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Christian Ritosek über die Vor- und Nachteile von VCs

SaaS Startup-Gründer

über die Vor- und Nachteile von VCs

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Christian Ritosek: „Die Interessen von einem Business Angel und einem VC sind anders. Der VC bleibt tendenziell für 7-10 Jahre investiert. Der Business Angel meistens nicht über so eine lange Laufzeit. Der hat das Interesse von der Idee, bis zur ersten oder zweiten größeren Finanzierung dabei zu bleiben. Es kann sein, dass ein Business Angel nur 3-4 Jahre in der Firma ist, weil er dann schon sein Geld und Multiple gemacht hat.

Wann ist es sinnvoll, sich einen Business Angel zu suchen?
Wenn man wirklich noch gar nicht viel hat, nur eine PowerPoint oder eine Idee steht. Ein VC würde ich mir suchen, wenn man vielleicht schon ein MVP hat, auf dem die ersten User sind und wenn man die ersten Transaktionen und Umsätze sieht.

Man kann natürlich auch einen Business Angel nehmen, wenn es für die Industrie relevant ist. Wenn man vielleicht ein Startup im Bereich Industrie 4.0 ist und der Business Angel da gute Kontakte hat, dann kann das natürlich auch ein sehr relevanter fit für die Company sein.“

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SaaS Startup-Gründer

Fabio Hildenbrand
über was er rückblickend betrachtet beim Fundraising anders machen würde
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Fabio Hildenbrand: „Ich hab ziemlich früh viel mit dem Personal Branding angefangen. Rückwirkend hätte ich das noch früher anfangen sollen.

Aber ich hätte auch noch früher Kontakte aktiv knüpfen sollen. Ich hab erst Investorenkontakte ein Jahr nach der Gründung geknüpft. Das hätte eigentlich direkt mit der Gründung passieren sollen. Nicht nur wenn ich aktiv Fundraise, aber auch um Feedback einzuholen und Beziehungen aufzubauen.

Insgesamt hätte ich auch früher mit dem Netzwerkaufbau starten sollen.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
über das Vorbeugen von Streitigkeiten
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Dr. Daniel Fallscheer: „Als CEO ist meine Rolle im Wesentlichen Kommunikation in alle Richtungen. Es ist schon Kommunikation im Founder-Team und man muss sich die Zeit nehmen, die Themen zu besprechen. Da wird man merken, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, auch im Founder-Team. Die muss man zusammenbringen und zusammen als ein Founder-Team auftreten.

Mit den Investoren ist es genauso. Natürlich zählt der Lead-Investor mehr, da er auch mehr Geld mitbringt. Es gibt aber auch kleinere Angels, die das gleiche Informationsrecht haben. Im Zweifel bringen die Angels auch mehr ein, weil die an der Firma näher dran sind. Ich kommuniziere mit allen auf der gleichen Ebene und wir versuche das auch standardisiert zu betreiben.
Ich kommuniziere mit allen Investoren auf der gleichen Ebene. Wir versuchen standardisiert zu kommunizieren und haben monatlich ein umfangreiches Investorenupdate. Dabei präsentieren wir Key-KPIs, sind aber auch ganz kritisch und beschreiben, was nicht so gut läuft.

Wir haben jeden Monat aber auch ein “Ask”, wo wollen wir, dass die Investoren auch aktiv unterstützen? Das schöne an so einem monatlichen Meeting ist, dass man quartalsweise einen kürzeren Newsletter machen kann, der für die nächste Finanzierungsrunde verwendet werden kann.

Ich habe mal gelernt, dass es immer um die nächste Runde geht. Man kann das Reporting der eigenen Investoren für die Gewinnung neuer Investoren nutzen. Ein Newsletter kann auch potenzielle Investoren im Loop halten. Dann gibt es eine geringere Hürde, in die nächste Diskussion einzusteigen.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über den frustrierendsten Zeitpunkt im Fundraising
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Daniel Bosman: „Durch unseren Funnel hatten wir insgesamt 6 fortgeschrittene Gespräche. In diesen waren wir kurz davor, die Runde zu closen. Wir hatten bereits ein festes „Ja“ von Insa Horsch. Bei drei weitere Gespräche mit Angels, hatte ich mit meiner 1.5 Jahren Fundraising-Erfahrung das Gefühl, da werden noch welche an Bord kommen. Das ging sogar so weit, dass wir Angels absagen hätten müssten.

Genau in diesem Moment begann die Invasion auf die Ukraine: Das hat sehr viel Panik ausgelöst und auch die Wirtschaft auf den Kopf gestellt. Das führte letztlich dazu, dass die Gespräche sich im Ton veränderten. Zwei Angels haben ganz konkret gesagt, dass sie von einem weiteren Investment aktuell absehen. Sie wollte erstmal die Situation beobachten. Da ging es auch darum, das eigene Portfolio erstmal zu schützen.

