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Wolrad Claudy über den Unterschied zwischen dem deutschen und amerikanischen Business Angel Markt

Business Angel aus Frankfurt

über den Unterschied zwischen dem deutschen und amerikanischen Business Angel Markt

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Wolrad Claudy: „Grundsätzlich ist in den USA viel mehr Geld unterwegs. So entsteht dort eine ganz andere Dynamik. Es gibt sehr viel mehr Chancen, dass sich Firmen über die zweite und dritte Runde weiterentwickeln und selbst wenn die Milestones nicht erreicht werden, ist genug Kapital da, um diese Firmen weiter zu hebeln.

Bei uns in Deutschland wird verhältnismäßig wenig Venture Capital unseres Bruttosozialproduktes investiert. So bleiben viele Firmen auf der Strecke, weil man vielleicht ein ticken zu früh am Markt war und die Geduld der Investoren fehlt. Auf der anderen Seite gibt es in Deutschland sehr viele staatliche Hilfe. Der Staat greift sehr stark in den Startup-Markt mit ein, was dazu führt, dass selbst das Sterben eines Startups einem schwer gemacht wird.

Ein Startup, was nichts verkauft, kann durch Fördergelder und Förderprojekte durchaus 7-8 Jahre überleben. Das sind natürlich 7-8 Jahre verlorene Zeit, wenn das Geschäftsmodell nicht zum fliegen kommt. Die fehlen dann, um hinten raus mit anderen Geschäftsmodellen erfolgreich zu sein.

Man bekommt auch nicht unbedingt die zweite oder dritte Chance, es gibt den Makel des Gescheiterten in Deutschland. In den USA gehört die Erfahrung des Scheiterns mit dazu, um überhaupt ernst genommen zu werden. Außerdem ist der rechtliche Schutz und Verwässerungsschutz aus Business Angel Sicht in den USA größer.
Es gibt in den USA sicher andere Investorentypen, die die Macht des exponentiellen Wachstums besser verstehen und ihr Geld sehr diversifiziert anlegen. In Deutschland ist eher so die Einstellung, dass man möglichst alle Investments zum Ziel bringt und mit einem Faktor 2 oder 3 zufrieden ist. Während der typische amerikanische Investor auf der Jagd nach dem Einhorn ist und ein ROI von 100 anstrebt.

Alles, was ich gesagt habe, schränke ich jetzt wieder ein, indem ich sage, dass wir sehr gut darin sind, die Dinge aus den USA zu kopieren. In der Regel haben wir in 5 Jahren eine ähnliche Situation wie in den USA. Was wir dann aber vergessen ist, dass die USA dann wieder 2 Schritte weiter ist. Wir haben in der letzten Zeit stark bei der Einhornjagd aufgeholt und im Silicon Valley ist das Zebra Investing der neue Trend. Also das man in mehrere Startups zum gleichen Thema investiert, die sich untereinander gegenseitig befruchten und somit einen Hebeleffekt erzielen. Das ist bei uns noch relativ neu. Auch das investieren in sogenannte SPACs.

Special Purpose Acquisition Company (SPAC) heißt, dass man eine leere Hülle an die Börse bringt, die man erst später mit Inhalt füllt. Das sind neue Trends, die jetzt erst langsam kommen.“

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Business Angel Maria-Johanna Schaecher
über Nachfinanzierungen
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Maria-Johanna Schaecher: „Es ist ja der Klassiker, dass man in einer Seed Runde einsteigt und dann stellt sich nach ca. einem Jahr (wenn das Geld verbrannt wurde), die Frage, wo das neue Geld herkommt. Da habe ich eigentlich bei allen Startups unterstützt, Investoren zu finden, also das klassische Fundraising vorzubereiten.

Das ist nicht immer einfach und man hat ja auch seine Wunschinvestoren. Es gelingt natürlich nicht immer, diese Wunschinvestoren zu überzeugen. Dann muss man durchaus mit Investoren leben und zusammenarbeiten, die nicht nur Vorteile für das Startup bringen.

