Business Angel Academy

Lerne aus 6 verschiedenen Themenbereichen alles rund ums Angel Investing

mit über 400 Videos von erfahrenen Angels

Mit einem Klick zu vielen weiteren Videos

Olaf Stichtenoth über die Down Round

Serial Entrepreneur & Business Angel

über die Down Round

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Olaf Stichtenoth: „Eine Down Round ist eine Runde, die zu einer niedrigeren Bewertung durchgeführt wird, als die Runde davor. Also eine Runde, die sozusagen nach unten zeigt. Die ist immer sehr schlecht für die Psyche für alle Beteiligten. Vom Prinzip und Gefühl her hat man eben Geld vernichtet, obwohl die Bewertung in der vorherigen Runde vielleicht zu hoch angesetzt war.

Dann wurden eben die Ziele nicht erreicht und es besteht die Gefahr, dass das Startup gar keine Folgefinanzierung bekommt oder eine Down Round. Das ist so der Punkt, wo sich eigentlich alle Beteiligten lieber für die Down Round entscheiden, weil sonst der Traum ausgeträumt ist. Durch eine Down Round werden vielleicht die Hoffnungen etwas nüchterner, aber es geht zumindest erstmal weiter.

Es ist eine Frage, die sich alle Beteiligten sehr ernsthaftig stellen müssen. An bestimmten Stellen kommt man da aber nicht drum rum, wenn sich das Startup an der einen oder anderen Stelle ein bisschen verpokert hat. Vielleicht auch, weil die erste Bewertung zu hoch war und dann macht man halt eine Down Round. Dadurch geht die Welt auch nicht unter.

Eine Down Round sollte man immer so klein wie möglich machen. Das gilt natürlich für alle Investitionsrunden, aber bei einer Down Round noch mehr, dass man es vielleicht in einer Bridge-Finanzierung verpackt. Man kann auch über ein Wandeldarlehen gehen, es ist für alle Beteiligten immer angenehmer, wenn man es schafft, eine Finanzierungsrunde zu den alten Bewertungen zu machen und es dann als Bridge-Finanzierung bezeichnet.

Es sind ja auch alles nur Begriffe, es hat ja keine rechtliche Konsequenz, ob es eine Bridge Finanzierung oder Down Round ist. Es ist kein Weltuntergang, sich auf die Down Round einzulassen, aber man verwässert dann natürlich stärker, als man sich das so vorgestellt hat.“

Direkt mehr Business Angel-Know-How

von diesen und vielen weiteren Business Angels

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021

Matthias Helfrich

Business Angel des Jahres 2021

Business Angel Ingo Weber

Ingo Weber

Impact Business Angel

Kasia Zalewska Angel Impact Investor bei Ragnarson

Kasia Zalewska

Angel Impact Investor

Business Angel Joakim Nägele

Joakim Nägele

Business Angel aus Hamburg

Business Angel Gwendolyn Schröter
darüber, warum es so wichtig ist die die Ambitionen der Gründer zu kennen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Gwendolyn Schröter: „Es gibt wie bei allen Menschen verschiedene Berufungen und Berufe und Gründe, warum sie etwas machen. Natürlich kann man als Investor sagen, dass ich in jemanden investieren möchte, der die Welt verändern kann. So ist es bei uns, wir investieren nur in Impact only Themen. Das heißt für uns, dass es natürlich auch interessant und gut zu wissen, ob ein Gründer einfach hinter dem Geld her ist, oder ob er doch an dem Impact, Thema und Team interessiert ist.

Warum ist das wichtig?
Man sollte als Business Angel auch selbst wissen, warum man investiert. Geht es darum mein Portfolio zu diversifizieren. Also ich möchte vielleicht nicht mein Geld nur in Aktien und Immobilien stecken, sondern auch in Startups. Oder möchte ich als Business Angel wirklich meine Zeit investieren und dann sollten Gründer und Gründerinnen auch meine Ideen und mein Feedback annehmen und anhören können.

Von daher ist es wichtig, dass man sich selbst gegenüber ehrlich ist, warum man es macht und natürlich auch die Gründer und Gründerinnen fragt. Klar denkt man, dass es total normal ist, dass jemand gründet und dann sein Startup skalieren möchte. Ich denke, so selbstverständlich ist es aber nicht und ich glaube, darüber kommt man gut mit den Startups ins Gespräch und lernt sich auf einer Ebene kennen, die nicht unwichtig ist.

Ich finde die Frage unfassbar wichtig und das würde ich auch relativ zu Beginn fragen. Wenn man jemanden über einen Pitch kennenlernt, dann spricht das Startup auch über ihre Vision und das ist so ein guter Punkt, wo man da gut nachhaken kann und die Frage nach den Ambitionen stellen kann. Also wirklich, warum die Gründer und Gründerinnen dieses Thema persönlich angehen?

