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Bonus: Daniel Bosman darüber wie er mit Druck umgeht

Urban Gardening Startup-Gründer

über seinen Umgang mit Druck

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Daniel Bosman: „Als Gründer eines Startups, welches relativ früh Arbeitskräfte eingestellt hatte und Angels an Bord hatte, sich selbst ehrgeizige Milestones gesetzt hatte, weiß ich, dass schnell Druck entstehen kann.
Für diesen Druck muss man als Gründer*in ein Stück weit affin sein. Man muss von Grund aus kompatibel sein, um mit Stress umgehen zu können. Dennoch lernt man auch vieles dazu und gewöhnt sich an neue Situation.

Letzte Woche hatte ich beispielsweise das erste Mal die Erfahrung einer Gesellschafterversammlung gesammelt, bei welcher alle unsere Investoren zusammenkamen. Hier war ich das erste Mal nicht nervös. Das spiegelt für mich die Lernkurve wider – der Stress und Druck wird mit zunehmender Efrahrung einfach geringer. Man wächst da mit der Zeit rein.

Investoren sind hocheffiziente Menschen mit Erwartungen. Diesen möchtest du als Gründer*in natürlich gerecht werden. Zeitgleich hast du viele andere Sachen, die du voranbringen willst.

Wenn man sich entschlossen hat eine Firma zu gründen und Investorengeld aufzunehmen, muss man begreifen, dass sich das „Spiel“ verändert hat. Du kannst dann nicht einfach gewisse Punkte ignorieren, sondern musst Sachen ganzheitlich voranbringen. Hier gilt stets sich zu verdeutlichen, dass jeder sein Bestes gibt. Das klappt nicht immer, aber das ist auch okay. Man muss hier klare Prioritäten setzen. Mit den Mitgründer*innen reden, stets transparent sein. Auch sich eingestehen, wenn man selbst mal eine Blockade hat. Aktiv auch auf die Angels zugehen und nach Rat fragen, wenn man selbst nicht weiter kommt und Unterstützung braucht.

Das ist das menschlichste, was man als Gründer*in tun kann, das ist auch ganz normal. Man darf sich hier nicht isolieren.

Es gibt so eine Art Firewall, die ist ganz wichtig: Diese herrscht erstmal um die Gründer selbst herum. Darin sollte man alles teilen. Und auch mit ein oder zwei ausgewählten Angels sollte man Probleme transparent offen legen können. Hier muss man aber erstmal seinen eigenen Weg finden. Mit wem kann ich in Krisensituationen sprechen? Freunde daheim können auch nicht alles abfedern und oft hilft nur der Blick von jemanden mit Expertise.“

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Dr. Matthias Brendel
darüber, wie er passende Investoren auswählt
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Dr. Matthias Brendel: „Was sind die wichtigsten Faktoren bei der Wahl der Investoren?

1. Haben die Investoren genug Cash, um mit einem signifikanten Ticket einzusteigen?
2. Bringen die Investoren neben dem Cash noch einen signifikanten Mehrwert?

Wir haben da viele tolle Leute, die uns in Richtung Schuhindustrie und eCommerce aktiv mit ihrem Netzwerk helfen. So hat es sich über die Jahre immer weiter professionalisiert. Das heißt, wir haben erst im Family & Friends Bereich angefangen, wo noch wenig Addedval.io dabei war. Da waren die Beziehungen ziemlich gesettelt, weil wir die meisten vorher kannten.

Dann kamen Schritt für Schritt immer größere und auch spezifische Investoren dazu. Die kamen dann zum Beispiel aus der Schuhindustrie, aus dem Einzelhandel oder eCommerce Bereich. Die Basis aller unserer Investoren ist, dass sie an uns und das Produkt glauben. Außerdem haben sie ein großes Vertrauen an die handelnden Personen im Startup. In der Kombination macht es als Gründer sehr viel Spaß, mit den Investoren Hand in Hand zu gehen.

Da kommen natürlich auch Impulse, was wir noch besser machen können oder was wir zusätzlich noch starten könnten, aber es kommt auch ganz viel Bestätigung für die Dinge, die wir schon tun. Diese Kombination aus Support und Challenging hilft uns am meisten, um unser Business zu skalieren und Marktführer in der digitalen Schuhvermessung zu werden.

Meine Erfahrung mit hunderten potenziellen Investoren war, dass es meistens ziemlich schnell „Klick“ macht, wenn es passt. Man macht die Erfahrung, dass man mit manchen Investoren nur eine Stunde spricht und die eine Zusage geben: Die glauben schnell an das Team, die Idee, das Produkt und den Markt. Dann hat man sehr schnell einen Haken dran.

Dann gibt es Investoren, die sind vielleicht ein bisschen unsicher, man macht 2–3 Gespräche, schickt alle Due Diligence Unterlagen und hinterherkommt nach 3 Wochen doch die Absage. Wenn ein Investor unsicher ist und dann immer genauer in ein Startup schaut, dann gibt es immer ganz viel Unsicherheit. In einer frühen Phase werden viele Annahmen getroffen und es gibt keinen finalen Beweis, sonst wären wir nicht mehr in einer frühen Phase.

