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Christian Ritosek über die ersten Investoren-Meetings

SaaS Startup-Gründer

über die ersten Investoren-Meetings

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Christian Ritosek: „Meistens ist es so, dass ich den ersten Pitch mache und ich versuche es immer so 80/20 zu machen. Also, dass ich 80 % zeitlich involviert bin. Ich bin der Point of Contact und ich owne den Prozess. Ich hole dann die Mitgründer oder die aus dem Management mit hinzu.

Den ersten Pitch mache ich eigentlich alleine und dann gibt es ja noch eine zweite Session, in der man dann auf Product, Tech und Go-to-Market eingeht. Da hole ich dann das Team mit hinzu, sodass die Investoren in zwei Calls schon das gesamte Management kennengelernt haben.

Mit der Strategie waren wir immer sehr erfolgreich, jeder Investor hat gesagt, dass es auch sehr schön war, das gesamte Team in einem so frühen Zeitpunkt kennenzulernen.“

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Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
darüber, worauf sie beim Pitch Deck besonders geachtet hat
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Antonia Wälzholz: „Ich glaube, da gibt es eine Art Checkliste, die man für sich durchgehen kann, was in einem Pitch Deck drin sein sollte und was jemand erwartet, der dieses Pitch Deck liest.

Das ist einmal ein Problem Statement und ein Solution Statement, also was ist das Problem am Markt und wie löst das Produkt dieses Problem? Und dann geht es natürlich weiter mit Marktinformationen, Wettbewerbsinformationen, einer Go-To-Market-Strategie, mit der ich das erreichen möchte. Außerdem muss ich mein Fundraising-Ziel mit angeben für den Investor. Und dann ist natürlich wichtig, das Gründer*innen-Team dahinter zu zeigen. Gerade am Anfang, wenn das Produkt noch nicht fertig ist, ist das Team natürlich besonders wichtig, da man zeigen muss, dass wir die richtigen Personen für das Produkt sind.

Wir haben in unserem Pitch Deck besonders Wert darauf gelegt, den Fit zwischen Problem Statement und Solution besonders gut darzustellen. Mit unserer Feedbacklösung treten wir ja in einen sehr kompetitiven Markt ein. Deshalb war es uns wichtig zu zeigen, was die aktuellen Probleme in diesem Markt sind und wie lösen wir diese ganz innovativ auf eine Art und Weise, die sich noch niemand anderes vorgenommen hat bzw. tatsächlich macht.

Dabei ist es wichtig, das Problem quantifizierbar zu machen. Also gute Quellen zu finden wie Artikel oder Forschungs-Papers, an denen man tatsächlich festmachen kann: ja, 80% der Menschen sind unzufrieden mit den Feedbacklösungen, es dauert viel zu lange und es sind im Schnitt 31 Tage die pro Jahr von einer Führungskraft in das Feedback investiert werden. Das kostet das Unternehmen Geld und was macht man damit? Dann sind gute Quellen wichtig, nicht nur im wissenschaftlichen Kontext, sondern auch im Pitch Deck, denn das steigert die Glaubwürdigkeit.

Und dann schaut man sehr genau auf die Solution und zeigt exakt, wie man die Probleme löst, die man vorher genannt hat. Dabei haben wir sehr stark darauf geachtet, dass es einen guten Fit gab zwischen der Darstellung des Problems und der Lösung, so dass man die quasi 1:1 gegenüberlegen und sehen kann, z.B. das Zeitproblem lösen wir dadurch, das Zufriedenheitsproblem lösen wir dadurch usw.

Wir haben in der Darstellung darauf geachtet, dass sich die Bildsprache wiederholt, so dass auch jemand, der das Deck nur überfliegt, sehr leicht verstehen kann, wodurch genau welches Problem gelöst wird. Und auch dabei gilt: in der Kürze liegt die Würze. Beschränke dich also lieber auf eine Handvoll Probleme, mit denen du arbeiten kannst, und verzettele dich nicht in den kleinen Details. Diese Details mögen auch relevant sein, aber die kann man ja beispielsweise auch in einem Folgegespräch nennen.“

Madeleine Heuts
über welche Themen ein Startup am Anfang Rechtsberatung braucht
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Madeleine Heuts: „Ich würde es ein bisschen Differenzieren in:

1. Womit sollte ich mich rechtlich beschäftigen?
2. Wofür sollte ich Beratung auch wirklich in Anspruch nehmen?

Sehr viel kann und sollte man sich selbst aneignen, damit man ein guter Unternehmer sein kann. Man sollte verstehen, wie geistiges Eigentum funktioniert und man sollte verstehen, welche Firmenkonstellationen man braucht und hat. Das kann sich natürlich auch privat auswirken.

