Business Angel Academy

Lerne aus 6 verschiedenen Themenbereichen alles rund ums Angel Investing

mit über 400 Videos von erfahrenen Angels

Mit einem Klick zu vielen weiteren Videos

Stephan Jacquemot darüber, was er als Angel gerne früher gewusst hätte

Business Angel aus Köln

darüber, was er als Angel gerne früher gewusst hätte

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Stephan Jacquemot: „Was man als Business Angel unterschätzt ist, wie lange es dauert, bis ein Startup erfolgreich ist. Das ist wirklich ein Marathon, diese 5 bis 7 Jahre, bis ein Startup ansatzweise erfolgreich wird. Dieser Zeitraum ist bei dieser Anlageklasse ganz normal und nicht vergleichbar mit: “Ich leg mal was an der Börse an und schaue nach 1 bis 2 Jahren, ob ich es versilbern kann.” Man muss da schon einen sehr langen Investmenthorizont vor Augen haben. Ich hatte das zwar gehört, ich dachte am Anfang aber schon, dass man nach 1 bis 2 Jahren irgendwas verkaufen kann. Das ist nicht so, 5 bis 7 Jahre ist absolutes Minimum. Gute Deals sind auch teilweise 5 bis 10 Jahre im Portfolio, bis man sie wieder verkaufen kann. Das ist absolut keine Seltenheit.

Den zweiten Punkt wusste man zwar auch vorher, aber es bewahrheitet sich doch extrem über die Jahre, wie wichtig die Menschen sind, die ein Startup gründen und aufbauen. Nach dem Motto: “Wir starten mal und schauen, wie es sich entwickelt.” Das ist nicht gut, man sollte wirklich das Team genau unter die Lupe nehmen. Das heißt nicht, dass ein Team komplett sein muss oder dass das Team alle Skillsets abdecken muss, um dieses Startup über die Jahre erfolgreich zu führen. Man muss in dem Team aber Talente erkennen, die Menschen müssen über die Zeit bereit sein, etwas zu lernen und sich weiterzuentwickeln.
Man muss das Potenzial im Team sehen und in die Teamanalyse Zeit investieren. Wirklich eine Potenzialanalyse zu machen. Ich glaube, dies ist sehr entscheidend, auch in einer frühen Phase. Das weiß man alles und es ist überall bekannt, aber ich kann da noch mal ein Ausrufezeichen hinter machen! Wirklich Methoden zu entwickeln, wie ich ein Team analysiere.“

Direkt mehr Business Angel-Know-How

von diesen und vielen weiteren Business Angels

Business Angel Stefan Müller

Stefan Müller

Erneuerbare Energie Business Angel

Janosch Kühn

Janosch Kühn

Entrepreneur & Investor

Business Angel Joakim Nägele

Joakim Nägele

Business Angel aus Hamburg

Business Angel Gwendolyn Schröter

Gwendolyn Schröter

Sustainability Business Angel

Business Angel Nikolaus D. Bayer
über seinen Auswahlprozess bei Startup-Investments
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Nikolaus D. Bayer: „Am Anfang steht natürlich in irgendeiner Art die Kontaktaufnahme. Man bekommt als Business Angel zum Beispiel eine E-Mail mit einem Pitch Deck und einem Unternehmensprofil zugesandt. Das schaue ich mir an und bilde mir eine erste Meinung.

Dann möchte ich eigentlich direkt mit den Gründern sprechen im nächsten Schritt, zum einen um meine initialen Fragen loszuwerden, zum anderen aber auch, um ein Gefühl für das Gründerteam zu bekommen. Wie ticken die? Wie gut passen die zu mir vom Typ? Denn man wird ja mehrere Jahre zusammenarbeiten. Das ist zwar noch keine Ehe, aber doch eine sehr intensive Beziehung – da muss es eben auch auf der menschlichen Ebene passen.

