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Christof Weidl darüber, wie er seine Investoren informiert

HR-Tech Startup-Gründer

darüber, wie er seine Investoren informiert

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Christof Weidl: „Wir haben ein monatliches Reporting, wo wir die Leute einfach auf dem Laufenden halten. Das ist aber noch nicht quantitativ, sondern eher qualitativ. Da sagen wir zum Beispiel, dass wir neue Leute angestellt haben. Was lief gut und was lief nicht so gut? Da würde ich auch immer sehr offen damit sein, was nicht so gut lief.

Wenn ich zum Beispiel einen Kunden verliere, weil er unzufrieden war, dann kann ich nur empfehlen ehrlich zu den Investoren zu sein. Wenn du Angst hast, dann hast du in meinen Augen ein gestörtes Verhältnis zu deinen Investoren. Auf der anderen Seite können Investoren dir helfen oder sie wissen Bescheid und werden nicht überfahren, wenn wirklich mal etwas sein sollte.

Monatlich ist für uns sehr gut und wir wollen jetzt auch anfangen vierteljährlich Zahlen zu reporten. Das hängt aber auch mit einer Ausarbeitung von unserem Steuerberater zusammen. Dann bekommen die einfach eine Betriebswirtschaftliche Auswertung und wissen, was wir einnehmen und ausgeben.“

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Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
darüber, wie sich das Verhältnis zu Investoren nach dem Funding geändert hat
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Michael Pfeifer: „Vor der Finanzierungsrunde hat man als Gründer natürlich das Gefühl „Ich muss jetzt ganz viele Argumente liefern“ und muss sagen, was alles gut läuft, und versucht ganz viel Positives in den Vordergrund zu stellen. Nichtsdestotrotz sollte man auch vor der Finanzierungsrunde ansprechen, bevor man beim Notar ist, dass es auch Sachen gibt, die nicht so gut sind.

Ich glaube, die größte Veränderung in der Kommunikation oder in dem Verhältnis viel mehr, ist eigentlich in meinem Kopf passiert, dass ich verstanden habe: Es ist ja vollkommen normal, dass nicht alles perfekt läuft und wir sitzen jetzt wirklich im selben Boot. Vorher muss man in Anführungszeichen noch die Investorinnen und Investoren überzeugen, auch in dieses Boot mit einzusteigen. Wir haben ja alle die gleichen Interessen. Nämlich, dass sich das Unternehmen gut weiterentwickelt. Und es macht auch gar keinen Sinn, irgendwelche Sachen zu beschönigen, die vielleicht gerade nicht so gut laufen. Hier wirklich transparent und offen kommunizieren und sich auch nicht dabei blöd fühlen, wenn man sagt „Wir hatten eigentlich Ziel XY gehabt und wir sind noch nicht da, oder wir werden das vielleicht auch nicht erreichen“.

Auch dafür sind die Investorinnen und Investoren da: Dass sie einen unterstützen, dass man dann doch noch dieses Ziel erreicht. Aber das es auch okay ist, wenn wir dieses Ziel nicht erreichen und man sich lieber auf etwas anderes fokussiert.

Das Verhältnis hat sich Business Angel- oder generell investorenseitig nicht groß verändert, weil diese schon ein bisschen erfahrener sind. Sondern eher bei mir als first-time Founder war es, dass ein kleines Umdenken im Kopf passiert ist. Man sagt sich selbst „Hey, ich muss mich nicht blöd fühlen, wenn man auch mal eine Sache berichten muss, die vielleicht nicht so optimal ist.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über den häufigsten Kritikpunkt von Investoren und darüber, wie er damit umgegangen ist
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Daniel Bosman: „Wir haben das Glück gehabt, nicht sehr viel Kritik zu unserer Geschäftsidee und zu unserem Geschäftskonzept zu erhalten. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass wir unsere eigene Due Diligence sehr gut gemacht haben. Dadurch haben wir wirklich Impact-fokussierte Angels mit an Bord geholt, die auch bereit sind, nicht nur klassisch SaaS zu machen. Denn das wäre für jeden Angel niedriges Risiko und relativ schnelle Verifizierung am Markt mit überschaubaren Aufwand für uns.

