Founder Academy

Nach dem Fundraising

mit fantastischen Beiträgen von diesen Startup-Gründer*innen

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc

John Agricola

PropTech Startup-Gründer

Business Angel Maximilian Fleitmann

Maximilian Fleitmann

Erfolgreicher Edtech-Gründer und Angel

Madeleine Heuts

Madeleine Heuts

Legal Tech Startup-Gründerin

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor

Julius Göllner

Serial Entrepreneur & Investor

Tobias de Raet Lindenpartners

Dr. Tobias de Raet

Rechtsanwalt

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer

Stephen Voss

InsurTech Startup-Gründer

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek

Christian Ritosek

SaaS Startup-Gründer

Agrar-Tech Startup-Gründer

Lasse Dumstrei

AgTech Startup-Gründer

Startup-Gründerin Dr. Desiree-Jessica Pely

Dr. Desiree-Jessica Pely

Culture as a Service Gründerin

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY

Daniel Bosman

Urban Gardening Startup-Gründer

Nach dem Fundraising

Hier kommt eine Erklärung zur Einleitung rein.

Fragenübersicht

Wie informierst du deine Investor*innen regelmäßig?

Die Investor*innen sollten durch regelmäßige Reportings oder Meetings informiert werden. Gleichzeitig sollen diese Aktivitäten aber nicht zu umfangreich sein, damit du als Gründer*in nicht von deiner Hauptarbeit abgehalten wirst. Das Tagesgeschäft ist für den Erfolg des Startups und der Investor*innen entscheidend. Aus dem Grund solltest du mit deinen Investor*innen frühzeitig festlegen, dass die Informationsdichte nicht zu hoch ist.

Wie informieren unsere Gründer*innen ihre Business Angels und VCs?

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
Digital Health Startup-Gründer
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Digital Health Startup-Gründer
Dr. Daniel
Fallscheer
über das Reporting

Dr. Daniel Fallscheer: „Ich kommuniziere mit allen Investoren auf der gleichen Ebene. Wir versuchen standardisiert zu kommunizieren und haben monatlich ein umfangreiches Investorenupdate. Dabei präsentieren wir Key-KPIs, sind aber auch ganz kritisch und beschreiben, was nicht so gut läuft.

Wir haben jeden Monat aber auch ein “Ask”, wo wollen wir, dass die Investoren auch aktiv unterstützen? Das schöne an so einem monatlichen Meeting ist, dass man quartalsweise einen kürzeren Newsletter machen kann, der für die nächste Finanzierungsrunde verwendet werden kann.

Ich habe mal gelernt, dass es immer um die nächste Runde geht. Man kann das Reporting der eigenen Investoren für die Gewinnung neuer Investoren nutzen. Ein Newsletter kann auch potenzielle Investoren im Loop halten. Dann gibt es eine geringere Hürde, in die nächste Diskussion einzusteigen.“

Startup-Gründer Christof Weidl
HR-Tech Startup-Gründer
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HR-Tech Startup-Gründer
Christof
Weidl
darüber, wie er seine Investoren informiert

Christof Weidl: „Wir haben ein monatliches Reporting, wo wir die Leute einfach auf dem Laufenden halten. Das ist aber noch nicht quantitativ, sondern eher qualitativ. Da sagen wir zum Beispiel, dass wir neue Leute angestellt haben. Was lief gut und was lief nicht so gut? Da würde ich auch immer sehr offen damit sein, was nicht so gut lief.

Wenn ich zum Beispiel einen Kunden verliere, weil er unzufrieden war, dann kann ich nur empfehlen ehrlich zu den Investoren zu sein. Wenn du Angst hast, dann hast du in meinen Augen ein gestörtes Verhältnis zu deinen Investoren. Auf der anderen Seite können Investoren dir helfen oder sie wissen Bescheid und werden nicht überfahren, wenn wirklich mal etwas sein sollte.

Monatlich ist für uns sehr gut und wir wollen jetzt auch anfangen vierteljährlich Zahlen zu reporten. Das hängt aber auch mit einer Ausarbeitung von unserem Steuerberater zusammen. Dann bekommen die einfach eine Betriebswirtschaftliche Auswertung und wissen, was wir einnehmen und ausgeben.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
InsurTech Startup-Gründer
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InsurTech Startup-Gründer
Stephen
Voss
darüber, wie er seine Investoren regelmäßig informiert

Stephen Voss: „Investoren informieren wir einmal darüber, dass wir eine AG sind und wir einen Aufsichtsrat haben. Verschiedene Investoren sind im Aufsichtsrat vertreten und da gibt es Aufsichtsratssitzungen und da wird allgemein und breit informiert. Das ist allerdings nicht so regelmäßig.

