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Stephan Jacquemot über seine Rolle im Startup

Business Angel aus Köln

über seine Rolle im Startup

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Stephan Jacquemot: „Ich glaube, ein guter Angel nimmt so eine Art Rolle wie ein externer Co-Founder ein. Also du unterstützt das Team auf Augenhöhe, also für mich ist es eine sehr wichtige Herangehensweise, dass ich das Startup auf Augenhöhe betrachte und nicht als Angestellte oder als Management Team, welches an mich reporten muss. Das ist aus meiner Sicht eine sehr falsche Sichtweise auf Startups. Mir ist es sehr wichtig, weil das Team ein sehr großes Fachwissen hat, dass ich das Team auf Augenhöhe begleite und meine Expertise liegt manchmal im Fachwissen, aber viel häufiger darin, dass ich weiß, wie man Firmen aufbaut.

Deswegen begegne ich dem Team sehr gerne auf Augenhöhe und stehe dann auch zu 100 % hinter dem Team. Ich glaube, es ist sehr wichtig, dem Team den Rücken zu stärken, weil gründen psychologisch etwas sehr Anstrengendes ist. Es hat sehr hohe Amplituden, manche Tage laufen gut, manche Tage laufen schlecht. Ein Montag kann gut starten, ein Dienstag katastrophal schlecht sein und am Freitag hat man das Gefühl, dass man die ganze Woche hin und her geschleudert wurde. Ich glaube, in so einer Situation will man ein Angel haben, der einen einfach unterstützt, also mit einem durch dick und dünn geht.

Immer unter der Voraussetzung, dass das Startup offen und transparent zum Investor ist. Es geht natürlich nicht, dass das Startup falsche Zahlen liefert, schlechte Nachrichten verheimlicht oder Probleme totgeschwiegen werden. Da reagiert jeder Angel allergisch und man kann den Startups nur raten, mit den Investoren sehr transparent und offen zu kommunizieren. Gute Investoren heben dann nicht den Zeigefinger, sondern springen dem Startup eher zur Seite und unterstützen. In der Regel sind es Ratschläge zum Set-up der Firma, zu Strategien und Einschätzungen zum Personal.

Bei C-Level oder Head of Bewerbungen gehe ich auch gerne ins Interview mit rein und höre mir die Kandidat:innen an, die sich dort vorstellen. Auch Vorbereitung zur nächsten Funding-Runde, Strategien festlegen, das Pitch Deck vorbereiten und Legal-Themen besprechen. Das sind alles so Themen, die man als Angel-Investor auf Augenhöhe und mit ausgestreckter Hand gegenüber dem Team geben kann und sollte. Der Angel ist nur erfolgreich, wenn das Startup und das Team erfolgreich ist. Also muss die Initiative sein, dass man alles tun sollte, um das Team zu unterstützen. Nur so kann es funktionieren.“

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Dörte Kaschdailis

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über ihre Ratschläge für Angels, die gerade anfangen
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Dörte Kaschdailis: „Das erste Bewusstsein muss geschaffen werden, dass es sich um Risikokapital handelt. Wenn ich investiere, muss ich auch damit rechnen, dass meine ganze Kohle weg ist. Diese Tatsache muss einem klar sein und erst im zweiten Schritt sollte man sich überlegen, ob ein spezielles Startup interessant sein könnte. Auch die Überzeugung zu haben, dass man sich in die Themenfelder einarbeiten kann.

Meine Empfehlung ist dann zum Beispiel, auf Netzwerkevents zu gehen, um sich sein erstes Netzwerk aufzubauen. Man selbst Recherche betreiben, sich überlegen, wo man hingehen kann, um Menschen kennenzulernen, die schon Erfahrungen als Angel mitbringen und wie sie die unterschiedlichen Themen angehen. Daraus habe ich wirklich sehr viel gelernt. Sodass man sich da mit Menschen austauscht und dadurch ergeben sich häufig die nächsten Schritte. Zum Beispiel, dass man sich mal zusammen ein Startup anschaut und zusammen Überlegungen anstellt.

