Founder Academy

Antonia Wälzholz über die Solution Slide

HR-Tech Startup-Gründerin

über den Inhalt der Solution Slide

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Antonia Wälzholz: „Ich glaube, die Solution Slide sollte immer im Zusammenhang mit der Problem Slide gesehen werden, weil es im Idealfall eben wirklich zusammenspielt. Die Probleme, die ich auf der Problem Slide dargestellt habe, sollten sich fast 1:1 auf der Solution Slide wiederfinden, und zwar so, dass man genau sieht: das Problem 1 löse ich so, das Problem 2 löse ich so usw.

Dann ist es für den Leser des Decks sehr einfach herzuleiten, auf welche Art und Weise die Dienstleistung oder das Produkt die Probleme genau löst. Im Idealfall ist das Problem auf der Problem Slide bereits quantifiziert – und entsprechend ist es noch besser, wenn auch auf der Solution Slide eine quantifizierbare Lösung gezeigt wird.

Also zum Beispiel: das Feedback in alten Prozessen kostet ein Unternehmen 31 Tage pro Manager im Jahr. Feedback mit unserem System kostet einen Manager nur 3 Tage pro Jahr. Das ist etwas, bei dem man auch sehr gut in den Darstellungen spielen kann, wie groß man die 31 macht und wie klein die 3. So etwas kann man dann sehr gut im Storytelling für sich nutzen.“

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Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
darüber, wie er sein Netzwerk ausnutzt und seine Intros bekommt
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Michael Pfeifer: „Ein bestehendes Netzwerk kann sich auch in einem sehr frühen Stadium über viele verschiedene Kanäle erstrecken. D.h., man kennt vielleicht sogar wirklich noch aus dem schulischen Umfeld noch jemanden. Man hat Leute in Universitäten, im Bekanntschafts-/ Freundeskreis, die in ihrem persönlichen Umfeld Unternehmer*innen haben, die sich vorstellen können in Startups zu investieren. Daher am Anfang Friends and Family kontaktieren und fragen gibt es irgendjemanden, einmal im persönlichen Umfeld oder in dem Umfeld der Menschen, die einem besonders nahe stehen.

Zweitens auf Organisationen zu gehen. Beispielsweise auch AddedVal.io, um an ein Pool an Business Angel heranzukommen. Es gibt auch in Deutschland mehrere lokale Netzwerke von Business Angels. In Berlin ist das beispielsweise der Business Angels Club Berlin-Brandenburg. So etwas gibt es in jeder Region in Deutschland. Hier wirklich gut informieren, was gibt es an lokalen Strukturen, gibt es auch lokale Förderstrukturen. Gibt es irgendwelche Gründerzentren bei mir in der Gegend, die mich auch mit Investoren und Investorinnen vernetzen können.

Wenn man dann mal jemand überzeugt hat und die Person an einen und die Idee glaubt, dann auch keine falsche Scheu zeigen. Diese Person fragen „Hey, du glaubst ja an die Idee, meinst du es gibt weitere Leute aus deinem Bekanntenkreis, die auch an diese Idee glauben könnten? Wäre es sinnvoll sich da mal vorzustellen?“.

All das sind Möglichkeiten, um irgendwelchen Netzwerke anzuzapfen und bestehende Netzwerke zu nutzen. Sonst kann man natürlich auch per Kaltakquise auf Menschen zugehen. Es gibt über LinkedIn ganz viele Möglichkeiten herauszufinden, wer Business Angel ist. Wer vielleicht auch mal ins Startups schon investiert hat. Da kann man auch versuchen die Personen zu kontaktieren. Hier ist es besonders wichtig, auch eine personalisierte Ansprache zu wählen. Nicht einfach blind Leute zu kontaktieren und zu sagen „Hey, ich hab gesehen du bist Business Angel, hast du Lust bei mir zu investieren?“. Sondern Menschen aus einem bestimmten Grund kontaktieren und beispielsweise zu sagen „Ich habe gesehen du hast in Startup XY investiert oder ich habe deinen LinkedIn Post XY gesehen, ich finde das total spannend, ich habe folgende Idee, ist das für dich spannend, darüber mehr zu erfahren? Das ist auch eine Möglichkeit.

Es ist aber sehr mühsam insgesamt die erste Runde zu füllen. Am Anfang hat man logischerweise, das war auch bei mir so, kein Netzwerk aus 20 Jahren Berufserfahrung. Solche Netzwerke wachsen auch einfach über die Zeit hinweg, deshalb wirklich keine Scheu und auch Netzwerke von anderen nutzen.“

Tobias de Raet Lindenpartners
über die 5 wichtigsten rechtlichen Themen in der Verhandlung mit Investoren
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Dr. Tobias de Raet: „Das sind die 5 wichtigsten Themen in der Verhandlung mit Investoren:
1. Bewertung
2. Einfluss der Investoren
3. Risiko der Gründer
4. Kräfteverhältnis
5. Folgerechte

1. Bewertung
Bei der Bewertung geht es darum, ob man überhaupt die gleiche Sprache spricht. Man sollte sich nicht nur auf die Zahlen konzentrieren, sondern auch auf die Formeln, die dahinter stehen. Es gibt Begriffe wie Fully-Diluted und dabei ist es wichtig, dass man sich nicht nur auf eine absolute Zahl konzentriert, sondern auch, was darauf abgeschlagen oder hinzugerechnet wird. Davon hängt der Wert des Unternehmens maßgeblich von ab.

