Founder Academy

Antonia Wälzholz über die Team Slide

HR-Tech Startup-Gründerin

über den Inhalt der Team Slide

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Antonia Wälzholz: „Die Team Slide ist ja häufig so der krönende Abschluss des Decks. Nachdem man durch das Problem, die Lösung und die vielen weiteren Insights gegangen ist, landet man dann beim Team. Es gibt aber auch die Empfehlung, das anders herum zu machen… Aber grundsätzlich ist klar, das in einem Pitch Deck eine Team Slide enthalten sein muss.

Gerade in einer frühen Phase gibt es ja noch nicht so viel Produkt, daher schauen Investorinnen und Investoren viel auf das Team. Wie sind die Personen aufgestellt und haben die komplementäre Skillsets? Was sind das für Persönlichkeiten und welche Erfahrungen haben sie in den letzten Jahren gesammelt, die darauf hindeuten, dass sie das gut können?

Ich glaube, das ist wichtig in einer Team Slide aufzunehmen: einmal das Gründer*innen-Team zu zeigen, welches für das Produkt steht und aus dessen Köpfen das kommt, welches das Produkt groß machen will, weil es absolut daran glaubt. Wenn man die Begeisterung durchscheinen lassen kann, dann ist das gut – gepaart mit den dafür relevanten Erfahrungen und Skills.

Wenn man denn das Glück hat, Mitarbeiter*innen im Team zu haben, vielleicht schon nach einer ersten Finanzierungsrunde, gehören die meiner Meinung nach auch auf die Team Slide. Denn die First Hires prägen und gestalten das Produkt sehr stark mit und sind für das Startup ein großes Asset.

Wir haben das große Glück, dass wir sehr erfahrene Leute gewinnen konnten. Über unser Netzwerk haben wir ehemalige Kolleginnen und Kollegen zu uns geholt. Und das ist natürlich auch etwas, worauf wir stolz sind, weil wir sehr seniore Leute dabei haben, mit denen wir das Produkt in noch schnellerer Zeit noch besser machen können.

Das sind alles Selling Points, die man im Pitch Deck auch aufzeigen kann: das sind wir und wir sind genau die richtigen Menschen, um dieses Produkt zu bauen und zwar aus diesen Gründen.“

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Lüder Brüggemann
darüber, ob Gründer 15 Stunden am Tag arbeiten müssen
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Lüder Brüggemann: “Nein, ich hatte in der Vergangenheit auch Monate und Jahre, wo ich bestimmt 15 Stunden Tage und länger hatte. Ich bin aber davon weg, da es genauso wichtig ist, zu regenerieren. In den ersten Jahren klappt es vielleicht ganz gut, so viel zu arbeiten, das geht aber nicht ewig, besonders, wenn Verpflichtungen da sind.

Ich habe gelernt, mich und meine Mitarbeiter nicht an der Zeit, die benötigt wird zu messen, sondern wirklich an den Ergebnissen, die produziert werden. Es gibt einfach Leute, die schaffen in 4 Stunden mehr als manche in 12 Stunden. Deep Work ist da ein Stichwort und ein ganz wichtiges Thema für mich.

In der Zeit, in der ich arbeite, arbeite ich auch richtig. Ich habe Blöcke, in denen ich fokussiert arbeite, da ist mein Handy aus und da schaffe ich in 2 Stunden mehr als andere in 8-10 Stunden. Das klingt vielleicht komisch, aber die springen in den Tasks hin und her, telefonieren zwischendurch, haben Facebook und Whatsapp offen. Es gibt ja das Sprichwort: “Work smart, not hard!”

Damit will ich nicht sagen, dass du nicht hart arbeiten sollst. Ein Startup zu gründen und hochzuziehen ist harte Arbeit, aber es ist eben auch wichtig, abschalten zu können und nicht nur zu arbeiten. Außerdem ist ein ganz wichtiger Punkt, wo ich immer noch dran arbeite, wirklich nach der Arbeit abzuschalten. Sodass man nicht an die Arbeit denkt und das fällt mir immer noch schwer. Meditation kann da helfen!“

Tobias de Raet Lindenpartners
darüber, was man bei der Beschäftigung von Arbeitnehmern und Freelancern beachten muss
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Dr. Tobias de Raet: „Wenn man sich das erste Mal die Frage stellt, dass man mit Personen zusammenarbeitet, die nicht Gründer sind, die also ein Gehalt oder eine Gegenleistung bekommen, dann stellt sich die Frage, ob man die selber anstellt oder ob die als Freelancer arbeiten. Der selbstständige Freelancer ist auf den ersten Blick immer attraktiv, weil man für den keine Sozialabgaben zahlen muss. Der stellt einem einfach eine Rechnung und man kann den Vertrag auch einfacher beenden als bei einem Arbeitnehmer.

