nutzen erkennbar. Wenn das bei einem Startup gegeben ist, erscheint mir das besonders einleuchtend.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über Vor- und Nachteile von gemeinsamen Investments mit anderen Business Angels
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Stephan Jacquemot: „Ich glaube, Angel-Netzwerke sind in einer frühen Phase sehr sinnvoll. Es ist ähnlich wie in einem Team aus Gründer:innen. Man kann selbst nicht immer alles wissen und wenn man gute Angels hat, die einen Bereich abdecken, der einem vielleicht fehlt, dann ist es ein großer Vorteil. Sei es eine gewisse Branchenkenntnis oder das Wissen, wie man Startups am Anfang am besten unterstützt. Wenn man so was durch einen anderen Angel ausgleichen kann, ist es eine sehr sinnvolle Sache.

In der heutigen Zeit braucht man auch relativ viel Geld, um Startups in der ersten Phase gut zu unterstützen. Manchmal reichen da die finanziellen Kapazitäten eines einzelnen Angels nicht aus und da hilft es, wenn man sich mit ein oder zwei weiteren Investoren zusammentut, um neben dem Skillset, was dann komplementärer ist, sich auch finanziell zu ergänzen.“

Business Angel Xavier Sarras
über Gründer:innen, die noch nebenher eine Festanstellung haben
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Xavier Sarras: „Ja, solche Fälle hatte ich schon. Das ist so eine etwas schwierigere Situation. Da braucht es wirklich viel Vertrauen. Ich habe nichts dagegen, weil ich es selbst teilweise so gemacht habe. Also dass man in einer Tätigkeit schon die nächste Tätigkeit aufbaut. Der Side Hustle gehört auch zum Startup dazu, man muss nur den Absprungpunkt irgendwie definieren. Und wenn man sich auf den einigt, dann habe ich damit auch kein Problem. Wenn das komplette Team der Gründer:innen noch im Job ist und jetzt vor hat zu gründen, dann kann man es auch erst mal bootstrappen, ohne Investoren. Bringt es erst mal auf den Weg und dann gibt es ein Commitment, ihr steigt dann und dann aus und wenn ihr gekündigt habt, dann ist auch der Moment, wo ich investiere.

Anders ist es, wenn ich ein Team aus Gründer:innen habe, wo noch einer im Job ist, den man aber unbedingt braucht. Zum Beispiel als Chief Product Manager. Das wäre übrigens noch eine Position, die ich als sehr wichtig erachte, die aber am Anfang auch mit dem CEO gemeinsam läuft. Wenn der zu einem gewissen Zeitraum rausgeholt werden muss, dann finde ich es ok, wenn der noch in seinem Job ist. Also erst die Finanzierung auf die Beine bringt und er bis dahin noch so ein gewisses risikominderndes Gehalt in seinem bisherigen Job bekommt.“

Business Angel Stephan Jacquemot
darüber, welche Geschäftsmodelle man meiden sollte
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Stephan Jacquemot: „Bei mir ist es so, dass ich keine ausgewiesene Expertise im Hardwarebereich habe. Das geht vielen Investoren so und ich glaube, da geht uns ein Marktpotenzial verloren. Ich glaube, dass auch gute Geschäftsmodelle im Hardwarebereich zu finden sind. Ich glaube aber, dass sich zu wenige Leute ein Skillset in dem Bereich erworben haben, um diese Geschäftsmodelle zu verstehen. Wenn man jetzt als Angel einsteigen und sich ein Wissen aneignen möchte, dann sehe ich in Hardware Geschäftsmodellen ein wirklich großes Potenzial. Da liegt gerade Deutschland als Land der Ingenieure extrem viel Potenzial.

Darüber hinaus Geschäftsmodelle, die vielleicht nicht so attraktiv sind: Alles, was in die Richtung Consulting geht, wo ich so Einmalumsätze habe. Selbst wenn ich mit digitalen Tools das Consulting verbessere, sind die Geschäftsmodelle nicht sonderlich ertragreich und skalierbar. Vielleicht schon noch ertragreich, aber nicht skalierbar und dann ist es eine Begrenzung im Wachstum. Und man muss bei eCommerce schauen, welche Geschäftsmodelle da noch funktionieren. Es gibt Modelle, die wahnsinnig gut funktionieren. Das ist, soweit ich das wahrnehme, aber eher noch die Ausnahme, weil schon recht viel eCommerce gelöst ist und es große Plattformen gibt, die eCommerce abgedeckt haben. Das wäre bei mir so ein Geschäftsmodell, welches ich nicht so attraktiv finde.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über Ideen von Startups, die schon früher nicht funktioniert haben
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Matthias Helfrich: „Das hängt davon ab, wie erfolgreich das andere Unternehmen das gemacht hat. Wenn es meiner Einschätzung nach einen The-Winner-Takes-It-All-Markt ist, dann wäre ich eher zurückhaltend.

