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Olaf Stichtenoth über die Möglichkeit des Poolings

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über die Möglichkeit des Poolings

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Olaf Stichtenoth: „Ich kann als Business Angel nicht strukturiert weitere Angels aussuchen, kann aber den Gründern dabei helfen, bei späteren Angels einen Due Diligence Check zu machen. Zum Beispiel die weiteren Startups in dem Portfolio anschauen und dann können die Gründer mit den anderen Gründern des Angels sprechen.

Außerdem kann man als Gründer auch gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen und zum Beispiel kleinere Investoren zusammen poolen. Sodass ein Pool-Führer bestimmt wird und das verhindert, dass die Gründer Diskussionen mit kleinen Angels führen müssen. Diese Zeit, die dabei verloren geht, ist relevant.

Auf der anderen Seite sollten die Gründer auch die Angels nutzen. Die machen Türen auf und die haben unternehmerische Erfahrung. Diese Vorteile sollte man nutzen und es kann auch mal gut sein, einen kritischen Sparringspartner zu haben.

ABER: Angels die zu viel diskutieren wollen, weil sie vielleicht auch mehr Zeit haben, sind nicht sehr hilfreich. Da müssen sich die Gründer auch irgendwo schützen und auch als Angel macht es Sinn, die Gründer in der Richtung zu beraten. Da ist Pooling eine sehr gute Methode, um kleinere Investoren mit reinzuholen. Außerdem wie gesagt eine Due Diligence aufseiten der Business Angels zu machen. Noch wichtiger wird es, wenn man Venture Capital Fonds mit reinholt.“

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Business Angel Björn Jopen

Björn Jopen

Business Angel & Serial Entrepreneur

Business Angel Xavier Sarras

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Purpose Business Angel

Business Angel Olaf Stichtenoth

Olaf Stichtenoth

Serial Entrepreneur & Business Angel

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021

Matthias Helfrich

Business Angel des Jahres 2021

Business Angel Dr. Gesa Miczaika
über den Gender Bias
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Dr. Gesa Miczaika: „Jeder von uns hat ja einen Gender Bias oder überhaupt ein Similarity Bias. Jeder von uns investiert in Gründer:innen, die vielleicht einem etwas ähnlich sind oder der Inhalt der Gründung spricht einen an. Der Similarity Bias ist einfach da und ich nutze meinen Similarity Bias ganz explizit, weil ich damit eine Lücke fülle. Es gibt nicht so viele Investorinnen und daher gibt es ganz viele tolle unentdeckte Gründerinnen und das ist die Opportunität, die ich für mich sehe. Wirklich etwas ganz Spezielles, wo keine hinschaut und da kann ich vielleicht ganz wohlhabend mit werden.

Wenn man ein Mann ist, dann könnte man spezifisch auch dagegen arbeiten, wenn man es wollen würde. Da gibt es viele Methoden, mit denen man dies machen kann. Man kann sich beispielsweise fragen, ob man die Frage genauso gestellt hätte, wenn es ein männliches Gründerteam gewesen wäre. Darauf achten, dass man keine Risikofragen stellt, wenn da Frauen pitchen, weil man das typischerweise macht und zwar nicht nur die Männer, sondern Frauen machen das auch. Also das Risikofragen eher an Frauen gestellt werden und Männern eher Potenzialfragen bekommen. Man könnte bei Pitch Decks auch jemanden darum bitten, die Profile der Gründer:innen rauszunehmen. Damit man sich im ersten Schritt nur das Unternehmen anschaut und seine erste Entscheidung wirklich anhand des Inhalts trifft. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten. Wenn ich jetzt ein Mann wäre, dann würde ich einfach versuchen, in diverse Teams zu investieren, weil die Statistik zeigt, dass diverse Teams erfolgreicher sind. Das wäre mein Treiber, wenn ich am Investment-Hebel säße.“

Business Angel Xavier Sarras
darüber, worauf er bei Beteiligungsverträge achtet
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Xavier Sarras: „Ich würde schon schauen, dass man einen Anwalt im Netzwerk hat, der sich mit VC-Transaktionen auskennt. Da kann man sich nicht immer darauf verlassen, dass die Startup Gründerinnen und Gründer die beste Betreuung haben und schon die beste Kanzlei haben. Da gibt es in Deutschland schon Kanzleien, die einfach die Besten auf dem Gebiet sind. Da sollte man schon Zugang zu haben, damit man die Verträge prüfen kann.

