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Daniel Bosman über seine Fundraising-Erfahrungen mit OUR GREENERY

Urban Gardening Startup-Gründer

über seine Fundraising-Erfahrungen mit OUR GREENERY

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Daniel Bosman: „Hi, ich bin Daniel Bosman, CEO und Co-Founder von OUR GREENERY. Ja, meine bisherige Fundraising-Erfahrung ist auf jeden Fall eine kleine Achterbahnfahrt gewesen. Mitten in unserer zweiten Runde hatten wir einen Wirtschaftsabschwung, fast schon eine Wirtschaftskrise.

Die Ukrainekrise hat auch einigen Leuten, die in der Finanzwelt unterwegs sind, einen Schrecken verpasst. Das ist natürlich nichts im Vergleich zu den Menschen, die dort leiden. Man merkt es an der Ansprache der Angels. Viele von unseren Angels sind in der Regel noch etwas jünger, weil wir in einem Pioniermarkt unterwegs sind. Die haben eher in Crypto und Growth Stocks ihr Geld investiert und die sind natürlich dann auch sehr stark betroffen in solchen Krisen.

Da haben wir schon gemerkt, dass der Fokus wieder mehr auf das eigene Portfolio gelegt wurde. Trotzdem haben wir die Finanzierungsrunde in dieser schwierigen Zeit geschafft.“

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Dr. Matthias Brendel
darüber, wie er passende Investoren auswählt
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Dr. Matthias Brendel: „Was sind die wichtigsten Faktoren bei der Wahl der Investoren?

1. Haben die Investoren genug Cash, um mit einem signifikanten Ticket einzusteigen?
2. Bringen die Investoren neben dem Cash noch einen signifikanten Mehrwert?

Wir haben da viele tolle Leute, die uns in Richtung Schuhindustrie und eCommerce aktiv mit ihrem Netzwerk helfen. So hat es sich über die Jahre immer weiter professionalisiert. Das heißt, wir haben erst im Family & Friends Bereich angefangen, wo noch wenig Addedval.io dabei war. Da waren die Beziehungen ziemlich gesettelt, weil wir die meisten vorher kannten.

Dann kamen Schritt für Schritt immer größere und auch spezifische Investoren dazu. Die kamen dann zum Beispiel aus der Schuhindustrie, aus dem Einzelhandel oder eCommerce Bereich. Die Basis aller unserer Investoren ist, dass sie an uns und das Produkt glauben. Außerdem haben sie ein großes Vertrauen an die handelnden Personen im Startup. In der Kombination macht es als Gründer sehr viel Spaß, mit den Investoren Hand in Hand zu gehen.

Da kommen natürlich auch Impulse, was wir noch besser machen können oder was wir zusätzlich noch starten könnten, aber es kommt auch ganz viel Bestätigung für die Dinge, die wir schon tun. Diese Kombination aus Support und Challenging hilft uns am meisten, um unser Business zu skalieren und Marktführer in der digitalen Schuhvermessung zu werden.

Meine Erfahrung mit hunderten potenziellen Investoren war, dass es meistens ziemlich schnell „Klick“ macht, wenn es passt. Man macht die Erfahrung, dass man mit manchen Investoren nur eine Stunde spricht und die eine Zusage geben: Die glauben schnell an das Team, die Idee, das Produkt und den Markt. Dann hat man sehr schnell einen Haken dran.

Dann gibt es Investoren, die sind vielleicht ein bisschen unsicher, man macht 2–3 Gespräche, schickt alle Due Diligence Unterlagen und hinterherkommt nach 3 Wochen doch die Absage. Wenn ein Investor unsicher ist und dann immer genauer in ein Startup schaut, dann gibt es immer ganz viel Unsicherheit. In einer frühen Phase werden viele Annahmen getroffen und es gibt keinen finalen Beweis, sonst wären wir nicht mehr in einer frühen Phase.

