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Tim Schumacher über das Onboarding und Reporting von Startups

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über das Onboarding und Reporting von Startups

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Tim Schumacher: „Als Angel habe ich sehr wenige Anforderung an Formalitäten. Daher gestalte ich das Onboarding für Startups normalerweise sehr unkompliziert. Es gibt da gar kein formelles Onboarding, übrigens auch nicht bei den meisten VCs.

Man geht eigentlich davon aus, dass gute Gründer:innen das Thema Reporting selber betreiben. Und dann schon von sich aus etwas vorbereiten. Zum Beispiel, dass sie einmal im Monat oder einmal im Quartal ein Update an die Investoren schicken.

Deshalb gibt es da in der Regel keine formale Vorbereitung. Da schaut man auch ein bisschen drauf, wie gut das jemand treibt. Gute Gründungsteams schaffen es eben auch, das operative Geschäft zu machen und trotzdem ein schlankes und simples Reporting diszipliniert und ohne Aufforderung mindestens einmal im Quartal zu schicken.

Das ist so ein bisschen ein Indikator für gut funktionierende Teams. Also nichts, was man am Anfang formell onboarded. Für mich ist es ein Zeichen eines schlechten Investors, wenn er dem Startup im Voraus alles genau und formell vorschreibt.“

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Business Angel Insa Horsch
über Impact Investing
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Insa Horsch: „Impact Investing ist das Einzige, was man guten Gewissens machen sollte. Es stellt sich am Anfang immer die Frage, warum man Angel Investor:in wird. Die Investor:innen, die wir gut kennen, machen es eigentlich aus einem Beweggrund.

Sie sagen, dass sie ihr Geld in der Vergangenheit gemacht haben und sie wollen etwas zurückgeben. Oder ein Corporate Job ist nicht erfüllend und es fehlt einfach was. Es geht also um viel mehr als nur um Geld.

Ich finde es ist fast die Pflicht eines Business Angels, es auch wegen des Impacts zu machen. Das kann man ja durch die Auswahl der Startups erreichen. Impact Investing ist fast alternativlos.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
über die Vor- und Nachteile von B2B- und B2C-Geschäftsmodellen
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Olaf Stichtenoth: „Wenn ich die Wahl zwischen B2B und B2C habe, dann stehe ich erst mal vor einem relativ unvergleichbaren Problem. Ein B2B-Modell ist meistens Vertrieb getriebener und ein B2C-Modell ist viel Marketing getriebener. Mit einem B2B-Modell kann ich schon mit wenigen Kunden einen relativ hohen Umsatz erzeugen und im B2C-Modell brauche ich sehr viele Kunden, um den gleichen Umsatz zu erzeugen.

Von daher sind die Modelle tatsächlich nicht so vergleichbar. Ich habe früher ausgeschlossen, in B2C-Modelle zu investieren und nur B2B gemacht, weil das so aus meiner eigenen Historie heraus das war, was ich verstanden habe. Ich habe in den letzten zwei Jahren aber diese These über Bord geworfen und viel mehr in B2C-Modelle investiert. Ich glaube auch daran, dass im VC-Bereich ein B2C-Zyklus wieder relevanter werden wird in den nächsten paar Jahren. Das kann ich natürlich nicht vorhersagen, aber ich glaube, dass das ein Potenzial ist, was man nicht unterschätzen sollte, in den B2C-Bereich zu investieren.“

Business Angel Wolrad Claudy
über den Begriff "Verwässerung"
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Wolrad Claudy: „Verwässerung bedeutet, wenn durch eine weitere Finanzierungsrunde ein geringerer Anteil am Startup bewirkt wird. Wenn ein Investor bei einer weiteren Finanzierungsrund selbst nicht weiter investiert, wird das gesamte Eigenkapital hochgesetzt und der prozentuale Anteil des Anlegers verringert sich. So schlägt bei einem Exit der geringere Anteil zu buche.

Es wird unterstellt, dass die weitere Finanzierungsrunde dafür sorgt, dass die Post-Money-Bewertung des Startups natürlich höher ist, aber damit ist nicht sichergestellt, dass der Exit-Value höher ist. Das heißt, mein Prozentsatz auf den Exit-Value ist entscheidend, weil das ist das Geld, was ich zurückbekomme. Die Pre-Money- und Post-Money-Bewertungen sind alles fiktive Bewertungen, die sehr gerne eingesetzt werden, aber in letzter Konsequenz keine relevant haben.“

Business Angel Joakim Nägele
über nervige Dinge nach einem Angel-Investment
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Joakim Nägele: „Nervig ist eigentlich nur, dass das Geld in der Regel dann weg ist. Aber darauf muss man sich einfach einstellen, dann lässt sich das realistischer ertragen. Nervig finde ich sonst eigentlich gar nichts. Im Gegenteil: man kann so viel daraus für sich lernen, z.B. über Marktentwicklungen, Geschäftsmodelle usw.

Es liegt an Business Angel selbst, sich nach dem Investment regelmäßig einzubringen und mit den Gründern zu sprechen – oder eben auch nicht. Das kann man an sein eigenes Zeitbudget anpassen.“

Business Angel Wolrad Claudy
über den Umgang mit Krisen
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Wolrad Claudy: „Investoren sollten Firmen eine zweite Chance bieten. Das ist eine Spezialität von uns, also einem Unternehmen eine zweite Chance zu geben. Bei solchen Sondersituationen mit reinzugehen und den Pivot zu triggern, sodass man den Marktzugang nochmal neu beleuchtet und nochmal anders rangeht.

