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Robert Sünderhauf über die Frage, ob Angels eher in viele oder wenige Startups investieren sollten

Business Angel mit Health-Hintergrund

(Sinnerhill Investments)

über die Frage, ob Angels eher in viele oder wenige Startups investieren sollten

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Robert Sünderhauf: „Als erstes glaube ich, dass man Startup Investments nicht mit der eigenen Altersvorsorge machen sollte. In dem Moment, wo man investiert hat, sollte man sich gedanklich von dem Geld verabschieden. Das würde ich den Gründern nicht sagen, ist aber persönlich eine ganz gesunde Einstellung.

Es hilft auch nicht, wenn man besonders in schwierigen Zeiten sehr nervös alle zwei Wochen das Startups anruft, um zu fragen, was mit dem Geld gerade passiert, und so zusätzlichen Druck bei den Gründern aufbaut.

Wie groß die Summen sind, die man investiert, hängt von den eigenen finanziellen Möglichkeiten ab. Wenn man größere Summen investieren kann, kann man natürlich auch in späteren Finanzierungsrunden noch mit dabei sein und einen Anteil erwerben. Es gibt da verschiedene Strategien. Manche Leute haben beispielsweise lieber an zwanzig Firmen je 0,5% als an vier Firmen zum Beispiel 10%.

Ich selbst bin eher der Freund von wenigen, aber dafür relevanten Investments.“

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Torsten Meyer - Business Angel
über mögliche Anlässe für Konflikte zwischen Angels und Gründern
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Torsten Meyer: „Aus der Erfahrung heraus passiert das immer dann, wenn die Kommunikation nicht stimmt. Als Business Angel steckt man ja nicht wie das Gründerteam im Tagesgeschäft drin – das ist auch nicht die Aufgabe des Angels. Diese Informationen muss man sich als Angel dann geben lassen.

Wenn man aber eigentlich ein Informationsdefizit hat und dann vor vollendete Tatsachen gestellt wird, das kann zu Konflikten führen. Wenn zum Beispiel ein Pivot notwendig wurde, weil das Geschäftsmodell nicht funktioniert hat, und man dazu nicht ins Bild gesetzt wurde.

Man darf ja nicht vergessen, dass Business Angels ihr privates Geld in die Startups stecken. Da kann man als Angel erwarten, dass man bei solchen Entscheidungen einbezogen wird.“

Business Angel Sylvia Tantzen
darüber, auf was Business Angels beim Pitch Deck achten
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Sylvia Tantzen: „Also als Erstes fallen mir Situationen ein, die ich schon hatte. Da kam ich virtuell mit Menschen zusammen und habe sie zum ersten Mal gesehen. Die haben dann gesagt, dass sie Person XY sind und per Bildschirmübertragung ihr Pitch Deck zeigen wollten. Da sage ich, dass sie gar nicht mit dem Pitch Deck anfangen müssen, weil ich erstmal die Menschen kennenlernen will.

Im allerbesten Fall braucht man gar nicht den Bildschirm teilen, dass ich mir die Folien anschaue, während der Gründer oder die Gründerin redet. Am liebsten sind mir Reading Decks, die ich im Nachgang bekomme. Nichtsdestotrotz gibt es Situationen und andere Business Angels, denen ein Pitch Deck einfach lieber ist.

Da gibt es eine Frage, die ich ganz toll finde. Wenn man sich diese Frage beantworten kann bzw. das Pitch Deck diese Frage auch aufgreift, dann ist man aus meiner Sicht sehr weit vorne. Die Frage lautet: “We make A for B doing C unlike D with benefit E”. Relativ Komplex, aber wenn man A,B,C,D und E einsetzt und es wirklich schafft, mit einer relativ einfachen Sprache zu erklären: Was man macht, wer die Wettbewerber sind, was der Benefit ist und das ganze im besten Fall auch mein 6-jähriger Sohn versteht. Für mich persönlich sind das die besten Pitch Decks.

Was natürlich nicht fehlen darf, sind die Basics wie: Finanzzahlen, Customer Acquisition Cost (CAC) und Sales Cycle. Natürlich ist es auch wichtig, wer das Team ist. Das kommt aber ganz schwer in einem Pitch Deck rüber.

Ganz am Anfang natürlich, was das eigentliche Problem ist und das man auch versteht, dass es ein kritisches Problem ist und nicht nur ein cooles bzw. ein Luxusproblem. Das sind so meine Ideen zu einem guten Pitch Deck, wo ich sagen würde, da bin ich neugierig geworden und da möchte ich gerne mehr wissen.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
über das Schönste am Angel Investing
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Dr. Rahel Stichtenoth: „Das Schönste finde ich, dass man viele verschiedene Leute und Ideen kennenlernt. Dabei kann ich auch mit meiner Erfahrung aus den letzten Jahrzehnten echten Mehrwert in die Startups bringen. Denn Gründer sind oft jünger und haben weniger unternehmerische Erfahrung, brennen aber dafür für ihre Idee. Da kann man als Business Angel gut die Wissenslücken ausfüllen.“

Dr. Patrick Müller
über typische Exit-Klauseln
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Dr. Patrick Müller: „Exit-Klauseln sind natürlich auch so ein Standardwerkzeug im Werkzeugkasten eines jeden Beteiligungsvertrages. Es ist auch teilweise im Gesellschaftsvertrag geregelt, aber primär im Beteiligungsvertrag.

