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Torsten Meyer über Fehler bei der Selbsteinschätzung von Anfänger-Angels

Business Angel aus Berlin

(TM Future Ventures)

über Fehler bei der Selbsteinschätzung von Anfänger-Angels

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Torsten Meyer: „Wenn ich jetzt so aus der Retrospektive an mein erstes Investment zurückdenke, dann war das eigentlich viel zu hoch. Zum Glück hat sich das am Ende noch tatsächlich ausgezahlt. Aber was ich dort für schlaflose Nächte hatte, weil ich am Anfang wirklich an so vielen Baustellen arbeiten musste. Und oft dachte ich, dass es auch hätte nicht klappen können.

Die Frage ist ja: wie risikofreudig bist du wirklich, wenn du dir klarmachst, dass das Geld jetzt auch weg sein kann? Man glaubt ja immer, das wird schon klappen. Aber wenn man dann am Scheideweg ist, dann kommt man schon ins Grübeln. War das alles richtig und habe ich mich da nicht überschätzt?

Bei meinem ersten Investment hatte ich mich definitiv überschätzt. Das war einfach wirklich viel zu groß für mein Verständnis und meine Erfahrung. Mit dem Wissen von heute hätte ich das nicht noch einmal so gemacht.

Der Mensch lernt ja hauptsächlich durch diesen Schmerz und das Versagen – was zum Glück bei mir ja nicht einmal eingetreten ist. Aber das war schon ein sehr steiniger Weg und das würde ich heute nicht noch einmal so machen.

In jedem Fall denke ich, dass man als Angel besonders am Anfang Dinge falsch einschätzt. Auch zu vorsichtig zu sein, kann ja eine falsche Einschätzung sein. Man ist sich einfach nicht sicher und stellt sich zu viele Fragen, macht den Deal dann nicht und das Ding geht durch die Decke und man beißt sich in den Finger. Also das kann ja genauso gut sein. Man muss ja nicht immer nur vom schlechtesten Fall ausgehen: Ich investiere jetzt und das Ding geht pleite – sondern auch anders herum.

Ich habe in meinem E-Mail-Account so einen Ordner, der heißt ‚Abgelehnte Startups‘. Da schaue ich manchmal rein, weil ich jetzt seit vier Jahren in Startups investiere, wen ich vor drei Jahren abgelehnt habe. Und manchmal gibt es die heutet tatsächlich noch und ich ärgere mich. Aber das muss man eigentlich ignorieren, das lohnt sich nicht.

Man muss einfach für sich schauen, welches Risiko man eingehen kann, ob man den Totalverlust eben auch hinnehmen, ohne in Schwierigkeiten zu kommen. Und dann natürlich mit Bedacht wählen, auf das Netzwerk hören, auf sein inneres Bauchgefühl achten, die Zahlen analysieren – und selbst dann gibt es immer noch so viele Unbekannte und muss nicht von Erfolg gekrönt sein.

Ich habe vorhin diesen Finanzplan angesprochen. Der ist auf vier bis fünf Jahre ausgelegt. Den schaust du dir an und da kommt irgendwann der berühmte Hockey Stick. Also es geht irgendwann ab. Irgendwann in drei Jahren machen wir ganz, ganz viel Geld. Wer sagt dir, dass es dich in zwei Jahren noch gibt? Wer hat 2019 gedacht, dass 2020 uns Corona trifft?

Es gibt so viele Unbekannte, die man einfach nicht vorhersehen kann. Insofern ist das immer ein Ratespiel und ein Abwägen von Für und Wider. Man muss sein eigenes Risiko abwägen.

Man darf auch nicht vergessen, dass so eine Investition im Schnitt 7 Jahre bis zum Exit braucht. Wenn man jetzt überlegt, man hätte vor sieben Jahren in Bitcoin investiert, oder in Apple. Stattdessen hast du vor sieben Jahren ein Startup investiert und hast immer noch keinen Exit. Gut ist ja immerhin, wenn es das Startup gibt.

