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Robert Sünderhauf über den Begriff MVP

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(Sinnerhill Investments)

über den Begriff MVP

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Robert Sünderhauf: „MVP steht für Minimum Viable Product. Generell gilt ja die alte Gründerregel: wenn du mit deinem Produkt auf den Markt gehst und es ist dir nicht peinlich, dann hast du zu spät gestartet. Das heißt, du brauchst so schnell wie möglich Kunden-Feedback.

Das MVP ist sozusagen das Produkt, welches so schlecht ist, dass ein Kunde gerade so noch zähneknirschend bereit ist, dafür Geld zu zahlen und anfängt es zu benutzen.

Wenn du danach siehst, dass der Kunde das ganz gut findet und sogar immer wieder nutzt, auch wenn diverse Aspekte daran noch schlecht sind, dann ist das eine gute Sache. Dann kannst du anfangen, mehr Features zu bauen, das Produkt skalierbarer zu machen und den Pfusch sozusagen herauszunehmen.

Aber ganz am Anfang geht es darum, mit einem möglichst einfachen Testballon an den Markt zu gehen, um zu sehen, was die Kunden sagen.“

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Dr. Patrick Müller
über Anti-Dilution-Protection (Verwässerungsschutz)
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Dr. Patrick Müller: „Ganz allgemein kann man sagen, dass es im Kapitalgesellschaftsrecht das Prinzip des Verwässerungsschutzes gibt. Was ist damit gemeint?

Founder gründen ein Unternehmen und benötigen für den weiteren Aufbau des Startups Investitionen. Mit zunehmender Anzahl an Investoren werden auch eine zunehmende Anzahl an Shares abgegeben. Das heißt, dass die Beteiligung immer mehr verwässert.

Zum Beispiel startet ein Founder mit 100 % und mit zunehmender Anzahl an Finanzierungsrunden, verwässert die Struktur immer mehr. Der Cap Table wird immer größer und komplexer. Da stellt sich die Frage, was man dagegen eigentlich tun kann?

Da gibt es zwei Varianten: das Bezugsrecht und die Downround Protection.

Bezugsrecht:
Wenn zwei Founder jeweils 50 % an einer GmbH halten und 2-3 Investoren aufnehmen und danach noch mal eine Finanzierungsrunde durchgeführt wird, haben die Bestandsinvestoren erst mal ein Bezugsrecht. Sie haben gesetzlich das Recht, zumindest in der Höhe nachfinanzieren, dass die bisherige Beteiligungsquote nach Cap Table aufrechterhalten bleibt.

Das Problem hier ist, dass nach dem Pay to Play Prinzip auch die Leistungen mit einhergehen müssen. Sprich, man muss dann auch die Zahlung für die Kapitalrücklagen und das Aufgeld einer Kapitalerhöhung tätigen.
Aus dem Grund sehen eigentlich alle Beteiligungsverträge vor, dass das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, weil sonst einzelne Gesellschafter das Wachstum und die Aufnahme weiterer Finanzierungen verhindern. Deswegen ist das Bezugsrecht auch nur ein bedingter Schutz, der eigentlich immer ausgehebelt wird.

Downround Protection:
Da wird durch verschiedene Klauseln sichergestellt, dass die Bestandsinvestoren bei einer Downround nicht das Nachsehen haben und zu dem Nominalwert Anteile zugewiesen bekommen, um einen Verwässerungsschutz zu bieten.“

Business Angel Katja Ruhnke
über gute Teams
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Katja Ruhnke: „Ein gutes Team ist für mich geprägt durch Fairness, Offenheit und Transparenz. Ich muss grundsätzlich eine Sympathie für die Gründer:innen hegen, weil wir sehr viel in Kontakt sind. Ich will gerne ans Telefon gehen, wenn mich Gründer:innen anrufen. Das tue ich eben nur gerne bei Menschen, die ich wirklich mag. Also muss da eine Sympathie vorhanden sein. Aufgrund meiner früheren Ausbildung bin ich natürlich darauf trainiert, die Reaktionen von Menschen zu lesen und diese zu bewerten. Das kommt aus meiner Schauspielausbildung. Deshalb tue ich mich da leicht und kann Menschen gut einschätzen.

Für uns ist es sehr wichtig, ein großes Wertegerüst im Team zu haben. Wir brauchen außerdem kaufmännische Fähigkeiten im Team. Also unbedingt einen Kaufmann, oder wie es eine befreundete Investorin gesagt hat, einen Menschenfänger im Team. Wir brauchen wirklich einen, der leidenschaftlich und begeistert ist, von dem ich weiß, dass er Kunden, Investoren und Mitarbeiter überzeugen kann. Das ist unglaublich wichtig, um überhaupt erfolgreich zu sein. Diese Person muss ich erkennbar im Team haben. Es müssen natürlich nicht alle sein. Aber man braucht einfach diesen Menschenfänger, der das Kaufmännische hat und dieses Unternehmer-Gen hat. Ich muss wirklich diesen Unternehmer im Team identifizieren können.

Ich habe keine Liste mit Kriterien, um Teams einzuordnen. Wir führen einfach viele Gespräche mit dem Team und den Gründer:innen. Gerne auch mal mit Kunden oder Mitarbeitern, die schon vorhanden sind oder auch anderen Kontaktpersonen mit dem Team. Wie wirkt das Team auf andere? Deckt sich unsere Einschätzung mit den Erfahrungen anderer Personen?