Mit der Entwicklung des Raumgartens, haben wir ein Produkt, was wirklich impact-relevant Lebensmittel zu Hause produziert. Das ist eine Challenge, da es sich um ein neues Produkt handelt, dass es so auf der Welt noch nicht gibt. Hardware schreckt aber auch viele Angels ab und dann auch noch als Zusatzkomponente der Impact. Mit unsere Produktidee legen wir den Fokus nicht komplett auf die Profitabilität und das so schnell wie möglich, sondern „Mission first, but business is also important“. Das ergibt für uns natürliche Vorteile, aber für einen Angel ist das auch ein erhöhtes Risiko.

Unsere Angels, die an Bord sind, gehen diese Reise mit uns zusammen. Sie stehen dahinter und wir haben einen Schulterschluss der uns vereint und das ist sehr wichtig. Du möchtest niemanden an Bord haben, der die ganze Zeit nach der „Cash Cow“ ruft, während du dabei bist ein Team richtig zu implementieren mit einem Purpose und einer Mission.

Wo wir Kritik erhalten haben ist, dass wir drei Gründer an Bord haben: Ein Gründer ist Softwareentwickler. Ich bin der Produktentwickler & CEO. Dann haben wir noch einen Gründer mit Robert der von „Infarm“ gekommen ist. Er ist fokussiert auf Pflanzen im Indoor-Bereich. Wir haben weder einen CMO, noch haben wir einen CFO. Wir haben keine Person die fürs Marketing oder die Financials zuständig ist. Dementsprechend ist der Bereich Buchhaltung und Marketing zwar durch uns abgedeckt, aber da können wir natürlich nicht in der Art und Weise performen, wie das der Fall wäre, wenn wir in diesem Bereich noch eine(n) Gründer*in mit an Bord hätten. Das ändert sich jetzt gerade und darauf sind wir auch sehr stolz. Wir haben jetzt zwei Angels mit dabei, die könnte man nachts um zwei Uhr wecken. Die wissen alles über Marketing und sie legen auch eine Messlatte an, indem sie sagen „Hey Jungs, wenn wir das jetzt hinkriegen wollen, dann müsst ihr in dem Bereich eure Sachen schnell auf die Straße bringen“. Wir haben natürlich auch noch ganz viele andere Sachen zu tun, aber die Challenge nehmen wir an und das schaffen wir auch.“

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor
über das Erstgespräch mit Startups
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Julius Göllner: „Wie läuft ein Erstgespräch ab?
Ich denke, es hängt erstmal stark davon ab, wie viel Zeit ich mir für ein Erstgespräch nehme. Bei einem vollen Kalender sind es 30 Minuten. Wenn ein bisschen mehr Zeit ist, kann man in 60 Minuten auch noch ein bisschen mehr machen.

Um was geht es bei einem Erstgespräch für mich?
Ich habe das Pitch Deck schon gesehen und verstehe das Geschäftsmodell und den Markt schon in einer gewissen Art und Weise. Mir geht es im Erstgespräch darum, ein besseres Gefühl für das Gründerteam zu bekommen.

Wie mache ich das?
Ich steige meistens so ein, dass ich die Gründer:innen neben dem Pitch Deck auch über ihre unternehmerische Journey sprechen lasse. Wie sind sie ganz konkret zu dem Problem, welches sie jetzt lösen wollen gekommen? Das ist eigentlich ein lockerer Einstieg, weil es eine Erzählung aus der Vergangenheit ist. Nichtsdestotrotz gibt es da schon einen guten Anhaltspunkt, wie viel Vorwissen vorhanden ist. Wie groß vielleicht auch der Pain schon auf persönlicher Ebene war, wie viel Erfahrung die Gründer:innen haben und welche Industrie Insights auch da sind. Aus meiner Sicht ist das ein sehr guter Einstieg.

In Phase 2 geht es meistens um sehr detaillierte Fragen. Wo stehen sie in ihrer Journey? Wie machen sie Vertrieb? Haben sie schon Pilotkunden? Wie haben sie diese Pilotkunden bekommen? Was ist die Vision und Roadmap im Produkt? Da kann man je nach Business Model und je nach Stand, wo man investiert, unterschiedliche Schwerpunkte setzen.

