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Antonia Wälzholz über die Frage: Teaser Deck vs. ausführliches Deck

HR-Tech Startup-Gründerin

über die Frage: Teaser Deck vs. ausführliches Deck

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Antonia Wälzholz: „Für den Erstkontakt empfehle ich unbedingt ein Teaser Deck. Es muss nicht ein klassisches Teaser Deck als ein Onepager mit nur 1-2 Seiten sein, sondern die typische Deck-Größe sind ja aktuell 10-15 Slides.

Wenn man sich daran halten kann, ist das sicher gut, weil ja VCs und andere Investor*innen wenig Zeit haben. Die bekommen täglich viele Pitch Decks und müssen schnell in der Lage sein, das Pitch Deck zu scannen und relevante Insights für sich herauszuziehen. Wir Menschen haben ja nicht die allerlängste Aufmerksamkeitsspanne, daher ist es sicherlich gut, Informationen komprimiert darzustellen.

Das ist aber gar nicht leicht, ein gutes Deck kurz zu halten. Das haben wir auch immer wieder gehört: das Pitch Deck sei zu lang und wir sollten es kürzen. Daher gab es bei uns auch viele Iterationen, die wir auf dem Deck gemacht haben, und die haben auch immer dafür gesorgt, dass das Pitch Deck kürzer wurde.

Was ich aber gemacht habe, ist ein Appendix-Deck zu bauen, in das ich zusätzliche Informationen, Deep Dives und Produkt-Screenshots aufgenommen habe, damit ich das nach einem Gespräch nachsenden konnte, wenn die Sprache auf diese Punkte kam und ich den Eindruck hatte, dass da mehr Informationen guttun würden oder die Person sehr interessiert ist und wir daher mehr Informationen geben wollen.

Ein ehemaliger Kollege, der jetzt im VC-Bereich arbeitet, hat mir den guten Tipp gegeben, sich selbst ein gutes FAQ-Dokument mit den wichtigsten Fragen zu erstellen, die man immer wieder gefragt wird.

Das hilft einem selbst, daraus eine gute Antwort zu zitieren, wenn diese Fragen dann wiederkommen – aber auch, dass man das gesamte FAQ-Dokument verschicken kann, um bestimmten Fragen bereits zuvor zu kommen, falls man nicht die Chance hat, sie zu beantworten, beispielsweise weil ein Investment Manager das Pitch Deck mit ins Investment Committee nimmt.“

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Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, welche besonderen Hinweise er von Coaches bekommen hat
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Florin Kutten: „Von Coaches haben wir sehr oft gehört, dass weniger Text besser ist. Außerdem sollten wir mehr mit Bildern arbeiten und die Bilder müssen sich entsprechend mit den Aussagen auf den Folien decken. Am Anfang hatten wir nur Stockbilder und jetzt haben wir unsere eigenen Bilder und das ist viel besser. Zudem sollte man sich beim Pitch Deck auf 10-15 Folien beschränken und mit wenigen Worten alles wichtige präsentieren.“

Tom Josczok
darüber, wie Startups ihre Ernsthaftigkeit bezüglich Impact beweisen können
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Tom Josczok: „Es gibt verschiedene Ansätze, den Impact von Anfang an mitzudenken. Da muss man auch noch mal unterscheiden: Es gibt Impact Startups, die adressieren mit ihrer Lösung ein soziales oder ökologisches Problem vom Kern ihres Business Case. Die haben den klaren Fokus auf den Impact und wollen aus ihrem Geschäft einen Impact erzeugen.

Es können aber auch alle anderen Startups einen positiven Impact von Anfang an erzeugen. Wir setzen daran mit dem Wirkungsanteil an, indem Startups einen Teil ihres Equities abgeben. Damit können die Startups von Tag 1 ihr Commitment bezüglich Impact unterstreichen.“

Dr. Patrick Müller
über Pooling
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Dr. Patrick Müller: „Da gibt es im wesentlichen drei Grundmodelle:

Investmentgesellschaft gründen:
Es gibt eine GmbH als Startup (XY-GmbH) und da gehen im Rahmen einer Finanzierungsrunde verschiedene Business Angels mit rein. VC Fonds werden das eher weniger machen, da sie ihr eigenes Vehikel haben. Wenn aber mehrere Business Angels in eine Seed-Finanzierung im Family & Friends Bereich investieren, kann es schon auch Sinn machen, wenn sie ihre Anteile in einer eigenen UG oder GmbH poolen.