Aber jeder muss für sich entscheiden, ob das für sich das Richtige ist. Auf der anderen Seite: wenn es dann mal klappt, dann kann es auch richtig scheppern – im Portemonnaie meine ich!“

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Business Angel Alf Arnold
über die Rolle des Angels im Startup
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Alf Arnold: „Das ist in meinem Fall sehr heterogen. Es gibt Investments, da haben wir nur die formalen Kontaktnotwendigkeiten. Prinzipiell bin ich ganz offen und biete den Gründer:innen meine Fähigkeiten an.

Ich bin für meine Startups da und sie können auf mich zukommen und mich ansprechen. In manchen Phasen hat man dann auch intensiven Austausch und es gibt Phasen kompletter Ruhe. Da entwickeln sich Unternehmen sehr unterschiedlich.

Das Thema Marketing, Kommunikation und Branding ist in der Phase immer irgendwie wichtig. Es ist selten der Fall, dass dieses Thema ganz abgeschlossen ist. Also ich bin im Vergleich zu den Co-Investoren meistens der Angel, der die aktivste Rolle einnimmt, was aber auch mit dem genannten Topic zu tun hat.

Es gibt auch selten die Kompetenz im Gründer:innenteam und auch selten die Bereitschaft im Team in dem Bereich sehr starke Kompetenzen aufzubauen. Auch die Frage wen man sich ins Team holt, oder wo man vielleicht Freelancer anstellen kann. Da unterstütze ich auch gerne Recruitingprozesse in dem Bereich.“

Torsten Meyer - Business Angel
über das Verhältnis von Angels zu Gründern nach der Finanzierungsrunde
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Torsten Meyer: „Was sich immer gut bewährt hat, ist ein erstes Kennenlernen des Investorenkreises. Man zeigt dabei, dass man die neue Finanzierungsrunde mit beispielsweise fünf neuen Investoren abschließen konnte. Dann kann man einfach mal in einen Call springen, wobei man den Status Quo auslotet und sich jeder kurz vorstellt.

Das ist natürlich auch für die Business Angels spannend, weil sie bei so einem Treffen ihr eigenes Netzwerk zu anderen Angels vergrößern können, falls sie sich vorher noch nicht kannten. Dabei kann man die zukünftigen gemeinsamen Kommunikationswege festlegen.

Das kann zum Beispiel 14-tägig passieren, wenn es drängende Probleme gibt. Oder es reichen auch vierwöchige Abstände, wenn alles etwas ruhiger ist, wenn das Startup eine Weile durchfinanziert ist und es so schnell keine relevanten Updates geben wird.

Dann trifft man sich eben alle vier Wochen virtuell, die Gründer sollten von sich aus die wichtigsten Informationen bereitstellen: ein kurzes Company Update und beispielsweise, wie die Business Angels dem Startup in den nächsten Wochen oder Monaten genau helfen können. Wie zum Beispiel: Kundenzugang, Hiring, Vorbereitung der nächsten Runde, Pitch Deck Analyse, Investorenansprache etc.“

Business Angel Robert Sünderhauf
darüber, welche Rollen in jedem Gründerteam besetzt sein sollten
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Robert Sünderhauf: „Ich glaube, man braucht immer zwei Leute. Die wichtigste Person ist der Produktvisionär, der die Zielgruppe gut im Auge hat und für diese Zielgruppe ein sehr konkretes Problem löst – und viel Spaß hat, permanent daran zu arbeiten und zu tüfteln und ein marktfähiges Produkt daraus zu machen.

Die zweite Rolle muss zwar nicht unbedingt bei der Gründung schon dabei sein, sondern könnte auch später noch dazukommen – aber das ist der Prozessanalytiker. Das ist jemand, der im Hintergrund die IT, die Prozesse, ein ERP-System usw. aufbaut, also Dinge, die vielleicht nicht so viel Spaß machen, die aber für eine Skalierung unheimlich wichtig sind. Der dem Produktmenschen somit den Rücken freihält beim Skalieren. Das sind für mich die zwei zentralen Funktionen, der Rest kommt dann.