In unserem Fall haben wir einen Vorteil, da ein digitaler Versicherer alle Daten in Echtzeit abrufen kann. Was wir gemacht haben, was sich wirklich als hilfreich erwiesen hat: Wir haben für unsere Investoren ein eigenes Dashboard mit den wichtigsten KPIs und Zahlen aufgebaut.

Unsere Investoren haben darauf jederzeit Zugriff. Die Zahlen gehen jetzt nicht ganz tief rein. Zum Beispiel steht da drin, wie viele Stücke wir diese Woche produziert haben und wie aktuell unsere Schadenquoten sind. Das kann eingesehen und abgerufen werden und das hat uns eben sehr geholfen, weil man so viele Fragen vermeiden kann, die sonst gekommen wären.

Über spezielle Themen sprechen wir dann in der nächsten Projekt- oder Aufsichtsratssitzung.“

Welche KPIs sind deinen Investoren beim Reporting wichtig?

Investor*innen wollen in erster Linie ein sauberes, verständliches und reales Reporting. Sie geben nicht einfach nur Geld als Investment, sondern sie wollen auch aktiv Unterstützung leisten. Dafür müssen Business Angels und VCs auf dem Laufenden bleiben, um ihre Stärken gezielt einbringen zu können.

Unsere Gründer*innen sprechen darüber, welche KPIs den Investor*innen dabei besonders wichtig sind.

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
Upcycling Startup-Gründer
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Upcycling Startup-Gründer
Michael
Pfeifer
über KPIs, die Investoren beim Reporting sehen wollen

Michael Pfeifer: „Unser Reporting ist folgendermaßen aufgebaut:

1. Am Anfang haben wir die wirtschaftlichen Kennzahlen. Wir haben ein Business Case durchgerechnet und wir haben einen Forecast in den Bereichen Sales und auf der Kostenseite erstellt. Damit starten wir bei unserem Reporting. Zusätzlich zeigen wir unseren Cashflow, den wir transparent zeigen. Außerdem präsentieren wir die aktuelle Liquidität.

2. Ein weiterer Bereich ist das Thema Personal. Gab es irgendwelche Veränderungen? Sind neue Leute dazugekommen? Haben wir in bestimmten Bereichen auch Abgänge?

3. Sonstige Updates: Dieser Punkt kann breit gefächert sein. Haben wir vielleicht ein neues Produkt entwickelt? Gibt es neue B2B-Kooperationen, die wir eingehen? Haben wir bei bestehenden Kooperationen etwas Neues erreicht? Da ist das Reporting breit gefächert.

Als Erstes geht es um das Wirtschaftliche, das ist für alle wichtig, wie da der Stand ist. Personal ist der zweite große Punkt und dann weitere KPIs, die man jetzt nicht so genau kategorisieren kann.“

Agrar-Tech Startup-Gründer
AgTech Startup-Gründer
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AgTech Startup-Gründer
Lasse
Dumstrei
über wichtige KPIs für Investoren und für das Business

Lasse Dumstrei: „Liquidität auf der Plattform ist für uns die Haupt-KPI auf unserer Plattform. Den Gross Merchandise Value (GMV) kenne ich immer auswendig. Darunter schaue ich mir an, wie viel Innenumsatz wir machen und habe dann eine GMV-Rendite. Das ist so die nächste KPI, welche ich mir anschaue. Außerdem werfe ich einen Blick auf die unterschiedlichen Produktkategorien, im Moment sind wir dabei, unsere erste Produktkategorie zu monetarisieren. Wie sehen da die Margen aus und was hat sich da verändert? Auf der anderen Seite schaue ich mir den User-Growth aufseiten der Händler an. Darunter analysiere ich den Marketing Spend, um auf eine Customer Acquisition Cost zu kommen.

Außerdem ist ein weiteres Haupt-KPI die Retention Rate, wie oft kommt ein Landwirt eigentlich wieder. Das heißt für mich auch, wie zufrieden der Kunde ist. In unserem Bereich gibt es nichts Wichtigeres als glückliche Bauern. 30 % unserer Kunden kommen auch durch Weiterempfehlungen von unseren Bestandskunden. Das spiegelt sich auch im Net Promoter Score mit 56 wider. Wir setzen alles daran, dass der Landwirt glücklich ist. Der erste Unternehmenswert ist für uns auch “Landwirt First”. Das leben wir am Ende des Tages auch und das ist auch sehr wichtig für uns, weil man daran messen kann, wie glücklich die Landwirte sind, weil wir ja auch bestehende Beziehungen aufbrechen.