Dabei werden die Vorbehalte und Ängste der Investoren meistens noch verstärkt und dann sagen sie schließlich ab. Deshalb kann ich eigentlich nach dem ersten Meeting schon sagen, ob derjenige an Bord kommt oder nicht. Ich liege da auch zu 95 % richtig, von den 20 Investoren, die wir an Bord bekommen haben.

Wenn ein Vertrauensverhältnis zwischen Gründer und Investor besteht, dann ist das auch die beste Voraussetzung für eine langfristige Beziehung, in der es auch nicht entscheidend ist, wie ausführlich das Reporting ist. Aus meiner Sicht kommt man dann auch selten in eine Schieflage. Wir hatten das Glück, dass unsere Investoren da immer sehr pflegeleicht waren. Die freuen sich über ein Update, aber wenn es mal ein paar Tage später kommt, dann ist es auch ok, weil dann gibt es einen bestimmten Grund, weil wir gerade im Business richtig beschäftigt sind.

Dafür bin ich wahnsinnig dankbar, weil ich mich gefragt habe, ob ich auch Leute aus meinem persönlichen Netzwerk reinholen sollte. Ich habe zum Beispiel zwei meiner ehemaligen Chefs mit an Bord, ich habe meinen Steuerberater mit an Bord und auch meine Eltern und die meines Mitgründers haben mit investiert. Das erhöht natürlich den Druck, weil man auch diese persönliche Beziehung in Gefahr bringt. Für uns hat es sich aber total ausgezahlt, wir haben ein sehr gutes Verhältnis und bisher läuft alles in die richtige Richtung.

Deshalb kann ich empfehlen, es zu wagen, auch Familie, Freunde und Bekannte mit in den Investorenkreis aufzunehmen. So kann man Leute auch an ein Angel Investment heranführen, die vorher noch nie an sowas gedacht haben. Für die Gesellschaft ist es ja auch wichtig, dass immer mehr Kapital in Innovationen und Risikokapital fließt.

Da hilft es auch seinen Steuerberater mit reinzunehmen, dass er diese Kategorie für sich auch entdeckt. So kann man auch einen Beitrag für das gesamte Startup-Ökosystem in Deutschland leisten.“

Michael Pfeife Co-Founder & CEO von MOOT
darüber, wie er sein Netzwerk ausnutzt und seine Intros bekommt
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Michael Pfeifer: „Ein bestehendes Netzwerk kann sich auch in einem sehr frühen Stadium über viele verschiedene Kanäle erstrecken. D.h., man kennt vielleicht sogar wirklich noch aus dem schulischen Umfeld noch jemanden. Man hat Leute in Universitäten, im Bekanntschafts-/ Freundeskreis, die in ihrem persönlichen Umfeld Unternehmer*innen haben, die sich vorstellen können in Startups zu investieren. Daher am Anfang Friends and Family kontaktieren und fragen gibt es irgendjemanden, einmal im persönlichen Umfeld oder in dem Umfeld der Menschen, die einem besonders nahe stehen.

Zweitens auf Organisationen zu gehen. Beispielsweise auch AddedVal.io, um an ein Pool an Business Angel heranzukommen. Es gibt auch in Deutschland mehrere lokale Netzwerke von Business Angels. In Berlin ist das beispielsweise der Business Angels Club Berlin-Brandenburg. So etwas gibt es in jeder Region in Deutschland. Hier wirklich gut informieren, was gibt es an lokalen Strukturen, gibt es auch lokale Förderstrukturen. Gibt es irgendwelche Gründerzentren bei mir in der Gegend, die mich auch mit Investoren und Investorinnen vernetzen können.

Wenn man dann mal jemand überzeugt hat und die Person an einen und die Idee glaubt, dann auch keine falsche Scheu zeigen. Diese Person fragen „Hey, du glaubst ja an die Idee, meinst du es gibt weitere Leute aus deinem Bekanntenkreis, die auch an diese Idee glauben könnten? Wäre es sinnvoll sich da mal vorzustellen?“.

