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Tina Dreimann: „Die Frage, wie und in welche Höhe man investieren sollte, ist eine sehr gute Frage. Aus meiner Sicht gibt es da keine richtige Antwort. Das schöne am Angel Investing ist, dass es uns überlassen ist, wie wir investieren. Wir können uns für unsere Lieblingsthemen entscheiden. Gerade deshalb empfehle ich jedem Angel von Anfang an eine eigene Strategie zu entwickeln und sich dessen bewusst zu werden. Also welche Themen man beschleunigen will.

Wenn wir nach Schulbuch gehen wollen, empfehle ich schon eine gewisse Diversifikation. Das ist uns selber schon mal passiert, dass wir zu eng neue Geschäfte aufgebaut haben und wir dann wegen Corona sehr hart getroffen wurden. Also man muss auch überlegen, welches Risiko ein Portfolio mit sich bringt und wir sind hier im Risikokapitalbereich. Also wir wissen, dass ein Teil der Startups auch auf der Strecke bleiben wird. Ein wichtiger Grund, warum wir better venture ins Leben gerufen haben ist, damit man diversifizieren kann.
Da jeder Angel von sich aus eine eigene Erfahrung und Expertise aus einem Bereich mitbringt. Als Angel traut man sich eher in das eigene Expertisefeld hinein. Wenn Angels aber mit anderen Angels zusammenarbeiten, dann traut man sich eher auch in andere Expertisefelder. Ich brenne zum Beispiel auch für Klima Themen, aber kenne mich in technischen Bereichen nicht so gut aus. Das kann ich nur machen, weil ich mit Angels zusammenarbeite, die sich in dem Thema auskennen.

Ich empfehle, Diversifikation nach dem Schulbuch zu betreiben. Gleichzeitig freue ich mich aber auch für Angels, die von sich aus eine Passion haben und sagen, dass sie nur einen bestimmten Bereich machen. Zum Beispiel, wenn der Vater an Krebs gestorben ist und man sein Kapital ausschließlich für die Krebsforschung einsetzen will. Dann ist das natürlich auch völlig in Ordnung und ein wichtiger Wertbeitrag für die Gesellschaft. Das ist das Tolle am Angel Investing, dass man die Freiheit hat und man seinen eigenen Fußabdruck definieren und bestimmen kann.“

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Business Angel Xavier Sarras
über Gründer:innen, die noch nebenher eine Festanstellung haben
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Xavier Sarras: „Ja, solche Fälle hatte ich schon. Das ist so eine etwas schwierigere Situation. Da braucht es wirklich viel Vertrauen. Ich habe nichts dagegen, weil ich es selbst teilweise so gemacht habe. Also dass man in einer Tätigkeit schon die nächste Tätigkeit aufbaut. Der Side Hustle gehört auch zum Startup dazu, man muss nur den Absprungpunkt irgendwie definieren. Und wenn man sich auf den einigt, dann habe ich damit auch kein Problem. Wenn das komplette Team der Gründer:innen noch im Job ist und jetzt vor hat zu gründen, dann kann man es auch erst mal bootstrappen, ohne Investoren. Bringt es erst mal auf den Weg und dann gibt es ein Commitment, ihr steigt dann und dann aus und wenn ihr gekündigt habt, dann ist auch der Moment, wo ich investiere.

Anders ist es, wenn ich ein Team aus Gründer:innen habe, wo noch einer im Job ist, den man aber unbedingt braucht. Zum Beispiel als Chief Product Manager. Das wäre übrigens noch eine Position, die ich als sehr wichtig erachte, die aber am Anfang auch mit dem CEO gemeinsam läuft. Wenn der zu einem gewissen Zeitraum rausgeholt werden muss, dann finde ich es ok, wenn der noch in seinem Job ist. Also erst die Finanzierung auf die Beine bringt und er bis dahin noch so ein gewisses risikominderndes Gehalt in seinem bisherigen Job bekommt.“

Business Angel Claudia Baumgart
über über ihre Learnings als Business Angel
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Claudia Baumgart: „Mein größtes Learning ist auf jeden Fall, dass man als Business Angel mit dem Gründerteam klicken muss. Egal, wie gut oder schlecht die Firma läuft – als Angel musst du einfach gern mit dem Team zusammenarbeiten. Auch wenn die Zahlen mal nicht stimmen, wenn die Sales nicht so funktionieren.

Dann musst du mit dem Gründerteam gut klicken und gewillt sein, die Firma weiter voranzutreiben, neue Sales zu generieren, neue Kunden zu gewinnen, gemeinsam durch Dick und Dünn zu gehen.

Als Business Angel musst du auch das Gründerteam bei komplexen Fragen unterstützen, zum Beispiel zu Themen wie Vertragsgestaltung, die Erweiterung des Tech-Stacks, neue Umsatzströme schaffen usw. Ich glaube wirklich, die Verbindung mit dem Gründerteam ist einfach unheimlich wichtig, gerade weil man als Business Angel eben sehr nah dran ist.

Ich glaube außerdem, viele Business Angels lassen sich zu leicht von einer spannenden Idee hinreißen und machen dann nicht ihre Hausaufgaben, in wie weit es so etwas schon gibt. Was ich in meine Investment-Analyse stark integriert habe, ist zu schauen: was ist genau das Produkt, welches Problem löst das, haben wir überhaupt Bedarf für diese Lösung und gibt es da einen Markt? Wenn das alles zutrifft, dann schaue ich, ob es so eine Lösung möglicherweise schon gibt.

