Founder Academy

Christian Ritosek über seine Fundraising-Erfahrung

SaaS Startup-Gründer

über seine Fundraising-Erfahrung

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Christian Ritosek: „Seit 2010 bin ich in der Startup-Welt und mache Fundraising. Bei CANDIS haben wir 2016 mit dem Fundraising begonnen. Da haben wir erst eine Angel-Runde geraised, dann eine größere Runde mit einem Fonds (Point Nine). Im Anschluss die klassische Series A und Series B geraised.

Warum haben wir es so gemacht?
Wir sind ein ganz klarer Venture Case mit unseren Wachstumsraten und Produkt. Wir wollen eine große Firma aufbauen!“

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Janosch Kühn
darüber, warum Bootstrapping interessant sein kann
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Janosch Kühn: „Da kann ich erzählen, wie Bootstrapping bei uns funktioniert hat. Wir haben einfach losgelegt und niemand wollte uns Geld geben. Ich glaube, es ist häufig so, dass die Gründer loslegen und die Investorensuche schwierig ist. Meistens sind es Gründe wie „zu exotisch“, falscher Ort, falsche Zeit von der Seite der Investoren.

Beim Bootstrapping bezahlt man sich selbst am Anfang kein Gehalt und man muss mit seinem Startup versuchen möglichst schnell Geld zu verdienen, um dann Leute einzustellen oder sich selbst ein Gehalt auszuzahlen. Ich glaube, da gibt es schon Bereiche, wo Bootstrapping leichter ist. Zum Beispiel Gaming oder im SaaS Bereich. Da kann man schneller Kunden gewinnen und dann kommt da schon Geld rein.

Wenn ich jetzt Zulieferer für die Raumfahrtindustrie bin, dann ist Bootstrapping sehr schwierig. Dann kommt es immer darauf an, in welchem Bereich man unterwegs ist und ob es funktioniert oder eben nicht.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
über ihre Learnings beim Fundraising Prozess
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Isabeau Ayoubi: “Einfach früh genug anfangen. Wir haben den Fehler gemacht, dass wir gedacht haben, dass wir die Finanzierungsrunde dann einfach schnell machen. Das ging dann aber nicht schnell, ganz im Gegenteil. Fangt mit dem Fundraising dann an, wenn ihr noch 3-5 Monate Runway habt, weil es wahrscheinlich nicht so schnell gehen wird, wie man sich es vorstellt.

Gerade jetzt im Sommer ist es absolut die Hölle. Wir sind gerade in einer Finanzierungsrunde und wir haben einfach niemanden erreicht.”

John Agricola: “Im August ist es wirklich schwierig und im Juli ist es auch nicht wirklich besser.

Wie kann man den Fundraising Prozess an sich verkürzen?
Man sollte alle Dokumente und Verträge für eine Due Diligence zusammen haben. Das kann man alles vorbereiten, man darf aber nicht vergessen, dass die Business Angels auch Zeit brauchen. Auch wenn der Business Angel vielleicht seine eigentliche Entscheidung in 24h trifft, dauert der ganze Prozess länger als gedacht. Ich würde sagen, dass man schon ein halbes Jahr einplanen sollte, auch wenn es “nur” eine Business Angel Runde ist.”

Isabeau Ayoubi: “Auch um an die Angels ranzukommen, dauert es einfach eine gewisse Zeit. Das Netzwerk aufbauen, sich Intros holen, alle Dinge, die man benötigt, um überhaupt zu Gesprächen mit Investoren zu kommen. Die Business Angels haben auch immer viel um die Ohren, deshalb sollte man lieber etwas mehr Zeit einplanen.”

John Agricola: “Und bitte macht euer Fundraising nicht in den Sommerferien!”

Madeleine Heuts
über den Datenschutz
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Madeleine Heuts: „Ein gutes Stichwort ist dabei immer Privacy by Design. Bei allem was ihr baut, solltet ihr den Datenschutz im Hinterkopf behalten. Es ist viel einfacher, von Anfang an Strukturen und Prozesse aufzubauen, die datenschutzkonform sind, als erst mal alles zu bauen und es hinterher auseinanderzufrickeln, um es dann noch mal umzubauen.

Datenschutz ist gar nicht mal so kompliziert. Es ist ein gehasstes Thema bei Unternehmen, weil sich alle durch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gebeutelt fühlen. Wenn man sich das privat überlegt, dann kann man es verstehen, dass man das nicht möchte. Bei Facebook und Co. möchte man gar nicht wissen, was die alles so über einen haben.

Deshalb ist es auch wichtig, es auch im Unternehmen umzusetzen, vor allem auch, weil Datenschutz kein USP ist, sondern es ist ein Must Have. Es ist nichts, womit man sich vom Wettbewerb abhebt und deshalb sollte man es sehr genau auf dem Schirm haben. Die Bußgelder sind auch echt saftig und der Imageschaden natürlich auch. Die Leute vertrauen einem dann überhaupt nicht mehr, dementsprechend ist es auch sehr wichtig.