Für uns ist es eigentlich ziemlich einfach, weil es Impact orientierte Startups sind, die das wegen des Impact-Wunsches heraus auch tun. Deswegen ist da die Antwort meistens recht einfach. Aus dem Grund gab es noch kein Investment, wo ich die Ambitionen der Gründer:innen nicht gekannt habe. Das ist aber vielleicht auch so ein Spezialfall für Impact orientierte Gründer:innen.

Es ist natürlich wichtig, dass das Startup mit der Idee auch irgendwie Geld verdienen muss, weil das auch meistens ein Mitgrund dafür ist, warum Business Angels mitinvestieren möchten. Investoren wollen auch ihr Geld quasi verzinst wiederbekommen. Da sollte also auch klar sein, das die Beteiligten damit auch Geld verdienen wollen.“

Business Angel Maria-Johanna Schaecher
über wichtige rechtliche Themen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Maria-Johanna Schaecher: „Man macht am Anfang eine Art rechtliche Due Diligence, in der Regel ist nicht sehr viel beim ersten Seed-Investment vorhanden. Ich achte darauf, dass es eine Gesellschaft gibt. Viele Start-ups haben noch eine UG, wenn sie schon auf Fundraising Suche sind. Das ist dann immer etwas schwierig und auch nicht ganz geklärt.

Worauf ich auch achte und was mir wichtig ist, wie sieht das Cap Table aus, ist es ausgeglichen, haben die wichtigsten Player in dem Start-up genügend Anteile oder sind mache, die scheinbar wichtig sind, gar nicht beteiligt. Ansonsten: Wie sieht der GmbH Vertrag aus? Wie sieht die Gesellschaftervereinbarung aus? Aber da ist meine Erfahrung, wenn man in der Frühphase investiert, vieles noch sehr einfach, und die Professionalisierung kommt dann mit professionellen Investoren.

Die geben in Regel ihre Standards vor. Es gibt dort wenig Spielraum zur Verhandlung. Insofern ist für einen Angel Investor wichtig, dass alles fundiert geregelt ist, es muss nicht so komplex sein, es muss alle Anforderungen erfüllen, und der nächste Schritt, was die Verträge betrifft, wird ohnehin von einem professionellen Investor vorgegeben.“

Business Angel Robert Sünderhauf
über Startups, die vor allem mit einem besseren Design punkten wollen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Robert Sünderhauf: „So pauschal ist das schwer zu sagen. Wenn man als Gründer etwas komplett Neues macht, was es noch gar nicht gibt – dieser sogenannte ‚Blue Ocean‘. Dann gehst du in einen Markt, den du neu entwickelst. Da muss man realistischerweise sagen, dass von diesen Sachen total viele scheitern, weil es oft einen Grund gibt, warum es diese Lösung noch nicht gibt. Vielleicht braucht das auch einfach niemand.

Damit kann man auch immer mal Glück haben und so etwas wird sehr groß, aber das ist ein dickes Brett.

Gleichzeitig tragen nur so kleine inkrementelle Verbesserungen nicht weit genug, zum Beispiel wenn man das gleiche Produkt hat und nur das Marketing ein bisschen raffinierter macht. Man muss ja überlegen, wie der Markt in zwei Jahren aussieht – nicht heute – wenn ich das Produkt wirklich habe und ein Team aufgebaut ist. Wenn man dann mit etwas kommt, das sich relativ schnell kopieren lässt, dann wird das vermutlich nicht reichen, um sich gegen die Incumbents, also die bestehenden Player im Markt, durchsetzen zu können.

Als Angel Investor fühlt man sich wahrscheinlich am wohlsten irgendwo dazwischen – also mit einer relevanten Innovation, aber auch einem sichtbaren Markt mit echter Nachfrage.“

Business Angel Dr. Gesa Miczaika
darüber, was sie gerne vor ihrem ersten Investment gewusst hätte
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Dr. Gesa Miczaika: „Ich glaube, fast alle machen den Fehler, die Portfolio Denkweise zu vergessen. Was meine ich damit? Also, wir haben einfach viel zu früh, viel zu viel investiert. Wir hatten einen Topf und aus diesem Topf haben wir einen ziemlich großen Batzen in unser erstes Investment getan. Man sollte immer berücksichtigen, dass man aus meiner Sicht immer mindestens zehn Investments tätigen sollte.

