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Fundraising Verträge

mit fantastischen Beiträgen von diesen Startup-Gründer*innen

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz

Antonia Wälzholz

HR-Tech Startup-Gründerin

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH

Dr. Simon Lohmüller

SaaS Startup-Gründer

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT

Michael Pfeifer

Upcycling Startup-Gründer

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor

Julius Göllner

Serial Entrepreneur & Investor

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY

Daniel Bosman

Urban Gardening Startup-Gründer

Startup-Gründer Florin Kutten

Florin Kutten

Zero-Waste Startup-Gründer

Startup-Gründerin Dr. Desiree-Jessica Pely

Dr. Desiree-Jessica Pely

Culture as a Service Gründerin

Isabeau Ayoubi Co-Founder bei Onstruc

Isabeau Ayoubi

PropTech Startup-Gründerin

Agrar-Tech Startup-Gründer

Lasse Dumstrei

AgTech Startup-Gründer

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer

Dr. Daniel Fallscheer

Digital Health Startup-Gründer

Fundraising Verträge

Hier kommt eine Erklärung zur Einleitung rein.

Fragenübersicht

Welche Partei hat Term Sheet und Beteiligungsvertrag bereitgestellt - Investor*in oder ihr?

Wer sollte die Verträge über das Term Sheet und die Beteiligung bereitstellen? Darauf gibt es keine klare Antwort. Für beide Seiten ist ein Standardvertrag vom German Standards Setting Institute (GESSI) einfach, transparent und fair. Bei Bedarf kann dieser noch an einigen Stellen angepasst werden.

Startup-Gründer Christof Weidl
HR-Tech Startup-Gründer
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HR-Tech Startup-Gründer
Christof
Weidl
darüber, wer das Term Sheet bereitgestellt hat

Christof Weidl: „Wir haben ganz ohne Term Sheet gearbeitet, weil wir mit Business Angels zusammengearbeitet haben, die relativ schnell den Vertrag unterscheiden haben. Wir sind über ein Wandeldarlehen gegangen. Den Vertrag für das Wandeldarlehen haben wir zur Verfügung gestellt. Da gibt es Muster im Internet, die man anpassen kann.

In unserer Runde wussten wir, wer sich die Verträge ganz genau anschaut und eine rechtliche Due Diligence durchführt. Zudem sind wir als erstes gegangen und haben den Vertrag abgeklärt, damit alle den gleichen Vertrag am Ende haben und es nachträglich keine Probleme gibt.“

Woher habt ihr die Vorlagen für Term Sheet und Beteiligungsvertrag genommen?

Wie habt ihr euch über gute Anwälte für das Vertragliche informiert?

Mit welchen Kosten muss man für die Rechtsberatung bei einer Finanzierungsrunde rechnen?

Die Kosten einer Rechtsberatung richten sich immer nach dem Aufwand für den Anwalt. Wenn das Startup mit den Standardverträgen vom German Standards Setting Institute (GESSI) arbeitet und nur kleine Änderungen vornehmen will, dann halten sich die Kosten in Grenzen. Ein individueller und spezieller Vertrag kostet entsprechend mehr.

Startup-Gründer Christof Weidl
HR-Tech Startup-Gründer
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HR-Tech Startup-Gründer
Christof
Weidl
über die Kosten für Rechtsberatung bei einer Finanzierungsrunde

Christof Weidl: „Wir arbeiten da mit LUTHER zusammen, weil die schon sehr viel mit Startups zu tun hatten. Warum erwähne ich das? Weil die das auch auf einem sehr kurzen Weg machen können. Das heißt, dass da keine horrenden Kosten auf dich zukommen. Du hast am Ende des Tages ein Vertragswerk, welches du mit einem guten Anwalt besprichst. Da reicht eine Stunde Call aus, um einzelne Punkte zu klären.

Der sagt dann: “Es handelt sich um ein Standardvertrag und an der und der Stelle müsst ihr folgende Dinge wissen.” Dann geht man gut vorbereitet in das Gespräch mit dem Vertragspartner und ist in der Lage zu diskutieren. Durch diese Vorlagen haben wir super geringe Kosten gehabt, die im niedrigen dreistelligen Eurobereich liegen.“

Wie viele Anteile habt ihr in der ersten Runde insgesamt abgegeben und warum?

Habt ihr Investoren-Pooling genutzt und wie bzw. warum?

Was spricht aus Startup-Sicht für und gegen ein Wandeldarlehen?