Zum Beispiel ist bei einer GbR das Thema Haftung superwichtig, weil man mit dem kompletten Privatvermögen haftet. Da muss man einfach ein Grundwissen haben und man kann es nicht einfach einen Anwalt machen lassen.

Das Gleiche gilt für die Geschäftsführung. Viele denken, dass sie bei der GmbH aus der Haftung raus sind, aber man hat als Geschäftsführer auch eine gewisse Haftung. Dementsprechend sollte man bei dem klassischen Fall Insolvenzverschleppung aufpassen. In viele Themen kann man sich reinarbeiten, reinlesen und aneignen. Das ist einer der Gründe, warum wir unsere Academy gebaut haben und da alles lernen kann.

Da kann man sich sehr gut reinfuchsen und dann sollte man schauen, was Themen sind, die besonders sind. Ist das Gründerteam zum Beispiel zu dritt und einer ist verheiratet? Dann wisst ihr schon mal, dass eine zusätzliche Gesellschaftervereinbarung sehr sinnvoll ist. Haben wir da noch andere Sonderwünsche, die wir da reinhaben wollen?

Bei den individuellen Fällen sollte man sich mit einem Anwalt unterhalten. Auch wenn man jetzt sagt, dass man Investoren mit reinnehmen will. Es gibt natürlich das klassische Wandeldarlehen, dass 80 % der Leute nutzen. Wenn ein Investor jetzt aber beispielsweise zusätzliche Anteile für Sonderleistungen haben will, die er sich erarbeiten kann, da macht es auch Sinn, sich einen Anwalt dazuzuholen. Bei solchen Sachen würde ich aber auch immer vorsichtig sein, weil meiner Meinung nach es für Business Angels dazu gehört, sich einzubringen.

Ein Anwalt kann natürlich auch für einen verhandeln und die Gründer vertreten, der auch den “Bad Cop” spielen kann. Eigentlich wollen die Gründer ja ein gutes Verhältnis zu den Investoren, da kann man den Anwalt natürlich ganz gut vorschicken und der derjenige ist, der ganz kritisch fragt. Es ist natürlich auch eine strategische Entscheidung, einen Rechtsberater dazuzuholen. Der bringt bestimmte Mehrwerte mit.

Die Markenanmeldung kann man auch sehr gut einfach machen, wenn der Name noch nicht vergeben ist. Da muss man aber auch sehr ordentlich recherchieren.

Ansonsten kommt es natürlich auf das Produkt an. Wenn ihr beispielsweise ein FinTech seid, dann solltet ihr ganz genau checken, ob ihr eine Lizenz braucht, um überhaupt Finanzdienstleistungen anbieten zu können. N26 braucht eine Bankenlizenz und das kann ein paar Jahre dauern, bis man die bekommt.

Die Spezifika für das Produkt, was man darf und was man nicht darf, ist direkt am Anfang entscheidend.“

Startup-Gründerin Dr. Desiree-Jessica Pely
über die weiteren Kunden
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Dr. Desiree-Jessica Pely: „Wir haben jetzt einige Corporates. Die kamen auch relativ hintereinander und wir haben zum Beispiel weitere Versicherungsunternehmen im Portfolio. Aber auch Siemens Energy ist als Kunde dazugekommen. Das ist natürlich sehr schön, wenn man als junges Startup schon die großen Namen hat. Warum? Weil das eben andere Player anzieht.

