Founder Academy

Christian Ritosek darüber, wie der zeitliche Anteil der einzelnen Gründer:innen im Fundraising verteilt ist

SaaS Startup-Gründer

darüber, wie der zeitliche Anteil der einzelnen Gründer:innen im Fundraising verteilt ist

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Christian Ritosek: „Ich owne den Fundraising-Prozess und bin der Contact für die Investoren. Meistens ist es so, dass ich den ersten Pitch mache und ich versuche es immer so 80/20 zu machen. Also, dass ich 80 % zeitlich involviert bin und 20 % macht das Team.

Den ersten Pitch mache ich eigentlich alleine und dann gibt es ja noch eine zweite Session, in der man dann auf Product, Tech und Go-to-Market eingeht. Da hole ich dann das Team mit hinzu, sodass die Investoren in zwei Calls schon das gesamte Management kennengelernt haben.

Mit der Strategie waren wir immer sehr erfolgreich, jeder Investor hat gesagt, dass es auch sehr schön war, das gesamte Team in einem so frühen Zeitpunkt kennenzulernen.“

Direkt mehr Startup-Know-How

von diesen und vielen weiteren Startup-Gründer*innen

Startup-Gründer Christof Weidl

Christof Weidl

HR-Tech Startup-Gründer

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer

Dr. Daniel Fallscheer

Digital Health Startup-Gründer

Maika Kupfer

Maika Kupfer

B2B Startup-Gründerin

Startup-Gründer Florin Kutten

Florin Kutten

Zero-Waste Startup-Gründer

Janosch Kühn
über seine größten Learnings als Gründer
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Janosch Kühn: „Bei Kolibri Games haben wir sehr viele Sachen richtig gemacht, das kann Glück gewesen sein oder durch unser Nachdenken. Wir waren immer sehr schnell und nah am Kunden, wir haben uns als Gründer keine super komplexen Konzepte überlegt.

Wir sehen häufig im Gaming Bereich, dass es funktioniert und irgendwann heben die Gründer ein bisschen ab und wollen mit irgendwelchen Features das Spiel umbauen. Ich frage mich dann immer, ob es die Kunden überhaupt wollen.

Da sind kleine Schritte oft besser und man sollte nie aus dem eigenen Ego einfach alles umbauen. Ich denke, das Gleiche gilt für andere Bereiche und Startups. Man sollte immer versuchen, nah am Kunden zu sein, lieber kleine, aber schnelle Schritte machen. Große Fehler, die nicht reversibel sind, müssen einfach vermieden werden!“

Janosch Kühn
darüber, wie Gründer mit Druck umgehen können
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Janosch Kühn: „Druck ist immer ein großes Thema für einen Gründer. Ich kann mir vorstellen, dass der Druck auch manchmal von außen kommt. Zum Beispiel durch Investoren, die sagen, dass es schneller, weiter oder höher gehen sollte.

Der Druck beim Bootstrapping bei uns war, dass wir eben kein externes Geld bekommen haben. Am Anfang war das eigene Geld auch nicht so viel und da stellt man sich die Frage, was passiert, wenn man zum Beispiel aus dem App Store fliegt und kein Geld mehr verdient. Wie bezahlt man dann die Mitarbeiter?

Es ist nie passiert, wir waren immer profitabel und hatten immer genügend Geld. Für mich war aber immer im Hinterkopf, was passieren könnte und wie ich mit so einer Situation umgehen soll.

Was hat mir geholfen?
Mir hat Sport und ein Ausgleich viel geholfen. Ich glaube aber auch, dass dieser Druck dazugehört. Es gibt auch Techniken wie zum Beispiel Meditation, aber ich glaube nicht, dass der Druck ganz weggeht.

Wir hatten am Anfang sehr strenge Arbeitszeiten. Das hat vor allem den Mitarbeitern geholfen. Die haben dann ihre 7–8 Stunden gearbeitet und mehr wurde von ihnen nicht erwartet. Als Gründer habe ich aber schon Tag und Nacht an die Firma gedacht. Die Firma war einfach Nummer 1 und da ist einfach Druck. Ich denke, der ist bei den meisten Gründern da.

Man kann sich mit Sport oder Hobbys ablenken und das Business mal für ein paar Stunden vergessen. Bei mir war es so, dass ich nach solchen Aktivitäten aber immer wieder an die Firma gedacht habe.“

Dr. Patrick Müller
über die Liquidationspräferenz
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Dr. Patrick Müller: „Die Liquidationspräferenz ist auch ein bisschen mit Downround Protection kombiniert. Ein Startup zeichnet sich ja auch damit aus, dass es ein gewisses Wagnis ist, zu investieren. Das soll nicht demotivierend wirken, aber das ist ja auch das Spannende an der Startup- und VC-Branche. Man kann viel gewinnen, aber auch viel verlieren.

Das Risiko muss man als Investor eingehen, aber die meisten Investoren wollen einen gewissen Mindestschutz haben. Im schlimmsten Fall fährt das Startup an die Wand und es wird liquidiert. Am Ende kann ein Liquidationserlös übrig bleiben und da will ein Investor sichergestellt haben, dass er zuerst sein Investment wiederbekommt.