Zudem schaue ich mir eine Average Order Value (AOV) auf der Plattform an und da es ein saisonales Geschäft ist, variiert der auch. Das sind so meine Haupt-KPIs, die ich mir aus unternehmerischer Sicht anschaue. Die verteilen wir am Ende des Tages nurnoch auf die Mitarbeiter. Dann schauen wir uns noch gesondert die Mitarbeiter an und wo wir schon eine Managementebene eingebracht haben, dann reporten die eben der Management Ebene. Wir gehen dann mit der Managementebene die Zahlen durch und können auf der Basis strategische Entscheidungen treffen.“

Was erwarten Business Angels von Gründer*innen nach der Finanzierungsrunde?

Welche Erwartungen haben Business Angels nach der Finanzierungsrunde an die Gründerinnen und Gründer? Eine ganz einfache Antwort ist hier möglich: die Business Angels haben ihr Geld investiert und sind bereit ihr Know-how ins Spiel zu bringen. Die Gründer:innen sollten jetzt alle Mittel zur Verfügung haben, um schnell zu skalieren und einfach Gas zu geben.

Business Angels geben Antworten aus der Praxis:

Business Angel Ingo Weber
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Ingo
Weber
über seine Erwartungen an Gründer nach der Finanzierungsrunde

Ingo Weber: „Aus meinem Hintergrund kann ich es ein bisschen damit vergleichen, wenn ein Unternehmen den IPO geschafft hat. Danach geht es erst so richtig los. So ist es bei Startups und nach der Finanzierungsrunde auch.

Gründer denken vielleicht, dass es nach der Finanzierungsrunde endlich entspannter wird, aber es ist eher das Gegenteil der Fall. Nämlich bis dahin stand man quasi noch an der Tankstelle und hat das Auto vollgetankt. Jetzt muss man einfach Gas geben und da erwarte ich einfach, dass Gründer für das Thema brennen.

Wenn man den Hund zum Jagen tragen muss und das Gefühl hat, da tut sich vertrieblich oder in der Technologie nichts, dann wird es schwierig. Dann kann ich auch ein bisschen ungemütlich werden, weil man gibt ja das Geld, damit das Fahrzeug fahren kann und da muss der Fahrer auch entsprechend Gas geben.

Außerdem, da schlägt der Buchhalter in mir durch, sollte das Startup ein strukturiertes Reporting liefern. Das ist vielleicht für die Gründer im ersten Schritt lästig, hilft dem Startup aber dabei, sich zu reflektieren. Was hat sich im Produkt getan, was hat sich in den Bereichen Vertrieb und Finance getan.

Es hilft den Investoren, eine Transparenz zu bekommen und das ist eine Basis für das Vertrauen und mit dem Vertrauen kann man am Ende Geschäfte machen. Gerade in schwierigen Zeiten ist das sehr wichtig, wenn zum Beispiel ein Bridge Loan gegeben werden muss. Auch für Folgeinvestitionen ist das Vertrauen entscheidend. Ein erstes Signal dafür, dass es bei einem Startup nicht mehr so gut läuft, sind verspätete oder schlechte Reportings.“

Business Angel Tina Dreimann
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tina
Dreimann
über ihre Erwartungen an die Gründerinnen und Gründer

Tina Dreimann: „Nach dem Abschluss einer Finanzierungsrunde ist ein spannender Moment. Erst mal sollte das Team natürlich feiern, weil sie es geschafft haben. Gleichzeitig empfehle ich jedem Team so zu tun, als wären sie vor der Finanzierungsrunde. Gar nicht mal, weil sie wieder Raisen müssen, sondern weil die Knappheit an Ressourcen zu Kreativität führt.

Also die Startups sollten weiter so tun, als hätten sie kleine Taschen und gut überlegen, wofür sie das gewonnene Kapital einsetze, um das Unternehmen fokussiert voranzutreiben. Also nicht gleich in ein fancy Office in der Maximilianstraße investieren, sondern eher in das Produkt, in die Kunden und in das Team.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
Business Angel und Rechtsanwalt
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Business Angel und Rechtsanwalt
Dr. Bastian
Schmidt-Vollmer
darüber, wie er die Kommunikation mit den Gründer:innen gestaltet

Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Da bin ich relativ flexibel, ich fordere schon, dass es ein sauberes Reporting einmal im Quartal gibt. Ein wie auch immer gearteten Bericht, das geht aber auch gerne mündlich bei einem Abendessen. Im Augenblick häufig mit vielen Videocalls. Es ist immer wichtig, dass man die Investoren regelmäßig informiert, weil in dem Moment, wo man als Investor nichts hört, denkt man, dass irgendwas schief läuft. Meistens ist es dann auch leider so, häufig ist es aber auch so, dass man gar keine Zeit als Gründer:in mehr hat, auch noch an die Investoren zu denken, weil es so gut läuft. Es sollte aber nicht passieren, dass man die Investoren vergisst zu informieren.“

Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tim
Schumacher
über das Onboarding und Reporting von Startups

Tim Schumacher: „Als Angel habe ich sehr wenige Anforderung an Formalitäten. Daher gestalte ich das Onboarding für Startups normalerweise sehr unkompliziert. Es gibt da gar kein formelles Onboarding, übrigens auch nicht bei den meisten VCs.