All das sind Möglichkeiten, um irgendwelchen Netzwerke anzuzapfen und bestehende Netzwerke zu nutzen. Sonst kann man natürlich auch per Kaltakquise auf Menschen zugehen. Es gibt über LinkedIn ganz viele Möglichkeiten herauszufinden, wer Business Angel ist. Wer vielleicht auch mal ins Startups schon investiert hat. Da kann man auch versuchen die Personen zu kontaktieren. Hier ist es besonders wichtig, auch eine personalisierte Ansprache zu wählen. Nicht einfach blind Leute zu kontaktieren und zu sagen „Hey, ich hab gesehen du bist Business Angel, hast du Lust bei mir zu investieren?“. Sondern Menschen aus einem bestimmten Grund kontaktieren und beispielsweise zu sagen „Ich habe gesehen du hast in Startup XY investiert oder ich habe deinen LinkedIn Post XY gesehen, ich finde das total spannend, ich habe folgende Idee, ist das für dich spannend, darüber mehr zu erfahren? Das ist auch eine Möglichkeit.

Es ist aber sehr mühsam insgesamt die erste Runde zu füllen. Am Anfang hat man logischerweise, das war auch bei mir so, kein Netzwerk aus 20 Jahren Berufserfahrung. Solche Netzwerke wachsen auch einfach über die Zeit hinweg, deshalb wirklich keine Scheu und auch Netzwerke von anderen nutzen.“

Digital Health Startup-Gründer Dr. Daniel Fallscheer
über das Anstrengende und Schönste am Fundraising
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Dr. Daniel Fallscheer: „Anstrengend ist erst mal die wahnsinnige Zeit und Intensität. Mein Spitzentag waren so 8 Pitches, jeweils ungefähr 30 Minuten. Da weißt du am Abend nicht mehr, mit wem und über was du am Morgen gesprochen hast. Diesen konstanten Fokus für die einzelnen Pitches zu haben, ist sehr anstrengend.

Es macht aber auch extrem viel Spaß. Mir machen diese vielen Gespräche beim Fundraising auch viel Spaß, weil ich den Investor auch verstehen will. Was ist seine Investment-Hypothese? Warum ist sein Investment gut für uns? Also das er nicht nur Geld bringt.

Für mich war immer wichtig und deshalb hat es Spaß gemacht, obwohl es anstrengend ist, Feedback mitzunehmen. Auch aktiv zuzuhören und zu reflektieren. Investoren sehen wahnsinnig viele Pitches, das aufzunehmen und sich auf dieser Basis zu verbessern. Das ist sehr anstrengend, aber auch sehr erfüllend.“

Startup-Gründerin Antonia Wälzholz
über gute Leitfäden für die Pitch Deck-Erstellung
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Antonia Wälzholz: „Bezüglich Leitfäden oder Vorlagen, die wir für unser Pitch Deck benutzt haben, muss ich sagen, dass Google unser Freund ist. Ich habe am Anfang sehr viel Recherche betrieben, um herauszufinden, was ein gängiger Standard ist, wie Decks von bekannten Startups aussehen – wie zum Beispiel von Airbnb, das findet man reicht einfach im Internet – an denen man sich orientieren kann.

Bevor ich also überhaupt angefangen habe, ein Pitch Deck zu bauen, bin ich in die Recherche gegangen nach Marktstandards und Beispielen, von denen man viel lernen kann.

Ganz besonders gut fand ich die Content-Sammlung von Slidebean. Da gibt es sehr gute Youtube-Videos, die die Themen sehr gut herunterbrechen. Slidebean kommt ja aus einem sehr einfachen Design-Ansatz, um automatisiert gutes Design herzustellen für Slides. Da kann man viel übernehmen an Darstellungsoptionen und sogar Inhalten, die sind immer sehr gut heruntergebrochen und einfach zu verstehen. Teilweise kann man die 1:1 übernehmen.