Noch ein Zusatz: der Produktmensch sollte auch ein gutes Gefühl für die Vermarktung des Produkts haben. In dem Moment, wo er sich über die Zielgruppe und das Produkt Gedanken macht, ist der dritte Punkt in diesem magischen Dreieck das ganze Thema Marketing. Wie ist eigentlich die Geschichte, mit der ich meiner Zielgruppe mein Produkt verkaufe. Dieses Geschichtenerzählen ist ein ganz wichtiger Bestandteil, den ein Gründer mitbringen sollte.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über besonders attraktive Branchen und Geschäftsmodelle
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Matthias Helfrich: „Was gut funktioniert, ist in der Tat Software. Interessanterweise komme ich selbst gar nicht aus dem Bereich, so wie andere Business Angels.

Software funktioniert besonders gut in den Bereichen, wo sie einen logischen Nutzen bringt. Ich will nur ein Beispiel bringen, das auch mein erstes Angel-Investment war. Bei Vimcar aus Berlin geht es um das digitale Fahrtenbuch. Jeder, der mal ein händisches Fahrtenbuch geführt hat, weiß wie hoch dabei der Leidensdruck ist. Da ist ein unmittelbarer Nutzen erkennbar. Wenn das bei einem Startup gegeben ist, erscheint mir das besonders einleuchtend.“

Business Angel Stephan Jacquemot
über ein langfristiges Angel-Netzwerk
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Stephan Jacquemot: „Ich glaube, der Aufbau von einem Angel-Netzwerk ist etwas sehr Langfristiges. Man geht nicht auf eine Veranstaltung und schon hat man ein Angel-Netzwerk. Ich glaube, man muss da sehr viel Zeit reinstecken. Zum Einen, weil es auch eine Vertrauenssache ist, man muss die andere Sichtweise des Gegenübers verstehen und sie gut finden. Wenn man als Angel zusammen ein Investment tätigt, dann ist es ähnlich wie bei einer Ehe.

Man geht zum Notar und hat gemeinsam mit den Gründer:innen ein Vertrag. So ist man über viele Jahre miteinander verbunden und trifft in der Zeit viele gemeinsame Entscheidungen. Damit man keine Menschen im Team hat, die konträr zu der eigenen Meinung stehen bzw. eine ganz andere Sichtweise auf manche Dinge haben. So was kann sonst in Board-Situationen zu Konflikten führen. Für die Startups ist es auch gut, wenn man am Anfang viel Zeit investiert, dieses Angel-Netzwerk aufzubauen, damit man die richtigen Investoren an der Seite hat, mit denen man gemeinsam gut harmoniert.

Wie baut man sich also ein Netzwerk auf? Indem man sich einfach in Situationen stürzt. Man muss an vielen Veranstaltungen teilnehmen, man sollte auf LinkedIn und Twitter aktiv sein und solche Plattformen nutzen. So kann man sich über die Jahre ein gutes Netzwerk aufbauen. Was auch immer hilft, sind die eigentlichen Investments. Über die Investments erweitert man sein Netzwerk auch immer weiter.“

Torsten Meyer - Business Angel
über das Schönste am Angel Investing
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Torsten Meyer: „Ich dringe gern in neues Terrain vor, ich mag gern mit neuen Leuten zusammen zu sein. Ich finde den Gründer-Spirit einfach total faszinierend: wie hochgradig intelligent manche Leute sind, wie die sich für eine Sache begeistern, sich da einarbeiten, ein Produkt entwickeln usw.

Ich denke da gern an meine eigene Zeit als Gründer zurück. Ich saß da mit meinem eigenen Partner beim Notar und habe die Verträge für die UG-Gründung unterschrieben. Das war sozusagen an einem Freitag – und Montag musste ich allein der Marketing-Experte, der Vertriebs-Experte, der Buchhalter, der Produktbauer, der Investorenanwerber usw. sein, obwohl ich vorher überhaupt nicht wusste, wie das alles funktioniert. Mit einer Unterschrift warst du das alles auf einmal.

Wenn man als Business Angel jetzt wieder mit solchen Menschen in Kontakt kommt, die in so einer Phase stecken, die dir diese Unternehmung auch noch mit Enthusiasmus verkaufen können, dann finde ich das einfach großartig.

Kaum ein Angel macht das als Philantropie, sondern die meisten aus wirtschaftlichen Erwägungen. Im besten Fall sollte keines der Startups scheitern, denn wer verbrennt schon gern Geld. Dann hat man als Business Angel am Ende auch die entsprechende Belohnung für sein Risiko.“

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