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Stephan Jacquemot über das Schönste daran, Business Angel zu sein

Business Angel aus Köln

über das Schönste daran, Business Angel zu sein

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Stephan Jacquemot: „Ich liebe es wirklich mit den Teams zu arbeiten. Ich mag es wirklich mit diesen Menschen zu arbeiten, die Talente sind, die die Welt anders sehen, als sie jetzt ist. Menschen, die die Welt besser machen wollen, getrieben von ihrer Zielstrebigkeit und mit dieser Energie an Menschen zu arbeiten, in Board-Meetings zu sitzen, nach Lösungen zu suchen, gemeinsam interessante neue Wege zu gehen.

Diese Arbeit motiviert mich unglaublich und das heißt nicht, dass immer alles gut laufen muss, sich aber dann zusammen wieder hinzusetzen und gemeinsam wieder an Lösungen zu arbeiten. Das ist natürlich super und wenn dies dann auch noch in harten KPIs messbar ist, durch: Umsatz, Margen, Gewinne, Marktanteil oder Daily active Users. Also, wenn man die Strategie dann auch aufgehen sieht, in harten Zahlen, das ist dann natürlich noch mal eine riesige Belohnung. Ich glaube, dafür ist man in diesem Geschäft, um diese Geschäftsmodelle beim Entstehen zu begleiten und dann zu sehen, dass man Erfolg hat und es funktioniert. Das ist wirklich unglaublich motivierend.“

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Business Angel Dr. Gesa Miczaika

Dr. Gesa Miczaika

Female Founder Business Angel

Torsten Meyer - Business Angel

Torsten Meyer

Business Angel aus Berlin

Business Angel Sylvia Tantzen

Sylvia Tantzen

Business Angel

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021

Matthias Helfrich

Business Angel des Jahres 2021

Business Angel Rahel Stichtenoth
über die Bewertung bei Startups
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Dr. Rahel Stichtenoth: „Ganz ehrlich ist die Bewertung ein schwieriges Thema, keine Frage. Im Endeffekt habe ich auch lernen müssen, dass die Bewertung natürlich ausmacht, wie viel Anteile ich jetzt für meinen Geldbetrag bekomme, aber die größere Frage ist eigentlich, was für ein Potenzial das Unternehmen hat. Was glaube ich, wie die Bewertung wachsen wird? Ob ich dann 2 oder 50 Anteile habe, dass ist egal, wenn jeder Anteil entsprechend mehr Wert ist. Es müssen sich halt alle gut damit fühlen.

Man muss auch in Richtung der Founder beachten, dass man am Anfang nicht eine zu hohe Bewertung aufruft. Manche schaffen das, gerade sind extrem hohe Bewertungen unterwegs, die aus meiner Sicht auch zu hoch sind. Teilweise auch nur für eine Idee und es wurde noch gar nichts gezeigt. Dann findet man 1-2 Business Angels, die da bereit sind zu investieren, denen es vielleicht nicht so viel ausmacht, wie hoch die Bewertung ist.

Dann steht man ein halbes Jahr oder Jahr später da und muss eine Folgerunde auf die Beine stellen und dann schafft man es nicht mal die Bewertung zu halten. Damit setzt sich auch ein Gründer extrem unter Druck. Es muss ja danach gezeigt werden, dass mit dem Geld einiges erreicht wurde und ich jetzt schon besser dastehe. Eine Downround ist psychologisch für alle Beteiligten immer ganz schlecht, das will niemand.

Das sollte man sich am Anfang klarmachen.“

Janosch Kühn
darüber, wann der richtige Zeitpunkt für einen Exit ist
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Janosch Kühn: „Ich denke, die Entscheidung für einen Exit ist auch eher ein persönliches Gefühl. Unser Geschäft lief damals sehr gut und deshalb gab es auch sehr viele Anfragen. Wir wollten einfach schauen, ob es realistisch ist, so viel Geld zu bekommen. Ist ja auch klar, 99,9 % unseres Vermögens war eben Kolibri Games, aber davon konnten wir uns ja nichts kaufen.

Die andere Sicht ist, dass es ab einer gewissen Stage schon sehr komplex mit der Firma wird. Dann hast du viele Mitarbeiter und dann ist die Frage, ob es nicht eine Win-win-Situation mit einem Partner gibt, der dir ein paar Themen abnehmen kann. Wo du einfach noch schneller wachsen kannst. Das waren unsere zwei Überlegungen und es war der perfekte Zeitpunkt für uns da zu verkaufen.“

Business Angel Dr. Gesa Miczaika
über den Gender Bias
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Dr. Gesa Miczaika: „Jeder von uns hat ja einen Gender Bias oder überhaupt ein Similarity Bias. Jeder von uns investiert in Gründer:innen, die vielleicht einem etwas ähnlich sind oder der Inhalt der Gründung spricht einen an. Der Similarity Bias ist einfach da und ich nutze meinen Similarity Bias ganz explizit, weil ich damit eine Lücke fülle. Es gibt nicht so viele Investorinnen und daher gibt es ganz viele tolle unentdeckte Gründerinnen und das ist die Opportunität, die ich für mich sehe. Wirklich etwas ganz Spezielles, wo keine hinschaut und da kann ich vielleicht ganz wohlhabend mit werden.

