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Olaf Stichtenoth über das Wandeldarlehen

Serial Entrepreneur & Business Angel

über das Wandeldarlehen

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Olaf Stichtenoth: „Das Thema Wandeldarlehen ist erst seit ein paar Jahren so richtig aktuell geworden. In den USA gibt es das und andere Modelle schon länger. Es gibt verschiedene Modelle, wie man Fremdkapital in ein Startup geben kann. In Deutschland wird gerade am meisten das Wandeldarlehen genutzt. Das ist eine Schuldverschreibung, also ein Kreditvertrag, mit dem versprechen, dass der später in echte Anteile wandelt. Da werden eigentlich zwei zentrale Dinge definiert. Das eine ist der Cap, also zu welcher Bewertung später maximal gewandelt wird. Wenn man ein Cap von 4 Millionen hat und später eine Runde von 8 Millionen macht, dann bekommen die Angels zu dem Wert Shares, der bei 4 Millionen gewesen wäre.
Die bekommen also ihre Shares doppelt so billig wie die späteren Investoren.

Der zweite Parameter ist der Discount. Der Discount ist zum Beispiel 20 %, ich glaube maximal 25 %, wenn man einen INVEST Zuschuss bekommen möchte. Den kann man aber frei wählen und ich habe auch schon höhere Discounts gesehen und selber höhere Discounts gemacht. Der ist im Fall, dass der Cap nicht erreicht wird, kommt der Discount zum Tragen. Es wird immer das genommen, was für den Business Angel günstiger ist.

Das bedeutet, wenn ich einen Cap von 4 Millionen habe und einen Discount von 20 % und ich mache eine Finanzierungsrunde von 4 Millionen, dann wäre das mein Cap, aber weil ich 20 % Discount habe, wäre dann meine Bewertung 3,2 Millionen. Das sichert den Business Angel ab, dass er eine Investition nicht mit einer unseriösen Bewertung macht. Die Bewertungen sind im Moment auch relativ hoch im Markt.

Wenn man dann gleich eine Equity Runde macht, dann hat man halt seine Equity zu der Bewertung. Mit einem Wandeldarlehen sichert man sich so ab, dass man keine Down Round macht und man nicht zu einer niedrigeren Bewertung wandelt als die anderen Investoren, die später reingehen. Und man bekommt ein Premium über den Discount oder über den Cap, der für das frühere Risiko entschädigt.“

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Business Angel Gwendolyn Schröter
darüber, welche Vorteile es hat, wenn sich die Gründer in der Branche auskennen
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Gwendolyn Schröter: „In der Regel ist es ja so, dass es schön ist, wenn man auf ein neues Thema stößt. Das erlaubt einem anders zu denken und andere Lösungen zu finden. Man nennt es auch die Branchenblindheit, das kann natürlich bei Gründern auch so sein.

Tatsächlich ist es aber so, dass wenn man über die erste Ideenphase hinwegkommt und das Thema Traction kommt auf und es kommt darauf an PS auf die Straße zu bringen. Dann zeigt sich sehr schnell, wenn jemand überhaupt keine Erfahrung in dieser Branche hat. Da gibt es einfach bestimmte Gepflogenheiten und Probleme, die es für Branchenfremde schwierig macht. Da muss man wirklich durch Fehler lernen oder sich eben externe Unterstützung holen.
Ich würde sagen, dass es in den ersten 6 Monaten noch nicht so schwierig ist, aber dann würde ich das Team schon soweit stärken, dass man eben Branchen Know-How hat.

Der zweite Teil der Antwort bezieht sich auf die Branchenblindheit. Um die Frage jetzt mal auf die Investoren zu beziehen: Ist es gut, wenn man sich als Business Angel besonders gut in der Branche des Startups auskennt? Ich komme Beispielsweise aus der Papierindustrie und ich habe mir am Anfang Cases aus dem Bereich angeschaut.