Anschließend muss auch irgendwann der Punkt kommen, wo man über die Klippe springt und das Investment tätigt. Das erste Investment, das wir gemacht haben, war in einem Anfall von Euphorie und da dachten wir einfach: Augen zu und durch. Damit sind wir auch sehr happy, also wirklich einfach mal über die Klippe springen und es zu machen.

Zusammengefasst:

1. Sich klar machen, dass man Risikokapital hat und im schlimmsten Fall alles weg sein kann. Im besten Fall haben wir ein Unicorn.

2. Netzwerk aufbauen, ganz wichtig. Vertrauen im Netzwerk aufbauen und auch Dinge teilen, die vielleicht mal nicht so gut gelaufen sind.

3. Über die Klippe springen. Da gibt es einen guten Vergleich: Man kann Rennrad fahren oder sich mit dem Rennrad fahren beschäftigen. Wenn ich mich mit Angel Investments beschäftige, heißt es noch lange nicht, dass ich Angel Investments tue. Also da heißt es wirklich Vertrag, Kohle überweisen und los gehts.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
darüber, welche Vorkenntnisse ein Angel mitbringen sollte
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Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Also ich glaube, man sollte so was schon öfters mal gesehen haben. Jede Angelschaft, so nenne ich es jetzt mal, ist so ein bisschen wie eine Ehe, nur sehr stark komprimiert. Man hat am Anfang starke Begeisterung und es gibt ununterbrochen irgendwelche Klippen, die man umschiffen muss. Wenn man dies nicht gewohnt ist, wird man schon an der ersten Klippe scheitern und so was möglicherweise nie wieder machen.
Das muss man sich bewusst sein und deshalb würde ich es hier und da mit dem pokern vergleichen. Hier und da ein bisschen Geld investieren, um einfach mal eine Historie zu haben und einen Track-Record selber aufzubauen. Auch ein paar Mal auf die Nase zu fallen, um zu sehen, warum man eigentlich auf die Nase fällt. Oder warum das Team auf die Nase fällt und damit das eigene Geld futsch ist.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über wichtige Stellen im Pitch Deck
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Matthias Helfrich: „Ich achte auf die große Leitlinie hinter der Idee. Ob man das jetzt Vision nennen muss, weiß ich nicht. Aber damit meine ich schon das sogenannte Big Picture. Für mich ist dann wichtig, wie sich eine operative Umsetzung davon darstellen lässt.

Letztlich muss ich als Business Angel beurteilen, ob die Gründerinnen und Gründer, die mir eine Beteiligung an ihrem Startup anbieten, im Stande sind, ihren Business Case umzusetzen. Und der erste Schritt für die Umsetzung des Business Cases ist ja letztlich auch das Pitch Deck selbst.

Insofern ist für mich der rote Faden von der Vision hin zu der Glaubwürdigkeit der Umsetzung ein sehr wichtiges Thema.“

Business Angel Rahel Stichtenoth
darüber, warum der Finanzplan so wichtig ist
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Dr. Rahel Stichtenoth: „Aus der Finanzplanung kann man unglaublich viel ablesen. Wie ist das Geschäftsmodell? Wie ist die Planung? In welchen Bereichen sollen Ausgaben getätigt werden? Wo werden Mitarbeiter eingestellt? Was für einen Fokus gibt es auf Marketing und Sales. Ist das Ganze wirklich skalierbar? Viele Start-ups wollen skalierbare Geschäftsmodelle erarbeiten, teilweise ist es aber gar nicht skalierbar, man sieht dann anhand der Finanzplanung, dass das Wachstum auf lediglich immer mehr Sales-Mitarbeitern beruht, und das ist für mich kein skalierbares Geschäftsmodell. Wie viel Geld wird insgesamt gebraucht? Wie lang ist die Runway der ersten Angel-Runde? Wann gibt es ein Break-even?