Wenn ich nach diesem initialen Austausch alles gut finde, schaue ich normalerweise auf die Finanzzahlen und stelle mir die Frage, ob es Co-Investoren gibt und was die denken bzw. ob es für solche Bedarf gibt. Ich investiere grundsätzlich nicht alleine. Ich mag zwar ein schlaues Köpfchen sein, aber ich weiß auch, dass jeder Mensch beschränkt ist und ich auch meine stärken nur in gewissen Bereichen habe. Das kombiniere ich gern mit anderen Menschen, die ihre Stärken woanders haben.

Also lasse ich auch die Co-Investoren das Startup noch einmal challengen. Nach so ca. 2-3 Gesprächen möchte ich dann eigentlich so weit sein, dass ich eine positive Investitionsentscheidung habe. Dann kann es aber noch einmal detaillierter weitergehen mit den Verträgen, der Due Diligence, dem Beteiligungsvertrag usw., um ans Ziel zu kommen.

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die direkt nach dem Erstgespräch eine Überweisung tätigen können. Sondern ich schaue mir ein Startup immer intensiver an. Dabei denke ich mir aber immer auch, dass Startup bedeutet auch schnell zu sein. Daher soll sich das nicht über Monate und zig Diskussionsrunden hinziehen.“

Business Angel Jana Moser
über die Nachteile eines Wandeldarlehens
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jana Moser: „Ein Wandeldarlehen hat allerdings auch einige Nachteile. Insbesondere ist ein Problem, dass man eben nur ein Darlehen gegeben hat. Das heißt, ein Business Angel ist in dem Moment nur Vertragspartner des Startups. Das bedeutet, man hat andere Positionen und Rechte, als wenn man richtige Anteile an dem Unternehmen hält. Es gibt zum Beispiel kein gesetzlich festgelegtes Mitspracherecht. Deshalb sollte man darauf achten, ähnliche Mitspracherechte im Wandeldarlehensvertrag zu verankern.

Außerdem sollte man als Business Angel auch darauf achten, dass man sich zu der Wandlung nicht zwingen lässt. Einige Startups bringen dies in den Vertrag mit ein. Das kann große Nachteile für den Angel haben, gerade wenn sich zwischen Darlehensgewährung und Wandlung das Geschäftsmodell ändert und man es als Investor gar nicht mehr unterstützen will.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass man nicht am Gewinn beteiligt wird, anders als bei einer direkten Beteiligung. Wenn sich zwischen der Gewährung des Darlehens und der Wandlung einige Gewinne entwickelt haben, so hat es Auswirkungen auf die Bewertung und man so gegebenenfalls schlechter dasteht.

Ein weiterer Nachteil beim Wandeldarlehen ist, wenn man eine BAFA-Förderung in Anspruch genommen hat, dass man einen gewissen Zeitdruck hat. Dabei muss man auch die Zeit einplanen, die eine Wandlung in Anspruch nimmt.

Eine Sache kann ich noch ergänzen. Als Business Angel muss man darauf achten, dass die Startups selber wissen, wo ihre Geldflüsse herkommen und was sie mit ihrem Geld machen. Auch das sie wissen, dass sie selber irgendwann wandeln müssen. Viele Startups ruhen sich auf dem Geld aus, was sie bekommen und strecken die Zeit bis zur Beteiligung lange hin.

Dann entsteht zu wenig Druck bei den Startups, weil sie die entsprechende Finanzierungen und das Geld schon haben, aber natürlich niemanden haben, der ihnen ins Geschäft reinredet. Das führt eher dazu, dass man am langen Arm verhungert, wenn man die Zwangswandlung in den Vertrag mit aufnimmt, dann kann es funktionieren, hat aber auch wieder Nachteile.“

über seine Rolle in Startups
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Tim Schumacher: „Die Rolle eines Angels im Startup ist die eines Coaches, eines Sparringpartners, eines Helfers. Meine Rolle und die von anderen Angels und VCs ist je nach Startup unterschiedlich. Es gibt Gründer:innen, die sehr aktiv die Hilfe der Angels einfordern. Es gibt aber auch welche, die sagen, dass sie ihr Ding machen. Da gibt es kein schlechter oder besser.