Da habe ich einfach gemerkt, dass ich bei anderen Branchen viel mehr an ABERs und gedanklichen Hindernisse hinnehme, als in der Branche, wo ich mich auskenne. Da war ich einfach insgesamt sehr kritisch und habe alles hinterfragt. Kritisch zu sein ist natürlich wichtig, aber je kritischer man ist, desto schwieriger wird auch eine Zusammenarbeit mit den Startups.

Man kann es natürlich machen und auch die Startups mit seinem Branchen Know-how unterstützen, aber man muss sich schon zusammenreißen. Wirklich immer tief durchatmen und nicht immer gleich: “Ja, aber…” sagen. Erst einmal kurz drüber nachdenken und überlegen, warum der Ansatz der Startups vielleicht doch eine gute Idee sein könnte.“

Business Angel Tina Dreimann
über ihre Erwartungen an die Gründerinnen und Gründer
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Tina Dreimann: „Nach dem Abschluss einer Finanzierungsrunde ist ein spannender Moment. Erst mal sollte das Team natürlich feiern, weil sie es geschafft haben. Gleichzeitig empfehle ich jedem Team so zu tun, als wären sie vor der Finanzierungsrunde. Gar nicht mal, weil sie wieder Raisen müssen, sondern weil die Knappheit an Ressourcen zu Kreativität führt.

Also die Startups sollten weiter so tun, als hätten sie kleine Taschen und gut überlegen, wofür sie das gewonnene Kapital einsetze, um das Unternehmen fokussiert voranzutreiben. Also nicht gleich in ein fancy Office in der Maximilianstraße investieren, sondern eher in das Produkt, in die Kunden und in das Team.“

Business Angel Joakim Nägele
über den Auswahlprozess und die Due Diligence
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Joakim Nägele: „Was man sich wirklich anschauen sollte, ist der Markt und das Geschäftsmodell, um zu bewerten, ob das Geschäftsmodell im Marktumfeld Wachstumspotential hat. Was aber noch wichtiger ist – und das hat sich bei mir immer stärker gefestigt – sind die Gründer, ihre Herkunft, ihre Interessen, ihre Kompetenzen usw.

Am Ende können Gründer das beste Geschäftsmodell haben – wenn sie nicht in der Lage sind, die Operations zu stemmen und das Geschäftsmodell wirklich in der täglichen Arbeit erfolgreich umzusetzen, dann nützt auch die beste Geschäftsidee nicht.

Ich habe eben auch noch einmal bewusst gesagt ‚Herkunft und Interessen der Gründer‘. Es gibt auch Gründer, die durchaus von ihren Fähigkeiten her sehr gut sind, sich dann aber anfangen zu streiten, andere Interessen zu entwickeln usw. Darauf sollte man sehr stark achten, sich nicht vor Euphorie blenden zu lassen, sondern sich ganz genau, mit wem man es zu tun hat.

Ich habe keine ausgedruckte Checkliste, weil ich neun Jahre M&A gemacht und mehrere Jahre in Startups investiert habe. Insofern kommt das ein bisschen von innen heraus. Da gibt es schon Checklisten, die man nutzen kann. Man darf aber einfach nicht vergessen, sich auf die eigene Erfahrung und Intuition zu besinnen, mal nach innen zu horchen und fühlen, ob man damit ein gutes Gefühl hat – vor allem was die Gründer angeht.“

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor
über die Startup-Bewertung
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Julius Göllner: „Die Bewertungsverahandlung ist in so einer frühen Phase in Summe ein schwieriges Thema, weil da viele Faktoren mit reinspielen. Das ist als Erstes die generelle Marktsituation. Mitte 2021 war sicher eine andere Marktsituation als Mitte 2022. Dann ist an den Markt angeschlossen eine gewisse Angebots- und Nachfragesituation entscheidend. Wenn es eine starke Nachfrage nach dem Deal gibt, dann sind die Gründer:innen in einer viel stärkeren Verhandlungsposition.

Der Markt gibt auch ein bisschen eine Reverenz. Eine Pre-Seed-Runde in einem bestimmten Vertical FinTech, mit einem Gründerteam, dass nicht zum ersten Mal gründet hat, hat einen anderen Referenzpunkt als First-Time-Founder ohne Vorerfahrung in dem Vertical.

