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Antonia Wälzholz darüber, wer ihnen zum Pitch Deck Feedback gegeben hat

HR-Tech Startup-Gründerin

darüber, wer ihnen zum Pitch Deck Feedback gegeben hat

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Antonia Wälzholz: „Feedback haben wir uns von verschiedensten Stellen zu unserem Pitch Deck eingeholt. Ich hatte das große Glück, dass ich über ehemalige Kollegen Kontakt in die VC-Welt hatte. Daher hatte ich da ein paar Sparringspartner, die mir zum Beispiel gesagt haben, dass das Deck zu lang ist. Aus dem Investment-Bereich haben wir uns also beispielsweise Stimmen geholt, meist über das persönliche Netzwerk.

Ich habe eingangs zum Start unserer Produktidee sehr viele Nutzerinterviews geführt, um festzustellen, ob das an den Markt passt, ob es wirklich ein Problem löst usw. Im Nachgang bin ich dann auch auf die Interviewpartner zugegangen und habe ihnen auch unser Deck gezeigt und sie gefragt, ob das so ihre Meinung widerspiegelt und sie das Problem Statement so unterschrieben könnten.

Und dann bin ich auch zu Hause auf meinen Mann zugegangen, da er beruflich viele Slides und Decks erstellt, da er in einer Agentur arbeitet. Auch das waren sehr wertvolle Feedback-Schleifen, weil das in einem ganz anderen Kontext war. Er ist ja nicht im VC-Business oder HR-Bereich beruflich unterwegs, sondern hat mit einem unvoreingenommenen Nutzerauge auf das Pitch Deck geschaut und dabei viele Ungereimtheiten aufgedeckt und Stellen aufgezeigt, die nicht gut verständlich waren und vereinfacht werden sollten.

Die Kernaussage des Feedbacks war – und das hat sich tatsächlich über die verschiedensten Feedbackpartner gezogen, mit denen ich gesprochen habe: zum einen das Deck kürzer und knapper zu machen, weil es zu lang ist. Man sollte daran denken, dass VCs und andere potentielle Investor*innen wenig Zeit haben. Die bekommen viele Decks, und daher muss auf einen Blick erkennbar sein, was für ein Problem du löst und was die Lösung dafür ist.

Das bringt mich zum zweiten Punkt, denn auch unser Problem und unsere Lösung müssen sich einfach darstellen und erklären lassen. Es geht nicht nur darum, das auf eine Slide zu bringen, sondern auch darum, die Komplexität von einem technischen Produkt herunterzuschmelzen, so dass es möglich ist zu verstehen für jemanden, der sich nicht im Detail mit dem Thema beschäftigt hat.

Ich glaube, das ist als Gründerin oder Gründer oft schwierig, weil man natürlich total in seine Lösung und sein Produkt verliebt ist und am liebsten alles dazu erzählen möchte. Da die Waage zu finden, die Informationen in der richtigen Menge zu präsentieren, ohne dabei in Fachjargon zu verfallen – das war tatsächlich der Hauptaspekt des Feedbacks, das wir bekommen haben.

Also a) auf die Länge achten und b) schwierige Dinge einfach darstellen, ohne zu fachsimpeln.“

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darüber, was aus seiner Sicht für und gegen VCs als Investoren spricht
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Lasse Dumstrei: „Was spricht für und gegen Venture Capital Fonds?
Grundsätzlich spricht für den VC, dass wir mit ihm eine langfristige Strategie aufbauen und an langfristigen Themen arbeiten können. Außerdem das Netzwerk, dass der VC mitbringt.

Was spricht gegen einen VC?
Wir wollen eine 100-Millionen-Dollar-Company bauen und das gleiche Mindset hat der VC auch. Am Ende des Tages geht es bei dem VC extrem stark um das Geschäft. Mittlerweile haben wir auch VCs, die einen Impact Fokus haben, das ist positiv zu betrachten, aber am Ende des Tages geht es schon ums Business.

Ich kenne verschiedene Startups, so es in erster Linie nicht darum geht, eine 100-Millionen-Dollar-Company zu bauen, sondern sich Bereiche suchen, wo sie unterstützen und helfen können. Wo es nicht darum geht, extrem viel Umsatz zu generieren oder Sonstiges. Dann spricht es eher gegen den VC. Das Mindset, der Fit und die Vision muss gemeinsam getragen werden.