Dabei werden die Vorbehalte und Ängste der Investoren meistens noch verstärkt und dann sagen sie schließlich ab. Deshalb kann ich eigentlich nach dem ersten Meeting schon sagen, ob derjenige an Bord kommt oder nicht. Ich liege da auch zu 95 % richtig, von den 20 Investoren, die wir an Bord bekommen haben.

Wenn ein Vertrauensverhältnis zwischen Gründer und Investor besteht, dann ist das auch die beste Voraussetzung für eine langfristige Beziehung, in der es auch nicht entscheidend ist, wie ausführlich das Reporting ist. Aus meiner Sicht kommt man dann auch selten in eine Schieflage. Wir hatten das Glück, dass unsere Investoren da immer sehr pflegeleicht waren. Die freuen sich über ein Update, aber wenn es mal ein paar Tage später kommt, dann ist es auch ok, weil dann gibt es einen bestimmten Grund, weil wir gerade im Business richtig beschäftigt sind.

Dafür bin ich wahnsinnig dankbar, weil ich mich gefragt habe, ob ich auch Leute aus meinem persönlichen Netzwerk reinholen sollte. Ich habe zum Beispiel zwei meiner ehemaligen Chefs mit an Bord, ich habe meinen Steuerberater mit an Bord und auch meine Eltern und die meines Mitgründers haben mit investiert. Das erhöht natürlich den Druck, weil man auch diese persönliche Beziehung in Gefahr bringt. Für uns hat es sich aber total ausgezahlt, wir haben ein sehr gutes Verhältnis und bisher läuft alles in die richtige Richtung.

Deshalb kann ich empfehlen, es zu wagen, auch Familie, Freunde und Bekannte mit in den Investorenkreis aufzunehmen. So kann man Leute auch an ein Angel Investment heranführen, die vorher noch nie an sowas gedacht haben. Für die Gesellschaft ist es ja auch wichtig, dass immer mehr Kapital in Innovationen und Risikokapital fließt.

Da hilft es auch seinen Steuerberater mit reinzunehmen, dass er diese Kategorie für sich auch entdeckt. So kann man auch einen Beitrag für das gesamte Startup-Ökosystem in Deutschland leisten.“

Dr. Patrick Müller
über Rechtsberatung, die einem später beim Fundraising viel Aufwand erspart
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Dr. Patrick Müller: „Was sollte man zusätzlich machen?
Also zusätzlich zu den Dokumenten, die man sowieso zwingend benötigt, wie den Gesellschaftsvertrag empfiehlt es sich schon eine erste Version eines Beteiligungsvertrags aufzusetzen. Jetzt nicht in 50 Seiten mit allen Detailregelungen, aber das man schon ein paar Themen geregelt hat.

Regelungen eines Gesellschafterstreites, Good und Bad Leaver Klauseln, einfach, dass man auch in einer zukünftigen Finanzierungsrunde Verhandlungsmacht hat. Dann kann man als Founder seinen Entwurf nutzen und muss nicht von Anfang an etwas Neues aufsetzen. Die eher schlanken Beteiligungsverträge sind auch für kleineres Geld durch spezialisierte Anwälte zu bekommen.

Das Gleiche gilt für Begleitdokumente wie den Gesellschafteranstellungsvertrag. Das würde ich auch gleich mit entwerfen lassen und das ist auch überschaubar von den Kosten. So wird dem Ganzen ein professionelles juristisches Korsett aufgezogen und es kommt gut für weitere Finanzierungsrunden an.

Ansonsten natürlich Markenanmeldung und solche Sachen, das sollte man auch auf jeden Fall machen. Da halten sich die Kosten auch in Grenzen und dass man da so einen Schutz hat. Patente bekommt man nur sehr selten eingetragen, gerade in der Seed-Phase, weil sie auch ziemlich teuer sind. Markenrechte sollte man aber auf jeden Fall umsetzen.

Alle anderen Dinge können dann aber für weitere Phasen aufgespart werden.“

Business Angel Maximilian Fleitmann
über die Traction Slide
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Maximilian Fleitmann: „Unternehmertum ist ja ein bisschen so, dass man sich immer weiter vorantastet. Da gibt es viele Hoch- und Tiefpunkte. Das wichtige ist, dass das lange Lineal so nach oben und in die richtige Richtung zeigt. Die Traction Slide ist dafür perfekt geeignet. Zum einen kann man zeigen, wo man schon erwähnt wurde. Zum Beispiel in der Presse, um die Reichweite im Markt und auch für den Markt zu präsentieren.

Zweites auch, was ich schon in meiner Startup-Tätigkeit gelernt habe. Das geht mit einer These und was ich daraus gelernt habe. Diese Learnings sollte man in die Traction Slide einbauen.