Ich habe da eher eine Schwäche für Geschäftsmodelle, die andere vorher ausprobiert haben und nicht erfolgreich waren. Wenn die mir auf dem Tisch liegende Gründung aus den Fehlern oder dem falschen Timing des anderen Startups lernen kann, dann finde ich das eher positiv. Das ist wie eine Art Pivot zum anderen Zeitpunkt, aber nicht innerhalb eines Startups, sondern von einem Startup zum anderen, das aus den Fehlern gelernt hat.

Man sollte mal analysieren, wie viele Startups erfolgreich waren, aber nicht mit dem Geschäftsmodell aus ihrem ersten Pitch Deck. Daraus sieht man, wie entscheidend die Weiterentwicklung von Ideen für den Erfolg ist.

Man kann also vermuten, dass ein Startups, das zuvor gescheitert war, einfach zu früh dran war. Ich habe gerade viele Startups im Energiebereich, die technisch einfach zu früh dran waren. Wenn ich dann später ein neues Team kennenlerne, dann kann das Timing durchaus funktionieren und das Team das Startup durchaus erfolgreich aufbauen. So etwas schaue ich mir dann gern an.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
wie das Investieren in Startups funktioniert
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Dr. Rahel Stichtenoth: „Ich Grunde gibt es zwei Wege in Startups zu investieren. Einmal über ein Convertible und eine Equity Round. Die will ich auch beide nochmal genauer erläutern.

Die Equity Round finde ich ein bisschen einfacher, da geht es darum, dass ich mich mit dem Startup auf eine bestimmte Bewertung einige, dann wird eine Kapitalerhöhung gemacht, dass man dann den Nennwert der zahlt und zusätzlich gibt es Agio (Aufgeld), das ist aus meiner Sicht die eigentliche Kapitalerhöhung. Das ist das Geld, was dem Unternehmen dann zu guten fließt. Und dann bekomme ich echte Anteile und das ist eine super Sache und alles ist geklärt.

Das Schwierige ist, dass die Startups manchmal an dem Punkt stehen, wo es gar nicht so leicht ist eine Bewertung festzulegen. Je früher man dabei ist, desto schwieriger ist es. Auf der anderen Seite ist es sehr aufwendig, weil ich auch zum Notar gehen muss. Einen anderen Nachteil sehe ich darin, dass alle Business Angels in einer Runde gemeinsam investieren und ich jetzt nicht als Startup 1-2 vorher mit reinnehmen kann und dann kommen die nächsten in ein paar Monaten später dazu.

Um diese Nachteile aufzuwiegen, gibt es dann das Wandeldarlehen. Da ist es so, dass der Business Angel dem Startup zunächst ein Darlehen gibt. Erst später, wenn eine Equity Runde stattfindet, wird es dann in Anteile umgewandelt. Da wird im Endeffekt ein Versprechen gegeben, zu welchen Konditionen ich später wandeln kann. Da gibt es zwei Parameter, die wichtig sind. Das ist der Cap und der Discount.

Ich würde einfach mal ein Beispiel geben: Wenn ich ein Cap von 4 Millionen Euro habe und ein Discount von 20 %, dann bekomme ich meine Anteile auf die zukünftige Bewertung mit einem Discount von 20 %. Bei einer Bewertung von 4 Millionen Euro kann ich dann meine Anteile zu einer Bewertung von 3,2 Millionen Euro wandeln. Auf der anderen Seite ist das ganze gedeckelt, durch das Cap. Das heißt, meine Bewertung, die ich bekomme, ist maximal 4 Millionen Euro, auch wenn in der Equity Runde dann eine 6 Millionen Euro beschlossen wird. Eine gewisse Sicherheit, was mein Maximum ist, habe ich dann auch.“

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