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Wolrad Claudy über seine Learnings bei Angel Investments

Business Angel aus Frankfurt

über seine Learnings bei Angel Investments

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Wolrad Claudy: „Ich habe gleich zu Beginn eines Investments auf die harte Tour lernen müssen, auch gleich an das Ende zu denken. Also: wie komme ich an mein Investment wieder heran, sowohl im guten als auch im schlechten Fall? Die rechtliche Position des Business Angels ist in Deutschland relativ schwach im Vergleich zum Beispiel mit den USA oder England.

Wenn es mit dem Startup gut funktioniert, läuft man hintenheraus Gefahr von Venture Capital Fonds herausgedrängt zu werden. Wenn es nicht gut läuft, schreibt man sein Investment irgendwann ab. Man ist also im Prinzip relativ schlecht geschützt.

Insofern habe ich über meine Investments hart lernen müssen, auf welche Bedingungen man im Gesellschaftervertrag besonders achten sollte, um seine eigenen Interessen zu schützen. Man sollte auch im Geschäftsplan einen klaren Plan einfordern, wie der Exit aussehen kann. Daher frage ich Gründer heute immer zuerst, wie sie sich den Exit vorstellen und wie ihre eigene Lebensplanung in dieser Hinsicht aussieht.

Sehr oft ist am Anfang viel Euphorie da, aber nur sehr nebelige Vorstellungen darüber, was am Ende herauskommen soll. Außerdem muss man auch genau hinschauen, wie die gegeneinander abgesichert sind. Ich habe schon Startups sterben sehen, weil einer der Gründer aussteigen wollte und die anderen nicht in der Lage waren, ihn entsprechend auszuzahlen bzw. gehen zu lassen.“

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Business Angel Maria-Johanna Schaecher
über den Zerfall von Teams
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Maria-Johanna Schaecher: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es Knall auf Fall passiert ist, dass ein Team zerfallen ist. Da gab es keine Vorphase, wo man sagen könnte, dass man es mit einem Coaching oder Ähnlichem versucht, um die unterschiedlichen Interessen wieder zusammenzubringen.

Da Startups in einem ziemlichen Spannungsfeld unterwegs sind, habe ich gemerkt, dass viele Dinge impulsiv und unerwartet geschehen. Es kommt zu dem großen Knall und es führt dazu, dass man dann quasi im Startup auch nicht mehr miteinander spricht. In so einer Situation ist es dann sehr schwierig, sich wieder in einem Coaching-Ansatz anzunähern.

Insofern ist aus meiner Sicht die Prävention schwierig. Natürlich sage ich allen Teams, dass sie offen diskutieren sollen und das auch zusammen mit den Business Angels können. Trotzdem müssen Gründerinnen und Gründer einen wahnsinnigen Druck aushalten und man kann den Zerfall eines Teams nicht immer verhindern.

Nach so einem Knall ist es meistens vorbei und dann sollte man die Fronten glatt ziehen und sagen, dass es das jetzt gewesen ist. Man muss sich trennen und jemanden finden, der bereit ist, in dieser Phase einzusteigen und das Team wieder zusammenschweißen.“

Business Angel Beate Fastrich
über einen guten Auswahlprozess und Due Diligence
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Beate Fastrich: „Ich bin relativ strukturiert, wie ich an dieses Auswahlverfahren herangehe. Ich habe meine Punkte, die ich prüfe. Das ist natürlich das Team, und das auch an erster Stelle. Aber sehr wichtig ist für mich natürlich auch das Produkt bzw. der Service sowie der Markt, den es dafür gibt – und der Wettbewerb. Wenn ich einmal beispielsweise von der Technik nicht so viel verstehe, dann schauen ich auch mal, ob vielleicht ein anderer Angel dabei ist, der sich besser auskennt und das bereits geprüft hat.

Bei den ganz jungen Startups ist natürlich eine Legal Due Diligence nicht so wichtig, aber auch da muss man einmal draufschauen.

Das wichtigste ist aber wie gesagt das Team – und da kommt dann auch das Bauchgefühl mit in die Entscheidung. Dabei sollte man sich nicht nur die einzelnen Player im Team anschauen, sondern auch, wie das Team zusammenspielt. Das ist mir aufgefallen, wie wichtig es ist, auch mal mit allen zusammen zu sprechen, um die Interaktion zwischen den Teammitgliedern beobachten zu können.

Am Anfang ist mein Prozess also sehr strukturiert, aber am Ende auch mit einer guten Portion Bauchgefühl, vor allem über die Zusammenarbeit mit dem Team. Ein Business Angel Investment ist ja auch eine längerfristige Bindung und die muss auch persönlich passen.“

Business Angel Jana Moser
über die Zusammenarbeit mit anderen Business Angels
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Jana Moser: „Ich habe selber nie bewusst mit anderen Business Angels investiert. In der Pre-Seed und Seed-Phase, in der ich investiere, sind auch schon andere Angels mit an Board gewesen oder haben sich parallel dazu entschieden, auch zu investieren. Das bedeutet, dass man schon enger mit den Angels zusammenarbeitet und sind in entsprechenden Calls trifft. Da kann man sich mit den Startups unterhalten, aber auch mal nur im Investorenkreis reden.

Der Vorteil ist, dass man mit unterschiedlichen Personen und verschiedenen Erfahrungen zusammen an einem Startup arbeitet und sich ergänzen kann. Außerdem ist es wichtig, sich die entsprechenden Investoren anzuschauen. Also nicht blind darauf trauen, wenn schon andere Investoren zugesagt haben. Sondern wirklich vor dem Investment auch mal bei den anderen Investoren anrufen und fragen, was die Ziele und Erfahrungen sind. Was ist im Fokus des anderen Investors? Sind sie intrinsisch motiviert und wollen dem Startup wirklich helfen oder geht es eher darum, möglichst viel aus dem Startup herauszuholen?