Außerdem will man bei einem gut laufenden Investment auch sein pro rata Recht nutzen. Für diesen Aspekt sollte man noch Kapital in der Tasche haben. Das kann ich nur empfehlen und es ist einfach schade, dass ich es nicht vorher berücksichtigt habe. Da gibt es auch Daumenregeln: 50 % des Kapitals sollte man für die Follow-on Investments zurückhalten. Andere machen auch 70 %, irgendwo dazwischen ist gut. Also, man sollte zehn Investments haben und dann kann man sich ausrechnen, wie viel man pro Investment ausgeben darf.“

Business Angel Gwendolyn Schröter
darüber, welche Risiken Gründer bergen, die immer noch fest in einem anderen Unternehmen angestellt sind
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Gwendolyn Schröter: „Da gibt es eine ganz klare Antwort. Das ist echt schwierig und ich kann es natürlich verstehen, dass es so ist. Die Gründer und Gründerinnen, mit denen man es als Business Angel zu tun hat, sind noch relativ jung dabei. Sie kommen aus den verschiedensten Hintergründen und müssen sich in irgendeiner Form finanzieren.

Es ist ein großer Vorteil, wenn Gründer:innen diesen Druck nicht haben, aber gerade wenn man im Pre-Seed unterwegs ist, dann ist das häufig der Fall. Nichtsdestotrotz, in dem Moment, wo ich in Finanzierungsrunden nach Investoren suche, tue ich es ja auch, um das Unternehmen auf solidere Beine zu stellen. Da sucht man ja auch nach Geld, um sich selbst zu finanzieren.

Deshalb sollte spätestens, wenn das Investment eingegangen ist, der Zeitpunkt sein, wo sich die Gründer:innen 100 % dem Startup widmen. Das hat unterschiedliche Gründe. Zum einen baut man da eine ganz andere Geschwindigkeit auf und in dem Moment, wo ich die alte Tür verlasse und die neue Tür erfolgreich betrete, da bin ich nochmal ganz anders motiviert, als wenn ich noch nebenher andere berufliche Verpflichtungen habe. Das klingt zwar auch hart, aber wenn ich ein Unternehmen gründe, dann brenne ich dafür und ich tue alles dafür, dass ich mich zu 100 % auf dieses Thema stürzen kann.“

Business Angel Wilfried Gillrath
darüber, was sich verändert, wenn institutionelle Investoren einsteigen
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wilfried Gillrath: „Das ist natürlich genau die Herausforderung, die irgendwann besteht, weil ich selbst nicht die Mittel habe, ein Unternehmen von Anfang bis zum Ende durchzufinanzieren. Irgendwann kommen institutionelle Investoren dazu und dann passieren die Dinge, die man so erwarten kann.

Es wird ein sehr strukturiertes Vorgehen reingegeben, es wird sehr stark auf die Reportings wert gelegt, es werden formalisierte Sitzungen organisiert und das funktioniert auch irgendwie. Das ist keine Frage, weil es in der Regel sehr erfolgreiche Organisationen sind.

Auf der anderen Seite muss man sagen, dass es im Wesentlichen auf der ökonomischen Ebene funktioniert und auf der Ebene der Kultur bleibt dann doch eben mehr zurück. Es ist zurzeit leider der Gang der Dinge, den ich auch noch nicht so richtig vermeiden kann.

Ich versuche es gerade mit einem Team so hinzubekommen, dass wir vielleicht auf diese institutionellen Investoren gar nicht zurückgreifen müssen. Das verlangsamt dann die ökonomische Entwicklung, weil man mit weniger Geld klarkommen muss. Diese exponentiellen Wachstumszahlen, die immer alle erwarten, kann man dann in dem Umfang vielleicht nicht erreichen.

Aber insgesamt entwickelt sich das Thema sehr viel solider und man muss vielleicht auch gar nicht mehr darüber nachdenken, ein Exit zu machen, sondern kaufen vielleicht die Gründer irgendwann die Investoren wieder raus und können dieses Unternehmen auch wirklich dauerhaft betreiben, weil sie es vielleicht eigentlich als Herzensangelegenheit haben. Durch institutionelle Investoren werden Gründer häufig dazu gezwungen, das Unternehmen extern zu verkaufen und zu monetarisieren, damit die Investment-Hypothese dann aufgeht. Gründer können dann in eine andere Kultur reingeworfen werden, in der sie sich überhaupt nicht beheimatet fühlen und wo die Ziele nicht mehr mit denen der Gründer übereinstimmen.

Aus dem Grund ist es für manche Geschäftsmodelle, die viel Geld brauchen gut, wenn institutionelle Anleger einsteigen. Auf der anderen Seite bleibt dann aber auch viel auf der Strecke. Grundsätzlich ist das total nachvollziehbar und die Rahmenbedingungen bei institutionellen Investoren sind nunmal wie sie sind. Sie investieren das Geld anderer Leute, sie müssen mehr kontrollieren, dokumentieren und nachweisen. Aber es hat eben auch Aspekte der persönlichen Ebene, die ich herausfordernd finde.“

Personalisierter Startup Dealflow FÜR DICH

Sei jetzt dabei!