Das Wandeldarlehen ist wie eine Art Kredit. Das bedeutet, dass du erstmal niemandem direkte Anteile geben musst, sondern du schließt zum Beispiel mit verschiedenen Business Angels einen Vertrag. Es wird dann erst gewandelt, wenn die nächste Finanzierungsrunde gemacht wird und erst dann ist ein Notartermin notwendig.

Was spricht noch für und gegen ein Wandeldarlehen?

Startup-Gründer Christof Weidl
HR-Tech Startup-Gründer
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HR-Tech Startup-Gründer
Christof
Weidl
über die Vor- und Nachteile eines Wandeldarlehens

Christof Weidl: „Ein Wandeldarlehen ist einfach schnell, weil es ein bilateraler Vertrag ist. Damit musst du nicht zum Notar gehen. Wir haben uns für ein Wandeldarlehen mit Wandlungspflicht entschieden. Das bedeutet für uns auch die Sicherheit, dass wir jetzt nicht diesen Kredit als Damokles-Schwert über uns haben.

Es sind klare Metriken drin, dass gewandelt werden muss, dann aber geballt und nicht so, dass wir jetzt 20 Notartermine gehabt hätten, was unnötige Kosten verursacht hätte. Geschwindigkeit ist da ein Trumpf und für einen Investor ist es auch gar nicht so uninteressant, weil du in ein Wandeldarlehen natürlich auch Discounts und ähnliches vereinbaren kannst. Für sie ist es ja eh festgeschrieben, also kaum Nachteile für einen Investor. Also für beide Seiten eigentlich nur Vorteile.“

Was sagen Business Angels über Wandeldarlehen?

Ein Wandeldarlehen ist ein Darlehen mit der Option, dass die Schulden in eine Beteiligung umgewandelt werden können. Vor allem kann es bei Startups zur Finanzierung eingesetzt werden. Ein Vorteil ist ein geringerer Aufwand und weniger Transaktionskosten als bei einer klassischen Kapitalerhöhung.

Das Risiko für den Gläubiger besteht allerdings darin, dass Startups häufig keine großen Wertgegenstände besitzen, die einen Zahlungsausfall ausgleichen könnten. Bei Insolvenz gibt es daher auch nicht viele Möglichkeiten einen Totalverlust der Forderungen zu vermeiden.

Nutzen erfahrene Business Angels das Wandeldarlehen?

Business Angel Jana Moser
Legal Tech Business Angel
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Legal Tech Business Angel
Dr. Jana
Moser
über die Vorteile eines Wandeldarlehens

Jana Moser: „Ein Wandeldarlehen hat wie gesagt bestimmte Vor- und Nachteile. Der Vorteil eines Wandeldarlehens ist erst mal, dass ich es sofort und ohne Probleme bekommen kann. Ich muss keine großen formellen Dinge erfüllen und ich muss damit vor allem nicht zum Notar. Dadurch entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Ein Wandeldarlehen ist somit ein sehr schnelles und flexibles Finanzinstrument vor allem für Startups, die schnell Liquidität brauchen. Außerdem findet bei einem Wandeldarlehen noch keine Bewertung des Startups statt. Das hat den Vorteil, da es gerade am Anfang sehr schwierig ist zu bestimmen, welchen Wert das Unternehmen hat.

Außerdem ist es möglich, bei Wandeldarlehen eine BAFA-Förderung zu erhalten. Deshalb ist das Wandeldarlehen für die Investoren- und Gründer-Seite interessant.“

Business Angel
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Business Angel
Dörte
Kaschdailis
über das Wandeldarlehen

Dörte Kaschdailis: „Also das Häufigste ist ja, weil wir so früh mit den Unternehmen zusammen kommen, dass wir erst im Wandeldarlehen zusammen unterwegs sind. Ein Wandeldarlehen ist ein relativer Standard am Markt. Also da schaut man zum Beispiel auf die Laufzeit.
Ich schaue auch immer gerne, wer Co-Investor:in ist. Das ist jetzt nicht Teil des Wandeldarlehensvertrags, aber da schaue ich schon immer mal ein bisschen mit drauf. So ein Wandeldarlehnsvertrag ist auch keine Raketentechnik. Natürlich der Horizont zu wandeln, wann dann gewandelt wird, ist wichtig.
Natürlich Themen die relevant sind, wie zum Beispiel: Wie realistisch ist es, dass wir zu dem Zeitpunkt auch so weit sind. Wir haben natürlich jetzt auch schon Beteiligungen gewandelt, das passiert ganz unterschiedlich. Das kann mal sein, weil wir mit einem kleineren Ticket drin sind und dass wir gepoolt werden. Da gucken wir dann natürlich ganz genau, mit wem wir gepoolt werden, mit welchen Stimmrechtsanteilen und so weiter. Das kann aber auch sein, dass wir wandeln, weil ein VC dazukommt.

