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Olaf Stichtenoth über das Risikomanagement

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über das Risikomanagement

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Olaf Stichtenoth: „Die Frage nach dem Risikomanagement ist für Business Angels sehr schwierig zu beantworten. Das ist auch so ein Grundproblem, dass viele Business Angels gar kein Risikomanagement betreiben. Die legen das Geld dann einfach in Startup-Investments an und sehen es eher als Spielgeld.

Wenn man es ernst betreiben will, dann braucht man eben ein Risikomanagement und man muss sich die Frage stellen, inwieweit alle Investments zusammenhängen. Wenn ich alle Investments im gleichen Markt, Branche Region habe, dann kann, führt eine Veränderung in einen der Bereiche dazu, dass mein Risiko wahrscheinlich nicht mehr kontrollierbar ist.

Ich kann mit einer begrenzten Anzahl an Business Angel Investments natürlich kein Risikomanagement betreiben, wie es ein Fondsmanager tut. Ich kann mir aber anschauen, welche Risiken ich bereit bin zu tragen und welches Risikoprofil hat der Anteil meines Vermögens, welches ich in Startup-Investments stecke. Das sollte man sich auch veranschaulichen, wie viele Startups wahrscheinlich pleite gehen werden. Wie viele Unternehmen werden die Investitionssumme zurückspielen und wie viele Unternehmen werden ein relevanten Multiple auf meine Investitionssumme zurückspielen.

Da kann man sich Zahlen anschauen und das führt jetzt aber ein bisschen zu weit in diese Zahlen genau einzusteigen. Da gibt es viele Zahlen da draußen und da kann man sich ein eigenes Modell zu bauen. Das habe ich auch gemacht und dann sieht man, wie viele Investments man tätigen muss, damit man überhaupt ein Risikomanagement betreiben kann.“

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Business Angel Olaf Stichtenoth

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Business Angel Xavier Sarras
über Diversity im Team
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Xavier Sarras: „Ich bin Franzose, der in Deutschland geboren ist, mit einem österreichischen Vater, der eigentlich Rumäne und Russe war. Meine Mutter ist von Spanisch-Marokkanischen Ursprungs. Ich war auf einer amerikanischen Schule, mein Vater war Jude und ich bin als Katholik geboren und mittlerweile gehöre ich keiner Kirche mehr an. Außerdem war mein Vater 66 Jahre alt, als ich auf die Welt kam. Ich bin eh schon in Diversity groß geworden, ich war 25 Jahre Agenturgründer. Ich habe mein Leben lang mit ganz unterschiedlichen Kulturen und Genders gearbeitet.

Wir hatten Homosexuelle, Frauen, Männer und unterschiedliche Altersgruppen. Für mich ist Diveristy irgendwie kein Zielzustand, sondern eher ein Selbstverständnis. Ich würde mir mehr wünschen, dass Diversity mehr als Normalität empfunden wird und wir nicht so viel für Diversity kämpfen müssen. Es ist aber eine schwierige Diskussion. Ich verstehe schon, warum wir das tun, weil eben zu wenig getan wird und zu wenig Selbstverständnis da ist.

Aber wie gehe ich jetzt damit um. Ich bin jetzt nicht gegen ein reines Männerteam. Wenn es ein reines Männerteam ist, dann müssen sie eben die unterschiedlichen Skills haben, um das abzuliefern, was sie vorhaben. Dann empfehle ich ihnen ein diverseres Team aufzustellen. Aber nicht, dass da Diversity drauf stehen kann, sondern eher, weil ich davon überzeugt bin, dass das der richtige Weg ist, um eine Organisation aufzubauen.

Dann ist es aber auch Diversity of Gender, Skillset, Age, Color, Culture ect.. Also nicht nur zu sagen: “Es braucht mehr Frauen oder Männer im Team.” Wenn ich ein reines Frauenteam sehe, würde ich genauso vorschlagen, dass sie sich vielleicht ein bisschen unterschiedlicher aufstellen sollten. Das ist aber nicht nur die eine Achse, das sind ganz viele Achsen, die da wichtig sind. Ich bin da nicht zu eingekesselt, sondern sehr flexibel in meiner Denkweise.“

Business Angel Robert Sünderhauf
über das notwendige Potential eines Startups
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Robert Sünderhauf: „Das Potential hat für mich immer zwei Aspekte. Zum einen ist das der adressierbare Markt – wie groß kann das eigentlich werden? Ich glaube, dieser Markt sollte wirklich groß sein, wir reden also über Milliarden. Darunter macht es meistens wenig Sinn, denn es ist ja sehr unwahrscheinlich dass ein Startup innerhalb von kurzer Zeit einen riesigen Anteil am Markt gewinnt.

Wenn der Markt also schon greifbar ist, dann würde ich versuchen, dass es ein Milliardenmarkt ist.

Das zweite Thema beim Potential ist das Team. Man sollte als Business Angel auch ein Gründerteam haben, dem man zutraut, eine relevante Firma aufzubauen, Geld aufzunehmen und andere Investoren zu überzeugen. Denn letzteres ist ein ganz wichtiger Treibstoff. Wenn das nicht der Fall ist, dann würde ich die Finger davon lassen.“

Business Angel Xavier Sarras
darüber, warum Deutschland mutige Angels braucht
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Xavier Sarras: „Deutschland wird im Venture Capital Ökosystem immer besser. Ich bin auch Optimist und es gibt auch Akteure, gerade im Startup Verband, die sich unermüdlich einsetzten. Da noch mal ein Dank an die Kollegen und auch Angel Kollegen, die dort vertreten sind. Die treiben es wirklich voran, dass die Landschaft in Deutschland offener für Venture Capital wird und es wird ja auch immer besser.