Im Cap Table taucht dann nur ein Gesellschafter auf und man kann natürlich innerhalb dieser UG oder GmbH alles Mögliche regeln. Vor allem kann man einen zentralen Geschäftsführer ernennen, der auf der Gesellschafterversammlung des Startups entscheidet. Es führt dazu, dass die ganzen Abstimmungen aus dem Startup rausgehalten werden. Es ist aber in der Regel nur dann möglich, wenn es ein gewisses Vertrauen unter den Business Angels gibt.

Stimmrechtspooling:
Das bedeutet, die einzelnen Investoren gehen in die Beteiligung des Startups mit rein, schließen aber einen Stimmrechtspoolvertrag ab. So müssen sich die Business Angels vor den Gesellschafterversammlungen abstimmen, um ein einheitliches Abstimmungsverhalten sicherzustellen. So wird ein konfliktfreies Abstimmungsverhalten in der Gesellschafterversammlung gewährleistet.

Treuhandmodell:
Rechtlich bleibt man im Startup investiert, aber man hat ein Konstrukt entworfen, wo die einzelnen Investoren bestimmte Rechte an den Treuhänder outsourcen. Der Treuhänder ist auch intern gebunden, dass er sich vor Abstimmung intern mit den Investoren abstimmt.

Alle Modelle führen zum gleichen Ergebnis, nämlich eine zersplitterte Gesellschafterstruktur mit Chaos in den Abstimmungen zu vermeiden.“

Jonathan Spitz
über erfolgreiche Verkaufskanäle
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Jonathan Spitz: „Wir haben sehr viel Kaltakquise gemacht und das ist der Weg, der gerade funktioniert. Irgendwann werden wir auch eine erste Finanzierungsrunde abschließen und dann ein bisschen mehr Marketing machen. Vermutlich werden wir da auf Google Ads setzen.

Gerade haben wir wie jeder erfolgreiche junge Startup eine Landingpage und wir bekommen darüber langsam Anfragen, vielleicht eine oder zwei pro Woche. Das hat am Anfang nicht funktioniert, aber wir haben ganz viel E-Mail- und Telefon-Kaltakquise gemacht. Einfach mal angerufen, von uns erzählt und was wir machen.

Dann haben wir gefragt, ob es für sie interessant ist. Also ganz viel Hustle und Arbeit.“

Lüder Brüggemann
über seine wichtigsten Learnings als Gründer
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Lüder Brüggemann: “Eine ganz wichtige Sache ist der Fokus. Fokus auf das Ziel. Also überlege dir, was dein Ziel ist, welches du gerade verfolgst und überlege dir, wie groß der Hebel bei den einzelnen Aufgaben und Projekten ist. Wie stark ist die Auswirkung auf dein eigentliches Ziel und verliere dich da nicht in Kleinigkeiten, sondern mache wirklich nur die Dinge, die gerade relevant sind und eliminiere die anderen.

Da kommt auch schon der zweite Punkt rein. Für mich ist die Frage entscheidend, was uns jetzt gerade voranbringt und was jetzt wirklich wichtig ist. Da würde ich auf die nächsten 6-12 Monate schauen und nicht überlegen, welche Probleme ich in 1-3 Jahren haben könnte. Klar, über solche Probleme sollte man auch nachdenken und auf dem Zettel haben. Meiner Meinung nach ist es aber verschwendete Zeit, wenn man sich über Probleme kümmert, die erst in 1-3 Jahren auftreten, weil sie vielleicht gar nicht auftreten. Bis dahin kann sich der Markt ändern, aber auch mein Produkt oder meine Idee.

In der Startup-Welt ist alles ziemlich schnelllebig, also schau, was jetzt dein Problem ist. Arbeite daran und löse die Probleme dann, wenn sie auftauchen. Das Thema Fokus ist ein sehr großes Learning aus meiner Vergangenheit und das andere, was mindestens genauso wichtig ist: Kenne deine Zahlen!