Wenn das nicht 100 % zusammenpasst, dann wäre der VC nicht der richtige Partner für mich, weil ich betrachte meine Shareholder wie meine Ehepartner für mich. Wir gehen auf jeden Fall eine Ehe über die nächsten 5-10 Jahre ein, dementsprechend muss das auf persönlicher Ebene auch einfach passen. Ich glaube, da ist es extrem wichtig, dass man auf der gleichen Seite stehen. Gegenseitig im Business zu kämpfen wäre sehr schlecht, da man genügend andere Probleme hat. Da ist es einfacher, wenn man an dem gleichen Strang zieht.“

Jan Poguntke Berater
über die Premoney und die Postmoney Valuation
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Jan Poguntke: „Hi, ich bin Jan und ich möchte euch heute zeigen, was der Unterschied zwischen einer Premoney und Postmoney Valuation ist. Dies hilft euch besser mit Investoren zu kommunizieren und zu wissen, was gemeint ist. Fundamental ist natürlich, dass ihr bei der Bewertung eures Unternehmens bereits ungefähr einen Plan habt, wie viel Prozent eurer Anteile ihr an potenzielle Investoren abgeben möchtet.

Sobald ihr eine Zahl habt und wisst, wie viel es sein soll, sprecht ihr natürlich mit Investoren. Genau da kommen die Begriffe Premoney und Postmoney Valuation ins Spiel. Investoren fragen euch, wie viel ist eure Firma eigentlich wert? Da müsst ihr natürlich eine Antwort parat haben. Oft werden hier die Begriffe durcheinandergebracht.

Hier kommt es natürlich ganz auf den Investor an. Meist nehmen sie jedoch an, wenn von der Bewertung die Rede ist, dass die Postmoney Valuation gemeint ist. Was natürlich einen riesigen Unterschied machen kann, wenn ihr nicht wisst, von was ihr redet.

Schauen wir uns das Ganze anhand eines Beispiels an. Als Erstes schauen wir uns die Premoney Valuation (Vor Eingang des Investments) an. Ganz wichtig, dieses Pre- und Post- kann euch immer schon einen guten Indikator geben. Pre- (Vor Eingang des Investments), Post- (Nach Eingang des Investments) sind gute Indikatoren dafür.

In unserem Premoney Valuation Beispiel haben wir jetzt eine Bewertung (V) von $2M und eine Investitionssumme (I) von $0,5M. Jetzt möchten wir wissen, wie viele Anteile das sind. In unserem Beispiel sehen wir jetzt, dass wir ganz einfach dividieren müssen: $0,5M / $2,5M = 20 %. Ganz wichtig, wir müssen vorher die Bewertung (V) mit der Investitionssumme (I) addiert. Sprich: Wir nehmen die Bewertung und setzten da noch die Investitionssumme drauf.

Warum?
Das Eigenkapital wird natürlich im Unternehmen erhöht und somit sind $0,5M mehr im Unternehmen drin. Rein theoretisch ist so auch die Firma entsprechend mehr Wert. In unserem Beispiel bekommt der Investor für die $0,5M einen Anteil von 20 % an der Firma.

Das nächste Beispiel ist die Postmoney Valuation. Post- (Nach Eingang des Investments). Wieder das gleiche Beispiel, die Bewertung (V) liegt bei $2M und es gibt eine Investitionssumme (I) von $0,5M. Hier wird angenommen, dass die $0,5M schon in der Bewertung mit drin stecken. Sprich: Wir rechnen: $0,5M / $2M = 25 %. Da kommen wir auf einen Anteil von 25 % und sehen einen Unterschied von 5 %. In einer so frühen Phase eines Unternehmens sind 5 % Unterschied ziemlich viel. Man nehme mal an, dass man eine Bewertung von $1B erreicht und rechnet euch da mal 5 % von aus.

Das Wichtige ist hier, dass man diese 5 % nicht unbedingt benötigt, damit man später reich wird. Es geht eher darum, dass man von Anfang an ein gleiches Level hat, womit man Investoren, Gründer und andere Shareholder mit einbeziehen kann.