Ich schau mir immer die Tag-Along- und Drag-Along-Klauseln an, wie die geregelt sind. Ich schaue mir meine Rechte als Investor an und ob ich in den nächsten Runden nachinvestieren darf, zumindest in pro rata, dass das nicht ausgeschlossen ist. Man muss dazu sagen, dass wenn irgendwann der VC kommt, macht der sowieso die Regeln. In den ersten Runden will man aber ja schon seine Möglichkeiten sichern. Man steigt ja sehr früh ein und hat damit das größte Risiko und möchte eben sicher sein, dass man dann auch nachkaufen kann, weil man sich so seine Position verbessert und sichert.

Außerdem achte ich auf das Vesting der Gründerinnen und Gründer. Vesting bedeutet, dass sich die Gründer:innen die Anteile über einen gewissen Zeitraum erarbeiten. Da gibt es die sogenannte Cliff, also eine Mindestdauer, die die Gründer:innen als Geschäftsführer (oder leitender Angestellter) zugehörig sein müssen, um überhaupt Recht auf ihre Anteile zu bekommen.

Die ist meistens auf ein Jahr gesetzt und das Vesting kann zwischen 3 und 5 Jahren sein. Da achte ich schon drauf, weil es die Gründer:innen drin hält, weil ich ja in die Gründer:innen investiere und ich will nicht, dass nach einem halben Jahr die Hälfte der Gründer:innen weg sind und auf einmal ein komplett neues Team da steht. Das ist ja dann nicht das Team, in welches ich investiert habe. Da möchte ich schon vertraglich festlegen, dass die dabei bleiben.

Sonst sind die anderen Dinge eher formaler Natur, es gibt natürlich noch die Liquidation Preferences, also wenn liquidiert wird, dann möchte ich als Investor mein Geld zurücksehen, bevor das zum Beispiel die Gründer:innen sehen, weil ich ja auch das Risiko getragen habe. Aber auch das wird neu sortiert, wenn ein VC dazu kommt.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
darüber, wie er Business Angel geworden ist
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Olaf Stichtenoth: „Ich bin Olaf und 48 Jahre alt, aktuell im Jahr 2022. Ich habe ein unternehmerisches Leben bis heute geführt und habe vor 15 Jahren eine Softwareagentur gegründet. Nebenbei habe ich noch ein paar andere Unternehmen im digitalen Bereich gegründet und auch erfolgreich verkauft. Seit 8 Jahren mache ich Angel Investments.

Für mich heißt ein Angel Investment in erster Linie, dass es zum einen ein relativ junges Unternehmen ist, also ich investiere gerne als erster Investor und auch in Pre-Revenue. Ich schaue hauptsächlich aufs Team, das heißt, dass ich auch mindestens zwei Gründer brauche. Ich mache keine Investments in Einzelgründer und ich investiere gerne an Stellen, wo ich einen relevanten Impact habe und wo ich mit meiner unternehmerischen Erfahrung helfen kann.

Das ganze muss natürlich mit Geld gehebelt werden, denn ein junges Unternehmen braucht in der Regel einen bestimmten Betrag, um zu beweisen, dass der Markt, den sie sehen, auch wirklich da ist. Das heißt, dass ich jemand bin, der ganz gerne einen Proof of Concept finanziert oder ein MVP. Also ich gehe in sehr frühen Phasen rein und ich arbeite auch sehr intensiv mit den Gründern zusammen.

Ich mache die Investments alle zusammen mit meiner Frau, die in Statistik promoviert. Wo wir als Team gut helfen können ist relativ breit aufgestellt. Wir haben beide einen unternehmerischen und Software Hintergrund. Das heißt, ich kann bei technischen Fragestellungen, bei Marketing und Fundraising helfen. Meine Frau dabei helfen, wenn es mehr in vertriebliche Dinge reingeht.

Der zweite wichtiger Punkt für unsere Investments sind Leute, die auch Menschen wie uns an Bord haben wollen. Wir stellen nicht einfach einen Koffer mit Geld hin und warten darauf, dass ein größerer Koffer zurückkommt. Wir gestalten aktiv und das müssen die Gründer auch wollen und mögen.