2. Wie viel Einfluss will der Investor haben?
Dies bezieht sich auch auf zukünftige Finanzierungsrunden und den Exit des Investors. Wichtig hierbei ist, dass man Einzelinvestoren so wenig Einzelrechte wie möglich einräumen sollte. Die einzelnen Investoren sollten nicht alle unterschiedliche Rechte haben, sondern es sollte einen Gleichlauf geben, den man höchstens über die Größe der Beteiligung unterscheidet. Jemand, der mehr Anteile hält, hat auch mehr Mitspracherechte, es sollte aber keine Sonderrechte geben. Ganz am Anfang sollte man darauf achten, dass nicht irgendwelche Sonderrechte “eingelockt” werden.

3. Welches Risiko geht der Gründer durch seine Beteiligung ein?
Das sind so die klassischen Themen wie Vesting. Da besteht das Risiko, die wirtschaftliche Beteiligung und den Einfluss seines Unternehmens wieder zu verlieren. Es ist ganz üblich, dass man eine Vesting Verpflichtung eingeht. Man muss sich die Anteile, die man hält, über eine gewisse Zeit wieder erarbeiten. Damit stellen die Investoren sicher, dass die Gründer in die Zukunft arbeiten.

Bei solchen Regelungen ist es wichtig, dass es nur die Felder betrifft, wo den Gründern ein grobes Fehlverhalten vorzuwerfen ist. Es sollte zu keiner Situation kommen, dass sich die Investoren und Gründer nicht mehr so gut verstehen und das Instrument dann dazu verwendet werden kann, den Gründer rauszuwerfen. Aus dem Grund sollten die Gründer bei der Verhandlung des Vestings genau aufpassen.

4. Finanzielles Kräfteverhältnis
In welchem Umfang partizipieren die Investoren an einem möglichen Unternehmenserlös? Das kann natürlich sein, wenn das Unternehmen irgendwann profitabel ist. Der Hauptfall ist aber häufig der Exit. Das Unternehmen wird irgendwann verkauft oder es geht an die Börse. Die Frage ist dann, wie viel die Investoren und wie viel die Gründer bekommen. Es ist ein nachvollziehbares Bedürfnis, dass die Investoren mindestens das zurückbekommen, was sie auch investiert haben. Da sollte man den Investoren auch einen gewissen Komfort geben, aber man muss aufpassen, dass man in solchen Liquidationspräferenzen nicht in ganz A-typische Konstellationen reinrutscht, dass am Ende für die Gründer nichts mehr übrig bleibt.

Die Frage, ob man eine partizipierende oder nicht partizipierende Liquidationspräferenz wählt oder ob die Liquidationspräferenz möglicherweise verzinst wird, ob es eine einfache oder mehrfache Liquidationspräferenz gibt, das sind alles Punkte, die das finanzielle Kräfteverhältnis an einem möglichen Erlös betreffen.

5. Folgerechte
Wenn man eine Finanzierungsrunde macht, dann denkt man häufig nur an den Moment. Also ich möchte jetzt einen bestimmten Betrag zu einer möglichst hohen Bewertung raisen. Meine Erfahrung ist, dass Gründer dann schnell Dinge aus der Hand geben, die mit den Kerndingen nichts zu tun haben. Das heißt, man gesteht dann sehr schnell Dinge zu, die einem in der Zukunft auf die Füße fallen. Das betrifft so Themen wie Verwässerungsschutz, Liquidationspräferenz und Konditionen für spätere Finanzierungsrunden. Das sieht man häufig, dass sich starke Business Angels Rechte einräumen, zu einer bestimmten Bewertung noch mal nachzulegen. Das kann falsche Anreize setzen und zukünftige Investoren abschrecken. Alles, was Auswirkungen in die Zukunft hat, ist genauso wichtig wie die anderen 4 Punkte, die ich gerade genannt habe.“

Tobias de Raet Lindenpartners
über den richtigen Zeitpunkt der Gründung der Gesellschaft
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Dr. Tobias de Raet: „Ein klassischer Zeitpunkt, zu dem man eine Gesellschaft gründen sollte ist, wenn man nach außen auftritt. Das hat den Hintergrund der persönlichen Haftung. Wer keine Gesellschaft im Rücken hat, der haftet erst mal persönlich. Der ist möglicherweise, wenn er mit mehreren zusammen gründet, im Rahmen einer GbR tätig und hat nicht das Privileg der Haftungsbeschränkung.

Das heißt, die Gründung einer Kapitalgesellschaft, die den Vorteil der Haftungsbeschränkung hat, der ist dann erforderlich, wenn man nach außen auftritt, Kunden hat oder sonstige Verträge mit Dritten hat.

