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Wilfried Gillrath darüber, warum Startup-Gründer ihre Motivation hinterfragen sollten

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darüber, warum Startup-Gründer ihre Motivation hinterfragen sollten

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Wilfried Gillrath: „Ich finde, die Gründung eines Unternehmens ist eine unheimlich gute Chance, ein Stück von seiner eigenen Persönlichkeit, von seiner eigenen Leidenschaft in einen ökonomischen Kontext einzubringen. Häufig wird aber von den Medien und von der gesamten Kommunikation in dem Umfeld ausnahmslos der monetäre Aspekt promoted. Die Strukturierung der nächsten Finanzierungsrunde, das beschaffen von Geld.

Häufig sind die Gründerinnen und Gründer dann mit der Hälfte der Zeit damit beschäftigt, in irgendeiner Art und Weise Geld zu mobilisieren. Wenn die eine Runde vorbei ist, dann fängt die andere mehr oder weniger an. Bei vielen geht es nurnoch darum, wie ich Geld verdienen kann.

Ich denke, man sollte nochmal reflektieren, warum man eigentlich gründet. Will ich nicht eigentlich mit dem, was ich gründe, etwas in die Welt bringen und der Welt meinen Stempel in einem bestimmten Kontext aufprägen. Wenn einem das wichtig ist und man das noch mit persönlicher Entwicklung zusammenbringt und offen für eine Fahrt der inneren Entwicklung selber ist, dann kann so ein Unternehmen wirklich eine unheimliche Basis in ein Leben hereinbringen, von der man auch weiter wachsen kann.

Durch die unternehmerische Entwicklung werde ich immer mit Herausforderungen konfrontiert, die mich voranbringt. Wenn ich eine solide Basis habe, die darüber hinausgeht, viel Geld zu verdienen, dann werde ich auch viele Aufgaben meistern können. Wenn ich aber nur einen Fokus auf einen bestimmten monetären Betrag habe, dann ist es schwierig.

Ich persönlich bin davon überzeugt und habe selber die Erfahrung gemacht, dass, wenn man etwas mit der Leidenschaft und der inneren Verbindung zu sich selber entwickelt, dann wird man auch Geld verdienen. Das ist dann keine Frage mehr, weil man es dann gut machen wird. Wenn man Herausforderungen hat, dann wird man auch den richtigen Weg finden, diese zu lösen. Aber es braucht dann die tiefe Leidenschaft und die Verwurzelung.

Das würde ich mir von mehr Gründern wünschen, dass sie sich fragen, ob sie das wirklich in die Welt rausbringen und es lange begleiten wollen. Das würde ich mir vor allem für die Gründer wünschen, weil ich davon überzeugt bin, dass durch die persönliche Entwicklung, die sie mit der Unternehmensentwicklung kombinieren, insgesamt eine bessere Perspektive entsteht. So kann sich ein Lebensweg entwickeln, der durch eine hohe Zufriedenheit geprägt ist.

Das wichtigste ist, dass man sich intensiv mit sich selber auseinandersetzt. Ich begegne häufig Menschen, die sich noch nicht so richtig mit sich selbst auseinandergesetzt haben und keine gute Beziehung zu sich selber haben. Die allermeisten verneinen das im ersten Schritt, wenn man tatsächlich dazu kommt, sich mit sich zu beschäftigen, dann stellen viele fest, dass sie sehr durch die Erziehung und das Schulsystem geprägt sind, dass man sich nur durch externe Erfolge und Belohnungen sich selber definiert.

Habe ich das oder das erreicht? Konnte ich die oder die Rolle einnehmen? Erst wenn man anfängt, dahinter zu schauen und wirklich in sich reinhört, um festzustellen, dass man nicht nur die Summe aller Rollen ist, die man einnimmt. Man ist nicht nur ein guter Mensch, wenn man einen guten Abschluss oder Schulnote hat.

Man bleibt, wer man ist, auch auf eine andere Weise. Erst wenn man den Weg anfängt zu gehen, dann sinkt man auf so einen Punkt. Ich beobachte häufig, dass diese Bereitschaft nicht da ist oder die Sensibilisierung für diesen Weg nicht da ist.