Es gibt noch weitere Varianten, die ich noch nicht gemacht habe. Zum Beispiel das Pooling, wo man sich dann auch aktiv mit anderen zusammenschließt und dann auch wie so eine Art Sprecher hat, um dann ein Investment zusammen zu haben und das Geld zusammen wirft. Das hat den Vorteil, dass der Cap Table, die Beteiligungsliste bei dem Startup nachher nicht so lang ist. Allerdings muss man sich in dem Fall auch aktiv selber darum bemühen, wenn man sich bei einem Startup inhaltlich beteiligen möchte. Es ist nicht automatisch so, dass man regelmäßigen Kontakt zum Startup hat.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Zusammenarbeit mit anderen Business Angels ist zu schauen, wie risikoaffin die jeweiligen Personen sind. Das heißt, welche entsprechenden Herangehensweisen haben sie auch in der Zusammenarbeit mit Startups.“

Business Angel Xavier Sarras
darüber, worauf er bei Beteiligungsverträge achtet
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Xavier Sarras: „Ich würde schon schauen, dass man einen Anwalt im Netzwerk hat, der sich mit VC-Transaktionen auskennt. Da kann man sich nicht immer darauf verlassen, dass die Startup Gründerinnen und Gründer die beste Betreuung haben und schon die beste Kanzlei haben. Da gibt es in Deutschland schon Kanzleien, die einfach die Besten auf dem Gebiet sind. Da sollte man schon Zugang zu haben, damit man die Verträge prüfen kann.

Ich schau mir immer die Tag-Along- und Drag-Along-Klauseln an, wie die geregelt sind. Ich schaue mir meine Rechte als Investor an und ob ich in den nächsten Runden nachinvestieren darf, zumindest in pro rata, dass das nicht ausgeschlossen ist. Man muss dazu sagen, dass wenn irgendwann der VC kommt, macht der sowieso die Regeln. In den ersten Runden will man aber ja schon seine Möglichkeiten sichern. Man steigt ja sehr früh ein und hat damit das größte Risiko und möchte eben sicher sein, dass man dann auch nachkaufen kann, weil man sich so seine Position verbessert und sichert.

Außerdem achte ich auf das Vesting der Gründerinnen und Gründer. Vesting bedeutet, dass sich die Gründer:innen die Anteile über einen gewissen Zeitraum erarbeiten. Da gibt es die sogenannte Cliff, also eine Mindestdauer, die die Gründer:innen als Geschäftsführer (oder leitender Angestellter) zugehörig sein müssen, um überhaupt Recht auf ihre Anteile zu bekommen.

Die ist meistens auf ein Jahr gesetzt und das Vesting kann zwischen 3 und 5 Jahren sein. Da achte ich schon drauf, weil es die Gründer:innen drin hält, weil ich ja in die Gründer:innen investiere und ich will nicht, dass nach einem halben Jahr die Hälfte der Gründer:innen weg sind und auf einmal ein komplett neues Team da steht. Das ist ja dann nicht das Team, in welches ich investiert habe. Da möchte ich schon vertraglich festlegen, dass die dabei bleiben.

Sonst sind die anderen Dinge eher formaler Natur, es gibt natürlich noch die Liquidation Preferences, also wenn liquidiert wird, dann möchte ich als Investor mein Geld zurücksehen, bevor das zum Beispiel die Gründer:innen sehen, weil ich ja auch das Risiko getragen habe. Aber auch das wird neu sortiert, wenn ein VC dazu kommt.“

Business Angel Stefan Müller
darüber, was einen erfolgreichen Business Angel ausmacht
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Stefan Müller: „Die Reflexion mit sich selbst als Business Angel ist das A und O, wenn man erfolgreich sein will. Dazu gehört auch mal “Nein” zu sagen. Also gerade wenn es um das Nachschießen oder um die zweite oder dritte Runde geht. Das haben wir ja auch schon in den Videos gehört. 80 % der Startups gehen Hops nicht, weil die Idee nicht gut ist, sondern weil das Cashflow nicht gemanagt worden ist.

Da steht man sehr oft vor der Entscheidung, ob man noch mal Geld reinsteckt oder nicht. Da hilft es, wenn man von außen jemanden hat, der auch ganz ehrlich im Vertrauen sagt: “Mach es nicht!”.“

Business Angel Joakim Nägele
über Möglichkeiten, wie man als Angel regelmäßig Informationen vom Startup bekommen kann
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Joakim Nägele: „Das ist einfach. Formal kann man sich als Business Angel in den Beteiligungsvertrag schreiben, dass man bestimmte Informationsrechte bekommt. Was aber viel entscheidender ist, dass man einfach regelmäßig anruft oder anders mit den Gründern spricht. Das ist wiederum für die Gründer nervig, weil die natürlich besseres zu tun haben, als immer Investoren zu informieren. Darum sollte sich also jeder Investor selbst kümmern.

Es gibt Angel-Investoren, die es vor allem machen, weil sie es cool finden und weil ihre besten Freunde das auch machen. Die haben dann manchmal gar keine Ahnung von und Interesse am Geschäftsmodell. Daher müssen die sich letztlich auch nicht informieren. Wenn man dagegen etwas lernen will, dann ist es sehr empfehlenswert sich regelmäßig zu informieren.“

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