Man geht eigentlich davon aus, dass gute Gründer:innen das Thema Reporting selber betreiben. Und dann schon von sich aus etwas vorbereiten. Zum Beispiel, dass sie einmal im Monat oder einmal im Quartal ein Update an die Investoren schicken.

Deshalb gibt es da in der Regel keine formale Vorbereitung. Da schaut man auch ein bisschen drauf, wie gut das jemand treibt. Gute Gründungsteams schaffen es eben auch, das operative Geschäft zu machen und trotzdem ein schlankes und simples Reporting diszipliniert und ohne Aufforderung mindestens einmal im Quartal zu schicken.

Das ist so ein bisschen ein Indikator für gut funktionierende Teams. Also nichts, was man am Anfang formell onboarded. Für mich ist es ein Zeichen eines schlechten Investors, wenn er dem Startup im Voraus alles genau und formell vorschreibt.“

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Business Angel
Katja
Ruhnke
über die Kommunikation mit Gründern:innen

Katja Ruhnke: „Die formellen Themen sind die klassischen Reportings, die klassischen Gesellschafterversammlungen und Board-Meetings. Für mich ist die Kommunikation sonst sehr informell und sehr schnell. Zum Beispiel per Whatsapp und schnellen Sprachnachrichten, die wir hin und herschicken. Es ist für mich auch sehr wichtig, dass auch alles so nahbar bleibt und eigentlich eher informell ist. Abgesehen von den Verträgen und Beschlüssen, die eben formell gestaltet werden müssen.

Grundsätzlich ist eine informelle und schnelle Kommunikationsebene mit den Startups das beste. Ich habe auch festgestellt, dass bei Startups, wo man so was nicht etabliert hat, beispielsweise auch mit den anderen Gesellschafter:innen, da gibt es häufig ein Informationsleck. Unsere Zeiten sind einfach schnell, alle haben wenig Zeit, Startups haben wenig Personal. Da muss einfach alles schnell und informell gehen, damit man eben auch schnell vorankommt. Das ist für mich auch ein ganz entscheidender Punkt.“

Wie aufwändig war es nach dem Fundraising, das Tracking von KPIs und Reporting aufzusetzen?

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
Upcycling Startup-Gründer
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Upcycling Startup-Gründer
Michael
Pfeifer
darüber, wie aufwändig das Reporting ist

Michael Pfeifer: „Das Aufsetzen des ersten Reportings kostet natürlich am meisten Zeit. Man muss sich genau überlegen, wie man es aufbaut und wie die Struktur aussieht. Andererseits sind wir nicht das erste Unternehmen, welches eine Finanzierungsrunde abgeschlossen hat. Wir sind auf befreundete Gründer:innen zugegangen und haben die gefragt, wie deren Reporting aussieht und welchen Umfang es hat.

Da haben wir verschiedenes Feedback eingeholt und unser Reporting aufgebaut. Das erste Reporting hat etwas länger gedauert und die Nächsten gingen dann schneller. Das ist ein recht fixer Prozess, um so ein Reporting aufzusetzen.

Im Vergleich zu den Gesprächen, die man vor der Finanzierungsrunde durchgemacht hat, ist es doch eher eine leichte Aufgabe.

Wir erstellen da ein 3-5-seitiges Reporting und das wird in den gängigen Microsoft Office Tools gemacht. Wir haben unsere KPIs, die wir aus einer Excel herausziehen und verwenden dabei keine besonderen Tools für das Reporting.“

Wie oft redest du mit deinen Investoren und worüber sprecht ihr dann?

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
Upcycling Startup-Gründer
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Upcycling Startup-Gründer
Michael
Pfeifer
darüber, wie oft und über welche Themen er mit Investoren spricht

Michael Pfeifer: „Zunächst bekommen unsere Investoren ein regelmäßiges Reporting von uns. Wir haben uns darauf geeinigt, auf Quartalsbasis zu berichten. Da gehen wir darauf ein, was sich im Unternehmen tut und wie wir in den einzelnen Bereichen vorankommen. Nach und nach entwickelte es sich aber auch zu einem monatlichen Reporting, bei dem wir Informationen mit Investoren und Investorinnen teilen.