Wenn man den Weg erstmal geht und zu sich selber findet, dann kann man im nächsten Schritt wirklich eine Offenheit für viele Perspektiven erlangen, die da sind. Irgendwo kommt man an dem Thema vorbei, wo man gerne die Welt beglücken möchte. Das ist Arbeit, das braucht Offenheit und Zeit. Das ist manchmal auch nicht angenehm, weil man in seinem Inneren an Themen vorbeikommt, die man verbuddelt hatte, von denen man gar nicht wusste, dass sie da sind.

Aber wenn man offen mit den Themen umgeht, die adressiert, dann geht man in der Regel aus dem Prozess mit einer viel größeren inneren Stärke heraus und wird dann in meiner Welt zu dem idealen Gründer oder zur idealen Gründerin, weil man dann wirklich vor sich selber gewappnet und im Einklang ist, neue Themen anzugehen.“

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Business Angel Robert Sünderhauf
über das Verhältnis zwischen Business Angel und Startup nach der Finanzierungsrunde
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Robert Sünderhauf: „Zuallererst würde ich sagen, dass die Gründer im Fahrersitz sind. Was immer passiert, bestimmen die Gründer. Das ist auch das größte strukturelle Risiko, welches man als Business Angel hat, dass das Gründerteam auseinanderfällt. In so einem Fall ist die Firma dann kaum zu retten. Das heißt, die Gründer müssen schon die für sie richtige Entscheidung treffen.

Als Business Angel ist man dann sozusagen ein Angebot, das die Gründer wahrnehmen können – oder sie lassen es. Das liegt bei ihnen. Da sollte man vorher auch einmal die Erwartungen klären, was man selbst bereit ist einzubringen, in welchen Bereichen man unterstützen kann und was sich auch das Gründerteam wünscht.

Dann klärt man auch die Erwartung des Investors, was er vom Startup wünscht, zum Beispiel ein monatliches Reporting, um zu sehen, was gut und schlecht läuft. Die Gründer sollen auch unbedingt den Angel ansprechen, wenn etwas nicht läuft – das ist fast wichtiger als das Reporting über alles, was gut geht. So kann man frühzeitig gegensteuern. Dann entwickelt sich da auch ein Prozess, der aber von Startup zu Startup unterschiedlich ist.“

Business Angel Wilfried Gillrath
darüber, was sich verändert, wenn institutionelle Investoren einsteigen
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Wilfried Gillrath: „Das ist natürlich genau die Herausforderung, die irgendwann besteht, weil ich selbst nicht die Mittel habe, ein Unternehmen von Anfang bis zum Ende durchzufinanzieren. Irgendwann kommen institutionelle Investoren dazu und dann passieren die Dinge, die man so erwarten kann.

Es wird ein sehr strukturiertes Vorgehen reingegeben, es wird sehr stark auf die Reportings wert gelegt, es werden formalisierte Sitzungen organisiert und das funktioniert auch irgendwie. Das ist keine Frage, weil es in der Regel sehr erfolgreiche Organisationen sind.

Auf der anderen Seite muss man sagen, dass es im Wesentlichen auf der ökonomischen Ebene funktioniert und auf der Ebene der Kultur bleibt dann doch eben mehr zurück. Es ist zurzeit leider der Gang der Dinge, den ich auch noch nicht so richtig vermeiden kann.

Ich versuche es gerade mit einem Team so hinzubekommen, dass wir vielleicht auf diese institutionellen Investoren gar nicht zurückgreifen müssen. Das verlangsamt dann die ökonomische Entwicklung, weil man mit weniger Geld klarkommen muss. Diese exponentiellen Wachstumszahlen, die immer alle erwarten, kann man dann in dem Umfang vielleicht nicht erreichen.

Aber insgesamt entwickelt sich das Thema sehr viel solider und man muss vielleicht auch gar nicht mehr darüber nachdenken, ein Exit zu machen, sondern kaufen vielleicht die Gründer irgendwann die Investoren wieder raus und können dieses Unternehmen auch wirklich dauerhaft betreiben, weil sie es vielleicht eigentlich als Herzensangelegenheit haben. Durch institutionelle Investoren werden Gründer häufig dazu gezwungen, das Unternehmen extern zu verkaufen und zu monetarisieren, damit die Investment-Hypothese dann aufgeht. Gründer können dann in eine andere Kultur reingeworfen werden, in der sie sich überhaupt nicht beheimatet fühlen und wo die Ziele nicht mehr mit denen der Gründer übereinstimmen.