Das spüren wir natürlich und das ist toll. Wir sind ein komplettes Bootstrapping Unternehmen. Dadurch sind wir auf das Geld der Kunden angewiesen und deshalb freut es uns natürlich, dass wir da auf Nachfrage gestoßen sind. Es ist aber so, dass es für Startups immer sehr mühsam ist, mit Startups zusammenzuarbeiten, weil die Entscheidungsschleifen sehr lange sind. Deswegen haben wir auch gesagt, dass wir einmal unsere Corporates haben, mit denen wir gut gestartet sind. Jetzt fokussieren wir uns mehr auf Scale-ups. Warum? Weil meine Mitgründerin/Schwester in San Francisco unterwegs ist und wir da mit Tech Unternehmen zusammenarbeiten.

Da ist uns aufgefallen, dass es umso besser ist, umso früher wir in den Unternehmen sind. Diese Learnings setzen wir auch bei den deutschen Scale-ups ein und da können wir uns auch noch ein bisschen besser auf unseren USP fokussieren. Jetzt haben wir diese beiden Schienen parallel und entwickeln die Plattform mit den wenigen Corporates weiter und haben aber auch kleinere Unternehmen unter Vertrag.“

Startup-Gründer Florin Kutten
über die Verteilung der Anteile
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Florin Kutten: „Wir haben die so aufgeteilt, nachdem was wir eingezahlt und ein bisschen nach der Arbeitszeit, die wir reingesteckt haben. Also ich habe 65 %, Julia hat 25 % und Caro hat 10 %. Das liegt daran, dass wir auch unterschiedlich viel Geld in die GmbH gesteckt haben und auch vom Zeitaufwand her. Ich arbeite von Anfang an in Vollzeit und die beiden anderen halt nicht. So hat sich das irgendwie ergeben.

Am Anfang waren wir zwei Gründer:innen und jetzt sind wir auch wieder nur zwei Gründer:innen, weil die dritte Gründerin hinzugekommen, aber auch wieder weggegangen ist. Am Anfang war die Aufteilung Zweidrittel und Eindrittel und dann hat sich die neue Aufteilung durch Gespräche, Bauchgefühl und Einzahlungen gegeben.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
darüber, wie wichtig die Prüfung der potenziellen Investoren ist
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Stephen Voss: „Die Investoren zu prüfen gehört zum Spiel dazu. Es ist wichtig, auch das Gegenüber zu kennen. Außerdem ist es wichtig, sich vor einem Erstgespräch mit Investoren über die Personen zu informieren. Was macht die Person? Wo hat die Person früher gearbeitet?

Es ist auch wichtig, mit welcher Organisation man spricht. Für was steht die Organisation? Was hat die in der Vergangenheit gemacht? Welche Unternehmen haben die an den Start gebracht? Das ist eine Frage, die man in einem Gespräch durchaus stellen darf und meiner Meinung nach auch stellen sollte.

Wenn die bisherigen Investitionen so gar nichts mit dem eigenen Pitch und der eigenen Startup-Idee zu tun haben, dann muss man schon die Frage stellen, warum wir zusammengekommen sind und warum der Bereich für euch interessant ist und was ihr damit machen wollt.

Bei Investoren ist das eine das Geld, aber es ist auch ganz wichtig, ob der Partner auch ein eigenes Netzwerk mitbringt. Sind im Portfolio des Partners vielleicht auch Unternehmen, die irgendeine Hilfestellung leisten können? Das ist auch ganz wichtig.

Nicht nur mit der Haltung des Geldes reingehen, sondern fragen, was die Investoren zu meinem Geschäftsmodell beitragen und wie könnte das funktionieren? So sollte man auch auswählen.

Nicht nur aufs Geld schauen! Das andere Paket ist fast wichtiger.“

SaaS Startup-Gründer Christian Ritosek
über weitere wichtige Unterlagen, die Investoren sehen wollen
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Christian Ritosek: „Ich mache es meistens so, dass ich zuerst das Pitch Deck pitche. Die Termine sind meistens 30 oder 60 Minuten, das kommt auf den Fonds an. VCs wollen dann im zweiten Schritt einen Zugriff auf einen Datenraum bekommen, indem dann relevante KPIs sind. Im SaaS-Bereich ist das sowas wie Net dollar retention (NDR), Average Revenue per Customer (ARPC) usw.

Also KPIs, Finanzplan und Development (Plan vs. Actual Numbers), Cap-Table und in einem späteren Stadium die letzten Board Decks (Was hat man den Investoren zuletzt kommuniziert?).“