Weitere Punkte, die Investoren immer gerne sehen sind Userwachstum, Umsatzwachstum und all diese Metriken. Auch für mich als Gründer:in ist es eine wichtige Übung zu überlegen, welche Metriken ich mir zum Beispiel jede Woche anschaue. Dabei auch eine Reduktion auf 3 bis 5 Metriken und nicht irgendwie anfangen jeden Google Analytics Report auf die Traction Slide zu ballern. Sondern wirklich wieder Fokus auf das Wesentliche.

Das wichtigste ist das Verständnis des Problems und der Buying Persona, die dahinter steht. Zum Beispiel durch Interviews, Absichtserklärungen und danach Beta-Customer.

Was ist mit Vanity Matrics, Followers und Page Visitors?
Sie können auf die Slide drauf. Ich würde mich aber immer fragen, was die Aussage dahinter ist. Wenn ich damit zeige, dass ich in den letzten 5-6 Monaten damit eine Community aufgebaut habe, die sehr an dem Problem interessiert ist, dann ist es richtig gut und sollte auf der Slide stehen. Wenn ich aber einen Instagram-Account habe, der nichts mit dem Problem und der Buying Persona zu tun hat, dann weiß ich nicht, ob es so einen Mehrwert bringt.“

Lüder Brüggemann
darüber, wie man ein Team zusammenhält
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Lüder Brüggemann: “Ich glaube, es ist wichtig, dass man sich über alles austauscht. Man sollte transparent arbeiten und auch über Dinge sprechen. Jeder sollte Probleme auch sofort ansprechen und nicht darauf warten, dass sich die Probleme schon irgendwann von selbst erledigen. Wenn es Probleme gibt, müssen sie angesprochen werden, damit das Team gemeinsam eine Lösung finden kann.

Ich habe das Glück, dass ich mit meinem Team auch schon in der Vergangenheit zwei Firmen gegründet habe und dementsprechend arbeite ich schon 11-12 Jahre mit denen zusammen. Einer davon ist auch mein Bruder und wir können zusammenarbeiten. Wir haben schon alles durch, wir hatten gute und schlechte Phasen und es zeigt sich über die Jahre, ob es funktioniert.

Das wichtigste ist die Kommunikation, man kann nicht genug kommunizieren. Lieber die Dinge einmal zu oft ansprechen, als einmal zu wenig.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über Lemin
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Christof Weidl: „Mein Name ist Christof Weidl, ich bin der Gründer von Lemin. Mit Lemin haben wir eine Personalentwicklungsplattform geschaffen, die dank eines automatisierten Coaches, personalisiert einem Unternehmen in jeglicher Art von Veränderungsprozessen unterstützen kann.

Wir machen am Anfang mit den Unternehmen Analysen. Das bedeutet, jedes Team füllt bei uns ein Fragebogen aus. Wo ergänzen dies mit einer Persönlichkeitsanalyse, damit gehen wir auch einen Schritt weiter. Das heißt, wir finden nicht nur raus, dass einem Team zum Beispiel Wertschätzung oder Feedback fehlt. Das sind nur die Symptome und wenn du dies ändern willst, dann muss man die Ursachen kennen. Aus dem Grund ergänzen wir eine Persönlichkeitsanalyse.

Das zeigt uns genau, wie die Beziehungen im Team untereinander und zum Chef sind. Wer hat welche Position innerhalb des Teams und das hilft uns wirklich dabei zielgerichtete und personalisierte Handlungsempfehlungen zu geben. Das heißt, unser automatisierter Coach gibt kleine Handlungsempfehlungen und Aufgaben für jeden einzelnen. Das sorgt dafür, dass jeder zum richtigen Zeitpunkt, dass wichtigste und effektivste für das Team macht.

Damit schaffen wir, dass jedes Team Schritt für Schritt besser wird. Das im Sinne von Effizienz und Zufriedenheit. Da es eine ganze Plattform ist haben wir noch ein Feedback-Tool, Performancereview-Tool und E-Learning-Tool ergänzt.“

Jonathan Spitz
über Tipps für den Sales-Prozess
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Jonathan Spitz: „Man sollte wirklich jemanden haben, der den Vertrieb beherrscht. Das ist wirklich ein ganz anderes Gebiet, als irgendetwas technisch zu entwickeln. Früher haben wir alles zusammen gemacht. Jetzt machen wir es so, dass Timur die erste Online-Demo macht und ich dann die eigentliche Optimierung übernehme.

Ein guter Tipp ist noch, dass man nicht versuchen sollte zu erraten, was der Kunde denkt oder warum er vielleicht nicht kauft. Da ist die beste Lösung, einfach nachzufragen. So kann man es lernen und verstehen. Vielleicht muss ich mich ändern und ein anderes Segment anstreben und versuchen dort zu verkaufen.

Wenn man keine Fragen stellt, dann kann man nicht lernen und keine Anpassungen vornehmen.“