Es gibt ja Verträge. Wenn die Verträge rausgesucht werden, ist vielleicht ein kritischer Zustand erreicht. Für den Zeitpunkt, an dem wir ein Darlehen wandeln, haben wir hoffentlich auch eine so enge Bindung zu unserer Beteiligung und zu den Personen. Also das man jetzt nicht nur am Vertrag mitredet, sondern auch im operativen Geschäft unterstützt. Zum Thema Vertrag habe ich aber sehr viel gelernt und es ist auch wichtig, die Dinge zu verstehen und sich auch mal mit Menschen zusammensetzt, die einem die einzelnen Paragraphen erklären können, um die Bedeutung zu verstehen.“

Business Angel Jana Moser
Legal Tech Business Angel
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Legal Tech Business Angel
Dr. Jana
Moser
über die Nachteile eines Wandeldarlehens

Jana Moser: „Ein Wandeldarlehen hat allerdings auch einige Nachteile. Insbesondere ist ein Problem, dass man eben nur ein Darlehen gegeben hat. Das heißt, ein Business Angel ist in dem Moment nur Vertragspartner des Startups. Das bedeutet, man hat andere Positionen und Rechte, als wenn man richtige Anteile an dem Unternehmen hält. Es gibt zum Beispiel kein gesetzlich festgelegtes Mitspracherecht. Deshalb sollte man darauf achten, ähnliche Mitspracherechte im Wandeldarlehensvertrag zu verankern.

Außerdem sollte man als Business Angel auch darauf achten, dass man sich zu der Wandlung nicht zwingen lässt. Einige Startups bringen dies in den Vertrag mit ein. Das kann große Nachteile für den Angel haben, gerade wenn sich zwischen Darlehensgewährung und Wandlung das Geschäftsmodell ändert und man es als Investor gar nicht mehr unterstützen will.

Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass man nicht am Gewinn beteiligt wird, anders als bei einer direkten Beteiligung. Wenn sich zwischen der Gewährung des Darlehens und der Wandlung einige Gewinne entwickelt haben, so hat es Auswirkungen auf die Bewertung und man so gegebenenfalls schlechter dasteht.

Ein weiterer Nachteil beim Wandeldarlehen ist, wenn man eine BAFA-Förderung in Anspruch genommen hat, dass man einen gewissen Zeitdruck hat. Dabei muss man auch die Zeit einplanen, die eine Wandlung in Anspruch nimmt.

Eine Sache kann ich noch ergänzen. Als Business Angel muss man darauf achten, dass die Startups selber wissen, wo ihre Geldflüsse herkommen und was sie mit ihrem Geld machen. Auch das sie wissen, dass sie selber irgendwann wandeln müssen. Viele Startups ruhen sich auf dem Geld aus, was sie bekommen und strecken die Zeit bis zur Beteiligung lange hin.

Dann entsteht zu wenig Druck bei den Startups, weil sie die entsprechende Finanzierungen und das Geld schon haben, aber natürlich niemanden haben, der ihnen ins Geschäft reinredet. Das führt eher dazu, dass man am langen Arm verhungert, wenn man die Zwangswandlung in den Vertrag mit aufnimmt, dann kann es funktionieren, hat aber auch wieder Nachteile.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
Serial Entrepreneur & Business Angel
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Serial Entrepreneur & Business Angel
Olaf
Stichtenoth
über die Probleme bei einem Wandeldarlehen

Olaf Stichtenoth: „Eins der Probleme bei dem Wandeldarlehen ist, dass man normalerweise eine Schwelle definiert und diese Schwelle ist dann eine Investitionsrunde, wo zum Beispiel 1 Millionen Euro Eigenkapital zufließt. Erst wenn diese Schwelle erreicht wird, dann wird auch gewandelt. Wenn das Unternehmen aber zwischendurch Kapital braucht und eine Bridge-Runde macht, dann nimmt das Startup neues Kapital auf.

Das bedeutet, dass die bisherigen Träger der Wandeldarlehen nicht gewandelt und auch nicht verwässert werden. Das ist ein Punkt, welchen Gründer häufig nicht beachten.