Der zweite wichtige Punkt, über dem man sich Gedanken machen sollte ist, wenn man anfängt, etwas zu entwickeln, was irgendeinen Wert schafft. Klassischerweise programmiert man etwas, es sind zum Beispiel zwei Gründer, die vor sich hin programmieren. Irgendwann sagen sie, dass sie eine Gesellschaft gründen wollen. Dann ist es schwierig, das schon Geschaffene in die Gesellschaft zu übertragen.

Es mag gar nicht so schwierig klingen, aber besonders steuerrechtlich kann es eine Herausforderung sein. Solche Themen sollte man frühzeitig bedenken. Ein zweiter Punkt, der dafür spricht, eine Gesellschaft zu gründen, bevor man etwas schafft ist, auch Streit zwischen den Gründern zu vermeiden. Häufig kommt es dazu, dass sich Gründungsteams in einer frühen Phase erst mal finden müssen und es passiert auch, dass jemand ausscheidet.

Da ist es einfacher, wenn man es in einem formalen Setting der Gesellschaft hat und nicht einen Streit zwischen drei Privatpersonen hat. Das ist auch etwas, wo Investoren drauf schauen. Wenn ein Gründungsmitglied ausgeschieden ist, der einen wichtigen Teil des Codes programmiert hat, dann kann es ein Deal Breaker sein, weil manchmal nicht sicher ist, ob das dann in der Gesellschaft liegt oder beim ausgeschiedenen Gründer.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
darüber, wie man mit einer hohen Rate an Absagen umgehen sollte
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Isabeau Ayoubi: “Immer nachfragen! Auf eine E-Mail Absage kann immer eine Antwort folgen, woran es denn liegt. Wenn ich da 10-mal hintereinander die Antwort bekomme, dass da jemand im Team fehlt, Sales zu schlecht ist oder in dem Produkt keine Zukunft gesehen wird, dann sollte man über die Punkte nachdenken. Die meisten Business Angels sind ja erfahrene Business Leute und die schauen sich halt dein Deck an und irgendeine Stelle macht keinen Sinn. Aus dem Grund lohnt es sich, Feedback einzuholen, um diese Fehler zu beheben.”

John Agricola: “Ja genau, habe ich beim Richtigen gepitcht? Natürlich muss man mit dem richtigen Produkt zum richtigen Business Angel gehen. Wenn das nicht passt, dann wird das auch nicht passen. Man kann sich ja vorher informieren, an welchen Themen die Business Angels interessiert sind. Um bei Business Angel Clubs pitchen zu können, da ist im Moment eine sehr geringe Hemmschwelle. Der Zugang ist heutzutage da, das war vor ein paar Jahren noch nicht so da. Business Angel Clubs machen schon ihre eigenen Coachings, wie sie bessere Business Angels werden. Wenn es gar nicht funktioniert, dann ist es entweder der falsche Ort gewesen oder man muss darüber nachdenken.

Die Fragen sind immer die gleichen und wer sich da online ein bisschen einliest, kann die auch beantworten. Ein anderer Punkt, wo man falschliegen kann, sind die Größen der Finanzierung. Wenn unerfahrene Gründer da sehr hohe Beträge raisen wollen, da gibt es in Deutschland sehr wenige Business Angels, die sowas machen.

Natürlich gibt es auf Gründeszene immer wieder Artikel, wo Gründer über ihre 7-stelligen Runden reden. Wir persönlich kennen solche Gründer nicht und ich denke, das wird eine Minderheit sein.”

Tom Josczok
über die Stiftung Wirkungsanteil
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Tom Josczok: „Mein Name ist Tom Josczok und ich bin der Co-Founder und Geschäftsführer der Stiftung Wirkungsanteil und wir unterstützen Startups mehr Impact zu erzeugen, indem sie einen kleinen Teil ihres Equities für ein soziales Anliegen abgeben.

Der Wirkungsanteil ist eine virtuelle Beteiligung, ähnlich wie eine Mitarbeiterbeteiligung und das Gründungsteam entscheidet gemeinsam, wenn sie diesen Wirkungsanteil eingehen wollen und arbeitet weiter an ihrem Startup, an ihrem Produkt und der Lösung.

Wir unterstützen die Startups durch passende Angebote, wie sie auch in anderen Punkten ihren Impact erhöhen können. Wenn es zu einem erfolgreichen Exit kommt, dann gehen die Erlöse aus diesem Wirkungsanteil an gemeinnützige Projekte. Die Gründer entscheiden mit unserer Beratung, wo die Erlöse hingehen sollen.

Ich begeistere mich für das Thema, weil ich glaube, dass wenn wir mehr Leute dazu bringen wollen, etwas Gutes zu tun, brauchen wir einfache Lösungen, die schnell umsetzbar sind und die Leute auch motivieren, heute und jetzt damit anzufangen. Wir brauchen ganz viele verschiedene Lösungen, um mehr Brücken hin zu einem ökonomischen System zu bauen, was für die gesamte Gesellschaft funktioniert.

Mit denen wir auch Brücken zwischen den einzelnen Bereichen bauen, sowohl zwischen Gesellschaft und Startup, als auch Politik, zwischen Impact Startup und klassischem Startup oder Social Entrepreneurship. Diese Welten müssen näher zusammenrücken!“

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