Dahinter lauert aber das Risiko der sogenannten Scheinselbstständigkeit. Ein Freelancer ist auch nur dann ein Freelancer, wenn er nicht wie ein Arbeitnehmer behandelt wird. Wenn der Freelancer nur mich als Auftraggeber hat und so eingliedere wie einen Arbeitnehmer, dann behandelt den auch das Recht wie ein Arbeitnehmer. Das bedeutet, dass irgendwann die Behörden kommen und sagen, dass für den keine Sozialabgaben abgeführt worden sind. Das führt zu ganz erheblichen Haftungsrisiken. Da sollte man nicht mit spaßen, auch strafrechtlich.

Wenn man jemanden exklusiv für sich haben möchte, ist das Arbeitsverhältnis das Rechtsverhältnis der Wahl. Worauf muss man beim Arbeitsverhältnis achten?

Das Arbeitsrecht ist insbesondere ein Arbeitnehmerschutzrecht und soll den Arbeitnehmer schützen. Alle Regeln gelten im Grundsatz zum Schutz des Arbeitnehmers. Als junges Unternehmen und Gründer sollte man darauf achten, dass sämtliche Rechte bei der Gesellschaft liegen. Das heißt, wenn Arbeitnehmer an Code programmieren und an Ideen mitentwickeln, sollten die Rechte von dem, was sie erschaffen, bei der Gesellschaft liegen.

Das erfordert eine vertragliche Regelung im Arbeitsvertrag. Vorsichtig sollte man bei Angeboten sein, die so als Leiharbeit und Remote Work betitelt werden. Es gibt Gesellschaften, die sagen, dass sie jemanden bei sich einstellen und dann überlassen die euch den. Dann übernehmen die den ganzen Kram mit Sozialversicherung und Steuern. Das sind häufig Verstöße gegenüber dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Das Ausleihen von Arbeitskräften ist in Deutschland extrem stark reguliert und solche Serviceanbieter verlagern das Risiko häufig auf die Startups.

Wir haben ganz häufig Startups die sagen, dass sie jemanden über so einen Serviceprovider angestellt haben. Das ist ganz einfach, aber wir merken, dass die ganzen Risiken, die dahinter stehen, auf das Startup übergegangen sind. Da müssen wir den Startups häufig sagen, dass es jetzt euer Arbeitnehmer ist, ihr habt jetzt drei Jahre keine Sozialversicherung für den abgeführt und den werdet ihr womöglich jetzt auch nicht mehr so schnell los.

Das heißt, man sollte vorsichtig bei Anbietern sein, die einem das blaue vom Himmel versprechen. Das deutsche Arbeitsrecht ist leider komplex und es schützt aus guten Gründen den Arbeitnehmer. Da kann man sich nicht von irgendwelchen Shortcuts von lösen und man sollte es auch nicht. Wenn man an dem Zeitpunkt ist, wo man das erste Mal Arbeitnehmer anstellt, dann sollte man einen vernünftigen Arbeitsvertrag nehmen. Den einmal vom Anwalt prüfen lassen, Musterarbeitsvertrag und damit arbeiten. Dann muss man später auch nichts mehr reparieren.“

Business Angel Olaf Stichtenoth
darüber, wie Gründer an ihre Investoren kommen
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Olaf Stichtenoth: „Ein Thema, was ganz viele Gründer rumtreibt, ist, wie sie überhaupt an ihre Investoren kommen. Da gibt es natürlich verschiedene Wege und Plattformen, auf denen man sein Pitch einstellen kann und dann schauen sich den vielleicht auch Investoren an und kommen auf einen zu. Man kann natürlich auch Investoren kalt anschreiben, viele VCs haben auch eine E-Mail Adresse, wo man sein Pitch hinschicken kann.

Für mich ist ein anderer Ansatz besser, indem ihr euch warme Intros besorgt. Besorgt euch Intros von anderen Gründern, bei denen die Angels investiert sind. Wenn ihr einen Angel habt, der bei euch investiert, dann besorgt euch Intros von dem. Was meistens nicht so hilfreich ist, sind Intros von Angels, die abgesagt haben. Man bekommt ja meistens nett formulierte Absagen. Jemand, der nicht in euch investiert, der wird wahrscheinlich auch nicht eure Idee in einer guten Struktur weitergeben.

Sich von Kontakt zu Kontakt zu hangeln ist da wirklich sehr hilfreich. Es gibt auch Berater, die einem helfen, das muss man sich aber sehr genau anschauen. Ich will jetzt nicht das Geschäft von Beratern madig reden, aber da sollte man als Gründer schon sehr genau anschauen, dass die provisionsbasiert und nicht nach Tagessätzen arbeiten. Im Endeffekt machen die euch auch nur Intros.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
darüber, wie er sich auf das allererste Investoren-Gespräch vorbereitet hat
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Christian Ritosek: „Wie sollten sich Gründer auf das erste Investorengespräch vorbereiten?
Ich habe tatsächlich den Investor, um den es ging, analysiert. Da habe ich YouTube-Videos geschaut und Blogbeiträge gelesen, um zu schauen, was das für eine Person ist. Auf was muss ich vielleicht im Pitch oder im Gespräch Wert legen? Ist das jemand, der sehr sales- oder produktlastig ist? Ist er eher ein zahlengetriebener und analytischer Mensch?