Ein weiterer Punkt ist, dass ich als Träger eines Wandeldarlehens kein Gesellschafter bin. Die Rückzahlung des Wandeldarlehens steht aber auch nicht vor anderen Darlehen. Trotzdem bin ich im Insolvenzfall erstmal ein Schuldner und kein Gesellschafter. Das wird anders behandelt und hat eventuell auch andere Mithaftungsrisiken für die Gründer. Das sind wichtige Themen. Ich bin da kein Experte und da sollte man sich von Experten beraten lassen.

Es ist auch ein Vorteil, wenn man Leute auch direkt als Gesellschafter im Startup hat. Die stehen dann einfach auf einer anderen Stufe und dann gibt man Eigenkapital aus. Wenn man mit Eigenkapital ohne Verschuldung pleite geht, dann haben die Gesellschafter ganz andere Rechte, als wenn sie Fremdkapitalgeber sind.
Ein weiteres Problem für die Gründer ist, wenn die Runde überhaupt nicht zustande kommt. Es gibt immer so ein Ablaufdatum für ein Wandeldarlehen und dann gibt es eine Zwangswandlung. In den meisten Fällen ist die Zwangswandlungsbewertung niedriger als die Zielwandlungsbewertung, also niedriger als das Cap. Manchmal auch nicht, es kommt immer darauf an, was verhandelt wurde. Was ich aber im Markt so sehe, ist, dass die Zwangswandlung um ca. einen Faktor 1,5 niedriger ist.

Dann kann es natürlich sein, dass plötzlich sehr viel Equity reinkommt, was sich die Gründer nicht ganz so vorgestellt haben. Das ist wieder so eine Sache, Equity bringt für alle beteiligten Sicherheiten und es bringt klare Rechte für Business Angels mit. Tatsächlich steht in den meisten Verträgen von Wandeldarlehen, dass die Business Angels Gesellschafter ähnliche Rechte haben. Aber als echter Gesellschafter steht halt ganz viel zum Beispiel im GmbH-Gesetz und man hat standardisierte Rechtsstrukturen. Gerade was Informationspflichten angeht, vereinfacht es viele Stellen.

Außerdem ist klar, wie die Beteiligung ist, man verwässert danach gemeinsam und Business Angel und Gründer ziehen viel mehr an einem Strang. Ich bin da gar nicht so entschieden, was ich für mich besser finde. Auch das Argument, dass Wandeldarlehen so viel günstiger sind, sehe ich nicht so, da die Notarkosten bei kleinen Runden überschaubar sind, also wenn man einen vernünftigen Notar hat.

Das ist vielleicht auch so eine Sache, Notare rechnen zwar nach der Gebührenordnung ab, aber die kann auch sehr unterschiedlich ausgelegt werden. Es lohnt sich für Gründer und Business Angels zu fragen, was es bei dem Notar kostet. Oder eben einen Notar zu haben, dem man vertrauen kann.“

Business Angel Xavier Sarras
Purpose Business Angel
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Purpose Business Angel
Xavier
Sarras
über das Wandeldarlehen

Xavier Sarras: „Zunächst einmal muss man sich überlegen, was die Zielsetzung eines Angels ist. Möchte ich ein Track Record aufbauen, möchte ich den später mal zeigen. Ist es vielleicht mein Start, um später ein Fondsvehikel zu bilden und Ähnliches. Dann sollte man aufpassen, dass man nicht zu viele Wandeldarlehen zeichnet, weil sie erst nach der Wandlung einen Bewertungspunkt haben. Erst dann ist der Wert wirklich festgestellt, bis dahin sind sie nun mal ein Darlehen. Wenn man einfach nur für sein eigenes Vermögen Angel ist, dann keine Angst vor dem Wandeldarlehen.

Ein Wandeldarlehen ist ein wunderbares Instrument. Ich rate auch vielen Startups dazu, Convertible Rounds zu machen. So können sie schneller Liquidität aufbauen. Früher haben die Startups geraised, geraised, geraised, bis dann irgendwann die Runde voll war. Dann hast du die Kapitalerhöhung gemacht und dann hattest du das Kapital. Da ist viel Momentum für die Startups verloren gegangen. Deshalb finde ich es gut, wenn ein Startup in der Pre-Seed Runde mit Wandeldarlehen anfängt. Da und dort was einnimmt und dann können die einfach schon loslegen und arbeiten. Also wenn sie das Vertrauen der ersten Investoren auch haben. Mit Momentum lässt sich auch mehr Investments holen, also rate ich eher dazu, Wandeldarlehen zu machen.