In zwei Fällen habe ich es erlebt, dass relativ früh ein VC eingestiegen ist. Die haben dann teilweise doch andere Zielsetzungen als die Startups. Das ist so der Punkt, wo der Herzschmerz des Angels anfängt. Da hat man als Business Angel eine lange Zeit dabei geholfen, das Startup voran zu bringen und dann gibt es den Punkt, wo ein VC einem so ein bisschen das Zepter aus der Hand nimmt.

Da muss man als Business Angel akzeptieren, dass die Rolle, die man hatte, nicht mehr die gleiche ist. Es ist nicht mehr die Rolle des Unterstützers, sondern eher die Rolle eines Senior Advisors, der zu manchen Themen noch gefragt wird, aber nicht mehr im Lead sitzt.

Es ist auch wichtig, diesen Rollenwechsel zu akzeptieren, um da mitzuspielen. Wenn man sich dagegen aufbäumt, dann wird es für alle Beteiligten sehr schwierig. Man muss sich einfach bewusst sein, dass man in einem Startup 1-2 Jahre sehr viel Beitrag leisten kann. Wie bei Kindern muss man aber irgendwann loslassen können und muss seine eigene Rolle dementsprechend anpassen.“

Business Angel Nikolaus D. Bayer
darüber, in welche Branchen er investiert
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Nikolaus D. Bayer: „Ich habe Informatik studiert und habe meine berufliche Karriere hauptsächlich im Bereich B2B auf der Marktseite oder Kundenseite verbracht. Also Vertrieb und Produkt- und Projektmanagement. Das prägt jetzt auch meine Tätigkeit als Business Angel. Ich mache Software-Themen, ich habe einen starken B2B-Fokus und bleibe dem auch sehr verhaftet, weil dann weiß ich, worum es geht.

Es ist wichtig, dass ich auch inhaltlich eine gewisse Tiefe mitbringen kann, was das Startup so macht. Die einzigen Ausnahmen, die ich mache, sind Themen zu Nachhaltigkeit und Impact, da darf es auch Hardware sein.“

Business Angel Tina Dreimann
über den Unterschied zwischen VCs und Business Angels
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Tina Dreimann: „Ich sehe zwei Unterschiede zwischen VC Fonds und Business Angels. Der erste wichtige Unterschied ist, dass die meisten Fonds nicht so früh investieren. Also die Startups brauchen ihre ersten Investoren und das sind meistens nicht die Fonds, sondern Business Angels. Die Fonds setzen wegen der Risikominimierung einen gewissen Umsatz bzw. eine gewisse Traction voraus. Das heißt, dass gerade in frühen Phasen ganz viele tolle Gründer unterwegs sind, die trotz einer tollen Idee keine Unterstützung finden, weil sie noch zu früh dran sind und ihr Geschäftsmodell noch nicht validieren konnten. Das ist der erste Punkt.

Der zweite Punkt ist aus meiner Sicht tatsächlich die Smartness, die Business Angels mitbringen. Eben weil es das eigene Geld ist und weil man aktiv unterstützen will, bin ich ein fantastischer Partner in einem Cap Table. Da hat das Gründerteam noch ein weiteres starkes Team an der Seite.“

Business Angel Alf Arnold
über die Rolle des Gender Bias
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Alf Arnold: „Der Gender Bias spielt eine Rolle, weil ich ihn wahrnehme. Ich habe mir viel Mühe gegeben, weibliche Gründerteams mit besonderer Sorgfalt und Wohlwollen zu begegnen, weil ich den Gender Bias ausräumen will, da er ungerechtfertigt ist.

Mir ist es bisher nur gelungen, ein fast komplett weibliches Gründerteam mit einem late männlichen eingestiegenen Co-Founder zu finden. Dies auch nur, weil ich das Team schon ganz lange kenne. Sonst wären sie wahrscheinlich nicht auf dem Schreibtisch gelandet.

Um den Gender Bias auszuräumen, müssen viele Veränderungsprozesse in Köpfen geschehen. So eine Entwicklung geschieht nicht von heute auf morgen, sondern eher in einer Zeit von 2021 bis 2027. Es fällt mir aber schwer darauf eine Antwort zu finden.