Gerade wenn die Gründer sehr überzeugend, charmant und eloquent sind, dann ist man schnell hingerissen das direkt zuzusagen. Andererseits gibt es eben viele Lösungen bereits – in ähnlicher Form, in anderen Teilen der Welt oder mit einem leicht anderen Fokus. Da wir in einer Plattformwelt leben und ständig neue Revenue Streams geschaffen werden, ist die Gefahr groß, dass andere Unternehmen in ähnliche Bereiche vorstoßen. Diese Wettbewerbsanalyse mache ich heute wirklich intensiver als früher.

Ein letztes Learning: Bei einem Startup hatten wir eine sehr angespannte Liquiditätssituation, wo das Geld nur noch für etwa vier Monate gereicht hat. Da muss man wirklich darauf achten, dass die Startups so etwas regelmäßig an dich als Business Angel berichten, falls das Funding schneller aufgebraucht ist als ursprünglich geplant.

Bei vielen Startups habe ich auch gemerkt, dass die das Thema Working Capital nicht so genau verstehen. Die sind zwar in ihrer Gewinn- und Verlustrechnung sehr sauber, aber die Working Capital-Berechnung können sie oft noch nicht so gut am Anfang. Da kann man als Business Angel gute Unterstützung leisten.“

Business Angel Nikolaus D. Bayer
über das Schlimmste am Angel Investing
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Nikolaus D. Bayer: „Das Schlimmste als Unternehmer, um mal etwas allgemeiner zu beginnen, ist es, Mitarbeiter entlassen zu müssen.

Das Schlimmste aus der Sicht der Angel-Investoren ist, wenn ein Gesellschafterkreis oder Beirat sieht, dass Probleme herankommen – die Gründer bzw. Geschäftsführer sehen diese Probleme aber selbst nicht kommen und sind da beratungsresistent. Das ist ein Moment, in dem man wirklich verzweifelt.“

Business Angel Ingo Weber
über Follow-on Investments
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Ingo Weber: „In der Regel ziehe ich bei Folgeinvestments mit. Insbesondere, damit ich nicht verwässert werde und um bei der Liquidationspräferenz nicht weiter runterzurutschen. In der Regel ist es bei einer Folgeinvestition so, dass derjenige, der die Folgeinvestition gemacht hat, auch als Erstes wieder rauskommt und oben an der Liquidationspräferenz ist.

Häufig ist es so, dass man verwässert wird, wenn man bei Folgeinvestments nicht mitzieht. Deswegen kann ich nur empfehlen, da mitzuziehen. Auch vor dem Hintergrund, dass irgendwann bei der Series A oder B, man als Angel Investor lästig wird und man durch VCs im Rahmen eines Secondaries rausgekauft wird. Kann aber ganz ordentlich ins Geld gehen, wenn die Bewertung da relativ steil nach oben geht. Das kann schnell mal in 6-stellige Beträge gehen, die man dann für Folgefinanzierungen braucht.

Letzterer Punkt, dann höre ich auf. Ich würde nicht mitziehen, wenn es nur interne Runden gibt und man es nicht schafft, externe Investoren zu gewinnen. Dann gibt es auch Gründe dafür, warum niemand Neues fresh money mit reingibt.“

Business Angel Göran Göhring
darüber, warum sich Angels oft am Anfang überschätzen
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Göran Göhring: „Wenn man frischer Angel ist, überschätzt man sich sehr schnell. Erstens hat man noch nicht die Erfahrung, die Investitions-Decks der Gründer zu lesen, weil da oftmals Dinge zu schön dargestellt sind, die man nicht hinterfragt.

Auch für den zweiten Grund braucht man Erfahrung, dass man wirklich erst einmal hinterfragt, was wirklich das Problem ist, welches das Startup löst. Nicht, was die Lösung ist, sondern was das Problem ist.

Und das habe ich auch erst mit der Zeit gelernt und arbeite da noch weiter an mir. Ich versuche oft, das als ersten Einstieg mit den Gründern zu nehmen, dass sie mir darstellen, welches Problem sie identifiziert haben, mit dem sie Unternehmer geworden sind.“

Business Angel Maria-Johanna Schaecher
darüber, was sich ändert, wenn institutionelle Investoren einsteigen
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Maria-Johanna Schaecher: „Es gelingt nicht immer, die Wunschinvestoren zu überzeugen. Dann muss man durchaus mit Investoren leben und zusammenarbeiten, die nicht nur Vorteile für das Startup bringen.

In zwei Fällen habe ich es erlebt, dass relativ früh ein VC eingestiegen ist. Die haben dann teilweise doch andere Zielsetzungen als die Startups. Das ist so der Punkt, wo der Herzschmerz des Angels anfängt. Da hat man als Business Angel eine lange Zeit dabei geholfen, das Startup voran zu bringen und dann gibt es den Punkt, wo ein VC einem so ein bisschen das Zepter aus der Hand nimmt.

Da muss man als Business Angel akzeptieren, dass die Rolle, die man hatte, nicht mehr die gleiche ist. Es ist nicht mehr die Rolle des Unterstützers, sondern eher die Rolle eines Senior Advisors, der zu manchen Themen noch gefragt wird, aber nicht mehr im Lead sitzt.

Es ist auch wichtig, diesen Rollenwechsel zu akzeptieren, um da mitzuspielen. Wenn man sich dagegen aufbäumt, dann wird es für alle Beteiligten sehr schwierig. Man muss sich einfach bewusst sein, dass man in einem Startup 1-2 Jahre sehr viel Beitrag leisten kann. Wie bei Kindern muss man aber irgendwann loslassen können und muss seine eigene Rolle dementsprechend anpassen.“

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