Der dritte Punkt ist, dass das Unternehmen ein relevantes Problem lösen sollte. Ein relevantes Problem heißt auch in einem gesellschaftlichen Kontext sinnvoll sein. Unternehmen, die eine Idee haben, mit der man so auf die Schnelle reich werden kann oder so interessieren mich einfach gar nicht. Mich interessieren ökologische und gesellschaftliche Themen. Für mich muss nicht alles so mega Öko-Unternehmen sein, für mich reicht es, dass es dieses Geschäftsmodell geben sollte. Das löst das Problem von jemandem und das macht irgendwas besser.

Ich muss nicht von allen Stellen überzeugt sein, man kann durchaus ein Modell haben, wo man eine Problematik hat und ein Stück eines Industriezweiges irgendwie grüner macht. Dann muss ich nicht den Industriezweig gut finden, aber es ist wichtig, dass dieser Teil und dieses Umweltproblem in diesem Zweig gelöst wird. Wir haben als Unternehmer einen sehr großen Einfluss auf die Gesellschaft und den sollten wir auch aktiv wahrnehmen und das wünsche ich mir auch von den Gründern. Das wir gemeinsam die Welt ein Stückchen besser machen.“

Business Angel Katja Ruhnke
über die Kommunikation mit Gründern:innen
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Katja Ruhnke: „Die formellen Themen sind die klassischen Reportings, die klassischen Gesellschafterversammlungen und Board-Meetings. Für mich ist die Kommunikation sonst sehr informell und sehr schnell. Zum Beispiel per Whatsapp und schnellen Sprachnachrichten, die wir hin und herschicken. Es ist für mich auch sehr wichtig, dass auch alles so nahbar bleibt und eigentlich eher informell ist. Abgesehen von den Verträgen und Beschlüssen, die eben formell gestaltet werden müssen.

Grundsätzlich ist eine informelle und schnelle Kommunikationsebene mit den Startups das beste. Ich habe auch festgestellt, dass bei Startups, wo man so was nicht etabliert hat, beispielsweise auch mit den anderen Gesellschafter:innen, da gibt es häufig ein Informationsleck. Unsere Zeiten sind einfach schnell, alle haben wenig Zeit, Startups haben wenig Personal. Da muss einfach alles schnell und informell gehen, damit man eben auch schnell vorankommt. Das ist für mich auch ein ganz entscheidender Punkt.“

Business Angel Dr. Gesa Miczaika
über ein gutes Team
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Dr. Gesa Miczaika: „Für mich ist es ganz wichtig, dass die Gründer:innen resilient sind. Das ist eins der wichtigsten Eigenschaften für mich. Der zweite wichtige Punkt ist, dass sie mit Optimismus und einer Passion an ihr Thema herangehen. Damit da auch der Funke zu den Investor:innen überspringt. Gründer:innen werden natürlich auch nicht nur ihr Unternehmen gegenüber uns Investor:innen verkaufen müssen, sondern auch gegenüber Mitarbeitern oder Kunden. Deswegen ist das eine zwingende Voraussetzung.

Dann muss das Team der Gründer:innen natürlich auch ein besonderes Wissen über den Markt mitbringen, auf dem sie tätig sind. Bestenfalls haben sie da schon eine langjährige Erfahrung in dem Markt, oder sie haben eine bestimmte Kenntnis, die kein andere hat und nicht einfach ergoogelbar ist.“

Business Angel Joakim Nägele
über den Begriff "Follow-on"
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Joakim Nägele: „Das bedeutet, auch in der zweiten oder dritten Finanzierungsrunde auch mit dabei zu sein. Das machen einige Business Angels – und andere nicht.

In den Follow-on-Runden kommen üblicherweise auch größere, professionelle Investoren wie zum Beispiel VCs dazu.

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn sich die Business Angels an so einer Runde mit beteiligen. Das bedeutet ja, dass sie weiter an das Geschäftsmodell glauben. Andererseits sind Startups auch gut beraten, nicht zu viele Business Angels aufzunehmen, die dann mehr oder weniger „dumme“ Fragen stellen. Da sind professionelle Investoren besser.“

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