Es gibt aber neben Slidebean Tausend andere Dinge, die man sich anschauen kann. Da ist dann ein bisschen die Gefahr sich zu verzetteln. Man muss irgendwann auch einfach mal anfangen zu bauen – und optimiert erst dann weiter.

Ich hatte in meinem vorherigen Berufsleben auch sehr viele Präsentationen gebaut und hatte auch viel Präsentationstraining, auch mit Mentoren und Trainern. Es gibt natürlich auch allgemeingültige Grundsätze für gute Präsentationen. Das sind zum Beispiel: eine einheitliche Bildsprache, nicht zu viele verschiedene Schriftarten und -größen. Also ganz grundsätzliche Dinge, die es einfacher machen, Präsentationen zu verstehen.

Menschen, die aus dem Consulting kommen, wissen, dass dass MECE-Prinzip wichtig ist. Das bedeutet, die Inhalte sollten ‚mutually exclusive, collectively exhaustive‘ sein. Das heißt, ich sollte mich nicht wiederholen, aber alle relevanten Inhalte bringen.

Mein liebstes Beispiel ist, dass man keine ‚This is a horse.‘ slide bauen soll, auf der ein Pferd zu sehen ist und dieser Satz in der Überschrift steht. Das bringt keinem etwas. Stattdessen soll man Überschriften sehr gezielt nutzen, um relevante Aspekte noch einmal aufzubringen.

Weiter wichtig ist auch Storytelling. Das ist manchmal in einem Pitch Deck schwierig, weil man bestimmte Informationen bringen muss. Aber ein Spannungsbogen sollte trotzdem in einem Deck aufgebaut werden. Solche Grundsätze haben wir beim Bau unseres eigenen Pitch Decks immer beherzigt.

Was mir immer noch passiert: manchmal sehe ich online oder bei einer Veranstaltung ein tolles Pitch Deck von jemand anderem, das mich dann inspiriert. Dann möchte ich Aspekte davon auch bei uns einbauen, wenn ich die besonders gut finde.

Daher kann ich allen Gründerinnen und Gründern nur mitgeben: euer Pitch Deck wird nie fertig sein. Es ist immer im Fluss und immer im Wandel, weil man immer dazulernt. Diese Learnings kann man dann immer wieder einbauen in sein eigenes Konzept, und so entwickelt man sich stetig weiter an diesem Deck.

Wir selbst arbeiten in Google Workspace mit Google Slides, so dass wir immer eine aktuelle Version haben. Wenn wir in PowerPoint arbeiten würden, dann hätten wir vermutlich ganz lange Dateinamen mit ‚Version 10 final final‘ oder so… Also, ein Pitch Deck ist nie ganz fertig, das ist so.“

Fabio Hildenbrand
über wichtige KPIs beim Investoren-Reporting
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Fabio Hildenbrand: „Besonders KPIs zu Finanzthemen sind für unsere Investoren wichtig: Unter anderem schauen wir uns an wie der Cash-Burn ist, wie viele neue Investoren dazugekommen sind und wie viel diese investiert haben. Auch zu welchen Konditionen diese investieren ist eine wichtige Information. Der Umsatz ist auch eine entscheidende Kennzahl. Das sind alles Hard Facts, die wir im Reporting an unsere Investoren weitergeben.

Dann haben wir auch noch reine Produkt-KPIs: Hier betrachten wir, was gerade auf der Produktebene passiert. Unter anderem was sind unsere Learnings von vorangegangenen Maßnahmen? Was sind die Daten, die wir bisher sammeln konnten. Bei uns sind das zum Beispiel die Customer-Acquisiton-Costs, die wir über Paid-Campaigns ausgetestet haben. Aber auch was die Retention und Session Time ist. Das sind alles Sachen, die wir sukzessive seit wir live sind sammeln an Daten.