Da muss man auch immer zwei Bereiche unterscheiden. Datenschutz im eigenen Unternehmen und da sind die Strukturen eigentlich in jedem Unternehmen ähnlich. Wie geht man zum Beispiel mit Bewerbungen um. Und dann gibt es den Datenschutz im Produkt selbst. Beides sollte man natürlich umsetzten.

Es geht einfach grundsätzlich darum, dass die Verarbeitung von personenbezogenen Daten möglichst immer nur das erhoben und gespeichert wird, was notwendig ist. Auch wenn man es nicht mehr braucht zu löschen. Auch das man in der Lage ist, jemandem Auskunft darüber zu geben, was man über ihn gespeichert hat, wo man es gespeichert hat und warum.
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) funktioniert so, dass es erst mal grundsätzlich verboten ist, personenbezogene Daten zu verarbeiten, außer es ist explizit erlaubt. Das heißt, man muss sich immer einen der Erlaubnisgründe aussuchen. Einer davon ist die Einwilligung. Deshalb holt man bei einem Newsletter immer die Einwilligung der Person ein, damit man die Daten verarbeiten darf.

Dann sollte man immer schauen, dass die Person, die die Daten betreffen, auch wirklich Zugriff darauf bekommen kann und die Selbstbestimmung hat, dass es alles gelöscht wird. Das ist so der Kern, wenn man das verstanden hat, ist es gar nicht so kompliziert.“

Startup-Gründer Christof Weidl
über die Dauer des Fundraisings
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Christof Weidl: „Unter einem halben Jahr eigentlich nicht. Wenn man es wie wir Step by Step macht, hat man natürlich schon den Punkt der Sicherheit, weil du schon die ersten Zusagen hast. Trotzdem hat es ein halbes Jahr gedauert, bis die Runde voll war. Und wie es manchmal so ist, der Löwenanteil kam im letzten Monat.

Klar hat man am Ende nicht mehr so den Druck, wenn man schon fast alles hat. So unfair ist nun mal die Welt, wenn der Druck weniger wird, dann wird es auch einfacher, genauso war es bei uns. Unter einem halben Jahr ist dann eine Glückssache.

Unsere Learnings aus dem Fundraising und was hätten wir an manchen Stellen schneller und effizienter machen können. Einerseits das Thema Vorbereitung und dass wir uns schon vorher feste Termine in unserem Zeitplan hätten blocken müssen. Dass man dieses Thema als einen festen Bestandteil des Alltags ansieht, das muss gemacht werden.

Dann sollte man aber auch im Vorfeld einen ganz genauen Plan machen und sich festlegen, bis wann man welche Feedbacks eingesammelt haben will. Zum Beispiel zum Pitch Deck, welche Zahlen wollen VCs sehen und wie soll der Businessplan aussehen. Wenn wir das alles vorbereitet hätten und uns das dann auch Sicherheit gegeben hätte, dann kann man das Thema sehr geballt angehen und die VCs einen nach dem anderen ansprechen. Am besten wirklich 3–4 Termine pro Woche machen und das hätte uns am meisten Zeiteffizienz gebracht.“

Agrar-Tech Startup-Gründer
über das Schönste am Fundraising
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Lasse Dumstrei: „Das Schönste am Fundraising ist für mich persönlich wirklich, dass wir in dem Startup Kontext immer sehr stark nach vorne schauen. Wir schauen uns immer die nächsten zwei Jahre an. Ich sage immer zu meinem Team, dass wir es uns wie in einem Wald vorstellen müssen. Unten muss geackert werden, wir als Geschäftsführer müssen aber immer den oberen Teil im Blick behalten und hinterfragen, ob wir gerade im richtigen Wald sind.

In der Vorbereitung aufs Fundraising und in den Gesprächen mit den Investoren hat man noch mal eine Retroperspektive auf das ganze und kann sich selbst noch mal vor Augen halten, was man so die letzten zwei Jahre geschafft hat. Solche Momente hat man auch gar nicht so oft in seinem Privatleben. Am Ende des Tages muss man sich beim Fundraising nicht nur auf die Zukunft fokussieren, sondern man muss auch in die Vergangenheit blicken.
Was hat man in der Zeit geschafft und da darf man auch auf der ein oder anderen Stelle stolz auf seine Leistung sein, was sonst im Businessalltag schnell untergeht.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
über Learnings im Fundraising
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Dr. Daniel Fallscheer: „Habt Spaß am Fundraising-Prozess, auch wenn es wehtut. Habt Spaß an Kritik, auch an positiver Kritik und wertschätzender Kritik der Investoren. Auch ein Investor, der Nein sagt, ist ein Fall, wo man viel mitnehmen kann.

Bis Verträge in trockenen Tüchern sind, ist es immer ein Prozess, der möglichst strukturiert sein sollte. Man sollte auch nicht alles selber machen und gute Anwälte sind da auch ein wichtiger Tipp. Die dürfen auch ein bisschen was kosten, weil das auch eine gewisse Substanz für die nächste Runde schafft.

Ich glaube eine klare Strategie (mit Spaß) zu haben, die eine Kommunikation in alle Richtungen und einen gewissen Grad an Transparenz beinhaltet, ist sehr wichtig. Investoren schätzen außerdem eine transparente und offene Kommunikation schon während und nach der Finanzierungsrunde.“