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Christian Ritosek über den Einfluss der Gründer-Motivation auf das Fundraising

SaaS Startup-Gründer

über den Einfluss der Gründer-Motivation auf das Fundraising

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Christian Ritosek: „Wenn man ein Produkt hat, dass man wirklich aus einer intrinsischen Motivation heraus gebaut hat, das haben wir bei CANDIS gemacht, weil mich diese Buchhaltungsprozesse so frustriert haben, in meiner Eigenschaft als früherer Unternehmer. Aus dem Grund haben wir das Produkt gebaut und das hat sich natürlich im Fundraising gezeigt.

Deshalb würde ich jetzt nicht denjenigen aus dem Team ins Fundraising schicken, der nicht so sehr für das Produkt brennt. Beim Fundraising muss man auch beachten, ob meine Pläne und Ziele zu denen des Investors passen. Viele Investoren wollen für 5-7 Jahre involviert sein, manche Fonds sind auch auf 15 Jahre ausgelegt. Da muss man immer schauen, ob die eigene Motivation und der persönliche Exit-Plan zu dem des Investors passt.“

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Isabeau Ayoubi Co-Founder bei Onstruc
darüber, wie man passende Investoren findet
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Isabeau Ayoubi: “Bei uns ist es so ein Mix. Wir haben auch Leute drin, die vom inhaltlichen Fit, nicht 100 % passen. Die fanden einfach unseren Use Case und unser Produkt spannend. Da haben wir auch gerne das Geld genommen und versuchen es zu vermehren. Sie halten sich dann aus dem operativen Geschäft raus, bis auf die Stellen, wo man sie auch braucht, und da sind sie auch erreichbar. Das funktioniert bei uns sehr gut und wir haben auch ein paar Business Angels bei uns drin, die direkt aus der Branche kommen. Die haben wir durch Kontakte und auch AddedVal.io gefunden. Da kann man ein bisschen die Leute vorfiltern. Wir suchen schon Business Angels, die unser Use Case und Produkt verstehen und die auch mal mit anpacken können, wenn es brennt.”

John Agricola: “Ich glaube, wenn man jetzt so auf das letzte Jahr zurückschaut, dann ist es wichtig, wenn die Business Angels den Case verstehen, weil sie nur dann absehen können, wie sich das Produkt entwickelt. Die menschliche Komponente ist am Ende aber doch wichtiger. Man arbeitet mit den Leuten sehr lange zusammen und die können einem nur auf einem kleinen Teil des Weges helfen. Der eine Business Angel hat eine tolle Introduction für neu gegründete Startups, der andere Business Angel aber vielleicht erst auf einer späteren Ebene. Business Angels haben auf der Reise vielleicht irgendwann den richtigen Kontakt, aber ich muss ja trotzdem noch viel länger mit ihm zusammenarbeiten. Da merkt man schon, dass es auf der persönlichen Ebene einfach passen muss.

Auch vom Entrepreneurship-Spirit muss man auf einer Wellenlänge sein. Der Punkt wird kommen, an dem er einer anderen Meinung ist, und da muss man ihn trotzdem noch einmal im Monat updaten und mit ins Boot holen. Da muss man wirklich aufpassen, wenn da schon am Anfang irgendwo ein schlechtes Feeling besteht, auf keinen Fall machen! Lieber jemanden völlig Fachfremden mit der falschen Ticket-Size, das kann man alles in Ordnung bringen. Was man nicht in Ordnung bringen kann, ist, wenn das Verhältnis nicht mehr stimmt, aber man weiterhin die Zustimmung des Business Angels braucht. Das ist dann einfach super schwierig, ein menschlicher Fit ist für mich wichtiger als der fachliche Fit.

Wir haben in unserem Cap Table auch Investoren, die noch sehr unerfahren sind. Die muss man dann auch wirklich mitnehmen. Wenn man jetzt unerfahrener Gründer ist und man dann noch unerfahrene Business Angels hat, dann kostet es einfach zusätzliche Zeit.”

Agrar-Tech Startup-Gründer
über die Dauer vom Fundraising-Prozess
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Lasse Dumstrei: „Wie viel Zeit sollte ein Startup grundsätzlich für das Fundraising einplanen?
Ich würde 6 Monate empfehlen, das ist für mich so eine gute Timeline, die man einhalten kann. Mit der Vorbereitungsphase, den konkreten Gesprächen und dem Closing, um dann noch den Deal zu verhandeln und die Verträge fertigzumachen. Dann muss noch berücksichtigt werden, dass das Ganze ins Handelsregister eingetragen werden muss und es dann ausgezahlt werden muss. Bei uns hat es damals wirklich 6 Wochen gedauert.
Dementsprechend hatten wir damals auch einen größeren Delay. Es lag auch an Corona, dass die Abläufe in den Ämtern ein bisschen anders aussahen.

Wie lange hat damals der Fundraising-Prozess bei uns gedauert?
In der ersten Runde waren wir ungefähr 2 Monate dabei, kam aber auch daher, dass wir schon relativ viel Nachfrage aus unserem Netzwerk hatten und die uns auch schon ein bisschen begleitet haben. Unter anderem macht es auch da Sinn zu schauen, wen man wirklich möchte. Mit wem möchte man sprechen und dann auch wirklich Kategorien bildet.