Aus dem Grund ist es für manche Geschäftsmodelle, die viel Geld brauchen gut, wenn institutionelle Anleger einsteigen. Auf der anderen Seite bleibt dann aber auch viel auf der Strecke. Grundsätzlich ist das total nachvollziehbar und die Rahmenbedingungen bei institutionellen Investoren sind nunmal wie sie sind. Sie investieren das Geld anderer Leute, sie müssen mehr kontrollieren, dokumentieren und nachweisen. Aber es hat eben auch Aspekte der persönlichen Ebene, die ich herausfordernd finde.“

Business Angel Robert Sünderhauf
über die besten Quellen für Startup-Investments
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Robert Sünderhauf: „Die besten Investitionen kommen tatsächlich meistens aus dem Bekanntenkreis. Freunde von Freunden sind auf ein Startup aufmerksam geworden. Oft sind das auch Leute, die vorher schon mal eine Firma gegründet haben und so eine gewisse Erfahrung mitbringen. Das minimiert dann das Risiko.

Manchmal sind es aber auch klassische Accelerator-Programme, aber meistens doch tatsächlich Empfehlungen.“

Business Angel Stephan Jacquemot
darüber, welche Geschäftsmodelle man meiden sollte
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Stephan Jacquemot: „Bei mir ist es so, dass ich keine ausgewiesene Expertise im Hardwarebereich habe. Das geht vielen Investoren so und ich glaube, da geht uns ein Marktpotenzial verloren. Ich glaube, dass auch gute Geschäftsmodelle im Hardwarebereich zu finden sind. Ich glaube aber, dass sich zu wenige Leute ein Skillset in dem Bereich erworben haben, um diese Geschäftsmodelle zu verstehen. Wenn man jetzt als Angel einsteigen und sich ein Wissen aneignen möchte, dann sehe ich in Hardware Geschäftsmodellen ein wirklich großes Potenzial. Da liegt gerade Deutschland als Land der Ingenieure extrem viel Potenzial.

Darüber hinaus Geschäftsmodelle, die vielleicht nicht so attraktiv sind: Alles, was in die Richtung Consulting geht, wo ich so Einmalumsätze habe. Selbst wenn ich mit digitalen Tools das Consulting verbessere, sind die Geschäftsmodelle nicht sonderlich ertragreich und skalierbar. Vielleicht schon noch ertragreich, aber nicht skalierbar und dann ist es eine Begrenzung im Wachstum. Und man muss bei eCommerce schauen, welche Geschäftsmodelle da noch funktionieren. Es gibt Modelle, die wahnsinnig gut funktionieren. Das ist, soweit ich das wahrnehme, aber eher noch die Ausnahme, weil schon recht viel eCommerce gelöst ist und es große Plattformen gibt, die eCommerce abgedeckt haben. Das wäre bei mir so ein Geschäftsmodell, welches ich nicht so attraktiv finde.“

Business Angel Dr. Gesa Miczaika
über das Schönste am Angel Investing
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Dr. Gesa Miczaika: „Ich liebe es, die Zeit mit so vielen tollen unterschiedlichen Menschen zu verbringen, die so spannende Dinge machen und von denen ich so viel lernen kann. Ich liebe den Job wirklich sehr, weil man einfach nur jeden Tag viel dazulernt. Wer sich dafür entschieden hat: Herzlichen Glückwunsch!“

Business Angel Benjamin Minack
über Hardware Startups
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Benjamin Minack: „Hardware Ideen, die in einem Marktsegment entstehen, in der genau dieses Produkt und Idee gebraucht wird, dann kann es gut funktionieren. Dann gibt es aber auch Copycats oder Hardware Ideen, die kein wirklich großes Problem lösen oder die nichts Besonderes sind. Die werden dann natürlich nicht aufgehen. Auch das lässt sich nur mit Blick auf das Team, auf die Kompetenz und einem genauen Blick auf den Markt ganz individuell sagen. Und lohnt es sich hier für einen Angel zu investieren, ja oder nein?“

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