Für uns war das eine sehr schwierige Situation, denn um erstmal an dem Punkt anzukommen, dass so viele Angels Investment-ready sind, vergeht einige Zeit. Für uns war das ein Schock und wir waren sehr überrascht. Wir hatten diese Runde aufgebaut, um unsere Ziele zu erreichen und mit etwas Risikopuffer zu agieren. Letztlich haben wir eine kleinere Runde geschlossen und das passt jetzt auch alles. Aber der Punkt war da, bei welchem wir die Evaluierung überdenken mussten und nächste Schritte anpassen mussten.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
über den größten Kritikpunkt von Investoren
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Isabeau Ayoubi: “Oft war Sales der Kritikpunkt. Wir sind einfach in einer Branche, wo Sales die absolute Hölle ist (im PropTech). Wir haben ein paar potente und große Kunden, aber auch kleine Kunden. Die Sales Zyklen sind aber sehr lang. Das ist so der Hauptkritikpunkt und wie kommen wir richtig in den Markt. Wir haben da unterschiedliche Dinge ausprobiert, auch mit unseren Investoren.

Was macht man sonst dafür?
Man versucht dran zu arbeiten und da haben wir auch schon mehrere Diskussionen mit unseren Investoren geführt. Bei uns ist wirklich immer Sales das Thema.”

John Agricola: “Man hat natürlich auch bei den Investoren manchmal das Gefühl, dass sie sich etwas vom Team wünschen, was sie aber nicht bereit sind zu finanzieren. Das macht es auch für die Gründer nicht einfacher. Man kann nicht einfach zwei neue Key-Account-Manager einstellen, wenn das Geld nicht da ist.”

Isabeau Ayoubi: “Wir sind auf einem guten Weg und haben langsam die Punkte identifiziert, die wir im Marketing und Sales besser machen kann und wo man richtig reingehen muss.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über über welche Menschen in seinem Netzwerk die besten Investoren Intros gemacht haben
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Daniel Bosman: „Olaf Stichtenoth hat einen sehr positiven Impact auf mich als Unternehmer gehabt. Wir haben uns über „Coaches Against Corona“ in der Berliner Startup School kennengelernt. Zusammen haben wir Jungunternehmern dabei geholfen, sich gegen die kommende Krise gut aufzustellen, damit sie agiler und leaner werden können.
Dabei hat er mitbekommen, was ich mit „Our Greenery“ vorhabe. Damals war das nur eine sehr grobe Idee. Zusammen mit meinem Bruder Florian haben wir damals geschaut, was wir aus der Idee machen wollen. Olaf hat uns direkt das Gefühl gegeben, dass er an uns glaubt und dass er denkt, dass die Idee Potential hat. Dann sprach er plötzlich von einem Investment. Zuvor in meinen Projekten habe ich noch nie Investments aufgenommen, daher war das für mich komplettes Neuland. Er hat für uns auch Intros geschaffen. Olaf hat bei ganz viel bei „Our Greenery“ mitgewirkt und dafür gesorgt, dass das ganze Thema los gestoßen wird. Dafür bin ich sehr dankbar.

Olaf und Rahel sind zusammen die besten Angels, die du als Startup dir am Anfang wünschen kannst. Beide vermitteln niemals extremen Druck und zeitgleich haben sie einen hohen Glauben an das, worin sie investiert haben. Sie unterstützen auch intensiv beim Netzwerken.

Von der menschlichen Seiten bringt Insa eine wahnsinnige Energie mit im Sinne von „positive Encouragement“. Mit Insa, als unsere neuste Investorin an Bord, merkt man direkt die Bereicherung.

Sie ist sehr gut in Punkte verbinden – beispielsweise hat sie uns zu einem Dienstleister verbunden, der ihre Küche geplant hat, welcher uns dann bezüglich des Raumgartens auch nochmal weitergeholfen hat.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
darüber, wie er mit dem Druck als Gründer umgeht
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Dr. Daniel Fallscheer: „Teilt eure Ängste, Sorgen und Bedürfnisse im Gründerteam, das macht es aus. Auch der persönliche Kontakt zwischen den Gründern ist wichtig. Für mich ist außerdem wichtig, mich mit Leuten zu umgeben. Ich habe einen persönlichen Coach, der auch Vorstände betreut, jemand, der wirklich Erfahrung auch mit Startups hat.

Außerdem habe ich mir sehr früh 1-2 sehr vertraute Personen gesucht, die selbst Gründer aus dem Business Angel Netzwerk sind. Die haben zum Beispiel zur Auflage gemacht, dass sie nicht nur Geld einbringen wollen, sondern auch die Gründer als Führungspersönlichkeit weiterentwickeln wollen.

Das kannst du annehmen und das nutze ich sehr aktiv. Das sind einfach Leute, die eine Firma mit 500-800 Leuten führen, wo man viele Sachen fragen kann. Jemanden das erste Mal zu kündigen ist nicht schön, aber wenn man vorher mit jemandem reden kann, dann nimmt es einem den Druck.

So kann man den Druck auf verschiedene Schultern verteilen. Auf die Schultern von Mitgründern und sehr vertrauten Personen und Coaches. Außerdem ist ein Ausgleich mit der Familie sehr wichtig, ich lebe auch sehr harte Regeln. Gründer tendieren dazu, sehr viel zu arbeiten und das geht mir auch so.

Ich habe auch eine Familie und Kinder, da gibt es für mich ganz harte Zeitfenster und das kommuniziere ich auch offen so. Dann ist es für jeden klar.“