Da habe ich in meiner Vergangenheit Fehler gemacht, muss ich auch ganz klar sagen. Ich habe teilweise den Fehler gemacht, dass ich Geld “blind” ausgegeben habe. Das Business lief super und wir haben einen guten Umsatz gemacht und es ging um physische Produkte. Die Bestellungen wurden immer größer und ich habe da sehr viel nach Bauchgefühl gemacht.

Dadurch habe ich dann hinten raus auch teilweise Liquiditätsprobleme bekommen. Ich bin ein großer Verfechter des Bauchgefühls und ich treffe auch einen Großteil meiner Entscheidungen danach, aber im Bereich Finance hat das Bauchgefühl nichts verloren. Mein Rat: Kümmere dich über eine saubere Liquiditätsplanung, um eine saubere Cashflowplanung, kenne deine Zahlen und plane das vor. Geh da auch regelmäßig rein und schaue dir die Zahlen jede Woche an. Aktualisiere auch die Zahlen, dass du immer auf dem Stand bleibst. Was war die Planung? Wie sieht die Realität aus?“

Madeleine Heuts
über RAKETENSTART
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Madeleine Heuts: „Madeleine Heuts und die Gründerin von RAKETENSTART. Mit RAKETENSTART haben wir eine All-in-one Plattform gebaut, mit der wir alle rechtlichen Themen rundum die Gründung und den Unternehmensaufbau leichter machen.

Für viele ist es so ein Angstthema mit einer sehr großen Hemmschwelle. Ich bin selber Juristin und kenne mich daher auf dem Gebiet sehr gut aus. Nebenher habe ich aber immer auch im Marketing und in der IT gearbeitet und weiß deshalb auch, wie es aus Gründerperspektive ist, weil ich auch schon selber selbstständig war.

Vor allem bin ich umringt von inspirierenden Gündern, die coole Dinge machen. Ich habe es mir zu der Mission gemacht, denen es so leicht wie möglich zu machen, damit sie keine Angst vor den rechtlichen Themen haben müssen. Ich bin der Überzeugung, dass es gar nicht so schwer ist, wenn man weiß, wie es geht.

Wir sind ein Legal Tech Startup. Wir haben eine Plattform gebaut, die sich aus verschiedenen Elementen zusammensetzt. Wir machen eine Academy, bei der wir den Gründern über ein E-Learning rechtliche Themen beibringen. Das ist alles in einem sehr einfachen Deutsch erklärt und da kann man sich auch seinen kompletten Lernzweig alleine zusammenstellen, je nachdem, welche Themen man wann im Unternehmen umsetzen will.

Außerdem bauen wir verschiedene Tools, wie zum Beispiel ein Vertragsgenerator, da kann man sich mit dem Wissen eigene Verträge erstellen. Das geht auf Basis von Mustern, die wir mit Anwälten ausgearbeitet haben. Das heißt, wir haben auch gewisse juristische Standards ausgearbeitet, mit denen man schon selber ganz viel machen kann, ohne dass man erst mal einen Anwalt hinzuziehen muss.

Dann connecten wir die Leute mit Rechtsanwälten aus unserem Partnernetzwerk. Wir haben da auch sehr gut sortiert, wer zum Beispiel gut zu jungen Unternehmern passt. Da kann man über die Plattform kollaborieren. Wir haben das ganze auf ein ganz neues und digitales Level gehoben, dass das Thema Legal nicht mehr so weit weg wirkt, sondern einfach und digital abgewickelt werden kann.

Da arbeiten wir jeden Tag mit sehr vielen Startups und ihren Themen und Problemen, die denen so begegnen. Wir haben auch ein Podcast, wo Gründer über ihre “Legal F*ck-ups” sprechen. Da kann man natürlich von den Fehlern anderer lernen, aber wir versuchen es den Leuten direkt am Anfang so mitzugeben, dass es gar nicht falsch gemacht wird. Dann hat man natürlich auch viel weniger Angst vor dem ganzen Thema.“