Für das allererste Gespräch habe ich es so gemacht und schon auch bei den Fonds, wo ich es für wichtig empfunden habe. Man hat ja immer so ein paar Fonds auf der Liste, bei denen man auf jeden Fall eine gute Figur machen will. Das wäre mein idealer Investor für die nächste Runde und mit dem habe ich mich schon vorher genauer auseinandergesetzt.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
über die Vorbereitung seines allererste Investoren Gesprächs
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Stephen Voss: „Ich denke, es ist ziemlich individuell, wie man sich auf das erste Gespräch mit Investoren vorbereitet. In meinem Fall war es so, dass ich am Morgen eine Runde laufen gegangen bin. Also erstmal ein bisschen Energie abbauen, weil man unheimlich nervös ist. Jeder kann erzählen, dass er da total abgebrüht und cool ist, ich würde aber sagen, dass 99 % das nicht sind.

Ich empfehle vor dem ersten Pitch etwas zu machen, was einen runterbringt und ablenkt. Von mir aus Musik hören, mit dem Hund gehen, ich bin laufen gegangen. Dann auch was ganz Banales, bitte vor dem Termin etwas essen. Also nicht auf nüchternen Magen, das habe ich nämlich nicht getan und dann kann man in so einem Gespräch durchaus mal in so ein kleines Loch fallen.

Ich war an dem Morgen zu aufgeregt und ich habe einfach nicht mehr ans Essen gedacht. Wenn du am Nachmittag dann einen Termin hast und ich bin in meinem Fall auch noch eine Stunde hingefahren und dann fehlt eben was.

Wirklich so die Basics beachten: Auf den Körper hören, eine Ruhe finden, etwas essen. Außerdem hat mir geholfen zu denken, dass ich da jetzt reingehe und es auch aufhören wird. Wirklich keine Angst vor dem Termin haben, weil wenn man drin ist, dann ist man drin und irgendwann ist die Stunde rum und man ist nicht gefangen.

Mit der Einstellung, dass es vorbeigehen wird und dass ich mich der Sache stellen muss, selbst wenn es nicht 100 % funktioniert, werde ich etwas lernen und kann es beim nächsten Mal besser machen. Ich glaube, das ist ganz essenziell.

Ich habe aus dem ersten Termin gelernt, dass man sich nicht zu sehr auf die Technik fokussieren sollte. Wenn der Laptop nicht funktionieren sollte, einfach weglegen und den Dialog führen. Man sollte sich dann nicht ablenken lassen, es ist gar kein Problem.

Wenn man in den Termin geht, informiert euch bitte vorher über euren Gesprächspartner. Was macht der? Was hat der vorher gemacht? LinkedIn ect., es gibt ja mittlerweile genug Quellen.

Außerdem im Termin reden und Pausen machen. Auch mal warten, bis der Nächste etwas sagt. Man muss seinen Gesprächspartner auch lesen und da wird man mit der Zeit auch besser. Wir haben in unseren Gesprächen gelernt, auch in den Augen zu lesen, ob das Gegenüber noch eine Frage hat oder ob es noch einen offenen Punkt gibt. Dafür sind die Pausen wichtig.“

Dr. Matthias Brendel
über Vor- und Nachteile von einem Wandeldarlehen
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Dr. Matthias Brendel: „Als Startup ist ein Wandeldarlehen dann das Mittel der Wahl, wenn es schnell gehen muss und wenn demnächst eine Finanzierungsrunde stattfindet, in der man das Wandeldarlehen wandelt, bevor eine zu große Wertsteigerung eintritt.

Es gibt da nämlich ein rechtliches Risiko, wenn das Wandeldarlehen zu lange liegt, dass es dann noch ein steuerliches Risiko für den Investor gibt, wenn die Bewertung in der Zwischenzeit zu stark gestiegen ist.

Wir haben das Wandeldarlehen immer versucht zu umgehen und wir sind direkt in Eigenkapitalbeteiligungen gegangen, weil damit einfach klare Verhältnisse geschaffen werden.

Jeder sieht in der Gesellschafterliste genau, wer welche Anteile hat. Es sind alle voll an Bord und es gibt keine schwebenden Zustände, wie es beim Wandeldarlehen häufig der Fall ist. Außerdem gab es eine Änderung in der INVEST Zuschuss Reform.

Bei einem Investment in Eigenkapital bekommt der Investor 20 % Cashback, wohingegen beim Wandeldarlehen nur 10 %. Das spricht aus meiner Sicht schon für ein Eigenkapital Investment, weil man als Gründer das wieder verwenden kann, um die Bewertung vielleicht noch ein bisschen nach oben zu verhandeln.“