Warum?
Ganz klar, wenn man von Anfang an Bescheid weiß, worüber alle reden, dann kann man gut verhandeln. Und ganz wichtig, man hat keine bösen Überraschungen. Stellt euch vor, ihr redet die ganze Zeit von einer Premoney Valuation und am Ende denkt der Investor, dass es sich um eine Postmoney Valuation handelt.

Wenn es dann an 5 % scheitert, obwohl ihr die Due Diligence komplett hinter euch habt und ihr als Startup unbedingt dieses Geld braucht und ihr euch dann wegen 5 % mit den Investoren streitet, dann ist es ziemlich schlecht. Einige Gründer denken, dass sie mit der Premoney und Postmoney Valuation ein bisschen spielen können.

Das kann auch funktionieren, allerdings sollte euch auch klar sein, dass eure Investoren auch eure Partner sind. Ihr habt eine längerfristige Beziehung mit diesen Menschen. Außerdem geht der Investor auch raus und prüft die Unternehmen genau. Ein Konsument schaut sich vielleicht Preisunterschiede von Produkten an und fällt dahingehend seine Entscheidung.

Bei Investoren ist es anders, die gehen natürlich viel weiter und evaluierter in ihre Auswertung. Ihr solltet euch also nicht an den Begriffen aufhängen und da versuchen viel zu tricksen. Ihr müsst euch einfach von Anfang an klar sein, dass die richtige Bewertung eures Unternehmens der Schlüssel ist, um:
A) eure Investoren anzusprechen
B) das meiste für euch rauszuholen

Ich hoffe, ich konnte euch mit dem Video zeigen, wie die Premoney und Postmoney Valuation funktioniert. Wo liegen die Unterschiede und auf was sollte man als Gründer achten, wenn man mit Investoren spricht.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
darüber, wie er seine Investoren regelmäßig informiert
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Stephen Voss: „Investoren informieren wir einmal darüber, dass wir eine AG sind und wir einen Aufsichtsrat haben. Verschiedene Investoren sind im Aufsichtsrat vertreten und da gibt es Aufsichtsratssitzungen und da wird allgemein und breit informiert. Das ist allerdings nicht so regelmäßig.

In unserem Fall haben wir einen Vorteil, da ein digitaler Versicherer alle Daten in Echtzeit abrufen kann. Was wir gemacht haben, was sich wirklich als hilfreich erwiesen hat: Wir haben für unsere Investoren ein eigenes Dashboard mit den wichtigsten KPIs und Zahlen aufgebaut.

Unsere Investoren haben darauf jederzeit Zugriff. Die Zahlen gehen jetzt nicht ganz tief rein. Zum Beispiel steht da drin, wie viele Stücke wir diese Woche produziert haben und wie aktuell unsere Schadenquoten sind. Das kann eingesehen und abgerufen werden und das hat uns eben sehr geholfen, weil man so viele Fragen vermeiden kann, die sonst gekommen wären.

Über spezielle Themen sprechen wir dann in der nächsten Projekt- oder Aufsichtsratssitzung.“

Simon Lohmüller: CEO & Co-Founder bei qbilon GmbH
darüber, wie er sich auf das allererste Investoren-Gespräch vorbereitet hat
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Simon Lohmüller: „Grundsätzlich muss man sagen, dass die ersten Investoren-Gespräche, die wir hatten, die waren noch sehr locker. Es war zu einem sehr frühen Zeitpunkt, wo wir eigentlich noch nicht wirklich mit dem Fundraising gestartet haben. Deshalb war die Vorbereitung am Anfang auch sehr gering.

Wir sind da sehr offen in die Gespräche reingegangen und haben es eher als lockeren Austausch gesehen. Wenn es dann wirklich in die Richtung ging, dass wir den Pitch halten sollten, vor dem internen Team des Investors, dann hat man sich schon sehr intensiv darauf vorbereitet.

In diesen Pitch ist dann sehr viel Arbeit eingeflossen, man hat den natürlich einige Male vorher durchgesprochen, man hat den vor Kollegen gehalten, man hat sich überlegt, was falsch rüberkommen könnte und hat da schon geschaut, dass die Inhalte einfach stimmig sind und nichts fehlt.

Wir haben auch viel Rücksprache mit Coaches und Mentoren gehalten, haben uns da andere Meinungen eingeholt und haben uns dann relativ gut vorbereitet gefühlt.