Viele Angels haben am Anfang ein bisschen Vorsicht, weil sie sagen, dass es kein richtiges Investment ist und was ist, wenn das nicht wandelt? Davor sollte man einfach nicht zurückschrecken, es ist ein ganz normales Instrument geworden, was in der Regel auch immer wandelt. Wenn es nicht wandelt, dann ist entweder sowieso alles vorbei oder es wandelt eben nicht, weil die Frist noch nicht abgelaufen ist oder so. Das ist aber eigentlich superselten der Fall.“

Was spricht aus Startup-Sicht für und gegen ein echtes Equity-Investment?

Was haltet ihr von Investments, die in Tranchen ausgezahlt werden?

Worauf muss man als Gründer*in beim Term Sheet besonders achten?

Worauf muss man als Gründer*in beim Beteiligungsvertrag besonders achten?

Business Angels sind nach dem Investment ein Gesellschafter oder eine Gesellschafterin. Das bedeutet, es gelten formelle Rechte und Pflichten nach dem Beteiligungsvertrag. Diese Rechte und Pflichten bestimmen auch die Machtverhältnisse im Startup.

Doch auf welche Details im Beteiligungsvertrag kommt es wirklich an?

Startup-Gründer Christof Weidl
HR-Tech Startup-Gründer
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HR-Tech Startup-Gründer
Christof
Weidl
darüber, worauf Gründer beim Beteiligungsvertrag achten sollten

Christof Weidl: „Worauf würde ich achten und was sind für mich die wichtigsten Punkte?
Ich glaub, es ist wichtig zu wissen, dass man mit einem Vertrag nicht alles regeln kann. Es ist nicht möglich, auf jede Situation in der Zukunft vorbereitet und abgesichert zu sein. Für uns war das wichtig, weil man oft dazu neigt immer mehr mit in den Vertrag aufzunehmen.

Für uns war folgender Punkte besonders wichtig:

Mitspracherechte: So ein Vertrag kann beinhalten, dass du wahnsinnig viele Reportings machen musst oder du jeden Monat Rede und Antwort stehen musst. Mit solchen Dingen wäre ich sehr vorsichtig, weil alle Dinge, die dich in deiner Freiheit einschränken, wird dir früher oder später auf die Nerven gehen.

Diese Standardthemen, die in so einem Vertrag sowieso drin sind, die kann man getrost auch gehen. Bei der Laufzeit haben wir jetzt eine relativ kurze von 18 Monaten gewählt, weil wir eine Wandlungspflicht drin haben. Die harten Faktoren, die sind auch immer drin und da gibt es auch immer am wenigsten Diskussion.

Bei weichen Faktoren kann es schon schneller zu Diskussionen kommen, im Sinne davon, was das Startup alles liefern muss. Daran erkennst du auch schon ziemlich genau, wie dein Gegenüber in der Zusammenarbeit sein wird. Im Zweifel sollten auch die Alarmglocken angehen und sich das Startup gegen einen Investor entscheiden.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
Digital Health Startup-Gründer
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Digital Health Startup-Gründer
Dr. Daniel
Fallscheer
darüber, worauf ein Gründer beim Beteiligungsvertrag achten sollte

Dr. Daniel Fallscheer: „Es gibt natürlich die Grundfrage, wie du dein Startup finanziert. Du kannst ein Convertible Loan Agreements (CLA, Wandeldarlehen) machen. Das kann man zeitlich ungebunden machen, du bist flexibel, was die Bewertung angeht. Da kommt es natürlich auf ein paar Kern-Terms an, zum Beispiel Liquidationspräferenzen, Mitbestimmungsrechte, Rechte des Boards, Mehrheiten für Votings und Optionspools für Mitarbeiter.

Das sind so die Kernthemen, der Rest ist auch ganz viel Standard und da muss man durchgehen. Für uns sind die Terms wichtig, die uns am Schluss treffen und die uns eventuell einschränken.“

Was hättet ihr früher über die Verträge wissen sollen?

Gibt es rechtliche Fallstricke, die nur die Auswahl der Investor*innen betreffen?

Zum Thema Verträge ist entscheidend, dass die Gründer*innen wissen, worauf sie sich einlassen. Das, worauf sich geeinigt wurde, muss entsprechend festgehalten werden, damit alle Parteien rechtlich abgesichert sind. Dafür kann es sicher hilfreich sein, einen Anwalt im Netzwerk zu haben.