Worum geht es da?
Ein Startup zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht immer im Vorhinein daraus ausgerichtet ist, ein Familienunternehmen oder mittelständisches Unternehmen zu gründen. Das ist auch der Unterschied zu einer normalen Selbstständigkeit und einem Startup. Da geht es ja oft darum, ein cooles, innovatives Produkt erfolgreich in den Markt einzuführen, um dann mit einer höheren Bewertung einen Exit zu machen. Durch den Verkauf der Anteile auszuscheiden.

Natürlich muss dieses Szenario in der Zukunft auch schon am Anfang geregelt werden. Da gibt es bestimmte Klauseln, die immer Bestandteil des Beteiligungsvertrags sind.

Vorkaufsrecht (right of first refusal):
Aus einer Kapitalgesellschaft kommt man nur sehr schwer einseitig raus, da geht es um viele Rechte, Pflichten und Haftungen. Da will man schon wissen, mit wem man es zu tun hat. Wenn es drei Founder, einen Business Angel und einen VC Fonds gibt und der Business Angel seine Anteile verkaufen will, dann haben die übrigen Gesellschafter ein Vorkaufsrecht. Da müssen auch zeitliche Fristen beachtet werden!

Tag-Along- und Drag-Along-Klauseln:
Da geht es um Mitverkaufsrechte und Pflichten. Tag-Along heißt sinngemäß, wenn jemand seine Shares verkaufen möchte, dann haben Mitgesellschafter das Recht, zu der gleichen Bewertung ihre Anteile auch zu veräußern. Das hat alles mit der Bindung zwischen den Gesellschaftern zu tun.

Umgekehrt das gleiche mit Drag-Along, es kann ja sein, dass ein Investor sagt, dass er für 10 % nicht einsteigt, sondern 50 % oder 100 %haben will. Dann will man, dass sich die Founder auch nicht querstellen können. Wenn eine sinnvolle Unternehmensbewertung auf dem Tisch liegt und entsprechende Parameter erfüllt sind, dann sind die Founder verpflichtet, ihre Anteile auch mit abzugeben.

Ansonsten könnte es ja sein, dass mein Investment für immer stockt, weil der Investor den Exit nie will. Solche Szenarien sollen einfach vermieden werden, dass man flexibel bleibt und seine Anteile auch irgendwie veräußern kann. Das sind ganz zentrale Themen bei Exit-Szenarien.

Man nennt die letzteren Klauseln auch oft Co-Sale Klauseln, also Mechanismen, die sicherstellen, dass dann mehrere verkaufen.“

Business Angel Wolrad Claudy
über Follow-on Runden
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Wolrad Claudy: „Es wird einem vom Gründerteam sehr oft signalisiert, dass dies die letzte Runde zum Break-even-Punkt ist und keine weiteren Finanzierungsrunden benötigt werden. Das ist sehr oft eine naive Denkweise, da nur sehr wenige ihre Finanzierungsrunden im Vorhinein durchgeplant haben. Das heißt, in welcher Größenordnung der nächste und übernächste Schritt erfolgt. Dann kann man es von Anfang an in seiner Investitionsentscheidung mit ins Kalkül ziehen. Wenn das nicht geplant ist, sollte man auf jeden Fall eine weitere Finanzierungsrunde als Investor mit einplanen, sodass man selbst Geld nachschießen kann, ohne zu stark verwässert zu werden.

In anderen Rechtsräumen wie in den USA gibt es einen stärkeren Verwässerungsschutz. Die einzige Möglichkeit in Deutschland sind die Term Sheets. Aber es besteht immer die Gefahr, dass die Term Sheets sich nach dem Einstieg neuer Investoren ändern und das zum Nachteil wird. Einen garantierten Schutz für Business Angels gibt es also nicht und deshalb sollte man sich den Finanzierungsplan der Gründer einfordern, sodass es hinterher keine Überraschungen gibt.“

Business Angel Stefan Müller
über seine Erfahrungen mit Exits
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Stefan Müller: „Das liegt ein bisschen an der Situation und das ist auch noch ein ganz wichtiger Punkt. Das Thema Exit sollte auch früh angesprochen werden. Auch wenn man es gar nicht weiß, sollte man einmal im Jahr so ein kleines Review machen, um zu wissen, was so die gedankliche Agenda ist. Das kann sich auch einfach ändern.

Bei mir ist es so, dass ich nicht primär auf den Exit schaue. Ich schaue mir lieber Gründer:innen an, mit denen ich langfristig zusammenarbeiten möchte. Ich sehe, dass diese Kurzweiligkeit und Schnelligkeit unglaublich anstrengend ist. Mir geht es nicht darum einen Börsengang zu machen oder aus 10.000 Euro, 100.000 Euro zu machen. Ich bin gerne bereit auch Geld nachzuschießen, wenn es sinnvoll ist. Deshalb ist es für jeden Business Angel wichtig, sich im Vorfeld Gedanken zu machen, was man will. Das hat natürlich auch mit dem Investment zu tun. Bei mir ist es so, dass ich gerne sehr lange dabei bleibe.“

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