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Daniel Bosman über wie hilfsbereit Investoren waren, auch wenn diese nicht investieren wollten

Urban Gardening Startup-Gründer

über wie hilfsbereit Investoren waren, auch wenn diese nicht investieren wollten

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Daniel Bosman: „Die Angels, die sich dagegen entschieden haben bei uns zu investieren, werden aktuell sehr überrannt mit Anfragen. Da ist der Fokus dann schnell wo anders.
Der Markt ist aktuell undurchsichtiger & weniger gut planbar. Wir haben auch mit einigen Angels, die Interesse zwar bekundet haben, aber wo noch kein Investment zustande kam, weiterhin Kontakt: Diese bekommen Updates zum aktuellen Status Quo. Aus dieser Richtung kamen jedoch weniger Tipps. Ein Angel, der uns über AddedVal.io angeschrieben hat und mit welchem wir in einigen Gesprächen waren, meinte aktuell kommt für ihn kein Investment in Frage. Er half uns dann insofern durch ein Intro zu einem Unternehmen, das bereits sieben Restaurants in Deutschland hat. Aktuell planen diese das 8 Restaurant in Berlin. Mit diesen sind wir mittlerweile in fortgeschrittenen Gesprächen und werden voraussichtlich ein LOI unterzeichnen. Dabei wird „Our Greenery“ mit den Raumgärten aktiv an der Planung teilnehmen. Das Restaurant kann somit, eigene Lebensmittel in-house produzieren.

Da merkt man das Matthias Helfrich, der Angel, der uns zum Intro verholfen hat, das feiert was wir machen. Für uns war das auch eine super Gelegenheit zu performen. Bei einem späteren Schritt, kann man sich nochmal mit Matthias über ein mögliches Invest an einen Tisch setzen, nachdem die Milestones des vorangegangenen Projekts erreicht sind.
Man merkt bei Matthias allgemein, dass er nach den nächsten Verbindungspunkten sucht. Wenn ich beispielsweise in einem LinkedIn-Post das erste Mal den Raumgarten erwähne und er kommentiert das als tolles Projekt, da generiert er hierdurch schon eine gewisse Reichweite. Dadurch konnte ich eine der meisten Impressionen eines Posts erzielen.

Es gibt natürlich auch Menschen, die überhaupt keinen Schimmer hatten von dem was wir machen. Dabei entsteht oft auch eine „lustige Energie“. Wir hatten beispielsweise ein Gespräch mit einem Angel, der dachte dass „Microgreens“, nachhaltige Computerchips sind.
Das war schon witzig, denn als er erkannt hat, dass Microgreens Pflanzen im super frühen Stadium sind und viele Nährwerte haben, ist sein Interesse drastisch abgeflaut. Danach war er extrem kritisch. Für uns war es dann eine Herausforderung zu schauen, wie wir das Gespräch dann elegant beenden.“

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Lüder Brüggemann
darüber, warum er immer über eine Holding gründen würde
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Lüder Brüggemann: “In der Vergangenheit habe ich immer als natürliche Person gegründet. Das heißt, ich als Lüder Brüggemann war Gesellschafter oder Mitgesellschafter. Das würde ich heute nicht mehr so machen und mache es auch nicht mehr so.

Ich habe gerade eine Holding gegründet, für meine aktuelle Firma, die ich in Kürze gründen werde. Einfach aus dem Grund, dass bei einem Exit die steuerliche Belastung bei einer Holding ganz anders aussieht, als wenn du als natürliche Person gründest.

Bei meinem letzten Exit, bei der ich als natürliche Person gegründet habe, musste ich entsprechend hohe Steuern zahlen und das hätte ich im Nachhinein auch anders gemacht. Ich habe daraus gelernt und ich würde auf jeden Fall dazu raten, es über eine Holding zu machen.