Wir haben bei jedem Investor eigentlich so einen Grund-Check gemacht. Was gehört da dazu? Einerseits: In was hat der Investor bisher investiert? Passen die Startups, in die er bisher investiert hat, zu uns? Sind das ähnliche Bereiche und glauben wir, dass der Investor eine gewisse Expertise mitbringen kann?

Andererseits: Sind auch schon andere Startups in dem Portfolio, die einen Konflikt zu uns darstellen könnten? Das will man selbst nicht und das will auch meistens der Investor nicht. Auch dann fällt mal ein Investor raus und auch das ist uns mal passiert.“

Isabeau Ayoubi Co-Founder bei Onstruc
darüber, wie gut die ersten Investoren dabei geholfen haben, weitere Investoren zu finden
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Isabeau Ayoubi: “Wir haben Business Angels, die sehr aktiv bei uns mitarbeiten. Wenn ein neuer Investor bei uns anfragt, dann kann der sich sehr gerne mit unseren Bestandsinvestoren austauschen und nach dessen Erfahrungen mit uns fragen. Der Austausch unter den Investoren kann da mehr wert sein, als wenn wir uns da groß anpreisen. Wir haben auch einen Investor, der seine Stimmrechte an einen anderen abgegeben hat und sich eher im Hintergrund hält.”

John Agricola: “Business Angels sind auch so Herdentiere, weil manchmal so der erste fehlt. Wenn sich die ersten Business Angels für das Investment entschieden haben, dann kann es wirklich schnell gehen. Du musst halt erstmal diese Initialzündung erstmal haben. Manchmal fragt man sich schon, weil du gefragt hast, andere Angels mit überzeugen. Den musst du erstmal überzeugen, mit ins Investoren-Update reinzukommen. Investoren sind meistens viel beschäftigte Leute und die bekommt man gar nicht so vor die Flinte. Ich würde zu der Frage also sagen: Nein, in der Regel passiert das nicht.

Isabeau Ayoubi: “Manchmal wünscht man sich, dass es mehr passiert. Wir haben zum Beispiel 1–2 Investoren, die fragen, was die anderen machen. Ich sage dann immer, dass sie ja telefonieren können und herausfinden können, wie sie das sehen. Wir sind manchmal so die Zwischenposition und wir geben die Meinung von A an B weiter. Da wünscht man sich manchmal einen besseren Austausch zwischen den Business Angels.”

John Agricola: “Liebe Business Angels, geht wirklich mal den Schritt und sagt eure Meinung den anderen Investoren klar, das würde es für uns einfacher machen. Für alle, die gerade raisen, ihr müsst diese Initialzündung selber machen, da würde ich mich nicht darauf verlassen, dass das die Business Angels machen.”

Startup-Gründer Christof Weidl
darüber, worauf Gründer beim Beteiligungsvertrag achten sollten
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Christof Weidl: „Worauf würde ich achten und was sind für mich die wichtigsten Punkte?
Ich glaub, es ist wichtig zu wissen, dass man mit einem Vertrag nicht alles regeln kann. Es ist nicht möglich, auf jede Situation in der Zukunft vorbereitet und abgesichert zu sein. Für uns war das wichtig, weil man oft dazu neigt immer mehr mit in den Vertrag aufzunehmen.

Für uns war folgender Punkte besonders wichtig:

Mitspracherechte: So ein Vertrag kann beinhalten, dass du wahnsinnig viele Reportings machen musst oder du jeden Monat Rede und Antwort stehen musst. Mit solchen Dingen wäre ich sehr vorsichtig, weil alle Dinge, die dich in deiner Freiheit einschränken, wird dir früher oder später auf die Nerven gehen.

Diese Standardthemen, die in so einem Vertrag sowieso drin sind, die kann man getrost auch gehen. Bei der Laufzeit haben wir jetzt eine relativ kurze von 18 Monaten gewählt, weil wir eine Wandlungspflicht drin haben. Die harten Faktoren, die sind auch immer drin und da gibt es auch immer am wenigsten Diskussion.

Bei weichen Faktoren kann es schon schneller zu Diskussionen kommen, im Sinne davon, was das Startup alles liefern muss. Daran erkennst du auch schon ziemlich genau, wie dein Gegenüber in der Zusammenarbeit sein wird. Im Zweifel sollten auch die Alarmglocken angehen und sich das Startup gegen einen Investor entscheiden.“