Zusätzlich dazu gibt es auch unregelmäßige Abstimmungstermine. Gerade diese Woche haben wir super Beispiele, da treffen wir uns mit 3 Business Angels vor Ort und mit einem anderen Business Angel haben wir uns schon digital ausgetauscht. Nächste Woche kommt auch noch unser Lead-Investor vorbei.

Das heißt immer, wenn Bedarf ist, dann fordern wir einen Austausch auch aktiv ein. Zwischendurch kommen auch Business Angels auf einen zu und fragen, wie der aktuelle Stand ist. Wir haben da aber keine festen Zeitpunkte für solche Termine. Wir da unser Reporting und wenn es Rückfragen gibt, dann beantworten wir die immer und setzen uns in einem Termin zusammen. Größere Abstimmungsrunden entstehen, wenn es für beide Seiten sinnvoll erscheint.“

Bei welchen Themen unterstützen dich deine Investoren nach der Finanzierungsrunde?

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
Upcycling Startup-Gründer
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Upcycling Startup-Gründer
Michael
Pfeifer
darüber, bei welchen Themen Investoren nach der Finanzierungsrunde am meisten unterstützen

Michael Pfeifer: „Unsere Investoren unterstützen uns bei den verschiedensten Themen, sei es jetzt auf Geschäftsentwicklung bezogen, strategische Partnerschaften, persönliches Sparring und auch wie wir als Gründer in schwierigen Situationen besser manövrieren können.

Es ist besonders schön, dass wir einige Business Angels dabei haben, die dann auch näher am Tagesgeschäft dran sein wollen und denen man hier und da auch mal eine persönliche Frage stellen kann. Sonst sprechen wir über Änderungen von Rahmenbedingungen, Operations und wie wir mit unseren Umsatzzahlen vorankommen.

Das sind wirklich eine ganz große Bandbreite an Themen, die Investoren und Investorinnen abdecken.“

Was würdest du rückwirkend betrachtet beim Fundraising anders machen, wenn das möglich wäre?

Wie hat sich das Verhältnis zu euren Investor*innen nach der Finanzierungsrunde geändert?

Mit dem Investment in dein Startup sagen die Investor*innen: “Wir glauben an das Team, die Idee und das Geschäftsmodell.” Eine viel bessere Ausgangssituation kannst du als junges Startup nicht haben.

Die Situation wandelt sich von potenzieller Investor*in zu richtiger Investor*in. Ihr seid jetzt Partner*innen, ein Match und arbeitet zusammen an eurem Erfolg.

Wie kann das Verhältnis in den verschiedenen Phasen zwischen Investor*innen und Gründer*innen noch beschrieben werden?

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
InsurTech Startup-Gründer
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InsurTech Startup-Gründer
Stephen
Voss
über das Verhältnis zu den Investoren nach der Finanzierungsrunde

Stephen Voss: „Am Anfang fremdelt man ja noch ein bisschen mit den Investoren. Man weiß, dass man zusammen gehört, hat aber noch so ein bisschen Berührungsängste. Das Verhältnis muss sich auch ein bisschen einspielen. Bei uns hat es sich über Monate mit Projektsitzungen hinentwickelt, wo man sich darauf einstellt.

Da muss man auch wieder zuhören und aus dem anderen lesen. Wenn ich jetzt ein Bericht darüber abgeben möchte, wie unser Business gerade läuft, dann muss man die Investoren vorher fragen, was sie denn hören wollen. Soll man mehr auf die Zahlen eingehen, mehr auf die Story? Wie Tief wollt ihr reingehen und wie sehr wollt ihr teilhaben?

Das muss sich entwickeln. Auf der anderen Seite kann ich empfehlen, was nicht einfach ist, seinen Standpunkt zu halten und nicht gleich einzuknicken. Wenn der Investor sagt, dass etwas ihm nicht gefällt, dann kann man es mitnehmen und drüber sprechen, aber am Schluss ist es das eigene Businessmodell.