Wir versuchen da einfach sehr genau in die Tiefe zu gehen, also was ist das für eine Persönlichkeit, was sind das für Menschen, die hinter dem Startup stehen.
Neben den vielen Gesprächen ist es natürlich auch viel Intuition und Bauchgefühl. Es ist übrigens ein Punkt, den ganz viele Investoren nennen. Letztlich ist es immer ein Risikofaktor, ob man sich nicht verschätzt. Wir sind ja auch nur Menschen und können nicht in die Köpfe reinschauen. Deshalb verlassen wir uns auch viel auf unsere Intuition.“

Business Angel Insa Horsch
über Female Founder
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Insa Horsch: „Wenn man sich dieses Thema nicht anschaut, dann ignoriert man 50 % der Menschheit und 50 % der potenziellen Gründer:innen. Es gibt leider immer noch viel zu wenig Neugründungen von Frauen. Ich glaube es waren nach der letzten Analyse von stratupdetector um die 7 %. Diese Zahl wächst, aber es ist natürlich nach wie vor zu wenig.

Wir müssen alle ein Ökosystem schaffen, in dem es möglich ist, dass auch Frauen gründen. Frauen haben einfach mega Ideen, sind smart und es ist einfach nicht wirtschaftlich diese Eigenschaften zu ignorieren. Das ist das einzige Plädoyer, was ich jedem Business Angel geben kann.

Schaut es euch einfach an und es ist doch für die Zusammenarbeit einfach total schön, wenn man ein diverses Team hat. Jeder, der aktiv in der Arbeitswelt unterwegs ist, weiß, dass es viel mehr Spaß in gemischten Teams macht. Die Dynamik im Team ist einfach viel besser und man lernt voneinander.

Wenn man als Angel in verschiedene Targets investiert ist, sollte man diese auch untereinander vernetzen. Zum Beispiel über kleine Hubs, Weeklies oder Monthlies. Letztlich haben alle Gründer:innen die gleichen Themen und die gleichen Herausforderungen. Dann müsst ihr als Angels nicht immer alles Wiederholen und es entstehen tolle Synergien.“

Business Angel Ingo Weber
darüber, wie viele Anteile die Gründer bei den verschiedenen Finanzierungsrunden abgeben
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Ingo Weber: „In der Regel ist es so, dass in jeder Runde die Gründer Anteile abgeben. Das ist technisch nicht ganz richtig, weil sie nur verwässert werden. Absolut gesehen haben sie immer noch genauso viele Anteile. Bloß der Kuchen wird größer und das anteilige Stückchen des Kuchens kleiner, das bei den Gründern bleibt.

In der Regel wird es so sein, dass man bei jeder Runde ca. 10-20 % der Anteile abgibt. Das heißt, bei einer Pre-Seed Runde 10-20 %, bei einer Seed Runde 10-20 % und dann sollte man eben bei diesen 50 % bleiben. Einerseits, dass die Gründer bei der Serie A noch motiviert sind und andererseits, dass man in der Serie B, C, D noch ein vernünftigen Equity Stake als Gründer hat. Damit man finanziell noch ausreichend incentiviert ist.“

über die Investitionsentscheidung mittels Kriterien und KPIs
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Dörte Kaschdailis: „Als Business Angel bin ich ja wirklich in einer sehr frühen Phase eines Unternehmens mit den Gründer:innen zusammen. Zu dem Zeitpunkt gibt es nicht unbedingt harte KPIs, weil vielleicht noch gar kein Produkt vorhanden ist und man an einem MVP arbeitet.

Ich schaue immer auf den folgenden Dreiklang:
1. Gründer:innenteam, also welche Persönlichkeiten sitzen da vor mir. Haben die eine Identifikation mit ihrer potenziellen Zielgruppe und ihrem potenziellen Markt? Also wissen die über was sie reden? Oder gründen sie aus ihrer eigenen Filterblase heraus. Es gibt auch Gründer:innen, die aus ihrem eigenen Bedürfnis heraus gründen, aber niemals am Markt abchecken, ob es überhaupt eine Relevanz hat. Also Thema Product-Market-fit ist da sehr wichtig.

2. Gründer:innenpersönlichkeiten müssen eine Salesliebe mitbringen, da es fast gar nichts gibt, was man nicht verkaufen muss. Da schaue ich schon sehr genau hin, weil ich selbst auch relativ saleslastig bin.

3. Eine realistische Einschätzung der Operationalisierung der Ideen, die die Gründer:innen haben. Auch die Einschätzung welche Komplexitäten auf sie zukommen und wie sie es operativ lösen wollen. Ich selber komme ja stark aus dem Operations-Geschäft, sodass ich die Einschätzungen nachvollziehen kann.

Es heißt nicht, dass sie es über die Journey alles selber machen müssen, aber es muss ein Verständnis da sein, in welchen Bereichen zum Beispiel als erstes Personal benötigt wird oder wo man eine Systemunterstützung braucht. Da schaue ich schon drauf, ob die Gründer:in alles durch eine rosarote Brille sieht. So was fände ich dann nicht so attraktiv.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
über das Nervigste am Angel Investing
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Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Es ist nervig, wenn man einen kleinen Finger gibt und einem dann der Arm ausgerissen wird. Ich bin nicht nur Angel, sondern ich muss auch noch Geld verdienen, um dann Angel sein zu können. Das heißt, meine Zeit ist wie bei vielen Angels stark begrenzt. Deshalb bringt es mir nichts, wenn jemand alle sieben Minuten anruft und dies oder jenes fragt. Das muss schon strukturiert sein und man muss regelmäßig solche Treffen machen und man kann dann entscheiden, an welchen Stellen ich helfen kann. Es kann aber nicht sein, dass man ständig parat stehen muss. Das geht einfach nicht.“

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