Wer bringt dir einfach extrem viel Tempo auf die Pipeline? Da hatten wir einfach zwei Namen auf unserer Liste, die uns den Start mit Gesprächen mit anderen Investoren einfach erleichtert haben. Die haben einfach so viel Trust in dem Markt erzeugt und deshalb hatten wir so ein gewisses Vertrauen im Vorschuss. Das hat es uns an der ein oder anderen Stelle wahrscheinlich ein bisschen einfacher gemacht.“

Tobias de Raet Lindenpartners
über die Nachteile von GESSI Verträgen
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Dr. Tobias de Raet: „In der Theorie funktioniert das natürlich. Mit den GESSI Verträgen arbeiten viele Anwälte. Das Problem ist häufig zweierlei:

Das ist so ein Baukastensystem, der so einen One Size Fits All Gedanken hat. Die Frage ist, ob ich alles genauso haben. Kein Fall ist wie der andere und gefährlich wird es dann, wenn man noch Klauseln dazu formuliert oder man streicht irgendwas weg. Man versteht vielleicht gar nicht, was man da gestrichen hat oder man versucht etwas zu regeln, was man rechtlich so gar nicht regeln darf.

Also kann ich in der Theorie einen GESSI Vertrag nehmen, der in sich abgestimmt ist. Aber man muss sich klar sein, dass man mit kleinen Änderungen viel falsch machen kann. Es lohnt sich zu diesen Punkten dann jemanden zu fragen, der sich damit auskennt, um auch die Sicherheit zu haben, dass man sich da selber mit unglücklich macht.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über die Vorteile eines Datenraums
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Christof Weidl: „Der Datenraum kostet ziemlich viel Geld und den solltest du dann auch geballt nutzen und nicht dann so wie wir es gemacht, über 6 Monate hinweg. Ich finde einen Datenraum perfekt, der gibt einfach nochmal die Möglichkeit zu sehen, auf welche Folien geschaut wird und auf welche nicht. Wie lange wird draufgeschaut, weil es wirklich nochmal Einblicke in den Kopf der Leser gibt.

Bei manchen Folien, wo wir uns sehr viel Mühe gegeben haben, wurde nur ganz kurz draufgeschaut. Da merkt man dann, dass man den Leser nicht perfekt durch das Pitch Deck durchzuführt. Aus dem Grund kann ich einen Datenraum nur jedem zutiefst ans Herz legen. Nur verschicken und nach Feedback fragen ist nicht unbedingt erfolgreich, weil viele haben dafür keine Zeit oder geben kein fundiertes Feedback. Der Datenraum hat uns da wirklich sehr weitergeholfen.“

Dr. Patrick Müller
über Anti-Dilution-Protection (Verwässerungsschutz)
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Dr. Patrick Müller: „Ganz allgemein kann man sagen, dass es im Kapitalgesellschaftsrecht das Prinzip des Verwässerungsschutzes gibt. Was ist damit gemeint?

Founder gründen ein Unternehmen und benötigen für den weiteren Aufbau des Startups Investitionen. Mit zunehmender Anzahl an Investoren werden auch eine zunehmende Anzahl an Shares abgegeben. Das heißt, dass die Beteiligung immer mehr verwässert.

Zum Beispiel startet ein Founder mit 100 % und mit zunehmender Anzahl an Finanzierungsrunden, verwässert die Struktur immer mehr. Der Cap Table wird immer größer und komplexer. Da stellt sich die Frage, was man dagegen eigentlich tun kann?

Da gibt es zwei Varianten: das Bezugsrecht und die Downround Protection.

Bezugsrecht:
Wenn zwei Founder jeweils 50 % an einer GmbH halten und 2-3 Investoren aufnehmen und danach noch mal eine Finanzierungsrunde durchgeführt wird, haben die Bestandsinvestoren erst mal ein Bezugsrecht. Sie haben gesetzlich das Recht, zumindest in der Höhe nachfinanzieren, dass die bisherige Beteiligungsquote nach Cap Table aufrechterhalten bleibt.

Das Problem hier ist, dass nach dem Pay to Play Prinzip auch die Leistungen mit einhergehen müssen. Sprich, man muss dann auch die Zahlung für die Kapitalrücklagen und das Aufgeld einer Kapitalerhöhung tätigen.
Aus dem Grund sehen eigentlich alle Beteiligungsverträge vor, dass das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, weil sonst einzelne Gesellschafter das Wachstum und die Aufnahme weiterer Finanzierungen verhindern. Deswegen ist das Bezugsrecht auch nur ein bedingter Schutz, der eigentlich immer ausgehebelt wird.

Downround Protection:
Da wird durch verschiedene Klauseln sichergestellt, dass die Bestandsinvestoren bei einer Downround nicht das Nachsehen haben und zu dem Nominalwert Anteile zugewiesen bekommen, um einen Verwässerungsschutz zu bieten.“

Startup-Gründer Florin Kutten
darüber, wann alle Gründer spätestens Vollzeit im Startup arbeiten sollten
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Florin Kutten: „Grundsätzlich hat man am Anfang des Fundraisings noch kein Geld und so war es bei uns auch, dass man nicht genug Geld zum Leben hatte. Es ging einfach nicht, nur im Startup zu arbeiten. Wenn das Fundraising aber abgeschlossen oder fast abgeschlossen ist, dann muss man auf jeden Fall Vollzeit im Startup arbeiten. Dann ist es ja so, dass man Gehälter auszahlen kann. Am Anfang vom Fundraising fängt man ja erst an und hat noch kein Geld und so auch keine andere Möglichkeit.“