Ich bin 47 und ich hab bis zu meinem 16. Lebensjahr in der DDR gelebt. Das Thema Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern ist für mich total langweilig, weil das für mich immer Status quo war. Das ist ein BRD-Thema und eines einer anderen Gesellschaftsform, um es mal herunterzubrechen. Deshalb nehme ich dieses Thema auch etwas anders wahr und finde es trotzdem ärgerlich. Das Ergebnis, also die Rollenverteilung, die es in allen möglichen Berufsgruppen heute gibt, ist genau das. Insgesamt läuft es gerade mit einer höheren Dynamik auf eine größere Ausgeglichenheit hin, was sehr schätzenswert ist. Aus meiner Weltsicht nähert man sich so einem natürlichen Zustand und meinem Status quo an.“

Matthias Helfrich, Business Angel des Jahres 2021
über Ideen von Startups, die schon früher nicht funktioniert haben
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Matthias Helfrich: „Das hängt davon ab, wie erfolgreich das andere Unternehmen das gemacht hat. Wenn es meiner Einschätzung nach einen The-Winner-Takes-It-All-Markt ist, dann wäre ich eher zurückhaltend.

Ich habe da eher eine Schwäche für Geschäftsmodelle, die andere vorher ausprobiert haben und nicht erfolgreich waren. Wenn die mir auf dem Tisch liegende Gründung aus den Fehlern oder dem falschen Timing des anderen Startups lernen kann, dann finde ich das eher positiv. Das ist wie eine Art Pivot zum anderen Zeitpunkt, aber nicht innerhalb eines Startups, sondern von einem Startup zum anderen, das aus den Fehlern gelernt hat.

Man sollte mal analysieren, wie viele Startups erfolgreich waren, aber nicht mit dem Geschäftsmodell aus ihrem ersten Pitch Deck. Daraus sieht man, wie entscheidend die Weiterentwicklung von Ideen für den Erfolg ist.

Man kann also vermuten, dass ein Startups, das zuvor gescheitert war, einfach zu früh dran war. Ich habe gerade viele Startups im Energiebereich, die technisch einfach zu früh dran waren. Wenn ich dann später ein neues Team kennenlerne, dann kann das Timing durchaus funktionieren und das Team das Startup durchaus erfolgreich aufbauen. So etwas schaue ich mir dann gern an.“

Dr. Patrick Müller
darüber, welche Themen bei Gründern häufig heikel sein können
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Dr. Patrick Müller: „Ganz klassisch über zu hohe Unternehmensbewertungen. Wenn Founder doch Unternehmensbewertungen aufrufen, die unrealistisch sind und die Business Angels von vornherein abschrecken.

Es geht natürlich auch viel um Verhandlung, gerade in der jetzigen Situation merkt man, dass die Founder realistischer an die Thematik herangehen.

Ein anderes Thema sind Streitigkeiten und Spannungen unter den Gesellschaftern. Das kann sich zum Beispiel im Rahmen eines Pitches oder in den Verhandlungen zeigen. Wenn die Founder schlau sind, dann stellen sie sich zu jeder Zeit als ein gemeinsames cooles Team dar. Die Founder sind eine Familie, die in einer Sprache sprechen.

Wenn ein Business Angel in der Pre-Seed- oder Seed-Phase investiert, stellt sich immer wieder mal raus, dass die Harmonie im Team nicht so 100 % gegeben ist, wie man es am Anfang angenommen hat. Bestimmte Sachen kann man da auch Regeln (Bad und Good Leaver), aber es ist schon ein Risiko des Venture Capital Marktes, dass ein Streit unter den Gründern ausbricht.

Außerdem ist der Reifegrad der Absatzmechanismen wichtig. Sind die Kundenverträge so ausgereift, wie es dargestellt wurde? In einer frühen Phase kann man keine umfassende Due Diligence durchführen und man muss sich auch auf gewisse Aussagen der Gründer verlassen. Da ist es schon gut, wenn man sich so die wichtigsten Kundenverträge mal ansieht.

Ansonsten kann fehlende Erfahrung in der Personalführung oder im Finance schwierig werden. Kann ein Startup nach der Finanzierungsrunde gut mit der Finanzspritze umgehen? Da sieht man leider auch, dass da Fehler gemacht werden und da ist es als Business Angel wichtig, auch Unterstützung geben zu können.“

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