Was es aber wirklich noch braucht, ist eine Kultur der Investition. Wir müssen mutig sein, Deutschland muss mutig sein, in Innovationen zu investieren. Wir haben das Potenzial, aber es ist auch so, dass viele Gründer:innen im Ausland leichter an den Glauben der Investor:innen rankommen. Deshalb kann ich nur ermutigen, geht da rein und traut euch. Informiert euch vorher gut, aber werdet Teil dieses Ökosystems.

Wenn man sich mal überlegt, was passieren kann, wenn zum Beispiel 1000 Menschen 50.000 bis 100.000 Euro in die Hand nehmen. Da passiert eine ganze Menge, da kann man viele Startups von finanzieren. Wenn sich 2000 oder 3000 Menschen überlegen nur 20.000 oder 25.000 Euro zu investieren, auch das geht. Oder wenn wir sagen, dass wir 50.000 Menschen erreichen, die bereit sind 5000 Euro zu investieren. Auch das ist eine riesige Summe. Also ihr seht schon, es geht auch mit kleinen Tickets. Traut euch ruhig auch schon mit 50.000 Euro und Ticketgrößen von 5000 Euro zu starten.

Da gibt es Plattformen wie zum Beispiel AddedVal.io und viele mehr. Damit erreicht man auch schon viel und die Gründer:innen sind euch dankbar. Wenn ihr 5000 Euro investiert und noch ein paar guten Kontakte für sie habt, dann ist es für die Gründer:innen auch sehr gut. Also daher ermutige ich es eher in die Breite zu treiben und möchte einen Aufruf starten, dass sich da viel mehr auch reintrauen und habt keine Angst davor.“

Business Angel Wilfried Gillrath
darüber, worauf er bei einem Pitch Deck achtet
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Wilfried Gillrath: „Ich achte bei einem Pitch Deck darauf, ob mich das Thema interessiert und ob ich einen Beitrag leisten kann, der über das zur Verfügung stellen von Geld hinausgeht. Dann suche ich tatsächlich relativ schnell das Gespräch zu Gründern. Wenn es ein Thema ist, was mir fern ist oder es kein Geschäftsmodell ist, welches zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt und gleichzeitig einen positiven Effekt auf die Umwelt oder Gesellschaft hat, dann bin ich eben auch raus.

Ansonsten versuche ich recht schnell ins Gespräch mit den Gründern zu kommen. Was mich auch immer irritiert ist, wenn zu viele Zahlen und zu viele strukturellen Dinge im Sinne von struktureller Organisation im Pitch Deck steht. Das ist auch alles wichtig, aber es ist noch viel wichtiger, dass klar erkennbar ist, was das Gründerteam insgesamt erreichen will.
Auf einer übergeordneten Ebene, wo es hinführen soll, weil der genaue Weg noch zu bestreiten ist.

Für mich sind Pitch Decks und Startups attraktiv, wenn es ein übergeordnetes Ziel gibt, was jenseits von Geld verdienen ist.“

Business Angel Xavier Sarras
darüber, was First Time Angels tun können, um für die erste Investition gut gewappnet zu sein
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Xavier Sarras: „Zunächst gibt es ja Plattformen wie AddedVal.io, die sich mit Angel Investing sehr intensiv beschäftigen. Meldet euch doch mal bei AddedVal.io. Die machen sich die Mühe mit Angels und Investoren diese Interviews zu führen und Videos zu produzieren. Das ist eine Ressource. Meldet euch bei solchen Companies, da bekommt ihr Hilfe. Ansonsten ist LinkedIn ein tolles Netzwerk, über das man Angels findet. Kontaktiert uns und tauscht euch mit uns aus. Lernt, bevor ihr einsteigt.

Ich habe einen Angel Investor Kollegen, der kam aus einer industriellen Karriere. Der war CEO von einem mittelständischen Unternehmen. Der ist mit knapp 50 aus der Karriere ausgestiegen und wollte Angel Investor werden. Der hat erst mal ein paar Micro Masters in dem Bereich gemacht. Hat sich über Venture Capital informiert und das studiert. Er hat sich da ca. ein Jahr lang mit Informationen aufgesaugt und sich mit mir zusammen ausgetauscht.

Wir waren in der Zeit bestimmt 5-7 Mal lunchen. Da habe ich ihm erzählt, was so meine Fehler waren. Jetzt, nach zwei Jahren, ist er ein erfolgreicher Angel und hat 8 Investments gemacht und weiß, worum es geht. Das geht schon, man muss sich nur vorher darüber informieren. Das romantische Gefühl kurz beiseitelegen und die Ra­tio aufsetzen und es als Geschäft sehen. Man muss es als Business verstehen und nicht als Hobby. Wenn man es als Business versteht, dann geht man es auch strukturierter an und dann passt auch alles.“

Business Angel Joakim Nägele
über die Probleme mit Gründern, die noch fest angestellt sind
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Joakim Nägele: „Das ist in der Regel einfach nicht darstellbar. Ich verstehe natürlich die Intention dahinter, dass man so etwas nebenbei ausprobieren kann und dabei die eigene Sicherheit beibehält.

Von der Kapazität ist das aber einfach nicht möglich. Entweder ich arbeite 24/7 an meinem Geschäftsmodell oder ich lasse es bleiben. Es ist einfach nicht möglich, einen Vollzeitjob mit der Umsetzung einer Startup-Idee zu verbinden.

Was möglich ist: eine Startup-Idee zu konzeptionell zu entwickeln. So etwas höre ich mir auch gern an. Aber die Umsetzung mit zwei Stunden Zeit am Tag ist eben nicht realistisch.“

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