Wenn man ein Mann ist, dann könnte man spezifisch auch dagegen arbeiten, wenn man es wollen würde. Da gibt es viele Methoden, mit denen man dies machen kann. Man kann sich beispielsweise fragen, ob man die Frage genauso gestellt hätte, wenn es ein männliches Gründerteam gewesen wäre. Darauf achten, dass man keine Risikofragen stellt, wenn da Frauen pitchen, weil man das typischerweise macht und zwar nicht nur die Männer, sondern Frauen machen das auch. Also das Risikofragen eher an Frauen gestellt werden und Männern eher Potenzialfragen bekommen. Man könnte bei Pitch Decks auch jemanden darum bitten, die Profile der Gründer:innen rauszunehmen. Damit man sich im ersten Schritt nur das Unternehmen anschaut und seine erste Entscheidung wirklich anhand des Inhalts trifft. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten. Wenn ich jetzt ein Mann wäre, dann würde ich einfach versuchen, in diverse Teams zu investieren, weil die Statistik zeigt, dass diverse Teams erfolgreicher sind. Das wäre mein Treiber, wenn ich am Investment-Hebel säße.“

Business Angel Andreas Assum
darüber, womit ein Business Angel noch Mehrwert für Startups liefert
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Andreas Assum: „Geld und Wissen ist natürlich eine Grundlage, aber noch wesentlicher ist sein Netzwerk. Beziehungen herstellen in unterschiedlichen Themen, zu anderen Personen, die dem Geschäft weiterhelfen können, potentiellen Mitarbeitern, Partnern usw.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über die Nachteile, wenn schon ein großer institutioneller Investor in das Startup investiert hat
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Stephan Jacquemot: „Also die Situation, dass ich in ein Startup einsteige, in welches schon ein institutioneller Investor eingestiegen ist, ist eher selten der Fall. Das ist so ein bisschen widersprüchlich zum normalen Entwicklungsverlauf eines Startups. Die erste Finanzierungsrunde kommt bei einem Startup selten von institutionellen Investoren. In der heutigen Zeit kommt es immer mal wieder vor, weil die Runden immer größer werden. Auch können institutioneller Investoren mittlerweile C-Tickets ganz schnell aus der Hüfte schießen.

Es kommt eher vor, dass man zusammen mit einem institutionellen Investor direkt in der frühen Phase investiert. Das ist ok, man muss ein paar Details beachten, dass der große Investor auch selbst aktiv ist und sich einbringt. Das wäre schon wichtig und dass der große Investor auch eine Domainexpertise mitbringt. Damit ich weiß, dass der Partner, der den Deal betreut, wirklich große Ahnung hat oder das Portfolio des Investors wirklich genau dieses Thema abdeckt. Dann ist es wirklich ein riesiges Plus und man sollte es auch machen.

Ich glaube, ich hab kein einziges Startup im Portfolio, wo ich investiert habe, nachdem schon ein institutioneller Investor investiert hat. Das kommt eigentlich nicht vor. Ich sehe entweder die Deals vor oder mit dem institutionellen Investor. Das ich danach investiere, kommt eigentlich nicht vor. Ich meine, so was kann man machen und manche Investoren machen es auch, aber dann muss man ein sehr gutes Netzwerk zu institutionellen Investoren haben und es muss eine sehr gute Begründung geben, warum die einen in einer Runde noch mit reinnehmen sollten.

Die einzige Begründung, die man haben kann, ist, dass man so ein extremes Domänenwissen auf diesem Gebiet hat. Da muss der institutionelle Investor wirklich sagen, dass er diesen speziellen Angel dabei haben will. Dann ist es ok da auch mit reinzugehen. Wenn man sein Domänenwissen da eingebracht hat, ist die weitere Betreuung minimal und fast wie eine passive Kapitalanlage fast schon.“

Business Angel Stefan Müller
über seinen Kontakt mit anderen Angels und den Gründer:innen
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Stefan Müller: „Der Informationsfluss bei Business Angels ist natürlich entscheidend: Man muss primär ein Vertrauen in die Gründer:innen haben, sonst braucht man gar nicht erst weitermachen. Das ist wirklich das A und O.

Der zweite Punkt ist, dass man sich auch zwischen den Business Angels und zwischen den Gesellschafter:innen regelmäßig austauscht, ohne die Gründer:innen. Damit man sich gegenseitig kennenlernt und die unterschiedlichen Stärken herausarbeiten kann. Was kann die Person einbringen? Kennt der eine Angel sich vielleicht besser mit Online-Marketing aus, oder kennt ein anderer Angel vielleicht einen guten Anwalt, der einem zum Beispiel helfen kann dieses Wandeldarlehen noch ein bisschen weiter zu optimieren.

Deshalb kann ich nur dazu raten, neben dem klassischen Treffen mit den Gründer:innen, auch nur mit den Angels Treffen zu veranstalten. Wir machen es ungefähr alle drei Monate in unserer Angel-Runde, die in die eine Firma investiert haben. Da sprechen wir nicht nur über das Investment, sondern auch über unsere Stärken und Schwächen. Auch über Erfahrungen aus anderen Firmen kann man sich austauschen. Dies hilft unglaublich weiter, um sein Netzwerk zu erweitern und zu lernen.“

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