Natürlich haben die Investoren ein großes Mitspracherecht, weil sie das Geld geliefert haben. Auf der anderen Seite ist man selber das Management und die Emanzipation muss man auch lernen. Über die Zeit wird es besser, weil man einfach trittsicherer wird.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
Digital Health Startup-Gründer
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Digital Health Startup-Gründer
Dr. Daniel
Fallscheer
darüber, wie sich das Verhältnis zu Investoren nach einem erfolgreiches Fundraising ändert

Dr. Daniel Fallscheer: „Ich habe vorhin schon gesagt, dass wir Oversubscribed waren. Das bedeutet, dass du entweder die Bewertung massiv hochtreiben kannst, das haben wir nicht gemacht. Eine hohe Bewertung kann auch eine hohe Hürde sein. Bis zur nächsten Runde muss man dann auch eine ganze Menge liefern. Wir haben eine sehr gute Bewertung genommen, die noch etwas besser hätte sein können.

Dann haben wir konsistent an den Meilensteinen gearbeitet und kommuniziert, wo man steht. Auch bei Problemen offen mit den Investoren zu teilen. Das hilft, eine Credibility mit den Investoren aufzubauen. Das sind wirklich Partner und es ist nicht nur Geld, die bestenfalls viele Jahre mit dir dabei sind.

Unser Lead-Investor hat zum Beispiel gewechselt und da war ein bisschen Overcommunication auch gut. Wo steht man? Was waren die Herausforderungen? Was ist der Rat der Investoren? Das alles bis zu einem bestimmten Grad, Investoren sollen bei operativen Entscheidungen auch nicht komplett mitreden, außer die Gründer wollen das.“

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
Upcycling Startup-Gründer
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Upcycling Startup-Gründer
Michael
Pfeifer
darüber, was Business Angels von Gründern nach der Finanzierungsrunde erwarten

Michael Pfeifer: „Die Erwartungen variieren von Business Angel zu Business Angel. Am Ende ist es auch immer spannend, welcher Business Angel welche Erwartungen und Fragen mit reinbringt. Ich denke, alle Business Angels wollen sich abgeholt fühlen, weil es ja das private und selbst verdiente Geld ist.

Bei einem strategischen Investor oder VC ist es noch mal etwas anderes, weil die nicht ihr eigenes Geld investieren. Deshalb schwingt bei Business Angels noch eine emotionalere Komponente mit, was auch vollkommen verständlich und nachvollziehbar ist.

Das heißt, wir wollen die Business Angels lieber auch im persönlichen Gespräch nochmal mitnehmen, bevor irgendwelche Konflikte entstehen. Sowas hatten wir zum Glück noch nicht, auch weil es von beiden Seiten eine supertransparente Kommunikation ist. Ja, deshalb sind wir bisher sehr zufrieden, was den gegenseitigen Austausch und die Erwartungshaltung angeht.“

Wie sorgt ihr dafür, dass sich Investoren nicht zu sehr in euer Startup einmischen?

Was denken Business Angels über ihre Rolle im Startup?

Business Angels werden häufig mit dem Begriff “Smart Money” verbunden und die Gründer*innen sind auch an den Erfahrungen, Ratschlägen, Netzwerken und Praxistipps interessiert.

Es ist jedoch wichtig, eine Linie zu ziehen und zu wissen, dass am Ende die Gründer*innen die Entscheidungen treffen. Ein guter Coach und Mentor unterstützt wo er kann, weiß aber auch, wann es zu viel wird.

Wie sehr sollten sich Business Angels in ihre Beteiligungen einbringen? Nehmen sie dabei eine eher aktive oder passive Rolle ein?

Business Angel Alf Arnold
Business Angel aus Berlin
(Angel Investments & Communications)
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Business Angel aus Berlin
Alf
Arnold
über die Rolle des Angels im Startup

Alf Arnold: „Das ist in meinem Fall sehr heterogen. Es gibt Investments, da haben wir nur die formalen Kontaktnotwendigkeiten. Prinzipiell bin ich ganz offen und biete den Gründer:innen meine Fähigkeiten an.

Ich bin für meine Startups da und sie können auf mich zukommen und mich ansprechen. In manchen Phasen hat man dann auch intensiven Austausch und es gibt Phasen kompletter Ruhe. Da entwickeln sich Unternehmen sehr unterschiedlich.

Das Thema Marketing, Kommunikation und Branding ist in der Phase immer irgendwie wichtig. Es ist selten der Fall, dass dieses Thema ganz abgeschlossen ist. Also ich bin im Vergleich zu den Co-Investoren meistens der Angel, der die aktivste Rolle einnimmt, was aber auch mit dem genannten Topic zu tun hat.