Das heißt, dass es da keine so richtige abschließende Antwort darauf gibt. Wenn ich denke, dass die Bewertung nicht mit Marktreferenzen gewährleistet ist, dann würde ich einfach mit dem Team ein offenes Gespräch suchen, wie in jeder anderen Verhandlung auch. Da würde ich sagen, aus welchen Gründen ich die Bewertung zu hoch ansehe. Dann ist auch immer die Frage, wie viel inhaltlichen Mehrwert ich liefern kann und wie Relevant ich für das Gründerteam bin.

Wenn ich in den Gesprächen aufzeigen konnte, dass ich neben dem Kapital wirklich ein Mehrwert für das Team bringen kann, dann steigt natürlich auch meine Wertschätzung im Team. Dann ist das Team auch häufig bereit, über den Listenpreis hinaus einen Discount zu geben.

Natürlich gibt es auch andere Faktoren wie zum Beispiel ein VC, der schon eine klare Bewertung festgesetzt hat. Das ist ein sehr komplexes Gebilde und wenn es eine Möglichkeit der Verhandlung gibt, würde ich die auch wahrnehmen, in dem Moment, wo ich der Meinung bin, dass sie im Marktvergleich überpreist sind.“

Business Angel Stephan Jacquemot
darüber, welche Geschäftsmodelle man meiden sollte
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Stephan Jacquemot: „Bei mir ist es so, dass ich keine ausgewiesene Expertise im Hardwarebereich habe. Das geht vielen Investoren so und ich glaube, da geht uns ein Marktpotenzial verloren. Ich glaube, dass auch gute Geschäftsmodelle im Hardwarebereich zu finden sind. Ich glaube aber, dass sich zu wenige Leute ein Skillset in dem Bereich erworben haben, um diese Geschäftsmodelle zu verstehen. Wenn man jetzt als Angel einsteigen und sich ein Wissen aneignen möchte, dann sehe ich in Hardware Geschäftsmodellen ein wirklich großes Potenzial. Da liegt gerade Deutschland als Land der Ingenieure extrem viel Potenzial.

Darüber hinaus Geschäftsmodelle, die vielleicht nicht so attraktiv sind: Alles, was in die Richtung Consulting geht, wo ich so Einmalumsätze habe. Selbst wenn ich mit digitalen Tools das Consulting verbessere, sind die Geschäftsmodelle nicht sonderlich ertragreich und skalierbar. Vielleicht schon noch ertragreich, aber nicht skalierbar und dann ist es eine Begrenzung im Wachstum. Und man muss bei eCommerce schauen, welche Geschäftsmodelle da noch funktionieren. Es gibt Modelle, die wahnsinnig gut funktionieren. Das ist, soweit ich das wahrnehme, aber eher noch die Ausnahme, weil schon recht viel eCommerce gelöst ist und es große Plattformen gibt, die eCommerce abgedeckt haben. Das wäre bei mir so ein Geschäftsmodell, welches ich nicht so attraktiv finde.“

Business Angel Tina Dreimann
über die Relevanz des Angel-Netzwerks
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Tina Dreimann: „Das Netzwerk bestimmt, worein ich investieren kann und weil das Netzwerk so wichtig ist, um Investments zu tätigen, haben wir mit better ventures einen eigenen Impact Angel Club aufgebaut. Dort sind wertegetriebenen und ähnlich denkenden Menschen vertreten. Da haben wir uns zusammengeschlossen. Das haben wir wegen der Geschwindigkeit gemacht, gerade wenn man sich das Thema Klima und Biodiversität anschaut.

Da müssen wir einfach schnell sein und wenn wir einzeln arbeiten würden, dann würden wir die Gründerteams eher ausbremsen. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir bessere Entscheidungen treffen, schnellere Entscheidungen treffen und sind dadurch auch gründerfreundlicher. Das kommt natürlich sehr gut bei den Teams an.“

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