Wir haben verschiedene Erfahrungen mit Krisen gemacht. Es gibt so die Floskel: “Man kann einem Patienten nur helfen, wenn er erkennt, dass er krank ist.” Das heißt, es bedarf immer der Bereitschaft der Gründer-Teams, sich auch helfen zu lassen. Sind die Gründer immer noch 100 % vom eigenen Geschäftsmodell überzeugt, werden sie sich kaum vom Pivot überzeugen lassen. Es gibt ein schmales Fenster zwischen der Erkenntnis der benötigten Hilfe aufseiten der Startup-Gründer und dem Zeitpunkt, wo es dann zu spät ist, das Ruder noch herumzureißen.

In diesem Fenster, das je nach Startup-Team größer oder kleiner ausfällt, gilt es Angebote zu machen, um dann mit frischem Geld und zusammen mit den Gründern neue Ideen und Herangehensweisen anzugehen. Wir haben diesbezüglich bessere Erfahrungen mit erfahrenen Gründern gemacht, da sie eher wissen, wie hilfreich externe Unterstützung ist.

Da ist es uns zum Beispiel gelungen, ein Unternehmen aus der Logistikbranche aus einer sehr schwierigen Situation herauszubringen und die jetzt auf einem sehr schönen Weg sind.
Übrigens hat uns da der erste Investor des Unternehmens herangezogen. Gründer sehen in solchen schwierigen Situationen häufig den Wald vor lauter Bäumen nicht und natürlich haben auch Investoren das Interesse daran, dass sie ihre Investition nicht abschreiben müssen. Unser Beitrag war frisches Geld, unser Know-how, unser Netzwerk und damit einen Pivot mit auf den Weg zu bringen.

Bei jüngeren Gründern ist es sehr oft schief gegangen, weil die Erfahrung des Scheiterns noch fehlt. Es ist auch wichtig zu wissen, wie weit man vom Scheitern entwerft ist. Die Hoffnung stirbt zuletzt und dann wird das Zeitfenster, wo man eingreifen kann, auch zu eng.

Sehr viele Business Angels sind mit ihrem eigenen Geld dabei und bestenfalls Beraterfunktion und/oder Beiratsfunktion. Damit sind sie Tipp-Geber, sind den Gründern aber klar im Nachteil, weil sie sich nur einmal in der Woche oder einmal im Monat in die Thematik eindenken. Die Gründer hingegen leben und sterben mit der Thematik und haben da eine ganz andere Tiefe drin.

Wenn sich das Gründer-Team verrennt, ist es durchaus wichtig, operativ erfahrenes Personal zu haben und zur Seite zu stellen. Also Personen, die sich in der Thematik auskennen und bereit sind, wirklich tief in das Startup einzusteigen. Wir älteren und erfahrenen Investoren haben immer den Anspruch, alles besser zu wissen und damit werden Gründer auch verschreckt, aber der Teufel steckt im Detail und der eröffnet sich einem nicht, wenn man nur von der Seitenlinie mit draufschaut. Da muss man mit aufs Spielfeld und mitspielen, sonst wird es nicht gelingen.“

Business Angel Gwendolyn Schröter
über die Kreislaufwirtschaft und neue Materialien
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Gwendolyn Schröter: „Neben Kreislaufwirtschaft investieren wir noch in neue Materialien. Warum haben wir uns genau dieses Feld ausgesucht? Wir sind ja im Bereich Impact Investing und Hardware Produktion aktiv. Wenn man sich jetzt im Bereich Hardware und Produktion anschaut, was so die größten Knackpunkte in den letzten Jahren war, dann kommt man schnell zu dem Schluss, dass wir nur eine Welt haben und nur bestimmte Rohstoffmengen zu Tage gefördert werden können.

Für mich ist es so, dass wenn wir der Erde einen Rohstoff entziehen und verarbeiten, dann ist er danach ja nicht weg. Deswegen sollte man auch im großen Gleichgewicht sehen, dass das, was ich entnehme, irgendwie in dem Kreislauf bleiben muss. Das ist ökologisch und ökonomisch nachhaltig, weil die Rohstoffe, auch wenn sie verarbeitet wurden, einen Wert darstellen.

Große Player im Markt erkennen, dass wenn sie ihren Müll wieder einsammeln und zurückführen, dass es dann echtes Geld Wert ist. Außerdem kennen die großen Unternehmen die Wertschöpfungskette und ihr Produkt genau. Also wissen sie, wann die Rohstoffe in das Produkt eingesetzt werden und wie sie die Rohstoffe wiederverwerten können. Die Rohstoffe können dann in den Kreislauf wieder zurückgeführt werden.

Wenn man sich den Deckungsbeitrag von Produkten anschaut, dann sieht man, dass die Rohstoffe immer teurer und wichtiger werden. Also ich glaube alle haben mitbekommen, wie der Holzpreis angestiegen ist oder mit dem Thema seltene Erden. Desto mehr wir technologisch in der Lage sind, diese ganzen wertvollen Stoffe wieder zurückzugewinnen, desto besser. Ich sehe, dass das ein großes wirtschaftliches Thema ist, was viele schon erkannt haben. Da gibt es definitiv noch viel Potenzial für Innovation.“

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