Die Chemie zwischen den Parteien muss natürlich auch stimmen und vom Thema her passen. So ist es eigentlich üblich, dass sich in einer Gruppe von Investoren einige eher mehr und andere eher weniger einbringen. Ganz wichtig: Es sollte immer ein Pull sein!

Die Gründer:innen sollen immer sagen: “Hey, ich brauche hier diese oder jene Hilfe”. Es sollte nicht so sein, dass von Investorenseite versucht wird in ein Startup hineinzuregieren. Am Ende sind die Gründer:innen die Bosse und nicht die Investoren. Das ist ganz klar und wichtig.“

Business Angel Claudia Nagel
über die konkrete Zusammenarbeit mit Startups nach dem Investment
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Claudia Nagel: „Die ersten 9-12 Monate investiere ich sehr viel Zeit in die Startups, in die ich investiert habe. Am Anfang muss man sich einfach kennenlernen und herausfinden, wie man am besten zusammenarbeitet. Viel Zeit bedeutet, dass ich jede Woche einen Touchpoint mit den Gründer:innen habe. Zum Beispiel durch ein wöchentliches Meeting oder einen Workshop.

Mir ist auch wichtig die anderen Investoren kennenzulernen, damit man im Gesellschafterkreis eine gute Möglichkeit der Zusammenarbeit findet, die auch dem Gründerteam hilft. Es geht ja nicht nur darum, dass die Gründer:innen die Investoren informiert, sondern dass jeder Angel seine Stärken mit an den Tisch bringt.

Also sind die ersten 9-12 Monate sehr intensiv und dann hat sich das mit der Zeit eingespielt. Dann nehmen die Touchpoints ein bisschen ab und man spricht sich vielleicht einmal im Monat oder alle zwei Wochen. Workshops mache ich immer noch einmal im Quartal zu verschiedenen Themen, damit sich das Team auch die Zeit für unterschiedliche Bereiche nimmt.“

Business Angel Joakim Nägele
über den Auswahlprozess und die Due Diligence
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Joakim Nägele: „Was man sich wirklich anschauen sollte, ist der Markt und das Geschäftsmodell, um zu bewerten, ob das Geschäftsmodell im Marktumfeld Wachstumspotential hat. Was aber noch wichtiger ist – und das hat sich bei mir immer stärker gefestigt – sind die Gründer, ihre Herkunft, ihre Interessen, ihre Kompetenzen usw.

Am Ende können Gründer das beste Geschäftsmodell haben – wenn sie nicht in der Lage sind, die Operations zu stemmen und das Geschäftsmodell wirklich in der täglichen Arbeit erfolgreich umzusetzen, dann nützt auch die beste Geschäftsidee nicht.

Ich habe eben auch noch einmal bewusst gesagt ‚Herkunft und Interessen der Gründer‘. Es gibt auch Gründer, die durchaus von ihren Fähigkeiten her sehr gut sind, sich dann aber anfangen zu streiten, andere Interessen zu entwickeln usw. Darauf sollte man sehr stark achten, sich nicht vor Euphorie blenden zu lassen, sondern sich ganz genau, mit wem man es zu tun hat.

Ich habe keine ausgedruckte Checkliste, weil ich neun Jahre M&A gemacht und mehrere Jahre in Startups investiert habe. Insofern kommt das ein bisschen von innen heraus. Da gibt es schon Checklisten, die man nutzen kann. Man darf aber einfach nicht vergessen, sich auf die eigene Erfahrung und Intuition zu besinnen, mal nach innen zu horchen und fühlen, ob man damit ein gutes Gefühl hat – vor allem was die Gründer angeht.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
über den wichtigsten Faktor für seine Investitionsentscheidung
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Mich müssen im Wesentlichen die Gründer:innen persönlich begeistern. Ich finde es immer toll, wenn sich Leute zusammentun, um persönlich ins Risiko zu gehen, um ein Unternehmen zu gründen, was dann wiederum irgendwas voranbringt. Das ist ja so der Kern eines jeden Unternehmens.“

Personalisierter Startup Dealflow FÜR DICH

Sei jetzt dabei!