Es kommt eigentlich alles daraus hervor, und ich kann vorab nicht sagen, das ist jetzt gut, das ist jetzt schlecht, so müssen die KPIs aussehen, sondern das ist ein Zusammenspiel aus den verschiedenen Sachen. Das ist eine ganz individuelle Sache für jedes Start-up, wo man einfach eintaucht und guckt. Ist das Ganze plausibel oder sehe ich irgendwo einen Bruch? Dann kann ich darüber mit den Gründern sprechen, dass als Feedback geben und gucken, wie sie darauf reagieren. Eine total perfekte Finanzplanung macht mich eher skeptisch, weil dann die Frage kommt, haben sie die überhaupt selber gemacht oder wo haben sie die her kopiert? Anhand dessen kann man im Gespräch herausfinden, was haben sie sich dabei gedacht? Wo kann die Sache noch hingehen? Wo kann man noch bisschen was verändern? Was macht das dann für Auswirkungen?“

Business Angel Olaf Stichtenoth
über das Risikomanagement
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Olaf Stichtenoth: „Die Frage nach dem Risikomanagement ist für Business Angels sehr schwierig zu beantworten. Das ist auch so ein Grundproblem, dass viele Business Angels gar kein Risikomanagement betreiben. Die legen das Geld dann einfach in Startup-Investments an und sehen es eher als Spielgeld.

Wenn man es ernst betreiben will, dann braucht man eben ein Risikomanagement und man muss sich die Frage stellen, inwieweit alle Investments zusammenhängen. Wenn ich alle Investments im gleichen Markt, Branche Region habe, dann kann, führt eine Veränderung in einen der Bereiche dazu, dass mein Risiko wahrscheinlich nicht mehr kontrollierbar ist.

Ich kann mit einer begrenzten Anzahl an Business Angel Investments natürlich kein Risikomanagement betreiben, wie es ein Fondsmanager tut. Ich kann mir aber anschauen, welche Risiken ich bereit bin zu tragen und welches Risikoprofil hat der Anteil meines Vermögens, welches ich in Startup-Investments stecke. Das sollte man sich auch veranschaulichen, wie viele Startups wahrscheinlich pleite gehen werden. Wie viele Unternehmen werden die Investitionssumme zurückspielen und wie viele Unternehmen werden ein relevanten Multiple auf meine Investitionssumme zurückspielen.

Da kann man sich Zahlen anschauen und das führt jetzt aber ein bisschen zu weit in diese Zahlen genau einzusteigen. Da gibt es viele Zahlen da draußen und da kann man sich ein eigenes Modell zu bauen. Das habe ich auch gemacht und dann sieht man, wie viele Investments man tätigen muss, damit man überhaupt ein Risikomanagement betreiben kann.“

Business Angel Göran Göhring
darüber, was außer einer guten Produktentwicklung noch wichtig für ein erfolgreiches Produkt ist
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Göran Göhring: „Ein Produkt zu haben, vielleicht auch schon in einer sehr fortgeschrittenen Art und Weise auf dem Markt anbieten zu können, ist wichtig, keine Frage. Aber viel wichtiger ist ja von der Innensicht auf die Außensicht zu kommen. Das heißt, es ist nicht entscheidend, dass ich das Produkt gut finde, sondern es ist entscheidend, dass der Markt und die Kunden das Produkt gut finden und dieses Produkt auch kaufen wollen. Das nennt man Product-Market Fit und ich kenne eigentlich kein Startup, mit dem ich zusammenarbeite, die noch das gleiche Produkt wie in ihrer frühen Phase anbieten.

Es ist auch ein Wandlungsprozess, um genau die Nische zu finden, die das Problem der Kunden in dem Markt löst. Insofern ist das Produkt das eine, aber da sind wir auch ganz schnell bei dem Thema, wie man Investitionstexte liest. Wenn dort steht, dass das Geld nur in People investiert wird oder nur in ein Produkt investiert wird, ist es zu wenig. Es ist ganz wichtig, dass ein gewisser Prozentsatz der Investition auch in Growth, also Marketing, Kommunikation und in Sales investiert wird. Nur so wird man ein erfolgreiches Unternehmen, wenn man Produkte am Markt verkaufen kann.“

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