Gerade in der Anfangszeit sind die Informationen sehr volatil und alles ändert sich ständig. Wir versuchen dennoch, die optimalen Prognosen zu treffen. Das Ganze wiederum versuchen wir in eine Strategie zu packen und zu rechtfertigen, warum wir diese Schritte in den kommenden Monaten umsetzen werden. Hier fragen wir auch aktiv nach Feedback, denn der Report ist nicht nur zum informieren da, sondern auch um nach Hilfe zu fragen.

Zusammengefasst haben wir die Produktseite, die Finanzseite und in unserem Fall nicht zu vergessen, die Marketingseite. Das betrifft vor allem die Creator: Wie viele Creator haben wir aktuell, was ist deren Reichweite, wie entwickelt sich das in Bezug auf unser Social Media und unsere Webseitenzahlen. Sprich Website-Traffic, Session Time und die Click-Through-Rate zum Produkt sind hier wieder relevant. Das sind alles Punkte, die wir tracken und in den Report reinpacken.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
über seine Erwartungen an Investoren
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Stephen Voss: „Die Erwartung an einen Investor, die man haben sollte und darf, der neben dem Geld auch ein Netzwerk und Know-how mit einbringt. Mit Know-how meine ich jetzt nicht im eigenen Startup-Bereich, wir haben jetzt kein Know-how in Versicherungen gebraucht. Aber man braucht ja auch nach der ersten Startup-Investitionsphase Unterstützung.

Nach einer Finanzierungsrunde kommt die nächste Finanzierungsrunde, das hört ja nicht auf. Es kommt ja immer die Situation, dass man für diesen oder jenen Bereich nochmal Geld einsammeln muss. Da ist es einfach unglaublich wichtig, wenn die Investoren noch eine Know-how-Datenbank haben oder eben auf der nächsten Stufe zu helfen.

Es gibt ja eine Series A, B ect.. Auf der nächsten Stufe nochmal zu helfen und zu sagen, wie man in einer späteren Phase vorgeht. Das sollte man nutzen und das hat uns auch sehr geholfen. Wir haben ja nicht nur einmal Kapital eingesammelt, sondern mehrfach. Das ist auch ganz normal und da hilft es, wenn man schon Partner an Bord hat, die ein entsprechendes Investoren-Netzwerk haben. Das hat uns sehr geholfen, weil man sonst ein bisschen im Tunnel ist.

Den Investor kann man schon überprüfen, da gibt es Möglichkeiten. Zum einen kann man zum Beispiel unterschiedliche Datenbanken einsehen. Außerdem sollte man im eigenen Netzwerk nachfragen, welche Erfahrungen andere Startups mit der Investorengruppe gemacht haben. Was sind deren Schwerpunkte? Was können die und was können die nicht?

Da bekommt man kein ganz objektives Bild, ganz klar, aber da fragt man eben mehrere. Da spricht man miteinander und das kann ich auch nochmal als große Empfehlung geben. Es ist die große Gefahr, dass man in einem Investitionstunnel als Gründer ist. Man sollte immer mal links und rechts schauen, auch einen Gang runterschalten.

Die Termine Revue passieren lassen und überlegen, was man gelernt hat. Habe ich für weitere Termine im eigenen Netzwerk Leute, die mich beraten können? Passt der potenzielle Investor zur eigenen Mentalität und zum Startup?

Das kann man auch konkret in Terminen nachfragen: Was ist der Investmenthorizont vom Investor? Wie lange wird er investiert bleiben? Manche Investoren haben nur einen Horizont von 3-5 Jahren und das kann bei manchen Geschäftsmodellen viel zu kurz sein. Da ist es einfach wichtig nachzufragen.

Zudem kann man ein Portfolio-Unternehmen des Investors nach dessen Erfahrungen mit dem Investor fragen.“