Natürlich sollte am Anfang nicht der Exit das Hauptziel sein, aber wenn die Möglichkeit besteht, dass es irgendwann einen Exit gibt, macht es auf jeden Fall, auch wenn es am Anfang ein Mehraufwand ist. Natürlich verursacht so was auch Kosten, die du bei einem Fall des Exits aber 100- oder 1000-fach wieder drin hast. Ich würde es nur noch über eine Holdingstruktur machen.“

Julius Göllner: Serial Entrepreneur & Investor
darüber, wie offen Experten in der Industrie für Gespräche sind
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Julius Göllner: „Meine Erfahrungen sind da sehr positiv. Einerseits, weil sich Experten in der Industrie gerne mit neuen Technologien beschäftigen, ich glaube, es gibt auch so väterliche und mütterliche Gefühle, weil man sieht, dass es junge Leute sind.

Man kann die Experten natürlich auch ein bisschen an ihrer beruflichen Ehre packen und sagen, dass wir sie als den Experten für Logistik in der Industrie identifiziert haben und ob er nicht Zeit für ein paar Fragen hat. Es kann auch sein, dass die Leute so ein Gespräch als Chance für ein potenzielles Investment sehen, die Experten haben teilweise auch schon sehr viel Geld verdient.

Es gibt sehr viele Motive, warum ein Experte so ein Interview macht. Natürlich würde ich erst über das Netzwerk geht und wenn man da ein Intro bekommt, dann ist es nochmal einfacher. Per se habe ich die Erfahrung in den letzten 5-10 Jahren gemacht, dass da eine extrem hohe Bereitschaft besteht, Gründern zu helfen.“

Stephen Voss InsurTech Startup-Gründer
über seine Fundraising Erfahrungen
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Stephen Voss: „Wir haben im Jahr 2016 mit dem Fundraising begonnen und das war unsere erste Fundraising-Erfahrung. Wir waren vorher seit Mitte der 90er-Jahre in Konzernen, ich habe bei der Allianz begonnen. Im Grunde war ich in dem oder dem Versicherungskonzern tätig und hatte somit nie die Notwendigkeit, Geld einzusammeln.

Letztendlich war das bei den Unternehmen schon immer vorhanden und deshalb war unsere erste Fundraising-Runde ein ganz neuer Moment. Auf der anderen Seite kann ich es auch nicht mehr so ganz nachvollziehen, weil es ganz klar war, dass wir jetzt in dieses digitale Modell gehen und wir jetzt Geld einsammeln müssen.

Vielleicht war es auch ein bisschen naiv, aber auf der anderen Seite muss ich sagen, dass man einfach den Moment nutzen muss und den haben wir genutzt.“

Dr. Matthias Brendel
darüber, wie sie ihre Investoren regelmäßig informieren
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Dr. Matthias Brendel: „Das Reporting an Investoren ist ein sehr schönes Thema, wir haben es gerade erst wieder neu aufgesetzt, weil wir unsere CI geändert haben. Dabei haben wir auch das Format leicht geändert. Wir berichten grundsätzlich zum Quartalsende, weil wir dann auch die betriebswirtschaftlichen Analysen bekommen.

Das heißt, dann haben wir die neuesten Finanzzahlen, die für unsere Investoren wichtig sind. Wie viel Cash haben wir verbraucht? Wie haben sich die Umsätze entwickelt? Wie ist unser Runway?

Aus dem Grund berichten wir immer zum Quartalsende. Da ein Quartal sehr lange ist, machen wir noch ein Report im Quartal, bei dem wir einfach berichten, wie wir inhaltlich stehen: Wie gehen die Kundenprojekte voran? Wie entwickeln sich unsere KPIs? Wir bieten ja eine digitale Fußvermessungsempfehlung. Wir berichten also, wie viele Füße wir vermessen haben. Wie viele Schuhe haben wir empfohlen und wie sind die Conversion-Rates? Solche Themen sind für unsere Investoren wichtig.

Dann berichten wir auch, wie sich zum Beispiel unser Team entwickelt. Kommt jemand dazu oder scheidet jemand aus? Wie viel Prozent unserer Kapazität fließt ins Produkt, ins Business und in die Tech-Entwicklung?