Es gibt auch selten die Kompetenz im Gründer:innenteam und auch selten die Bereitschaft im Team in dem Bereich sehr starke Kompetenzen aufzubauen. Auch die Frage wen man sich ins Team holt, oder wo man vielleicht Freelancer anstellen kann. Da unterstütze ich auch gerne Recruitingprozesse in dem Bereich.“

Business Angel Tina Dreimann
Impact Business Angel
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Impact Business Angel
Tina
Dreimann
darüber, wie man eine zu große Einmischung von Angels vermeidet

Tina Dreimann: „Bei unserem better ventures Business Angel Club haben wir ein Startup Onboarding. Da steht sogar Folgendes drin: “How to manage your Angels, so that they don´t manage you!”
Ich empfehle allen Teams eine Mischung aus einem klaren und regelmäßigen Reporting, idealerweise jeden Monat, um Transparenz zu schaffen. Und darüber hinaus wirklich noch einen direkten Draht zu den Investoren mit einer Sympathiebasis aufbauen.

Da empfehle ich auch Whatsapp, um wirklich sofort die Hilfe zu haben. Ich muss nicht einen Monat warten, um mir Unterstützung zu holen. Wenn ich zum Beispiel jetzt spontan eine Frage zu dem Recruiting habe, dann kann ich die Frage in den Angelkreis werfen und ihr werdet überrascht sein, was da noch an Potenzial und Netzwerk hinter den Angles schlummert. Da haben die Angels wirklich alle ihre Erfahrungen und Kontakte und teilen die gerne.“

Business Angel Insa Horsch
Food Business Angel
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Food Business Angel
Insa
Horsch
über das Einbringen in Startups

Insa Horsch: „Wir investieren in einer sehr frühen Phase, weil das Thema Marke meistens noch gar nicht richtig perfekt ist. Dann setze ich schon mindestens zwei Tage in der Woche an. Dieses Thema ist meistens in den ersten 1-2 Monaten erledigt.

Danach kommen andere Themen wie zum Beispiel Operations, Produktion und Logistik dran. In den Bereichen kann ich mit Kontakten und meinem Netzwerk helfen, aber mich nicht konkret einbringen.

In dieser Phase bin ich als Person an der Seite der Gründer:innen für Coachings und Feedback da. Ich schreibe aber nicht das Positioning für das Startup, dafür sind die Gründer:innen zuständig.

Business Angels sollen für Startups da sein, aber nicht nerven und sich zu viel einbringen. Das Motto lautet: Lieber beraten als selber machen.
Der Zeitaufwand ist auch entscheidend, weil man natürlich auch für andere Startups im Portfolio Zeit finden muss.“

Business Angel Dr. Bastian Schmitdt-Vollmer
Business Angel und Rechtsanwalt
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Business Angel und Rechtsanwalt
Dr. Bastian
Schmidt-Vollmer
darüber, wie er sich in Startups einbringt

Dr. Bastian Schmidt-Vollmer: „Ich sehe mich da auch immer als Coach, wenn es institutionelle Investoren gibt, dann versuche ich mich auch immer ein bisschen auf die Seite der Gründer:innen zu setzen und deren Interessen zu verteidigen. Da geht es immer darum, dass die Gründer:innen nicht die Motivation verlieren, weil sie vielleicht zu viele Anteile des Unternehmens abgeben. Sonst kann die Hauptmotivation, nämlich Unternehmer zu sein, plötzlich weg sein. Angestellter können die meisten sein und Gründer:innen haben sich ja gerade dafür entschieden eben nicht angestellt zu sein. Wenn ich aber nurnoch 3 % des Unternehmens halte, wenn es jetzt nicht 100 Milliarden Wert ist, dann ist man irgendwann nicht mehr motiviert genug.

Das ist wichtig, bei sämtlichen Finanzierungsrunden im Hinterkopf zu behalten. Da gibt es verschiedene Methoden, wie man das sicherstellen kann. Gründer:innen, die es zum ersten Mal machen, kennen diese Methoden natürlich nicht. Bei den institutionellen Investoren gibt es eben unterschiedliche, viele sind sehr fair, die kennen diese Problematik und die müssen sie auch lösen, denn sie sind auch davon abhängig, dass das Gründerteam motiviert bleibt. Aber es gibt hier und da kleine schwarze Schafe und da muss man einfach drauf achten, dass die Interessen der Gründer:innen ausreichend berücksichtigt werden.“

Business Angel Claudia Nagel
Proptech Business Angel
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Proptech Business Angel
Claudia
Nagel
über die konkrete Zusammenarbeit mit Startups nach dem Investment

Claudia Nagel: „Die ersten 9-12 Monate investiere ich sehr viel Zeit in die Startups, in die ich investiert habe. Am Anfang muss man sich einfach kennenlernen und herausfinden, wie man am besten zusammenarbeitet. Viel Zeit bedeutet, dass ich jede Woche einen Touchpoint mit den Gründer:innen habe. Zum Beispiel durch ein wöchentliches Meeting oder einen Workshop.