Wie gehen erfahrene Gründer*innen mit dem Thema Verträge und rechtlichen Fallstricken um? Ist dieses Thema bei der Auswahl der Business Angels und VCs relevant? 

Madeleine Heuts
Legal Tech Startup-Gründerin
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Legal Tech Startup-Gründerin
Madeleine
Heuts
über rechtliche Fallstricke bei der Auswahl an Investoren

Madeleine Heuts: „Ein klassischer Fehler ist, dass Startups am Anfang viel zu viele und viel zu kleine Investoren mit reinnehmen. Da kann man sich natürlich den Cap Table ziemlich zerschießen. Man muss sich immer bewusst machen, dass ein Investor, der Anteile bekommt, sitzt mit am Tisch, wenn es eine Gesellschafterversammlung gibt.

Das bedeutet, derjenige hat eine Stimme und bestimmte Rechte. Zum Beispiel Auskunftsrechte, Informationsrechte, alles Mögliche, wo man die Investoren auf dem Laufenden halten muss. Je nachdem, wie viele Anteile er hat, kann er auch bestimmen, ob du eine Entscheidung durch bekommst oder nicht, weil du immer Mehrheiten brauchst.

Das sollte man nicht unterschätzen. Stell dir vor, dass du am Anfang 10 Business Angels mit reinnimmst, die alle nur 10.000 Euro investieren. Dann hast du zwar 100.000 Euro eingenommen, aber wenn du die Leute direkt beteiligst und keine extra Regeln mit aufnimmst, dann hast du 10 Menschen, die du zu jedem Notartermin und Gesellschafterversammlung einladen musst und jeder irgendwie mitredet.

Das ist superanstrengend und da hat ein VC oft keine Lust drauf. Gleichzeitig ist es auch ein Zeichen dafür, dass sich jemand nicht professionell beraten lassen hat und professionell aufgestellt ist. Das kann für einen Investor auch den Unterschied machen, ob er überhaupt in dich investieren will.

Da gibt es vielleicht das andere Startup, die sowas ähnliches machen, aber ein sauberes Cap Table haben. Dann geht es vielleicht lieber mit denen. Deshalb ist es so wichtig, sich vorher zu informieren, wie man die Investoren mit reinnimmt.“

Wie läuft das Investieren denn genau ab, also welche Schritte gibt es für die Startups?

Was bedeutet der Begriff "Cap Table" und was gehört da rein?

Welche Bedeutung hat ein sauberer Cap Table?

Bonus: Was sind die wichtigsten Learnings bei rechtlichen Themen?

Hier folgen die wichtigsten Learnings bei rechtlichen Themen von unseren erfahrenen Gründerinnen und Gründern. Versucht aus den Fehlern und Erfahrungen zu lernen, damit du deine Vertragsgestaltung nicht hinterher bereust. In jedem Startup ist vor Finanzierungsrunden viel Zeitdruck, trotzdem darfst du die wichtigen Dinge nicht vernachlässigen und besonders beim Thema Verträge solltest du ein Auge drauf haben!

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
Digital Health Startup-Gründer
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Digital Health Startup-Gründer
Dr. Daniel
Fallscheer
über die wichtigsten Learnings bei rechtlichen Themen

Dr. Daniel Fallscheer: „Es gibt erst mal die Corporate Finance bezogenen Themen. Alles rund um Vesting und Liquidation Preferences. Lest euch erst mal alle ein, da kommt es auf Kleinigkeiten an, vor allem bei Liquidationspräferenzen, eine Downside Protection oder Ähnliches.

Natürlich ist es bei Vesting erst mal schmerzhaft, Vesting mit einem Cliff zu akzeptieren. Man muss sich aber immer überlegen, was passiert, wenn das Venture nicht mehr so gut läuft und ein Co-Founder geht. Was passiert mit diesen Anteilen? In dem Moment macht Vesting Sinn, weil es mich als bleibenden Founder absichert. Da ist ein Vesting von 4 Jahre Vesting mit 1 Jahre Cliff Standard.

Dann gibt es die operativen Themen, da ist es einfach wichtig, dass man sich in den operativen Prozessen nicht lähmt. Man sollte da mit dem Investor hinterfragen, wie sein Operating Model ist und wie er sich involvieren möchte. Was sind auch Themen, wo ich den Investor aktiv dabei haben möchte? Das sollte man testen und auch einen gewissen Katalog aufstellen.“