Noch eine ganz wichtige Sektion ist: Was gibt es gerade so in der Presse, was für die Investoren relevant sein könnte? Wir suchen da immer spannende Artikel und Videoreportagen raus, die uns irgendwie über den Weg kommen oder von den Investoren teilweise auch uns gemeldet werden. So kann sich jeder Investor ein Bild machen, was gerade im eCommerce, Schuhhandel und Retouren Bereich passiert.

Der letzte wesentliche Bestandteil, neben den wirtschaftlichen, finanziellen und inhaltlichen Reportings, ist die Help-Needed-Sektion. Das heißt, dort stellen wir Fragen. Zum Beispiel: Im Moment gehen wir neue Kundensegmente an und dann fragen wir, wer dort konkrete Kontakte hat. Dann schicken wir noch eine Liste mit 300 Leads und unsere Investoren melden sich dann zurück und sagen, zu wem sie irgendeine Verbindung haben.

Wir versuchen es immer möglichst interaktiv zu gestalten und es funktioniert sehr gut. Wir geben das Reporting als PDF ca. alle 6 Wochen raus und bieten am Quartalsende immer eine Videokonferenz an, um auch interaktiv darüber zu sprechen und Feedback von den Investoren einzuholen.“

Janosch Kühn
über die Nachteile von Bootstrapping
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Janosch Kühn: „Wenn es beim Bootstrapping knapp mit dem Geld wird, kann man versuchen, doch auf die Suche nach Investoren zu gehen.

Eine andere Möglichkeit ist sehr hart, weil man die Kosten runterfahren muss. Kosten runterfahren ist meistens leichter als schnell neues Geld zu generieren, denn wo soll plötzlich neues Geld herkommen?

Dann heißt es: Leute entlassen, Marketing einstellen und sowas kann zu einer tödlichen Spirale werden. Wenn Leute entlassen werden, kann es auch die Motivation der übrigen Mitarbeiter nach unten drücken und das ist eine sehr gefährliche Situation für ein Startup.

Wenn das Bootstrapping nicht funktioniert, würde ich den Gründern raten, eine Runde zu raisen.“

John Agricola CEO & Founder bei Onstruc
über wichtige Fundraising-Tools
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John Agricola: “Hauptsächlich wirklich mit Excel. Excel, E-Mail und Google Drive. Wir haben es auch mal mit HubSpot probiert, das macht jetzt aber nicht wirklich Sinn, weil der Prozess und der Funnel zu unterschiedlich ist. Wirklich eine Excel anlegen, wirklich alles mitschreiben und wir haben in Slack einen Channel, wo wir direkt Notizen machen, damit möglichst wenig verloren geht. Das war es aber auch schon. Wir haben aber auch nicht versucht bei 500 Leuten Geld zu bekommen und wir hatten auch keinen Kontakt zu einem VC.

Es ist auch sehr wichtig, dass wir die Excel oder Google Sheet kollaborativ nutzen und jeder schnell darauf zugreifen kann. Es sollen keine Informationen verloren gehen und jeder soll wissen, dass er einfach da schnell reinschreiben kann. Der Angel wollte noch diese Unterlagen haben, der andere hatte noch folgende Frage gestellt. Damit einfach alles an einem Ort ist, damit man schnell agieren kann.

Man sollte ja auch so ein Momentum aufbauen, immer schnell antworten, damit man auch zügig eine Zusage bekommt.

Außerdem habe ich ein Tool, womit man Finanzierungsrunden modellieren kann und wie sich die Prozente verteilen. Man raised ja immer runde Zahlen, aber sowas gibt es ja gar nicht, weil man Firmenanteile verkauft. Da kann ich nur jedem raten, sich da früh genug mit auseinanderzusetzen. Da kann man auch weitere Finanzierungsrunden in der Zukunft modellieren und schauen, ob es so aufgeht.”