Viel relevanter ist die Situation eines Exits. Was passiert in einem Exit Fall und welcher Erlös wird da ausgezahlt? Der Begriff ist etwas irreführend, weil es ja “Liquidationspräferenz” heißt. Da geht es um das gleiche Prinzip: Verschiedene Investoren haben Investitionen in das Startup getätigt und es gibt vielleicht den Exit, zu 100 % erfolgreich. Dann stellt sich die Frage, in welchem Proporz die Founder und Shareholder ihren Anteil vom Kuchen abbekommen.

Das wird auch durch die Klauseln der Liquidationspräferenz geregelt und es gibt verschiedene Methoden.

Anrechenbare Liquidationspräferenz:
Hier legt man im Beteiligungsvertrag fest, wer einen Vorzugsbetrag erhält. Das geht über eine absolute Kennzahl oder über eine vordefinierte Formel. Im Falle eines Exits bekommt ein Investor mindestens Betrag XY ausbezahlt, aber unter Anrechnung auf das, was sowieso pro rata verteilt wird.

Wenn es ein Exit zu 10 Mio. Euro gibt, dann wird es ja nach Proporz des Cap Tables verteilt. Wenn ein Vorzugsbetrag von 1 Mio. Euro sowieso schon in der pro rata Verteilung erfasst ist, weil er gemäß Cap Tabel sowieso 2 Mio. Euro bekommen würde, dann bekommt der Investor nicht noch mal was on top. Dann erlischt quasi die ganze Klausel, der Mindestschutz wenn man so will.

Nicht-Anrechenbare Liquidationspräferenz:
Die Alternative ist, dass es nicht angerechnet wird. Der Investor bekommt seinen Vorzugsbetrag und zusätzlich einen Betrag nach pro rata Verteilung. Daraus kann man schließen, dass die Nicht-Anrechenbare Liquidationspräferenz sehr investorenfreundlich ist.

Insgesamt ist die Liquidationspräferenz eine Klausel, die die Investoren bekommen und die Founder weiter hinten stehen. Insofern ist die Anrechenbare Liquidationspräferenz ein fairerer Kompromiss zwischen den Foundern und den Investoren.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über die Vor- und Nachteile eines Wandeldarlehens
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Christof Weidl: „Ein Wandeldarlehen ist einfach schnell, weil es ein bilateraler Vertrag ist. Damit musst du nicht zum Notar gehen. Wir haben uns für ein Wandeldarlehen mit Wandlungspflicht entschieden. Das bedeutet für uns auch die Sicherheit, dass wir jetzt nicht diesen Kredit als Damokles-Schwert über uns haben.

Es sind klare Metriken drin, dass gewandelt werden muss, dann aber geballt und nicht so, dass wir jetzt 20 Notartermine gehabt hätten, was unnötige Kosten verursacht hätte. Geschwindigkeit ist da ein Trumpf und für einen Investor ist es auch gar nicht so uninteressant, weil du in ein Wandeldarlehen natürlich auch Discounts und ähnliches vereinbaren kannst. Für sie ist es ja eh festgeschrieben, also kaum Nachteile für einen Investor. Also für beide Seiten eigentlich nur Vorteile.“

Fabio Hildenbrand
über was Anlässe für mögliche Konflikte mit Investoren sind und wie er sich verhält
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Fabio Hildenbrand: „Bei uns war das speziell das Thema Erwartungen. Als Startup verkauft man schließlich Annahmen und oft treten diese nicht so ein, wie sie vorhergesagt wurden.
Das war bei uns vor allem in Hinblick auf Venture Capital der Fall. Wir mussten da vorab kommunizieren, dass wir einen anderen Weg gehen müssen.

Wir haben beispielsweise in der Creator Community ein riesiges Potential gesehen mit viel Wachstum. Daraufhin haben wir entschlossen, dass wir uns darauf mehr fokussieren müssen. Das heißt aber auch dass wir unsere Traction stärker auf diesen Bereich abzielen müssen. Und für den Bereich, den wir davor vorgesehen hatten, mussten wir die Traction auslaufen lassen.

Das haben wir zu Beginn nicht richtig mit unseren Investoren kommuniziert. Relativ trocken haben wir die Information damals über eine Mail herausgeschickt. Das ist dann bei dem Ein oder Anderen bitter aufgestoßen. In Einzelgesprächen mussten wir das dann rechtfertigen und haben letztendlich auch gutes Feedback zu unserer Kommunikation bekommen. Das haben wir dann überarbeitet und in den letzten Monaten umgestellt. Beim letzten Investorenreporting haben wir dazu auch sehr gutes Feedback bekommen, da die Zahlen auch besser waren.

Einer der großen Konflikte ist demnach die Kommunikation und die Erwartungshaltung, die man in der Verkaufserhaltung schürrt und dann in irgendeiner Form einhalten muss.
Wenn man das nicht einhalten kann, kann Enttäuschung entstehen. Da muss man stets aktiv kommunizieren „wieso, weshalb , warum“. Dann behält man auch weiterhin den Support seiner Angels.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, welche besonderen Hinweise er von Coaches bekommen hat
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Florin Kutten: „Von Coaches haben wir sehr oft gehört, dass weniger Text besser ist. Außerdem sollten wir mehr mit Bildern arbeiten und die Bilder müssen sich entsprechend mit den Aussagen auf den Folien decken. Am Anfang hatten wir nur Stockbilder und jetzt haben wir unsere eigenen Bilder und das ist viel besser. Zudem sollte man sich beim Pitch Deck auf 10-15 Folien beschränken und mit wenigen Worten alles wichtige präsentieren.“