Mir ist auch wichtig die anderen Investoren kennenzulernen, damit man im Gesellschafterkreis eine gute Möglichkeit der Zusammenarbeit findet, die auch dem Gründerteam hilft. Es geht ja nicht nur darum, dass die Gründer:innen die Investoren informiert, sondern dass jeder Angel seine Stärken mit an den Tisch bringt.

Also sind die ersten 9-12 Monate sehr intensiv und dann hat sich das mit der Zeit eingespielt. Dann nehmen die Touchpoints ein bisschen ab und man spricht sich vielleicht einmal im Monat oder alle zwei Wochen. Workshops mache ich immer noch einmal im Quartal zu verschiedenen Themen, damit sich das Team auch die Zeit für unterschiedliche Bereiche nimmt.“

Business Angel
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Business Angel
Dörte
Kaschdailis
darüber, worauf sie nach dem Investment achtet

Dörte Kaschdailis: „Man hat ja so eine schöne Grundnaivität beim Start, dass dann auch alles läuft. Es heißt natürlich nicht, dass es dann auch so läuft, wie man es sich vorstellt. Also man sollte darauf achten, dass die Gründer:innen ein Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Geldgeber:innen haben.

Außerdem, dass in irgendeiner Form ein Bericht erstattet wird und du erfährst, wie es läuft. Ich meine, es ist wie wenn du dir ein Aktienportfolio oder ETF Portfolio zulegst. Wenn du da jeden Tag reinschaust, dann geht das rauf und runter, das ist bescheuert, so was beobachtet man nicht jeden einzelnen Tag. Wenn du dann sicher stellst, dass du eine gewisse Reportingroutine mit den Gründer:innen machst, egal wie diese aussieht. Es kann zum Beispiel monatlich oder quartalsmäßig sein. Das würde ich von vornherein sicherstellen, damit man wenigstens so roulierend mitbekommt, wie es läuft. Der Rest ergibt sich meistens auf dem gemeinsamen Weg.“

Was sind mögliche Anlässe für Konflikte zwischen Angels und Gründern und wie verhältst du dich dabei?

Wie beugt ihr Streitigkeiten mit den Investor*innen aktiv vor?

Die beste Prävention für Streitigkeiten ist eine offene und transparente Kommunikation zwischen den Gründer*innen und Investor*innen. Dies gelingt durch ein sauberes Reporting, das allen Shareholdern passt.

Wenn sich Probleme anbahnen, sollten diese frühzeitig erkannt und angesprochen werden, damit erst gar keine größeren Probleme entstehen. Dadurch können Streitgespräche durch effektive und lösungsorientierte Gespräche ersetzt werden.

Welche Möglichkeiten gibt es noch, um Streitigkeiten zu vermeiden?

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
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Digital Health Startup-Gründer
Dr. Daniel
Fallscheer
über das Vorbeugen von Streitigkeiten

Dr. Daniel Fallscheer: „Als CEO ist meine Rolle im Wesentlichen Kommunikation in alle Richtungen. Es ist schon Kommunikation im Founder-Team und man muss sich die Zeit nehmen, die Themen zu besprechen. Da wird man merken, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, auch im Founder-Team. Die muss man zusammenbringen und zusammen als ein Founder-Team auftreten.

Mit den Investoren ist es genauso. Natürlich zählt der Lead-Investor mehr, da er auch mehr Geld mitbringt. Es gibt aber auch kleinere Angels, die das gleiche Informationsrecht haben. Im Zweifel bringen die Angels auch mehr ein, weil die an der Firma näher dran sind. Ich kommuniziere mit allen auf der gleichen Ebene und wir versuche das auch standardisiert zu betreiben.
Ich kommuniziere mit allen Investoren auf der gleichen Ebene. Wir versuchen standardisiert zu kommunizieren und haben monatlich ein umfangreiches Investorenupdate. Dabei präsentieren wir Key-KPIs, sind aber auch ganz kritisch und beschreiben, was nicht so gut läuft.

Wir haben jeden Monat aber auch ein “Ask”, wo wollen wir, dass die Investoren auch aktiv unterstützen? Das schöne an so einem monatlichen Meeting ist, dass man quartalsweise einen kürzeren Newsletter machen kann, der für die nächste Finanzierungsrunde verwendet werden kann.

Ich habe mal gelernt, dass es immer um die nächste Runde geht. Man kann das Reporting der eigenen Investoren für die Gewinnung neuer Investoren nutzen. Ein Newsletter kann auch potenzielle Investoren im Loop halten. Dann gibt es eine geringere Hürde, in die nächste Diskussion einzusteigen.“