Wenn mehr Zeit als eine halbe Stunde ist, dann würde ich mir auch den Stand des Produktes anschauen. Das ist innerhalb von 30 Minuten meist unrealistisch. Deshalb würde ich bei spannenden Kurzgesprächen einen weiteren Termin für das Produkt ansetzen. Wenn man aber merkt, dass verschiedene Aspekte nicht funktionieren, dann würde ich direkt im Gespräch oder in einem nächsten Gespräch den Gründer:innen erklären, warum es nicht weitergeht.“

Janosch Kühn
über Kolibri Games und BLN Capital
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Janosch Kühn: „Mein Name ist Janosch Kühn und ich bin einer der Gründer von Kolibri Games und war dort Co-CEO. Wir haben ein Family-Office gegründet, nach unserer Zeit bei Kolibri Games und investieren da gerade in Gaming Themen, aber auch Themen wie SaaS finden wir gerade super spannend. Ab und zu machen wir auch Sachen, die weiter weg von unserer Expertise aus der Vergangenheit liegt.“

Daniel Bosman Founder von OUR GREENERY
über wie hilfsbereit Investoren waren, auch wenn diese nicht investieren wollten
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Daniel Bosman: „Die Angels, die sich dagegen entschieden haben bei uns zu investieren, werden aktuell sehr überrannt mit Anfragen. Da ist der Fokus dann schnell wo anders.
Der Markt ist aktuell undurchsichtiger & weniger gut planbar. Wir haben auch mit einigen Angels, die Interesse zwar bekundet haben, aber wo noch kein Investment zustande kam, weiterhin Kontakt: Diese bekommen Updates zum aktuellen Status Quo. Aus dieser Richtung kamen jedoch weniger Tipps. Ein Angel, der uns über AddedVal.io angeschrieben hat und mit welchem wir in einigen Gesprächen waren, meinte aktuell kommt für ihn kein Investment in Frage. Er half uns dann insofern durch ein Intro zu einem Unternehmen, das bereits sieben Restaurants in Deutschland hat. Aktuell planen diese das 8 Restaurant in Berlin. Mit diesen sind wir mittlerweile in fortgeschrittenen Gesprächen und werden voraussichtlich ein LOI unterzeichnen. Dabei wird „Our Greenery“ mit den Raumgärten aktiv an der Planung teilnehmen. Das Restaurant kann somit, eigene Lebensmittel in-house produzieren.

Da merkt man das Matthias Helfrich, der Angel, der uns zum Intro verholfen hat, das feiert was wir machen. Für uns war das auch eine super Gelegenheit zu performen. Bei einem späteren Schritt, kann man sich nochmal mit Matthias über ein mögliches Invest an einen Tisch setzen, nachdem die Milestones des vorangegangenen Projekts erreicht sind.
Man merkt bei Matthias allgemein, dass er nach den nächsten Verbindungspunkten sucht. Wenn ich beispielsweise in einem LinkedIn-Post das erste Mal den Raumgarten erwähne und er kommentiert das als tolles Projekt, da generiert er hierdurch schon eine gewisse Reichweite. Dadurch konnte ich eine der meisten Impressionen eines Posts erzielen.

Es gibt natürlich auch Menschen, die überhaupt keinen Schimmer hatten von dem was wir machen. Dabei entsteht oft auch eine „lustige Energie“. Wir hatten beispielsweise ein Gespräch mit einem Angel, der dachte dass „Microgreens“, nachhaltige Computerchips sind.
Das war schon witzig, denn als er erkannt hat, dass Microgreens Pflanzen im super frühen Stadium sind und viele Nährwerte haben, ist sein Interesse drastisch abgeflaut. Danach war er extrem kritisch. Für uns war es dann eine Herausforderung zu schauen, wie wir das Gespräch dann elegant beenden.“

Startup-Gründer Christof Weidl
darüber, wer das Term Sheet bereitgestellt hat
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Christof Weidl: „Wir haben ganz ohne Term Sheet gearbeitet, weil wir mit Business Angels zusammengearbeitet haben, die relativ schnell den Vertrag unterscheiden haben. Wir sind über ein Wandeldarlehen gegangen. Den Vertrag für das Wandeldarlehen haben wir zur Verfügung gestellt. Da gibt es Muster im Internet, die man anpassen kann.

In unserer Runde wussten wir, wer sich die Verträge ganz genau anschaut und eine rechtliche Due Diligence durchführt. Zudem sind wir als erstes gegangen und haben den Vertrag abgeklärt, damit alle den gleichen Vertrag am Ende haben und es nachträglich keine Probleme gibt.“